{"id":166699,"date":"2025-06-05T08:25:12","date_gmt":"2025-06-05T08:25:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/166699\/"},"modified":"2025-06-05T08:25:12","modified_gmt":"2025-06-05T08:25:12","slug":"wie-leistungsfaehig-ist-die-deutsche-marine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/166699\/","title":{"rendered":"Wie leistungsf\u00e4hig ist die deutsche Marine?"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 05.06.2025 09:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Schattenflotte oder zerst\u00f6rte Datenkabel: Russland sucht in der Ostsee den Konflikt mit dem Westen und testet unentwegt die Wachsamkeit der NATO. Mit einem gro\u00dfen Seeman\u00f6ver bereitet die sich vor.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/uli-hauck-103.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Uli Hauck\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/uli-hauck-105.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEs war kein Zufall, dass die Pressekonferenz des finnischen Regierungschefs Petteri Orpo und des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz Anfang der vergangenen Woche in einem Marinemuseum in Turku stattgefunden hat.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDenn die skandinavischen Regierungschefs wollten dem deutschen Kanzler klar machen, dass die allt\u00e4glichen Spannungen zwischen Russland und den NATO-Staaten auf der Ostsee zunehmen. Merz machte keine Hilfszusagen, er will sich erst ein pers\u00f6nliches Bild vom Zustand der Marine machen.<\/p>\n<p>    Zahlreiche Konfliktlinien<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn der Ostsee geht es um hybride Angriffe, um Spionage, gekappte Datenkabel und besch\u00e4digte Pipelines. Es geht aber auch um die russische Schattenflotte und eine zunehmende milit\u00e4rische Konfrontation. Als Mitte Mai beispielsweise die estnische Marine einen Tanker der russischen Schattenflotte inspizieren wollte, ist ein russischer Kampfjet f\u00fcr kurze Zeit in den NATO-Luftraum eingedrungen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nRussland will mit seiner Schattenflotte sein \u00d6l zu zahlungswilligen Kunden bringen und so die Kriegskasse f\u00fcllen. Und als aktuell die deutsche Fregatte &#8222;Bayern&#8220; auf dem Weg zum BALTOPS-Man\u00f6ver nach Rostock war, wurde sie von einem russischen Zerst\u00f6rer verfolgt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDiese Begegnungen k\u00f6nnten in n\u00e4chster Zeit noch zunehmen, denn w\u00e4hrend die NATO ihr seit 1971 stattfindendes BALTOPS-Seeman\u00f6ver abh\u00e4lt, hat auch Russland kurzfristig eine gro\u00dfe \u00dcbung seiner baltischen Flotte in der Ostsee gestartet. Noch vor einem Jahr hatte der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Jan Christian Kack, der russischen Marine auf See absolutes Normverhalten bescheinigt, bei dem eingespielte Verfahren beachtet w\u00fcrden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBeim sogenannten Navy Talk der Marine Mitte Mai berichtete er dagegen von einem zunehmend aggressiven Verhalten der Russen und der &#8222;Gefahr einer Eskalation&#8220;. Der Marineinspekteur will deshalb mehr Pr\u00e4senz vor allem in der Ostsee. Im neuen 40-seitigen Leitbild &#8222;Kurs Marine&#8220; steht unmissverst\u00e4ndlich, &#8222;Allen innerhalb der Marine muss klar sein: Ein &#8218;Friedensbetrieb&#8216; geh\u00f6rt der Vergangenheit an&#8220;.<\/p>\n<p>    Zustand der deutschen Marine<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn dieser angespannten Lage hat Deutschland aktuell die kleinste Flotte in der Geschichte der Bundesrepublik. Auch f\u00fcr sie gilt wie f\u00fcr die gesamte Bundeswehr, bis 2029 soll sie verteidigungsbereit sein &#8211; auch wenn es bis dahin kaum neue Schiffe geben wird und sich Bauprojekte verz\u00f6gern. So hakt es aktuell offenbar bei der Beschaffung der neuen 166 Meter langen Fregatten der Klasse F126. Sie sollen die bislang gr\u00f6\u00dften Kampfschiffe der deutschen Marine werden und wurden schon vor Jahren bei der Industrie bestellt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDoch nach Angaben des SPD-Haushaltspolitikers Andreas Schwarz hat der niederl\u00e4ndische Generalunternehmer derzeit Probleme, die zu Bauverz\u00f6gerungen f\u00fchren. Der urspr\u00fcngliche Auslieferungstermin 2028 f\u00fcr die erste von sechs bestellten Fregatten k\u00f6nnte deshalb nicht zu halten sein.