{"id":168577,"date":"2025-06-06T01:48:06","date_gmt":"2025-06-06T01:48:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/168577\/"},"modified":"2025-06-06T01:48:06","modified_gmt":"2025-06-06T01:48:06","slug":"sebastian-haffners-vergessener-roman-abschied","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/168577\/","title":{"rendered":"Sebastian Haffners vergessener Roman \u00abAbschied\u00bb"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"headline__lead\">Er geh\u00f6rte zu den prominentesten Publizisten Deutschlands. Aber Sebastian Haffner war auch ein Schriftsteller von Rang. Mit \u00fcber neunzig Jahren Versp\u00e4tung erscheint sein Roman \u00abAbschied\u00bb. Die Geschichte einer Liebe. Und einer Katastrophe, die sich ank\u00fcndigt.<\/p>\n<p>  <img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" alt=\"\u00abIch habe etwas in mir, das schreiben muss\u00bb: Sebastian Haffner (1907\u20131999)\" data-nzz-tid=\"article-image\" width=\"2935\" height=\"1958\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/bd01cd3e-3f2f-4bee-907e-f4292df01691.jpeg\" loading=\"eager\"   class=\"image-placeholder__image\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1);\"\/>    \u00abIch habe etwas in mir, das schreiben muss\u00bb: Sebastian Haffner (1907\u20131999) <\/p>\n<p>Teutopress \/ Imago<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ist08c6m0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text\">Als sein bestes Buch erschien, war Sebastian Haffner schon anderthalb Jahre tot. Im Sommer 2000 kam die \u00abGeschichte eines Deutschen\u00bb in die Buchhandlungen: Haffner erinnert sich darin an seine Kindheit und Jugend in Berlin und auf dem Landgut der Familie in Hinterpommern. Er schildert die goldenen Zwanziger. Und die Ver\u00e4nderung Deutschlands in den fr\u00fchen Dreissigern, den Aufstieg des Nationalsozialismus. Pr\u00e4zis, hellh\u00f6rig \u2013 ein Wurf.<\/p>\n<p> Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen <\/p>\n<p>\n        NZZ.ch ben\u00f6tigt JavaScript f\u00fcr wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.\n      <\/p>\n<p>Bitte passen Sie die Einstellungen an.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ist08c6o0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Haffners Sohn hatte das Manuskript im Nachlass des Vaters entdeckt. Entstanden war es 1939, und eigentlich h\u00e4tte es damals auch erscheinen sollen, in England. Ein Vertrag war bereits abgeschlossen. Doch dann begann der Krieg, und der Verlag fand auf einmal, das Buch sei zu wenig k\u00e4mpferisch gegen\u00fcber dem Land, das zum Feind geworden war. Die Zeit verging, Haffner wurde zu einem der prominentesten politischen Publizisten Deutschlands. Das Buch blieb sechzig Jahre lang liegen, bevor es ver\u00f6ffentlicht wurde und zum Bestseller werden konnte.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ist08c6p0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Nun erscheint wieder ein Buch von Sebastian Haffner. Diesmal ein Roman. Auch er fand sich im Nachlass. \u00abAbschied\u00bb ist die wunderbar leichte, fl\u00fcchtig hingehauchte Geschichte einer Liebe, die vielleicht schon keine mehr war, bevor sie eine h\u00e4tte werden k\u00f6nnen: Raimund, Referendar am Berliner Landgericht, f\u00e4hrt nach Paris. Er besucht Teddy, mit der er im Jahr zuvor in Berlin unvergessene Tage verbracht hat. Teddy, mit der das Leben so leicht war, dass man es fast vergessen konnte.