{"id":168862,"date":"2025-06-06T04:27:12","date_gmt":"2025-06-06T04:27:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/168862\/"},"modified":"2025-06-06T04:27:12","modified_gmt":"2025-06-06T04:27:12","slug":"nachgedacht-banksy-ein-leuchtturm-laedt-zum-gruebeln-ein-ndr-de-kultur-sendungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/168862\/","title":{"rendered":"Nachgedacht: Banksy &#8211; ein Leuchtturm l\u00e4dt zum Gr\u00fcbeln ein | NDR.de &#8211; Kultur &#8211; Sendungen"},"content":{"rendered":"<p>\nStand: 06.06.2025 06:00 Uhr\n<\/p>\n<p class=\"preface\">Leuchtt\u00fcrme trotzen Sturm und Wetter. Sie haben etwas Erhabenes und sind deshalb besonders. In S\u00fcdfrankreich hat gerade ein Leuchtturm-Gem\u00e4lde von Banksy Kunst-Fans elektrisiert. Was soll uns die Inschrift sagen?<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/christophersen218.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Claudia Christophersen<\/a><\/p>\n<p>Leuchtt\u00fcrme sind ein Fels in der Brandung, sind sichere Wegweiser f\u00fcr alle, die bei Dunkelheit, Nebel oder Nacht den Weg in den Hafen suchen. Schon in der Antike wurden Leuchtt\u00fcrme gebaut, das wohl \u00e4lteste und h\u00f6chste Modell mit bis zu 160 Metern soll der Pharos von Alexandria sein, als j\u00fcngstes der sieben Weltwunder deklariert. Lange her, fast 300 Jahre vor Christus gebaut, l\u00e4ngst kaputt, durch Erdbeben zerst\u00f6rt, immer wieder umgebaut und verbaut.<\/p>\n<p>Leuchtt\u00fcrme: \u00dcberreste einer vergangenen Zeit<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/christophersen111_v-contentgross.jpg\" class=\"zoomimage\" title=\"Kolumnistin Claudia Christophersen ist Leuchtturm-Fan. \u00a9 NDR Foto: Christian Spielmann\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/christophersen111_v-contentgross.jpg\" alt=\"Claudia Christophersen \u00a9 NDR Foto: Christian Spielmann\" title=\"Claudia Christophersen\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p><\/a><br \/>\nKolumnistin Claudia Christophersen ist Leuchtturm-Fan.<\/p>\n<p>Heute, im Zeitalter von Technik und Digitalisierung, werden die alten Leuchtt\u00fcrme seltener. Als \u00dcberreste einer vergangenen Zeit sind sie mit ihren oft grellrot-wei\u00dfen Ringen sehensw\u00fcrdige, bunte Bauwerke der Meere und Gew\u00e4sser. Was werden sie nicht alles erlebt haben? Unwetter, Ungeheuer, die ganze Ungewissheit des Meeres.<\/p>\n<p>Einer dieser T\u00fcrme steht mitten in der Nordsee zwischen Wangerooge, Bremerhaven und Helgoland. Der &#8222;Rote Sand&#8220;, so sein poetischer Name, ist auf einer mit rotem Muschelkalk besetzten Sandbank gebaut und war damals, 1885, h\u00f6chste Ingenieursbaukunst.<\/p>\n<p>Der &#8222;Rote Sand&#8220;: Wird der alte Leuchtturm gerettet?<\/p>\n<p>Nun ist der &#8222;Rote Sand&#8220; nach 140 Jahren bauf\u00e4llig, marode und dringend sanierungsbed\u00fcrftig. Als Leuchtfeuer im Dunkeln nicht mehr aktiv, ist er nur noch sogenanntes Tagessichtzeichen. Zu wenig Bedeutung und Funktion bei Geldknappheit und leeren Kassen. Zeichen der Zeit. Br\u00fccken sind marode, Gleise kaputt, Stra\u00dfen holprig. Die Infrastruktur in Deutschland ist por\u00f6s geworden.<\/p>\n<p>Dem alten Leuchtturm im Meer will man trotzdem helfen. Tats\u00e4chlich k\u00f6nnte der &#8222;Rote Sand&#8220; versetzt werden, aus dem Meer raus, hin aufs Land. Wilhelmshaven, Bremerhaven, Hooksiel, Fedderwardersiel stehen Schlange und wollen den alten Turm in Obhut nehmen.