{"id":165660,"date":"2025-06-04T22:42:18","date_gmt":"2025-06-04T22:42:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/165660\/"},"modified":"2025-06-04T22:42:18","modified_gmt":"2025-06-04T22:42:18","slug":"muenchen-will-bei-den-staedtischen-mitarbeitern-sparen-bisher-ohne-grossen-erfolg-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/165660\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchen will bei den st\u00e4dtischen Mitarbeitern sparen \u2013 bisher ohne gro\u00dfen Erfolg &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Die Stadt bekommt in der ohnehin sehr angespannten Haushaltssituation ihre Personalkosten nicht in den Griff. F\u00fcr das laufende Jahr 2025 droht eine Finanzierungsl\u00fccke von 60 Millionen Euro. Denn die Referate weisen trotz eines offiziell verh\u00e4ngten Stopps allein seit Mitte 2024 einen \u00dcberschuss von etwa 700 Stellen auf. Um das Defizit einzufangen, will Personalreferent Andreas Mickisch (SPD) das weitgehende Verbot, Stellen zu besetzen, bis zum Jahresende verl\u00e4ngern.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Wenn diesmal die Vorgaben aus dem Personalreferat greifen, k\u00f6nnte sich die L\u00fccke im Etat noch auf 30 Millionen Euro reduzieren lassen. Diese muss die Stadt auch in den Haushaltsplanungen f\u00fcr die kommenden Jahre mitschleppen. Zwei schwer zu berechnende Kenngr\u00f6\u00dfen h\u00e4tten das neue Loch in den Personaletat gerissen, sagt Referent Mickisch.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Zum einen sei die nat\u00fcrliche Fluktuation bei der Stadt noch weiter zur\u00fcckgegangen als prognostiziert. Das hei\u00dft, noch weniger Besch\u00e4ftige haben von sich aus bei der Stadt gek\u00fcndigt als in den Jahren zuvor. Zum anderen seien in den anderen Fachreferaten mehr Stellenbesetzungsverfahren als gedacht so weit fortgeschritten gewesen, dass diese nicht mehr r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden konnten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Etwa 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in Summe weniger gegangen als gesch\u00e4tzt, etwa 300 mehr als erlaubt haben die Referate eingestellt. Wenn Personalchef Mickisch sich daf\u00fcr rechtfertigen soll, dann vergleicht er die Stadt und ihre etwa 43 000 Besch\u00e4ftigten mit einem schweren Tanker. Sein Referat und auch die Stadtpolitik seien mit ihren Beschl\u00fcssen zwar ordentlich auf die Bremse getreten, doch bis dieser Tanker stoppe oder nur die Fahrt verlangsame, das dauere. \u201eDer Bremsweg ist lang\u201c, sagt Mickisch.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Die Personalplanung bei der Stadt ist f\u00fcr Au\u00dfenstehende auch deshalb so schwer zu verstehen, weil das Budget f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten erst einmal beim jeweiligen Fachreferat liegt, nicht zentral im Personalreferat. Und einige Referate haben scheinbar Schecks auf die Zukunft ausgestellt und trotz des Stellenstopps so manche Einstellungen durchgewunken. Ausgenommen vom Einstellungsstopp sein sollten eigentlich nur Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher sowie die Feuerwehr.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Aus den Fraktionen der Regierungskoalition kamen zuletzt \u00f6ffentliche \u00c4u\u00dferungen, die man auch als zumindest leise Unzufriedenheit mit der Arbeit des Personalreferats verstehen kann. Beim aktuell verf\u00fcgten Stellenbesetzungsstopp d\u00fcrfe es nicht bleiben, sagte etwa SPD-Fraktionschefin Anne H\u00fcbner. Es m\u00fcsse viel st\u00e4rker priorisiert werden, wo nachbesetzt wird oder wo nicht. \u201eKinder, die Betreuung und Schutz ben\u00f6tigen, k\u00f6nnen nicht warten.\u201c \u00c4hnliches gelte aber auch f\u00fcr B\u00fcrger, die einen Ausweis ben\u00f6tigten oder einen Wohngeldantrag gestellt h\u00e4tten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Die Gr\u00fcnen wiederum schlagen vor, dass das Personalreferat selbst Engp\u00e4sse bei den Besch\u00e4ftigten in anderen Referaten l\u00f6sen k\u00f6nnte. Mickisch und seine Leuten sollten darlegen, wer wegen des Einstellungsstopps derzeit in ihrem Haus nichts zu tun habe. Die f\u00fcr Neuanwerbungen oder Einstellungen zust\u00e4ndigen Besch\u00e4ftigten k\u00f6nnten zum Beispiel in der Ausl\u00e4nderbeh\u00f6rde oder in der Wohngeldstelle aushelfen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Mickisch will nun bis zum Jahresende ein Konzept vorlegen, wie trotz des Einstellungsstopps mehr Priorit\u00e4tensetzung m\u00f6glich wird. Im \u00dcbrigen sei es Aufgabe des Stadtrats, politische Schwerpunkte zu setzen. Brennpunkte wie die Wohngeldstelle und die wirtschaftliche Jugendhilfe habe man ohnehin verschont. Gefordert seien aber auch die Referate, die im Rahmen ihres Personalbudgets ohnehin Priorit\u00e4ten setzen k\u00f6nnten. Nur sollte dies nicht wieder \u00fcberschritten werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Stadt bekommt in der ohnehin sehr angespannten Haushaltssituation ihre Personalkosten nicht in den Griff. 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