{"id":166609,"date":"2025-06-05T07:35:20","date_gmt":"2025-06-05T07:35:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/166609\/"},"modified":"2025-06-05T07:35:20","modified_gmt":"2025-06-05T07:35:20","slug":"nato-verteidigungsminister-letzte-vorbereitungen-fuer-die-grosse-aufruestung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/166609\/","title":{"rendered":"NATO-Verteidigungsminister: Letzte Vorbereitungen f\u00fcr die gro\u00dfe Aufr\u00fcstung"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 05.06.2025 05:25 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die NATO-Verteidigungsminister treffen sich in Br\u00fcssel. Dort wollen sie letzte Vorbereitungen f\u00fcr ein beispielloses Aufr\u00fcstungsprogramm treffen. Ziel ist vor allem die Sicherung der Ostgrenze.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/helga-schmidt-101.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Helga Schmidt\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/helga-schmidt-103.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMark Rutte ist kein Mann, der sich in der \u00d6ffentlichkeit mit Selbstzweifeln plagt. Als NATO-Generalsekret\u00e4r tritt er cool und selbstbewusst auf, er will das Bild einer starken und geschlossenen Allianz repr\u00e4sentieren. Nach innen und nach au\u00dfen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSo selbstbewusst, wie vor dem heutigen NATO-Verteidigungsministertreffen hat er sich noch nicht ge\u00e4u\u00dfert: Die NATO sei das m\u00e4chtigste Verteidigungsb\u00fcndnis der Weltgeschichte, sagte Rutte, &#8222;m\u00e4chtiger als das R\u00f6mische Reich&#8220;. Ein Satz wie in Stein gemei\u00dfelt, eine Anspielung auf den imperialen H\u00f6hepunkt der R\u00f6mer. Den Niedergang Roms unter dem wachsenden Druck auf die Au\u00dfengrenzen durch Angreifer aus dem Osten &#8211; Hunnen, Germanen, Perser &#8211; lie\u00df Rutte weg. Das w\u00e4re etwas f\u00fcr Zweifler.<\/p>\n<p>    Sicherung durch Abschreckung<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Sicherung der Ostgrenze durch Abschreckung wird das beherrschende Thema sein, wenn sich die Verteidigungsminister der Allianz heute im Br\u00fcsseler Hauptquartier treffen. Ein letztes Mal will man gemeinsame Ziele f\u00fcr die Aufr\u00fcstung besprechen, m\u00f6glichst konkret, damit die Zukunftspl\u00e4ne in drei Wochen beim NATO-Gipfel in Den Haag verabschiedet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>    Es geht auch um Trumps F\u00fcnf-Prozent-Idee<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas alte Zwei-Prozent-Ziel soll abgel\u00f6st werden, k\u00fcnftig k\u00f6nnte eine F\u00fcnf vor dem Komma stehen. Hei\u00dft: Jedes Mitgliedsland verpflichtet sich, f\u00fcnf Prozent seiner Wirtschaftsleistung, dem Bruttoinlandsprodukt, in die Verteidigung zu investieren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Idee mit der F\u00fcnf vor dem Komma stammt von Donald Trump. Im Januar haute er die Zahl raus, einfach so, ohne Absprache mit den Partnern. &#8222;Irre Idee&#8220; oder &#8222;v\u00f6llig illusorisch&#8220; lauteten die ersten Reaktionen im B\u00fcndnis. Die Zahl schien aus der Luft gegriffen, weil fast ein Drittel der NATO-L\u00e4nder immer noch nicht das g\u00fcltige Zwei-Prozent-Ziel schafft.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnklar blieb auch, ob Trump selbst damit rechnete, dass sein Vorschlag ernst genommen w\u00fcrde. Rutte griff die Zahl auf, er schien sie ernst zu nehmen. Oder besser: Er gab vor, sie ernst zu nehmen.<\/p>\n<p>    Ausgaben f\u00fcr Infrastruktur<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUm an die f\u00fcnf Prozent zu kommen, so verlautete aus dem Hauptquartier, k\u00f6nnte man Ausgaben f\u00fcr Infrastruktur wie den Ausbau milit\u00e4risch nutzbarer Stra\u00dfen und Br\u00fccken in H\u00f6he von 1,5 Prozent dazu rechnen. Gerade f\u00fcr logistisch zentrale L\u00e4nder wie Deutschland mit ihrem Auftrag, Transporte von Truppen und Panzern unfallfrei sicherzustellen, ein wichtiger Beitrag.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDann blieben 3,5 Prozent f\u00fcr direkte Verteidigungsausgaben wie Waffen, Munition und Soldatengeh\u00e4lter &#8211; aus Sicht von Experten w\u00e4re das immer noch eine enorme Anstrengung f\u00fcr das B\u00fcndnis, aber eine machbare.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nHinter der Prozentrechnung steckt die Hoffnung, dass Trump das Einschwenken der Europ\u00e4er und Kanadier auf seine Vorgabe als einen pers\u00f6nlichen Triumph werten k\u00f6nnte und &#8211; wichtiger noch &#8211; dass er abl\u00e4sst von den Drohungen, Europa allein zu lassen mit der Bedrohung durch das Russland von Pr\u00e4sident Wladimir Putin.<\/p>\n<p>    Pistorius will lieber \u00fcber das Notwendige reden<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nOb die f\u00fcnf Prozent beim Gipfel in Den Haag am Ende schwarz auf wei\u00df im Schlussdokument stehen, ist noch nicht sicher. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius w\u00fcrde lieber weniger \u00fcber Prozentzahlen und mehr \u00fcber das milit\u00e4risch Notwendige diskutieren. Beim Gipfel m\u00fcsse man dar\u00fcber verhandeln, &#8222;was n\u00f6tig ist und was m\u00f6glich ist&#8220;, sagte er. Er w\u00fcnsche sich eine Verhandlung &#8222;unter Erwachsenen&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWas n\u00f6tig ist, will Pistorius zusammen mit den anderen 31 Verteidigungsministern der Allianz beim Treffen in Br\u00fcssel festzurren. Dabei geht es um konkrete milit\u00e4rische F\u00e4higkeiten zur Abschreckung und Verteidigung.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nLuftverteidigung, Transportkapazit\u00e4ten, weitreichende Waffensysteme und moderne Drohnentechnologie &#8211; jedes Land bekommt abgestimmte Planungsziele, je nach Lage und bisherigem Aufgabenprofil. F\u00fcr Deutschland ist auch eine Heraufsetzung der Zahl von Soldatinnen und Soldaten im Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEine entscheidende Rolle bei allen R\u00fcstungspl\u00e4nen wird aber die Frage spielen, was die Europ\u00e4er im Ernstfall an F\u00e4higkeiten ersetzen m\u00fcssten &#8211; F\u00e4higkeiten, die bisher die USA im B\u00fcndnis \u00fcbernommen haben. Denn selbst wenn Trump sich mit der F\u00fcnf vor dem Komma vorerst gn\u00e4dig stimmen lassen sollte, ist allen Europ\u00e4ern klar, dass sie notfalls auch allein f\u00fcr die Sicherheit des Kontinents ger\u00fcstet sein sollten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 05.06.2025 05:25 Uhr Die NATO-Verteidigungsminister treffen sich in Br\u00fcssel. 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