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ist08c6q0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Doch das ist lange her. Um Teddy scharen sich die Verehrer, Franz, Horrwitz, ein Mister Andrews, der mysteri\u00f6se \u00abAlte\u00bb. Mit ihnen und Teddy zieht Raimund durch die Stadt, raucht Gitanes, trinkt chinesischen Tee und l\u00e4sst die Zeit vergehen, die er eigentlich aufhalten m\u00f6chte. Man spricht miteinander. Redet aneinander vorbei. Von Anfang an liegt \u00fcber allem der Schatten des Abschieds. Die Stunden sind gez\u00e4hlt, am Sonntagabend f\u00e4hrt der Zug, der Raimund zur\u00fcck in sein ungeliebtes Juristenleben f\u00fchrt. In ein Leben ohne Teddy.<\/p>\n<p>Selig vertr\u00e4umte Stunden<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ist08c6s0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Am Sonntagnachmittag verbringen die beiden zusammen ein paar selig vertr\u00e4umte Stunden im nasskalten Paris. Louvre, Venus von Milo, Trocad\u00e9ro, Eiffelturm. Sie trinken Kaffee, reden \u00fcber Belangloses, tanzen, lachen. Auf dem Bahnhof, der Zug steht schon bereit, kommen sie sich n\u00e4her. F\u00fcr Augenblicke. K\u00fcssen sich. Dann f\u00e4hrt der Zug: \u00abJetzt pfiff auch die Lokomotive. Ich h\u00f6re es noch\u00bb, so endet das Buch.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ist08c6u0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Das Ganze wird rasch erz\u00e4hlt. Ungek\u00fcnstelt, in manchmal fast atemlosem Duktus. Seitenweise aufgel\u00f6st in Dialoge. Haffner schrieb \u00abAbschied\u00bb im Herbst 1932, innert f\u00fcnf Wochen. Vierundzwanzig Jahre alt war er damals, hiess noch Raimund Pretzel, arbeitete als Gerichtsassessor in Berlin und war unzufrieden. Er wollte mehr als den ganzen Tag nur Akten lesen und in steifem preussischem Amtsdeutsch Urteile verfassen. Schreiben wollte er. Das hatte er schon als Zw\u00f6lfj\u00e4hriger in seinem Tagebuch festgehalten.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ist08c700\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">\u00abIch habe etwas in mir, das schreiben muss\u00bb, heisst es da so entschieden wie selbstbewusst. Dramatiker wollte er werden, auch das wusste er, und hatte sich bereits eine Reihe historischer Stoffe zurechtgelegt, um sie zu bearbeiten. Ein St\u00fcck schenkte er seinem Vater zum Geburtstag, \u00abDie Horatier\u00bb. Als Empfehlung scheint es seine Wirkung verfehlt zu haben. Der Junge hatte Talent, das wusste auch der Vater, der Rektor einer Berliner Schule war. Trotzdem empfahl er ihm nach dem Abitur, er solle Rechtswissenschaft studieren.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ist08c710\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Das tat der Sohn. Aber nur mit halbem Herzen. Er schrieb weiter, in jeder freien Stunde. Keine Dramen mehr, daf\u00fcr den Roman \u00abDie Tochter\u00bb, der 1929 als Fortsetzungsgeschichte in einer Hamburger Zeitung gedruckt wurde und einigen Erfolg hatte. Als Buch allerdings erschien er nie, obwohl das eigentlich geplant gewesen w\u00e4re. Er habe mehrere Verlage angefragt, schrieb sein Agent an den Autor. Alle h\u00e4tten die Qualit\u00e4t des Buches erkannt. Aber sie wollten lieber warten, bis der wirklich grosse Roman des erfolgversprechenden jungen Autors kommen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Der wirklich grosse Roman<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ist08c750\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Er kam nicht. Obwohl es ihn gab. Und obwohl auch dieser Roman, der jetzt mit mehr als neunzig Jahren Versp\u00e4tung erscheint, von den ersten Lesern gelobt wurde. Ein Lektor attestierte Pretzel, er habe ein einfaches Geschehen \u00abmit den reichen Mitteln seiner Sprachkunst zu einem f\u00fcr jeden Leser erregenden Ereignis\u00bb gemacht. Gedruckt wurde \u00abAbschied\u00bb trotzdem nicht. Einige Schweizer Zeitungen zeigten Interesse, verschiedenen deutschen Bl\u00e4ttern wurde er angeboten, aber letztlich fand sich kein Abnehmer.