{"id":166136,"date":"2025-06-05T03:06:20","date_gmt":"2025-06-05T03:06:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/166136\/"},"modified":"2025-06-05T03:06:20","modified_gmt":"2025-06-05T03:06:20","slug":"als-nummer-361-der-welt-halbfinale-bei-french-open-lois-boisson-stellt-paris-auf-den-kopf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/166136\/","title":{"rendered":"Als Nummer 361 der Welt: Halbfinale bei French Open &#8211; Lo\u00efs Boisson stellt Paris auf den Kopf"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 04.06.2025 20:48 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Lo\u00efs Boisson ist die j\u00fcngste Franz\u00f6sin im Halbfinale der French Open seit Amelie Mauresmo im Jahr 1999. <strong>Auf dem Weg dahin geholfen hat ihr das Publikum, ein furchtloses Spiel und die Konzentration auf das Wesentliche.<\/strong><\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch ein mit 15.000 Menschen besetzter Raum kann ein verflixt einsamer Ort sein, besonders, wenn dieser Raum der Court Philippe Chatrier ist, der gr\u00f6\u00dfte Platz bei den French Open. Das musste nun der n\u00e4chste gro\u00dfe Name erfahren. Denn die als \u00dcbertalent geltende und als ganz klare Favoritin ins Match gestartete Mirra Andreeva musste sich am Mittwoch im Viertelfinale der bis zu diesem Turnier v\u00f6llig unbekannten Franz\u00f6sin Lo\u00efs Boisson beugen. Lo\u00efs mit zwei Punkten \u00fcber dem i: Lo-is.<\/p>\n<ul class=\"buttongroup buttongroup--copytext\">\n<li class=\"buttongroup__item\">\n<p>    <a class=\"btn btn--text btn--standard-secondary btn--fullwidth\" href=\"https:\/\/www.sportschau.de\/live-und-ergebnisse\/tennis\/french-open-frauen\/se83237\/2025\/ro232478\/viertelfinale\/spiele-und-ergebnisse\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n        Viertelfinale, Frauen<br \/>\n        Pfeil rechts<\/p>\n<p>    <\/a>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas Publikum, in Paris sowieso nie der Neutralit\u00e4t verd\u00e4chtig, gerade wenn es darum geht, einen Landsmann oder eine Landsfrau anzufeuern, zeigte sich dann an diesem nasskalten Nachmittag, unter dem geschlossenen Dach des Stadions, auch v\u00f6llig enthemmt. Es machte aus einem der gr\u00f6\u00dften Tennispl\u00e4tze der Welt den einsamst m\u00f6glichen Ort f\u00fcr Andreeva.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie verlor im Laufe der zwei Stunden immer mehr die Nerven. Am Ende drosch Andreeva mit Tr\u00e4nen in den Augen einen Ball auf die Trib\u00fcne, komplimentierte zwischendrin Teile ihres Anhangs aus der Box und schien letztlich fast froh zu sein, dass das Match vorbei war. W\u00e4hrenddessen brachte die an Nummer 361 der Weltrangliste notierte Boisson die Partie mit stoischer Miene und beeindruckendem Tennis zu Ende.<\/p>\n<p>    Historischer Halbfinal-Einzug<\/p>\n<p class=\"textabsatz--contains-image  m-six l-five textabsatz columns twelve\">\nSo stand Boisson wenige Minuten nach dem lebensver\u00e4ndernden Triumph vor einem Mikrofon mitten auf dem Court. Im Siegerinterview mit dem derzeit verletzten Kollegen und Interviewer Lucas Pouille sprach sie leise. Verlegen wischte Boisson den Sand unter ihren F\u00fc\u00dfen hin und her. So als wollte sie die Spuren ihres gr\u00f6\u00dften Triumphes unauff\u00e4llig beseitigen. Dabei hatten genau diese F\u00fc\u00dfe sie zu einem St\u00fcck Tennisgeschichte getragen. Denn Lo\u00efs Boisson, 22 Jahre alt, ist erst die dritte Spielerin, die bei ihrem Grand-Slam-Deb\u00fct ins Halbfinale vorr\u00fcckte.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Lo\u00efs Boisson sinkt nach dem sensationellen Einzug ins Halbfinale auf dem Boden\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie anderen beiden Spielerinnen? Monica Seles im Jahr 1989 und Jennifer Capriati im Jahr 1990. Seles und Capriati waren zu diesem Zeitpunkt jeweils gro\u00dfe Versprechen f\u00fcr die Zukunft. Alle wussten: Seles und Capriati haben das Zeug, die Nummer 1 zu werden, Grand Slams zu gewinnen. Auch Boisson war einst als Talent gesehen worden. Doch ein Grand-Slam-Halbfinale? W\u00fcnschen kann man sich vieles, doch mit so einem Deb\u00fct hatte wohl niemand gerechnet.