{"id":168005,"date":"2025-06-05T20:26:11","date_gmt":"2025-06-05T20:26:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/168005\/"},"modified":"2025-06-05T20:26:11","modified_gmt":"2025-06-05T20:26:11","slug":"zwischen-bombast-und-balladen-wie-ist-das-neue-album-von-miley-cyrus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/168005\/","title":{"rendered":"Zwischen Bombast und Balladen: Wie ist das neue Album von Miley Cyrus?"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\">Eigentlich muss Miley Cyrus niemandem mehr etwas beweisen \u2013 weder sich selbst als Superstar noch der m\u00e4chtigen Konkurrenz. Dank ihrer Rolle in der TV-Serie \u201eHannah Montana\u201c wurde sie schon als Teenagerin ber\u00fchmt und zerbrach, anders als Britney Spears, nicht am fr\u00fchen Ruhm.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-3\" pos=\"2\">Als Popk\u00fcnstlerin katapultierte sie sich 2013 mit ihrem Erfolgsalbum \u201eBangerz\u201c weltweit in die Top Ten, in den USA und Gro\u00dfbritannien sogar an die Spitze der Charts. Bleibt die Frage: Warum blo\u00df treibt die Patentochter von Dolly Parton bis heute das Gef\u00fchl um, sich k\u00fcnstlerisch freischwimmen zu m\u00fcssen? Mal will sie edgy sein, mal emotional, immer crisp. Auf jeden Fall selbstbestimmt \u2013 und das im Radar vom Shoppingkanal der Mainstream-USA.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"3\">Also hakt die 32-J\u00e4hrige ihren gr\u00f6\u00dften Hit \u201eFlowers\u201c, ausgezeichnet mit zwei Grammys, von ihrem letzten Langspieler <a href=\"https:\/\/taz.de\/Neues-Hitalbum-von-Miley-Cyrus\/!5921263\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u201eEndless Summer Vacation\u201c (2023)<\/a> f\u00fcr sich ab, um mit ihrem neuen, inzwischen neunten Album \u201eSomething Beautiful\u201c abermals einen neuen Kurs einzuschlagen.<\/p>\n<p>      Bombast wie Pink Floyds \u201eThe Wall\u201c<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-6\" pos=\"5\">Vorab tat die US-S\u00e4ngerin kund, sie habe sich dazu von Pink Floyds Albumklassiker \u201eThe Wall\u201c (1979) inspirieren lassen. Das sch\u00fcrte die Furcht vor einem Bombastrock-Konzeptdings, was sich beim H\u00f6ren allerdings ziemlich bald als Trugschluss erweist. Denn der Titelsong schippert erst mal wie bet\u00e4ubt im Fahrwasser von nostalgischem Soul, veredelt von einem hingetupften Bl\u00e4sersatz und einem jaulenden Gitarreninferno.<\/p>\n<p>Miley Cyrus<\/p>\n<p class=\"bodytext first paragraph last\"><strong>Miley Cyrus:<\/strong> \u201eSomething Beautiful\u201c (Columbia\/Sony)<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-8\" pos=\"6\">Was lieblich beginnt, driftet alsbald ins Sperrige ab. Da ist schon Bombast, aber er klingt nicht nur, als w\u00e4re die Majorlabelk\u00fcnstlerin Cyrus zum Indiepop \u00fcbergelaufen, sie hat f\u00fcr die Aufnahmen tats\u00e4chlich ganze Kohorten von In\u00addie\u00adro\u00adcke\u00adr:In\u00adnen verpflichtet.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-9\" pos=\"7\">Sofort serviert Cyrus die Gegenthese. Der Song \u201eEnd of the World\u201c ist <a href=\"https:\/\/taz.de\/Neues-Album-von-US-Saengerin-Miley-Cyrus\/!5732156\/\" class=\"link in-text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">bek\u00f6mmlichere Mainstream-Kost.<\/a> Mit einem Satz \u201eLet\u2019s pretend it\u2019s not the end of the world\u201c l\u00e4chelt Miley Cyrus alle Kritik weg. Auch musikalisch huldigt dieses St\u00fcck der Leichtigkeit \u2013 mit schw\u00fclstigen Klavierpassagen in reinster Abba-Manier und Over-the-top-80er-Jahre-Pop-\u00dcbermut.