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ist08c760\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Trotzdem verlegte sich Pretzel mehr und mehr aufs Schreiben. F\u00fcr Berliner Zeitungen verfasste er Feuilletons. Alltagsbeobachtungen \u00fcber m\u00e4nnliche Eitelkeit, Rauchen, Trinken oder l\u00e4stige Mitreisende im Zug. Er schloss das Studium ab, fuhr 1934 nach Paris, um seine Dissertation zu beenden, h\u00e4tte sich gut vorstellen k\u00f6nnen, dort zu bleiben, kehrte schliesslich aber doch nach Berlin zur\u00fcck. Das ungeliebte Metier des Juristen betrieb er allerdings nur noch nebenbei, aushilfsweise. Sein Geld verdiente er als Journalist.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ist08c770\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Bis zum August 1938. Da verliess Raimund Pretzel Deutschland, um seiner Verlobten Erika Schmidt, die nach den Rassegesetzen der Nationalsozialisten als J\u00fcdin galt, in die Emigration nach England zu folgen. Das Paar zog nach London. Pretzel wurde zum politischen Journalisten, der f\u00fcr die angesehensten britischen Zeitungen schrieb. In einem Buch, das 1940 unter dem Titel \u00abGermany: Jekyll and Hyde\u00bb erschien, erkl\u00e4rte er den Briten sein Heimatland. Um seine Angeh\u00f6rigen in Deutschland nicht in Gefahr zu bringen, ver\u00f6ffentlichte er seine Texte nicht mehr unter seinem richtigen Namen, sondern nannte sich Sebastian Haffner, nach Johann Sebastian Bachs zweitem Vornamen und Mozarts Haffner-Sinfonie.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ist08c780\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Den Namen, unter dem er in England bekannt geworden war, behielt er f\u00fcr den Rest seines Lebens bei. Auch als er 1954 wieder nach Deutschland zog. Nach dem Krieg war Haffner britischer Staatsb\u00fcrger geworden und hatte vor allem f\u00fcr den \u00abObserver\u00bb geschrieben: Er verfasste politische Analysen, Reportagen aus dem kriegszerst\u00f6rten Europa, Portr\u00e4ts von Menschen, die die Zeitl\u00e4ufte pr\u00e4gten. Als Vertrauter und Berater von David Astor, dem Herausgeber und Chefredaktor des \u00abObserver\u00bb, bestimmte er die Linie der Zeitung entscheidend mit.<\/p>\n<p>Hitlers Leere<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ist08c7a0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Anfang der f\u00fcnfziger Jahre kam es zu Meinungsverschiedenheiten. Haffner pl\u00e4dierte daf\u00fcr, die konfrontative Haltung des Blattes im Ost-West-Konflikt aufzugeben und eine Politik der Entspannung zu vertreten. Astor trug das nicht mit, Haffner kehrte als Deutschlandkorrespondent nach Berlin zur\u00fcck, war f\u00fcr den \u00abObserver\u00bb t\u00e4tig. Anfang der sechziger Jahre k\u00fcndigte er. Auch daf\u00fcr waren politische Differenzen verantwortlich: Nach dem Bau der Mauer \u00e4rgerte sich Haffner \u00fcber seinen Verleger. Nun war ihm dessen Haltung zu Ostdeutschland zu konziliant. Es war einer der politischen Seitenwechsel, die Haffner im Lauf seines Lebens vollzog.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ist08c7b0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Um sein Auskommen brauchte sich Haffner keine Sorgen zu machen. Er geh\u00f6rte zu den renommiertesten Journalisten Deutschlands, seine Texte waren gefragt. Er diskutierte in Fernsehtalkrunden, kommentierte f\u00fcr die \u00abWelt\u00bb das Zeitgeschehen und schrieb in \u00abChrist und Welt\u00bb \u00fcber die DDR. 1962 \u00fcberwarf sich Haffner mit den beiden Redaktionen und wechselte als Kolumnist zum \u00abStern\u00bb, f\u00fcr den er w\u00f6chentliche Kolumnen schrieb. Klug, engagiert, manchmal allerdings mit erschreckend wenig Augenmass.