{"id":166362,"date":"2025-06-05T05:13:17","date_gmt":"2025-06-05T05:13:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/166362\/"},"modified":"2025-06-05T05:13:17","modified_gmt":"2025-06-05T05:13:17","slug":"eltern-der-kinder-aus-der-grundschule-giesserstrasse-schreiben-einen-offenen-brief-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/166362\/","title":{"rendered":"Eltern der Kinder aus der Grundschule Gie\u00dferstra\u00dfe schreiben einen Offenen Brief \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Schon in der Vergangenheit erwies sich die Verkehrssituation vor der Schule in der Gie\u00dferstra\u00dfe als problematisch. Eine verkehrsberuhigte Zone und ein fetter Zebrastreifen vor der Grundschule sollten die Situation f\u00fcr die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ein bisschen sicherer machen. Aber nun bef\u00fcrchten die Eltern der Kinder, dass die Situation durch den Bau der geplanten neuen Leipzig International School (LIS) auf dem Jahrtausendfeld wieder brandgef\u00e4hrlich f\u00fcr die Kinder wird. Weshalb sie einen Offenen Brief an den Oberb\u00fcrgermeister und die zust\u00e4ndigen B\u00fcrgermeister\/-innen schrieben.<\/p>\n<p>Ob und wann gebaut wird, ist noch offen, auch wenn die Stadtbau AG, die die neue LIS bauen will, <a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2025\/05\/stadtratsanfrage-zum-jahrtausendfeld-kollidiert-bauvoranfrage-b-planvefahren-625597\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">schon eine Bauvoranfrage gestellt hat.<\/a> Denn die Pl\u00e4ne, hier eine gro\u00dfe, sechsz\u00fcgige Schule zu bauen, kollidieren sowohl mit den Ergebnissen des Dialogverfahrens zum Jahrtausendfeld als auch mit den Pr\u00e4missen, die der Stadtrat <a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2025\/01\/der-stadtrat-tagte-b-plan-jahrtausendfeld-video-615137\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">f\u00fcr die Erstellung eines Bebauungsplans f\u00fcr das Jahrtausendfeld<\/a> mitgegeben hat.<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/587b43d2d3c4428e918a45d1f7a8eabc.gif\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2025\/06\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/politik\/brennpunkt\/2025\/06\/1\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>Ein Verkehrskonzept f\u00fcr die neue Schule gibt es noch nicht. Und das ist selbst bei einer vierz\u00fcgigen Schule dringend notwendig. Gerade um den motorisierten Verkehr in diesem Quartier und insbesondere in der Gie\u00dferstra\u00dfe nicht noch weiter anschwellen zu lassen. Und genau dieses Verkehrskonzept fordert der Offene Brief der Eltern aus der Grundschule Gie\u00dferstra\u00dfe \u2013 zus\u00e4tzlich zu einer sinnvollen Verkehrsorganisation w\u00e4hrend der Bauarbeiten.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem eine gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Begr\u00fcnung des neuen Schulquartiers. Denn bislang ist das Jahrtausendfeld auch ein gr\u00fcner und k\u00fchlender Hotspot f\u00fcr den Leipziger Westen. Wenn es aber gr\u00f6\u00dftenteils bebaut und versiegelt wird, droht hier die n\u00e4chste Hitzeinsel zu entstehen.<\/p>\n<p>***<\/p>\n<p>Der Offene Brief<\/p>\n<p>Offener Brief des Elternrats der Grundschule Giesserstrasse bzgl. der Bebauung des Jahrtausendfelds<\/p>\n<p>Leipzig, den 04. Juni 2025<\/p>\n<p>Offener Brief<\/p>\n<p>An den Oberb\u00fcrgermeister der Stadt Leipzig, Burkhard Jung,<br \/>An den Baub\u00fcrgermeister der Stadt Leipzig, Thomas Dienberg,<br \/>An die Schulb\u00fcrgermeisterin der Stadt Leipzig Vicky Felthaus,<br \/>An das Mobilit\u00e4ts- und Tiefbauamt der Stadt Leipzig,<\/p>\n<p>Der Elternrat der Grundschule Giesserstra\u00dfe fordert f\u00fcr die Grundschulkinder und deren Angeh\u00f6rige eine familiengerechte Entwicklung des Leipziger Jahrtausendfelds! Wir wollen sichere Schulwege rundum das Jahrtausendfeld f\u00fcr die rund 460 Kinder der Grundschule Giesserstra\u00dfe, und alle Kinder aller Bildungseinrichtungen im Viertel! Wir fordern f\u00fcr alle Kinder auf dem Jahrtausendfeld eine angemessen gro\u00dfe, permanent \u00f6ffentliche, das Viertel k\u00fchlende, biodiverse Gr\u00fcnfl\u00e4che!