<\/p>\n<p>    &#8222;Ich schaue nicht in die Sozialen Medien&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch bei der Pressekonferenz im Untergeschoss des Court Chatrier, zwei Stunden nach dem Match, sprach Boisson immer noch sehr leise. Immer wieder fiel das Wort Fokus. Fast beschw\u00f6rend sagte sie: &#8222;Ich bleibe in meiner Zone. Ich fokussiere mich auf das Turnier und denke gar nicht dar\u00fcber nach, was um mich herum passiert. Ich schaue auch nicht in die sozialen Medien. Das mache ich dann nach dem Turnier.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Ziele sind aber, obwohl leise ausgesprochen, die h\u00f6chsten, so viel stellte Boisson klar: &#8222;Jedes Kind tr\u00e4umt davon, einmal ein Grand Slam Turnier zu gewinnen, wenn es mit dem Tennis startet. Und wir Franzosen tr\u00e4umen davon, Roland Garros zu gewinnen. Auch ich habe davon getr\u00e4umt, ein Grand Slam zu gewinnen.&#8220;<\/p>\n<p>    Boisson ging mit Deo-Eklat viral<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEigentlich sollte die 22-j\u00e4hrige schon im letzten Jahr eine Wild Card f\u00fcr ihren Heim-Grand-Slam bekommen. Doch kurz vor Turnierstart riss ihr das Kreuzband, der zu dem Zeitpunkt offensichtliche Aufstieg in der Weltrangliste wurde von jetzt auf gleich unterbrochen. Noch kurz zuvor hatte Boisson mit einer Siegesserie von 18 Matches, alle bei kleineren Turnieren auf der ITF-Tour errungen, f\u00fcr ein gewisses Level an Aufmerksamkeit gesorgt. Doch nicht so, dass die \u00d6ffentlichkeit wirklich etwas davon mitbekam.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie gab es erst im April dieses Jahres, ohne jedoch, dass Boisson etwas daf\u00fcr konnte. In ihrem allerersten Match auf WTA-Ebene trat sie in Rouen gegen die Britin Harriet Dart an. Bei einem Seitenwechsel bat Dart die Schiedsrichterin darum, Boisson auszurichten, dass diese bitte ein Deo auftrage. Sie rieche nicht gut. Der Clip dieser Szene ging viral, Boisson konterte die viel kritisierte Unversch\u00e4mtheit ihrer Gegnerin sp\u00e4ter schlagfertig, in dem sie auf Instagram einem Deohersteller eine Zusammenarbeit vorschlug.<\/p>\n<p>    Aus dem Nichts auf die Welt-B\u00fchne<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie olfaktorischen Schlagzeilen sind nun endg\u00fcltig den sportlichen gewichen. An diesem Mittwoch sahen alle, was Boisson kann: Sie ist enorm athletisch, baut ihr Spiel um einen sehr guten Aufschlag und eine m\u00e4chtige Vorhand auf. Auf dem langsamen Untergrund bei den French Open ist dieser wuchtige Schlag so effektiv, dass viele Gegnerinnen in ungewohnter Position weit hinter der Grundlinie spielen m\u00fcssen. Ihre R\u00fcckhand nutzt Boisson hingegen nur im Notfall, zu sehr vertraut sie der eigenen St\u00e4rke auf der Vorhand.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAm Donnerstag geht es f\u00fcr Boisson nun gegen Coco Gauff. Die ist zwar auch erst 21 Jahre halt, hat jedoch trotzdem schon viele Matches in hitziger Atmosph\u00e4re gespielt und dabei stets die Nerven behalten. Die wird sie allerdings am Donnerstag auch gebrauchen k\u00f6nnen. Die Zuschauerinnen und Zuschauer werden sicherlich daf\u00fcr sorgen, dass der Court Philippe Chatrier auch f\u00fcr ihre Halbfinal-Gegnerin ein sehr einsamer Ort sein wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 04.06.2025 20:48 Uhr Lo\u00efs Boisson ist die j\u00fcngste Franz\u00f6sin im Halbfinale der French Open seit Amelie Mauresmo&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":166137,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[20798,13,14,15,12,4206,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-166136","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-french-open","9":"tag-headlines","10":"tag-nachrichten","11":"tag-news","12":"tag-schlagzeilen","13":"tag-tennis","14":"tag-top-news","15":"tag-top-meldungen","16":"tag-topmeldungen","17":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114628551246168279","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/166136","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=166136"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/166136\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/166137"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=166136"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=166136"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=166136"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}