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ist08c7c0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Das Vorgehen der Berliner Polizei gegen die protestierenden Studenten im Juni 1967 bezeichnete er als \u00abGreuel, wie sie ausserhalb der Konzentrationslager selbst im Dritten Reich Ausnahmeerscheinungen gewesen sind\u00bb. Nun verteidigte er die Zweistaatlichkeit Deutschlands und fand sogar verst\u00e4ndnisvolle Worte f\u00fcr Walter Ulbricht. Auch mit dem \u00abStern\u00bb kam es schliesslich zum Bruch, als sich die Redaktion weigerte, einen Text zu drucken, in dem sich Haffner positiv \u00fcber den spanischen Diktator Francisco Franco \u00e4usserte.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ist08c7d0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Neben so platten Ausrutschern stehen scharfsinnige Analysen \u00fcber den Nationalsozialismus, die noch heute zum Besten geh\u00f6ren, was man lesen kann. In den 1978 erschienenen \u00abAnmerkungen zu Hitler\u00bb entwarf Haffner das beklemmende Psychogramm eines Versagers, dem alles gefehlt habe, was einem Menschenleben W\u00e4rme und W\u00fcrde gibt. Kein Machiavellist, daf\u00fcr ging ihm aus Haffners Sicht die Gr\u00f6sse ab, sondern ein Gefangener seiner Ressentiments, der aus pers\u00f6nlicher K\u00e4lte und Leere das Schicksal von Millionen Menschen seinem Lebensplan unterordnete.<\/p>\n<p>Krieg<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ist08c7f0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Eines stand f\u00fcr Haffner fest: Hitler war kein Schicksal, das \u00fcber Deutschland kam. Dass sich niemand ihm entgegenstellte, bedeutete f\u00fcr Haffner nicht, dass er unaufhaltsam gewesen w\u00e4re. In der \u00abGeschichte eines Deutschen\u00bb schilderte er, wie sich die Atmosph\u00e4re in Deutschland nach und nach vergiftete und wie sich Antisemitismus und Kriegsbegeisterung breitmachten. So feinsinnig, dass beim Erscheinen des Buchs der freilich haltlose Verdacht ge\u00e4ussert wurde, es sei nicht 1939, sondern sp\u00e4ter, aus der R\u00fcckschau geschrieben.<\/p>\n<p data-team-paragraph=\"\" id=\"id-doc-1ist08c7g0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"p\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent text nzzinteraction\">Auch in \u00abAbschied\u00bb macht sich die Vorahnung des Kriegs bemerkbar. Franz, einer von Teddys Verehrern, w\u00fcnscht sich nichts so wie Krieg: \u00abIch bin ja so w\u00fctend, sag ich Ihnen. Ich m\u00f6cht gleich Krieg gegen Frankreich f\u00fchren, aber so richtig, mit Gift und Galle.\u00bb Warum, weiss er selbst nicht. Niemand nimmt ihn ernst. Aber die Katastrophe liegt in der Luft. Sie ist sp\u00fcrbar. Und niemand weiss, wann sie ausbrechen wird. \u00abAbschied\u00bb ist die Geschichte einer Liebe, die verfliegt. Und eine Momentaufnahme der Zwischenkriegsgeneration, die mit offenen Augen ins Ungl\u00fcck taumelt.<\/p>\n<p data-team-footnote=\"\" id=\"id-doc-1ist08c7h0\" content=\"\" pagetype=\"Article\" componenttype=\"footnote\" data-vars-danzz-last-article-element=\"true\" is-new-line-child=\"true\" class=\"articlecomponent footnote nzzinteraction\">Sebastian Haffner: Abschied. Roman. Hanser-Verlag, M\u00fcnchen 2025. 192\u00a0S., Fr. 34.90.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Er geh\u00f6rte zu den prominentesten Publizisten Deutschlands. Aber Sebastian Haffner war auch ein Schriftsteller von Rang. 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