<\/p>\n<p>Insbesondere fordern wir die bedingungslose Sicherheit aller Kinder w\u00e4hrend jeder m\u00f6glichen Bauphase jeglichen Bauprojektes oder Bauvorhabens auf dem Jahrtausendfeld, auf allen Wegen von, zum und rund um das Jahrtausendfeld! Auch muss der zu erwartende L\u00e4rm durch den Stra\u00dfenverkehr und die m\u00f6gliche Baustelle auf das absolut geringste Ma\u00df begrenzt werden \u2013 um den Unterricht und das Wohlbefinden der Kinder gew\u00e4hrleisten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Verkehrskonzept<\/strong><\/p>\n<p>Der Elternrat der GS Giesserstra\u00dfe fordert die Stadt Leipzig und die Bauherrin auf, aktive Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, um sichere Schulwege rund um das Jahrtausendfeld zu gew\u00e4hrleisten \u2013 durch ein fundiertes Verkehrs- UND Baustellenkonzept zeitnah und festgelegt BEVOR jedwedes Bauprojekt starten w\u00fcrde, sowie eine transparente Beteiligung der zivilgesellschaftlichen Akteure des Viertels. Die geforderten Konzepte sind f\u00fcr die Sicherheit aller Sch\u00fcler und Anwohner zwingend notwendig: vor, w\u00e4hrend und nach dem zu erwartenden Bau.<\/p>\n<p>Denn die rund 460 Grundsch\u00fcler der bereits am Jahrtausendfeld bestehenden GS Gie\u00dferstra\u00dfe und die geplanten 1600 Kinder sowie die ca. 400 Angestellten eines neuen Schulkomplexes vor Ort, der zu erwartende Lieferverkehr von und zum Neugeb\u00e4ude zusammen, erfordern, dass die Verkehrssituation vor Ort der gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Sicherheit aller Sch\u00fcler und Anwohner angepasst wird! Ebensolches gilt in jeder Hinsicht f\u00fcr jeden einzelnen Teil der zu erwartenden Bauphase!<\/p>\n<p>Wir fordern Sie daher auf, sicherzustellen, dass jeglicher Zugang zur m\u00f6glichen Baustelle im Vorfeld des Bauphasenbeginns eineindeutig festgelegt wird. Dies gilt f\u00fcr jede Art von Transport und jede Art von Verkehrsform! Der Elternrat der Grundschule Giesserstra\u00dfe verlangt, den Baustellenzugang f\u00fcr alle Arten von Fahrzeugen alleinig \u00fcber die Karl-Heine-Stra\u00dfe zu f\u00fchren. Dies muss vor Baubeginn bindend festgelegt werden! Nur so sichert sich ab, dass alle Kinder den Schulweg \u00fcber die Aurelien- und die Gie\u00dferstra\u00dfe unbeschadet nutzen k\u00f6nnen!<\/p>\n<p>Zudem darf der k\u00fcnftige Zugang zu jedwedem Bauprojekt auf dem Jahrtausendfeld ausdr\u00fccklich NICHT \u00fcber die Giesserstra\u00dfe erfolgen! Die Giesserstra\u00dfe ist bereits jetzt durch den allt\u00e4glichen Verkehr \u00fcberfrequentiert. Sie ist in keinem Falle die verkehrstechnische L\u00f6sung f\u00fcr \u00fcber 2000 Sch\u00fcler! Jeden Morgen zu Schulbeginn kann man seit Inbetriebnahme der GS Giesserstra\u00dfe im Jahr 2020 das enorme Verkehrsaufkommen beobachten.<\/p>\n<p>Auch ist ein Schutz der Kinder durch die Zebrastreifenbenutzung nur gew\u00e4hrleistet, wenn keine Baufahrzeuge oder Transporter aller Art durch die Giesserstra\u00dfe fahren m\u00fcssen. Hier besteht immer das Risiko, dass Baufahrzeuge Kinder \u00fcbersehen! Diese erhebliche Gefahr, welche durch mobile Baufahrzeuge und Baumaschinen, angelieferte Baumaterialien etc. dauerhaft f\u00fcr die Grundsch\u00fcler best\u00fcnde, ist massiv und hier muss von Anfang an die Sicherheit aller Kinder im Vordergrund stehen!