{"id":166783,"date":"2025-06-05T09:13:08","date_gmt":"2025-06-05T09:13:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/166783\/"},"modified":"2025-06-05T09:13:08","modified_gmt":"2025-06-05T09:13:08","slug":"was-der-regen-nach-langer-duerre-bringt-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/166783\/","title":{"rendered":"Was der Regen nach langer D\u00fcrre bringt"},"content":{"rendered":"<p class=\"fp-paragraph\"><strong>Frankfurt\/Leipzig<\/strong> &#8211; Die j\u00fcngsten Niederschl\u00e4ge haben Natur und Landwirtschaft dringend ben\u00f6tigte Wasserzufuhr verschafft. Aber reicht das? \u201eDie Lage entspannt sich zumindest vor\u00fcbergehend deutlich\u201c, sagt der Agrarmeteorologe Andreas Br\u00f6mser vom Deutschen Wetterdienst (DWD) der Deutschen Presse-Agentur. \u201eDas ist jetzt erstmal eine Verschnaufpause.\u201c<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Andreas Marx vom Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Umweltforschung (UFZ) in Leipzig best\u00e4tigt, dass durch die Niederschl\u00e4ge der vergangenen zwei Wochen f\u00fcr Pflanzen im Oberboden an vielen Orten Deutschlands mehr Wasser verf\u00fcgbar ist \u2013 auch wenn im Mai insgesamt trotzdem weniger Niederschlag als normal zu verzeichnen gewesen sei. Niedrigere Temperaturen h\u00e4tten au\u00dferdem zu geringerer Verdunstung gef\u00fchrt. \u201eBeide Effekte sorgen f\u00fcr eine Entspannung der Situation in der Landwirtschaft\u201c, erkl\u00e4rt Marx.<\/p>\n<p>Gute Aussichten f\u00fcr fr\u00fche Getreidesorten<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Br\u00f6mser sieht f\u00fcr Getreidesorten, die im Fr\u00fchsommer geerntet werden, gute Aussichten: F\u00fcr fr\u00fche Sorten von Weizen und Gerste werde der Regen wahrscheinlich reichen. Zuckerr\u00fcben oder Mais, die erst sp\u00e4ter im Jahr geerntet w\u00fcrden, sind noch l\u00e4nger auf eine gute Wasserversorgung in den n\u00e4chsten Monaten angewiesen. \u201eDer Sommer mit den wirklich hei\u00dfen Tagen steht ja erst noch bevor\u201c, sagt Br\u00f6mser.<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Viele Pflanzen seien nun stark gewachsen und h\u00e4tten dadurch wieder viel Wasser verbraucht. \u201eWenn immer mal wieder Regen kommt, leben die Pflanzen gewisserma\u00dfen von der Hand in den Mund\u201c, so Br\u00f6mser.\u00a0<\/p>\n<p>Keine l\u00e4ngerfristige Entwarnung m\u00f6glich<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Die obersten Zentimeter des Bodens seien durch den Regen angefeuchtet, in sehr niederschlagsreichen Regionen auch 20 bis 30 Zentimeter. Darunter sei die Erde \u2013 bis in etwa 50 bis 80 Zentimeter Tiefe weiterhin sehr trocken.\u00a0<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">F\u00fcr Entwarnung ist es deshalb zu fr\u00fch: Ob Trockenheit schnell wieder zum Problem f\u00fcr Landwirtschaft, Schifffahrt und Natur werden kann, h\u00e4ngt den Experten zufolge vom weiteren Verlauf des Sommers ab.\u00a0<\/p>\n<p>Hitzesommer in Europa wahrscheinlich<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Einigen Modellrechnungen zufolge ist ein Hitzesommer in diesem Jahr in Europa wahrscheinlich. Der W\u00e4rmestau im Nordatlantik lasse einen au\u00dfergew\u00f6hnlich hei\u00dfen Sommer erwarten, hie\u00df es Mitte Mai vom Max-Planck-Institut f\u00fcr Meteorologie (MPI-M) in Hamburg. Diese Prognose deckt sich mit Vorhersagen des Europ\u00e4ischen Zentrums f\u00fcr mittelfristige Wettervorhersagen, das ebenfalls von einem sehr hei\u00dfen bevorstehenden Sommer ausgeht.<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Langanhaltende Trockenperioden im Sommer sind Experten zufolge eine Folge der Erderw\u00e4rmung. Mit dem Klimawandel steigt au\u00dferdem die Wahrscheinlichkeit extremer Hitzeereignisse, was wiederum zu schlechteren Ernteertr\u00e4gen f\u00fchren kann.<\/p>\n<p class=\"fp-paragraph\">Das Fr\u00fchjahr 2025 war eines der trockensten seit Beginn der Aufzeichnungen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) geht in seiner vorl\u00e4ufigen Bilanz davon aus, dass es seit 1881 in Deutschland nur zweimal zwischen Anfang M\u00e4rz und Ende Mai weniger regnete als 2025: in den Jahren 1893 und 2011.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Frankfurt\/Leipzig &#8211; Die j\u00fcngsten Niederschl\u00e4ge haben Natur und Landwirtschaft dringend ben\u00f6tigte Wasserzufuhr verschafft. 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