<\/p>\n<p>      Autotune geht immer<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-12\" pos=\"9\">Der Powerballade \u201eMore to Lose\u201c steht Miley Cyrus\u2019 leicht angeraute Stimme gut, doch w\u00e4re ein echtes Klavier sch\u00f6ner gewesen als die Retro-Synthies, die zum Einsatz kommen. Auch die Interludien h\u00e4tte sie sich sparen k\u00f6nnen. Die zweite H\u00e4lfte der Songs marschiert dann schnurstracks Richtung Dancefloor, in diesem Teil des Albums erweisen sich die Autotune-Einfl\u00fcsse von Chers Hitalbum \u201eBelieve\u201c als inflation\u00e4r bew\u00e4hrtes Erfolgsrezept.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-13\" pos=\"10\">Im Intro von \u201eGolden Burning Sun\u201c heulen Beats auf wie PS-starke Rennwagen, bevor sich Cyrus auf die catchy Grooves einschw\u00f6rt. Voller Herzensw\u00e4rme sehnt sich das Text-Ich nach einem Normie-Alltag, daf\u00fcr wird ein Mann ben\u00f6tigt, mit dem sie es ernst meint. \u201eI had a dream and saw a vision\u201c, singt sie. \u201eWe built a house that we could live in.\u201c Wie Sch\u00f6ner Wohnen ist das denn?<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-14\" pos=\"11\">In den Club l\u00e4dt \u201eWalk of Fame\u201c mit einem Sound ein, der sich irgendwo zwischen den sp\u00e4ten 80ern und den fr\u00fchen 90ern einpendelt. Dieser Track bringt die Herzen fast so sehr zum Flattern wie ein koffeinhaltiger Energydrink, wobei die zackige Ansage von Brittany Howard von den Alabama Shakes gen Ende der Wodka ist und sehr gelungen.<\/p>\n<p class=\"typo-teaser-text mgt-xsmall\">\nWir w\u00fcrden Ihnen hier gerne einen externen Inhalt zeigen. Sie entscheiden,<br \/>\nob Sie dieses Element auch sehen wollen:\n<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/MC3-Press---PC---GlenLuchford-1.jpeg\" loading=\"lazy\" height=\"998\" type=\"image\/jpeg\"\/><\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-16\" pos=\"12\">Eine weitere G\u00e4stin ist das Supermodel Naomi Campbell. Wenn sie in \u201eEvery Girl You\u2019ve Ever Loved\u201c immer wieder \u201ePose! Pose! Pose!\u201c deklamiert, ist klar, welches Lied hier Pate gestanden hat: Madonnas \u201eVogue\u201c. Stellenweise lehnt sich diese Nummer auch an Cyrus\u2019 alte Konkurrentin Lady Gaga an.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-17\" pos=\"13\">Mit dem Dancefloor-Kracher \u201eReborn\u201c philosophiert Cyrus dann \u00fcber Liebe und Wiedergeburt: \u201eIf heaven exists, I\u2019ve been there before \/ Kill my ego, let\u2019s be reborn.\u201c Nicht nur mit diesem Lied fegt die S\u00e4ngerin Zweifel und \u00c4ngste einfach weg. Sie wei\u00df, wie sie ihre Fans auf die Tanzfl\u00e4che holt \u2013 darin ist sie wirklich gut. \u201eSomething Beautiful\u201c ist insgesamt eher \u201eSomething Solid\u201c, ein solider Gemischtwarenladen, mehr aber auch nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eigentlich muss Miley Cyrus niemandem mehr etwas beweisen \u2013 weder sich selbst als Superstar noch der m\u00e4chtigen Konkurrenz.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":168006,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1772],"tags":[29,214,30,1779,810,215],"class_list":{"0":"post-168005","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-musik","8":"tag-deutschland","9":"tag-entertainment","10":"tag-germany","11":"tag-music","12":"tag-musik","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114632642046675296","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/168005","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=168005"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/168005\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/168006"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=168005"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=168005"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=168005"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}