{"id":167002,"date":"2025-06-05T11:17:09","date_gmt":"2025-06-05T11:17:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/167002\/"},"modified":"2025-06-05T11:17:09","modified_gmt":"2025-06-05T11:17:09","slug":"nordrhein-westfalen-umweltskandal-am-niederrhein-anklage-erhoben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/167002\/","title":{"rendered":"Nordrhein-Westfalen: Umweltskandal am Niederrhein: Anklage erhoben"},"content":{"rendered":"<p>                    Nordrhein-Westfalen<br \/>\n                Umweltskandal am Niederrhein: Anklage erhoben<\/p>\n<p>\t\t\t\t              05.06.2025, 13:11 Uhr<\/p>\n<p><strong>Im Grundwasser in Viersen und Willich haben die Beh\u00f6rden die gesundheitssch\u00e4digende Chemikaliengruppe PFAS festgestellt. Nun wurde Anklage gegen drei M\u00e4nner erhoben.<\/strong><\/p>\n<p>Viersen\/Dortmund (dpa\/lnw) &#8211; Wegen eines Umweltskandals mit gef\u00e4hrlichen L\u00f6schsch\u00e4umen am Niederrhein hat die Staatsanwaltschaft Dortmund Anklage gegen einen Unternehmer und zwei mutma\u00dfliche Komplizen erhoben. Sie sollen illegal L\u00f6schsch\u00e4ume mit den giftigen PFAS-Ewigkeitschemikalien gelagert und Gew\u00e4sser verunreinigt haben.\u00a0<\/p>\n<p>Bei Gew\u00e4sserproben hatten die Beh\u00f6rden in Grund- und Trinkwasser in Viersen und Willich die hochproblematische Chemikaliengruppe nachgewiesen und Strafanzeige erstattet. So war man schlie\u00dflich auf das Unternehmen gesto\u00dfen, das alte Feuerl\u00f6scher unter anderem in einer Scheune in Viersen gelagert hatte.\u00a0<\/p>\n<p>F\u00fcr die Lagerung und Entsorgung der giftigen PFAS-Sch\u00e4ume habe das Unternehmen keine Genehmigung besessen, sagte eine Staatsanw\u00e4ltin in Dortmund. Wegen des Verdachts schwerwiegender Umweltvergehen und gewerbsm\u00e4\u00dfigen Betrugs habe die Zentralstelle f\u00fcr die Verfolgung der Umweltkriminalit\u00e4t in Nordrhein-Westfalen deshalb Anklage erhoben.\u00a0<\/p>\n<p>Bundesweit Feuerl\u00f6scher eingesammelt<\/p>\n<p>Einem 67 Jahre alten Firmeninhaber und seinem 35-j\u00e4hrigen Sohn wird vorgeworfen, zusammen mit einem 46 Jahre alten Mitarbeiter \u00fcber Jahre hinweg gef\u00e4hrliche Schauml\u00f6schmittel in gro\u00dfen Mengen illegal angenommen und an verschiedenen Orten gelagert zu haben.\u00a0<\/p>\n<p>Bei einer Durchsuchung der Scheune waren dort 25 Tonnen Feuerl\u00f6scher und 40 Tonnen belastetes L\u00f6schmittel gefunden worden. Nach Angaben der Ermittler wurden zwischen 2020 und 2024 rund 208 Tonnen des Materials eingesammelt \u2013 f\u00fcr die H\u00e4lfte davon fehlten die Entsorgungsnachweise.\u00a0<\/p>\n<p>Die Angeklagten h\u00e4tten sich durch ihr Vorgehen mutma\u00dflich fast eine Viertelmillion Euro Entsorgungskosten gespart. An den Betriebsstandorten in Willich und Viersen waren erh\u00f6hte PFAS-Werte im Boden und Wasser gemessen worden.\u00a0<\/p>\n<p>Bis zu zehn Jahre Haft\u00a0<\/p>\n<p>Das Trio muss sich nun unter anderem wegen besonders schwerer F\u00e4lle der Gew\u00e4sser- und Bodenverunreinigung sowie des unerlaubten Umgangs mit Abf\u00e4llen vor dem Amtsgericht in Krefeld verantworten. F\u00fcr die vorgeworfenen Straftaten drohen bis zu zehn Jahre Haft. Das Amtsgericht kann maximal vier Jahre verh\u00e4ngen. Ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest.\u00a0<\/p>\n<p>PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) sind sehr langlebige Industriechemikalien. Sie k\u00f6nnen \u00fcber unterschiedliche Wege in Menschen und Tiere gelangen. PFAS gelten als gesundheitssch\u00e4dlich.\u00a0<\/p>\n<p>Von den untersuchten PFAS-Chemikalien werden die meisten als mittel- bis hochgiftig eingestuft, besonders im Hinblick auf die Entwicklung von Kindern. Die Beh\u00f6rden hatten mitgeteilt, dass die Belastung des Trinkwassers in Willich und Viersen noch im gesundheitlich vertretbaren Rahmen liege.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nordrhein-Westfalen Umweltskandal am Niederrhein: Anklage erhoben 05.06.2025, 13:11 Uhr Im Grundwasser in Viersen und Willich haben die Beh\u00f6rden&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":167003,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1849],"tags":[1999,3364,29,548,663,3934,30,13,4455,14,15,3716,1209,12,57731],"class_list":{"0":"post-167002","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-moenchengladbach","8":"tag-anklage","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europe","14":"tag-germany","15":"tag-headlines","16":"tag-moenchengladbach","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-niederrhein","20":"tag-nordrhein-westfalen","21":"tag-schlagzeilen","22":"tag-umweltskandal"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114630482204337204","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/167002","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=167002"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/167002\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/167003"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=167002"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=167002"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=167002"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}