{"id":168186,"date":"2025-06-05T22:06:12","date_gmt":"2025-06-05T22:06:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/168186\/"},"modified":"2025-06-05T22:06:12","modified_gmt":"2025-06-05T22:06:12","slug":"mozartfest-augsburg-elf-hochkaraetige-konzerte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/168186\/","title":{"rendered":"Mozartfest Augsburg: Elf hochkar\u00e4tige Konzerte"},"content":{"rendered":"<p>Augsburg kann Mozart! Das steht in der Vaterstadt schon lange fest, wo im neu konzipierten Leopold-Mozart-Haus ganzj\u00e4hrig die von Mozart-Expertin Silke Leopold gestellte Frage beantwortet wird: \u201eWas w\u00fcssten wir heute von Leopold Mozart, wenn er nicht der Vater seines Sohnes gewesen w\u00e4re?\u201c Mit Simon Pickel als K\u00fcnstlerischem Leiter, seinem Gesp\u00fcr f\u00fcr den \u201eState of the Art\u201c, Booking-Geschick f\u00fcr gefragte Stars sowie der Ambition, die Programme mit sinnf\u00e4lligen Mottos zu umklammern, feierte das<a href=\"https:\/\/mozartstadt.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> diesj\u00e4hrige Mozartfest Augsburg<\/a> einen Riesenerfolg.<\/p>\n<p>Wer war nicht alles zu Gast, zwischen dem 16. Mai und dem Finale am 1. Juni, um Mozart im Original und vielfach j\u00fcngere Meisterkollegen in sinfonischen, kammermusikalischen und solistischen Formaten zum Klingen zu bringen und virtuos gegen den Strich zu b\u00fcrsten!<\/p>\n<p>Beachtlich: Gut ein Zehntel der weit \u00fcber 90 Prozent Auslastung wurden \u00fcber die \u201eU- 28\u201c-Sondertickets eingefahren. An vier wunderbaren Spielorten wurden die von Mozarts Geist inspirierten Festtage mit frenetischem Jubel gew\u00fcrdigt.<\/p>\n<p>Stichprobenartig einige Highlights: Ph\u00e4nomenal der musikalisch irrwitzige Ritt zum Start mit dem Leonkoro Quartett, dessen Mitglieder noch keine 30 Jahre alt sind. Sie lie\u00dfen Meisterwerke von Haydn, Berg und Mendelssohn f\u00fcr sich und ein perfekt austariertes Klangbild mit brillant ausgestalteten Spannungskurven sprechen.<\/p>\n<p>&#8222;Musikalisches Erdbeben&#8220;<\/p>\n<p>\u201eAlles, alles darfst du lieben!\u201c Die bei Heine geborgte Zeile \u00fcberschrieb das komplette Programm. Es betitelte konkret ein zauberhaftes Kunstlied-Format. Unpr\u00e4tenti\u00f6s und genial verf\u00fchrten Daniel Johannsen, Hammerklavier-Virtuose Christoph Hammer und am Cello Andreas Schmalhofer ein verz\u00fcckt folgendes Publikum auf eine klangsinnliche Zeitreise in die Salonkultur des 19. Jahrhunderts.<\/p>\n<p>Auf der beim finnischen Jazzpianisten Iiro Rantala gebuchte musikalischen Pauschalreisen nach \u201eVeneziana\u201c in Begleitung des Galatea Quartetts hie\u00df es dagegen, in seichten Gew\u00e4ssern zu baden. Die anderntags nach Evangelisch St. Ulrich str\u00f6menden Menschen h\u00e4tten den Programmheftsatz unterschrieben: \u201eKein klassischer Konzertabend, sondern ein musikalisches Erdbeben\u201c.<\/p>\n<p>Das mit Fug und Recht hymnisch gefeierte Br\u00fcderpaar Lucas &amp; Arthur Jussen als Ausnahme-Klavier-Duo sollte man sehen und h\u00f6ren. Nicht allein, weil die beiden sich zum Intro f\u00fcr Mozarts Sonate D-Dur-Sonate zu vier H\u00e4nden KV 381 entschieden, schlich sich der Gedanke ein, dass das Wunderkind als Festival-Namensgeber vom Pianisten-Himmel herab seine H\u00e4nde im Spiel haben muss. Ravels fantasievollen Walzer-Albtraum-Tanz gab einen Vorgeschmack auf das, was mit dem Sacre du Printemps \u00fcberw\u00e4ltigte. Tranceartig versenkten sich die Pianisten in das perkussive Meisterwerk \u2013 Energie, Musikalit\u00e4t und Virtuosit\u00e4t pur! Mit physischer Dringlichkeit und farb- und klanggebender Gestaltungskraft warfen sie sich in die f\u00fcr Klavier zu vier H\u00e4nden verfasste Partitur, die spieltechnische Limits ad absurdum f\u00fchrt, lie\u00dfen die brutal stampfenden Rhythmen des heidnischen Opferrituals explodieren.<\/p>\n<p>Mit gestrichener Turbo-Power ging es heiter weiter. Die \u201e12 Cellisten der Berliner Philharmoniker\u201c luden zum F\u00fcnf-Uhr-Tee, um ein an Aromen reiches Programm mit sattem Tutti-Sound zu kredenzen. Ikonische Werke des im 20. Jahrhunderts \u2013 wie etwa der jazzige Walzer No 2 von Schostakowitsch \u2013 wurden ebenso fulminant \u00fcber die Griffbretter gejagt wie Chansons, Filmmusik und Piazzollas Tangohits.<\/p>\n<p>Der Ruf des unverwechselbaren Klangs und das Finden neuer Horizonte eilt dem demokratisch strukturierten Mahler Chamber Orchestra voraus. Unter dem vitalen Dirigat von Philipp von Steinaecker wurden im sakralen Kirchenraum im Sturm und Drang romantischer Seelen komponierte, magische innere und schottisch nachempfundene \u201eLandschaften\u201c erlebbar. Nachzuh\u00f6ren am 7. August um 20.03 Uhr auf BR-KLASSIK. (Renate Baumiller-Guggenberger)<br \/>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Augsburg kann Mozart! 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