<\/p>\n<p>Weitere Informationen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/sendungsbild64112_v-contentgross.jpg\" alt=\"Der Leuchtturm Roter Sand in der Nordsee war das erste Offshore-Bauwerk weltweit. Die Konstruktion war eine k\u00fchne Ingenieursleistung und f\u00fcr das deutsche Kaiserreich ein Symbol des technischen Fortschritts. F\u00fcr die Seefahrer war der Leuchtturm das wichtigste Seezeichen zur Ansteuerung der Weserm\u00fcndung und f\u00fcr die Auswanderer aus Bremerhaven der letzte Gru\u00df an die alte Heimat. Nach der Stilllegung rettet ein F\u00f6rderverein den Sehnsuchtsort vor dem Zerfall. Er kann in den Sommermonaten besucht werden. \u00a9 NDR\/Gruppe 5 Filmproduktion GmbH \" title=\"Der Leuchtturm Roter Sand in der Nordsee war das erste Offshore-Bauwerk weltweit. Die Konstruktion war eine k\u00fchne Ingenieursleistung und f\u00fcr das deutsche Kaiserreich ein Symbol des technischen Fortschritts. F\u00fcr die Seefahrer war der Leuchtturm das wichtigste Seezeichen zur Ansteuerung der Weserm\u00fcndung und f\u00fcr die Auswanderer aus Bremerhaven der letzte Gru\u00df an die alte Heimat. Nach der Stilllegung rettet ein F\u00f6rderverein den Sehnsuchtsort vor dem Zerfall. Er kann in den Sommermonaten besucht werden.\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\nSeit 1885 trotzt der Leuchtturm Roter Sand den St\u00fcrmen der Nordsee in der Deutschen Bucht zwischen Bremerhaven und Helgoland.<br \/>\n<a title=\"Zum Artikel: Leuchtturm Roter Sand - Letzter Gru\u00df der Alten Welt\" href=\"https:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/unsere_geschichte\/Leuchtturm-Roter-Sand-Letzter-Gruss-der-Alten-Welt,sendung388726.html\" class=\"cta \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mehr<\/a>\n<\/p>\n<p>Banksys Leuchtturm gibt zu denken<\/p>\n<p>Ein anderer Leuchtturm hat gerade zumindest Kunst-Fans elektrisiert. Ein Post ging viral und machte nerv\u00f6s. Banksy hat wieder gespr\u00fcht: nicht in London. Wir erinnern uns an die Tierserie vom vergangenen Sommer mit Pelikan, Affen oder Nashorn. Dieses Mal wurde Banksys Kunst in S\u00fcdfrankreich entdeckt, an einer Wand in Marseille. Ein Schablonenbild mit Leuchtturm und Leuchtfeuer, pr\u00e4zise, der Schatten haargenau in der Verl\u00e4ngerung eines Pollers. Originell, aber noch nicht sensationell.<\/p>\n<p>Zu denken gibt der Satz, der dem Bild beigegeben ist: &#8222;I want to be what you saw in me&#8220; &#8211; &#8222;Ich m\u00f6chte sein, was du in mir gesehen hast&#8220;. Was will der geheimnisumwobene Banksy damit sagen? Das Tempus irritiert: &#8222;gesehen hast&#8220;? Was meint er damit? Meint er seine Kunst? Oder meint er die vom Leuchtturm gesendeten Botschaften? Oder beides? Will Banksy vielleicht sagen: Baut die Leuchtt\u00fcrme nicht ab, stellt sie nicht woanders hin, topft sie nicht um wie Bl\u00fcmchen, die ein- und auspflanzbar sind? Achtet auf sie! &#8222;Ich m\u00f6chte sein, was du in mir gesehen hast.&#8220; Manche S\u00e4tze sind nicht abschlie\u00dfend zu kl\u00e4ren. Also, weiter dr\u00fcber gr\u00fcbeln!