{"id":167282,"date":"2025-06-05T13:57:09","date_gmt":"2025-06-05T13:57:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/167282\/"},"modified":"2025-06-05T13:57:09","modified_gmt":"2025-06-05T13:57:09","slug":"chemnitz-buehnenvereins-praesident-fordert-angemessene-kulturfinanzierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/167282\/","title":{"rendered":"Chemnitz: B\u00fchnenvereins-Pr\u00e4sident fordert angemessene Kulturfinanzierung"},"content":{"rendered":"<p class=\"text\">\n<strong>MDR KULTUR: Bei der S\u00e4chsischen Landesgruppe des B\u00fchnenvereins ist ein gro\u00dfes Thema die erh\u00f6hte Mindestgage. Das h\u00e4tte enorme Auswirkungen f\u00fcr die kleinen Theater im l\u00e4ndlichen Raum, hie\u00df es. Denn man brauche jetzt Geld, das eigentlich nicht da sei. Was k\u00f6nnen diese Theater jetzt tun? Und was kann der Deutsche B\u00fchnenverein f\u00fcr sie tun?<\/strong>\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nCarsten Brosda: Die L\u00f6sung kann aus unserer Sicht nicht sein, dass wir sagen: Wir bezahlen die Besch\u00e4ftigten, die wir an den H\u00e4usern haben, schlecht oder schlechter. Wir reden ja hier durchaus \u00fcber Geh\u00e4lter, die am unteren Rand des Niveaus liegen. Sondern wir m\u00fcssen uns darum k\u00fcmmern, dass eine \u00f6ffentliche <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen-anhalt\/dessau\/wittenberg\/kulturfoerderung-foerdervereine-ostdeutschland-tagung-kultur-news-100.html\" title=\"Wittenberg: Ostdeutsche Kulturf\u00f6rdervereine vernetzen sich erstmals\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kulturfinanzierung<\/a> so funktioniert, dass man auch <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/leipzig\/leipzig-leipzig-land\/kultur-news-theater-schauspiel-debatte-ensemble-arbeit-102.html\" title=\"Diskussion in Leipzig: Was sind gute Bedingungen f\u00fcr Arbeit am Theater\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ordentliche Arbeitsbedingungen<\/a> sicherstellen kann.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nUnd diese Mindestgagen-Entwicklung ist in den letzten Jahren in einem sehr intensiven Ringen mit den Gewerkschaften, die sich da durchaus noch ganz andere Summen vorstellen konnten und wollten, ausgehandelt worden. Und wir m\u00fcssen jetzt mit den Rechtstr\u00e4gerinnen und Rechtstr\u00e4gern und denen, die Verantwortung f\u00fcr die Theater tragen, daf\u00fcr sorgen, dass die Mittel auch in den H\u00e4usern ankommen und dass die Arbeitsbedingungen ausfinanziert sind.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\n<strong>Hat der B\u00fchnenverein da ausreichend Lobby?<\/strong>\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDer B\u00fchnenverein ist sozusagen ein St\u00fcck weit eine ganz bemerkenswerte Lobby, weil darin sowohl die Kulturverwaltung, die Kulturpolitik, als auch die H\u00e4user und damit die k\u00fcnstlerisch und betriebswirtschaftlich Verantwortlichen gemeinsam sitzen. Es geht darum, gemeinsam daf\u00fcr zu sorgen, dass unsere Gesellschaft auch die Entscheidung trifft, <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/dresden\/schwarz-rote-koalition-kritik-theater-finazierung-kultur-news-100.html\" title=\"Sachsen: So reagiert die Kultur auf den Koalitionsvertrag von CDU und SPD\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kultur- und Kunstinvestitionen<\/a> wichtig zu finden.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nUnd ich glaube, da haben wir alle miteinander noch Arbeit zu leisten, weil man momentan so ein bisschen das Gef\u00fchl hat, es geht jetzt nur noch darum, die Wirtschaft anzukurbeln. Es geht darum, Infrastrukturinvestitionen zu t\u00e4tigen, und der Rest kommt dann, wenn irgendwie noch Geld \u00fcbrig ist. Ich bin fest davon \u00fcberzeugt: Wenn wir das so handhaben, wird unsere Gesellschaft \u00e4rmer.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\n<strong>Der Tarifvertrag soll auch f\u00fcr geregeltere Arbeitszeiten sorgen, das hei\u00dft auch mal freie Tage nach einer Premiere. Aber das ist f\u00fcr die Theater in der Praxis gar nicht so leicht umzusetzen und kann bedeuten, dass man dann weniger spielen kann. Deshalb wollen manche Theater aus dem Tarifvertrag aussteigen und wieder eigene Haustarife. Wie kann man das l\u00f6sen?<\/strong>\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nIch warne davor, das so zu sehen, weil es schon eine gro\u00dfe Errungenschaft ist, dass wir eine gemeinsame tarifliche Struktur f\u00fcr die Theater im k\u00fcnstlerischen Bereich haben. Wir haben eine Zeit, in der der Fachkr\u00e4ftemangel schon eine Rolle spielt. Und wenn wir gute Leute haben wollen, kann ich nicht darauf setzen, dass die schon alles mitmachen, was ich brauche, damit ich es betrieblich einfacher habe. Sondern wir m\u00fcssen gemeinsam gucken. Das ist ein Austarieren.\n<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"text\">Wenn wir gute Leute haben wollen, kann ich nicht darauf setzen, dass die schon alles mitmachen, was ich brauche, damit ich es betrieblich einfacher habe.<\/p>\n<p>Carsten Brosda (SPD)<br \/>\nPr\u00e4sident Deutscher B\u00fchnenverein<\/p>\n<\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"MDR KULTUR: Bei der S\u00e4chsischen Landesgruppe des B\u00fchnenvereins ist ein gro\u00dfes Thema die erh\u00f6hte Mindestgage. 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