<\/p>\n<p>Des Weiteren sollte die k\u00fcnftige Anlieferungszone des neuen Bauprojektes auf dem Jahrtausendfeld ausschlie\u00dflich von der Hauptstra\u00dfe (Karl-Heine-Stra\u00dfe) aus, und au\u00dferhalb der morgendlichen und nachmitt\u00e4glichen Sto\u00dfzeiten erfolgen \u2013 um den Verkehrsfluss und die Sicherheit aller gr\u00f6\u00dftm\u00f6glich zu untermauern!<\/p>\n<p>Wir fordern zus\u00e4tzlich, dass Verkehrs- und Baustellenkonzepte mit einplanen, wie sich der potentielle Stra\u00dfenverkehr f\u00fcr 2000 Familien und mehr regeln soll, w\u00fcrde die Klingerbr\u00fccke wegen Bauma\u00dfnahmen l\u00e4ngere Zeit gesperrt \u2013 sowie einzubeziehen, wie sich der bis mutma\u00dflich 2031 andauernde Bau der Georg-Schwarz-Br\u00fccken auswirken w\u00fcrde!<\/p>\n<p>Die Schaffung einer Schulstra\u00dfe in der Gie\u00dferstra\u00dfe nach nordrhein-westf\u00e4lischem Vorbild \u2013 ein verkehrsberuhigter Bereich mit tempor\u00e4ren Durchfahrtsverboten \u2013 ist w\u00fcnschenswert, um einen gefahrlosen Verkehrsraum f\u00fcr alle Schulkinder zu schaffen. Wir fordern au\u00dferdem sichere \u00dcberwege und die angeleitete Nutzung von Fahrradwegen f\u00fcr alle Schulkinder am Jahrtausendfeld \u2013 jetzt und in Zukunft! Zudem sollte der Autoverkehr so weit wie m\u00f6glich von beiden Geb\u00e4uden (das Neuprojekt und die GS Giesserstra\u00dfe) ferngehalten werden, um die Sicherheit der Kinder auf dem Schulweg dauerhaft rund um das Jahrtausendfeld zu gew\u00e4hrleisten!<\/p>\n<p>Ein sicherer Schulweg ist das Fundament f\u00fcr eine gute Bildung. Wir appellieren an alle Entscheidungstr\u00e4ger, die Bed\u00fcrfnisse der Kinder und ihrer Eltern sowie der Anwohner zu priorisieren, sowie verbindliche Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, die diesen Perspektiven gerecht werden!<\/p>\n<p><strong>L\u00e4rmschutz<\/strong><\/p>\n<p>Laut dem<a href=\"http:\/\/static.leipzig.de\/fileadmin\/mediendatenbank\/leipzig-de\/Stadt\/02.6_Dez6_Stadtentwicklung_Bau\/64_Amt_fuer_Stadterneuerung_und_Wohnungsbaufoerderung\/Ausgleichsbetraege_in_Sanierungsgebieten\/Gutachten\/Zonengutachten_Sanierungsgebiet_Leipzig-Plagwitz_Zone_71300649.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Zonengutachten SG Leipzig-Plagwitz<\/a> ist die L\u00e4rmbelastung auf der Karl-Heine-Stra\u00dfe durch das derzeitige Verkehrsaufkommen schon jetzt sehr hoch. Es ist zu erwarten, dass der neu aufkommende Verkehr, eine zwangsl\u00e4ufig h\u00f6here Taktung der Stra\u00dfenbahn und die potenzielle (Gro\u00df-)Baustelle diese Situation weiter verschlimmern und der L\u00e4rm auch Einfluss auf das Lernen in der GS Gie\u00dferstra\u00dfe haben wird. Diese Belastung ist inakzeptabel und muss verbindlich auf ein Minimum reduziert werden.<\/p>\n<p><strong>\u00d6ffentliche Gr\u00fcnfl\u00e4che<\/strong><\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend fordern wir mit Nachdruck, dass ein angemessen gro\u00dfer Teil, mindestens 30 % des jetzigen Jahrtausendfelds, als \u00f6ffentliche, nicht umz\u00e4unte, biodiverse Gr\u00fcnfl\u00e4che entwickelt wird, denn die Hitzebelastung im Viertel ist bereits jetzt massiv \u00fcberh\u00f6ht \u2013 was alle Grundschulkinder und das Personal der GS Giesserstra\u00dfe nicht zuletzt auf dem Schulhof in den w\u00e4rmeren Monaten t\u00e4glich zu sp\u00fcren bekommen!<\/p>\n<p>B\u00e4ume als Schattenspender und k\u00fchlende Elemente sind daher unerl\u00e4sslich. Wir fordern eine kinderfreundliche Stadt f\u00fcr unsere Kinder, ein Stadtviertel in welchem das Pflanzengr\u00fcn deutlich mehr und nicht im Geringsten weniger wird.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>der Elternrat der GS Giesserstra\u00dfe, dessen AG Verkehrssicherheit,<br \/>i.A. Christiane Christelsohn, Christin Pupke und Sirko Hollas<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Schon in der Vergangenheit erwies sich die Verkehrssituation vor der Schule in der Gie\u00dferstra\u00dfe als problematisch. 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