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDa man in der Vergangenheit Schiffe ausgemustert und gleichzeitig zu wenig Neue angeschafft hat, ist der verbliebene Bestand zunehmend in die Jahre gekommen. Entsprechend hoch sind die Unterhaltskosten. In ihrem neuen Zielbild &#8222;Kurs Marine&#8220; fordern die Milit\u00e4rs deshalb, auch die Instandsetzung in den Werften zu beschleunigen. Denn traditionell ist ein Drittel der Flotte in Gefechtsbereitschaft, ein Drittel in der sogenannten abgestuften Bereitschaft und ein Drittel in der Instandsetzung. K\u00fcnftig sollen aber Zweidrittel der deutschen Kriegsschiffe der Marine immer f\u00fcr Operationen zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p>    Wehrbeauftragter fordert mehr Soldaten f\u00fcr Marine<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMittelfristig braucht sie aber mehr Schiffe und mehr Personal, denn die Anforderungen steigen. Das sagt auch der neue Wehrbeauftragte Henning Otte im Interview mit dem NDR: &#8222;Klar ist, die Schiffe m\u00fcssen auch bedient werden. Und daf\u00fcr brauchen wir auch ein Konzept von wechselnden Besatzungen f\u00fcr l\u00e4ngere Auftr\u00e4ge. Und es zeigt sich, auch die Marine braucht mehr Soldatinnen und Soldaten.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nJulian Pawlak ist Marine-Experte an der Universit\u00e4t der Bundeswehr Hamburg. Er fordert eine vorausschauende und langfristige Finanzierung, auch um die Marine als Arbeitgeber attraktiver zu machen. Aktuell befinde man sich in einer &#8222;Transitionsphase&#8220;, denn auch auf See geht die technische Entwicklung rasend voran. K\u00fcnftig werden unbemannte Schiffe und Drohnen eine viel gr\u00f6\u00dfere Rolle spielen, sagt Pawlak: &#8222;Da befindet man sich gerade in einem Wandel, der auch eben dieses Personalproblem zum Teil &#8211; nicht komplett &#8211; auffangen kann. Verz\u00f6gerungen bei der Beschaffung von Schiffen und der Personal- und Materialmangel bei der Marine werden kurzfristig nicht zu beheben sein.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nF\u00fcr den Marine-Experte Pawlak sollte sich die Marine deshalb vor allem auf die &#8222;Haus- und Hofgew\u00e4sser&#8220; Nord- und Ostsee fokussieren. Ihr Schutz sollte f\u00fcr die deutsche Marine erstmal Priorit\u00e4t haben. Angesichts der erstmal weiter andauernden Personal- und Materialprobleme, aber auch wegen der st\u00e4ndigen Drohgeb\u00e4rden Russlands.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 05.06.2025 09:00 Uhr Schattenflotte oder zerst\u00f6rte Datenkabel: Russland sucht in der Ostsee den Konflikt mit dem Westen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":166700,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[685,29,30,13,29955,14,15,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-166699","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-bundeswehr","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-headlines","12":"tag-marine","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-top-news","17":"tag-top-meldungen","18":"tag-topmeldungen","19":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114629805720479402","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/166699","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=166699"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/166699\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/166700"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=166699"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=166699"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=166699"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}