<\/p>\n<p><strong>Anmerkung der Redaktion:<\/strong>\u00a0Liebe Leserin, lieber Leser, die Trennung von Meinung und Information ist uns besonders wichtig. Meinungsbeitr\u00e4ge wie diese Kolumne geben die pers\u00f6nliche Sicht der Autorin wieder. Kommentare k\u00f6nnen und sollen eine klare Position beziehen. Sie k\u00f6nnen Zustimmung oder Widerspruch ausl\u00f6sen und auf diese Weise zur Diskussion anregen. Damit unterscheiden sie sich bewusst von Berichten, die \u00fcber einen Sachverhalt informieren und unterschiedliche Blickwinkel m\u00f6glichst ausgewogen darstellen sollen.<\/p>\n<p>Weitere Informationen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/dienachdenker110_v-contentgross.jpg\" alt=\"Ulrich K\u00fchn, Claudia Christophersen und Alexander Solloch. \u00a9 NDR Foto: Christian Spielmann\" title=\"Ulrich K\u00fchn, Claudia Christophersen und Alexander Solloch.\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\nUnsere Kolumnisten lassen die Woche mit ihren Kulturthemen Revue passieren und erz\u00e4hlen, was sie aufgeregt hat. Pers\u00f6nlich, kritisch und gern auch mit ein wenig\u00a0B\u00f6sartigkeit gespickt.<br \/>\n<a title=\"Zum Artikel: NachGedacht\" href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/sendungen\/nachgedacht\/index.html\" class=\"cta \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mehr<\/a>\n<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/abschied196_v-contentgross.jpg\" alt=\"Frau winkt aus dem Zugfenster \u00a9 picture alliance \/ Shotshop | Addictive Stock \" title=\"Frau winkt aus dem Zugfenster\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\nAbschiede k\u00f6nnen uns manchmal schwer fallen. Alexander Solloch denkt in seiner Kolumne dar\u00fcber nach, wie sie zur Kunst werden.<br \/>\n<a title=\"Zum Artikel: NachGedacht: Der Abschied als Kunstform\" href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/sendungen\/nachgedacht\/NachGedacht-Der-Abschied-als-Kunstform,nachgedacht404.html\" class=\"cta \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mehr<\/a>\n<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/hass184_v-contentgross.jpg\" alt=\"Weibliche H\u00e4nde machen eine abwehrende Geste. \u00a9 Eliza \/ photocase.de Foto: Eliza \/ photocase.de\" title=\"Weibliche H\u00e4nde machen eine abwehrende Geste.\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\n\u00dcber 84.000 politisch motivierte Straftaten 2024 &#8211; eine alarmierende Statistik. Sie erz\u00e4hlt von einer Gesellschaft, die repariert werden muss, findet Ulrich K\u00fchn.<br \/>\n<a title=\"Zum Artikel: Nachgedacht: Politisch motivierte Gewalt frisst Gesellschaft auf\" href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/sendungen\/nachgedacht\/Nachgedacht-Politisch-motivierte-Gewalt-frisst-Gesellschaft-auf,nachgedacht402.html\" class=\"cta \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mehr<\/a>\n<\/p>\n<p>Dieses Thema im Programm:<\/p>\n<p>NDR Kultur |<br \/>\nNachGedacht |<br \/>\n06.06.2025 | 10:20 Uhr<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/ndr_printlogo.gif\" alt=\"NDR Logo\" title=\"NDR Logo\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 06.06.2025 06:00 Uhr Leuchtt\u00fcrme trotzen Sturm und Wetter. Sie haben etwas Erhabenes und sind deshalb besonders. In&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":168863,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[1793,11641,29,58181,214,30,2703,7988,4693,1794,36170,58180,438,439,440,215],"class_list":{"0":"post-168862","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-art-and-design","9":"tag-banksy","10":"tag-deutschland","11":"tag-die-nachdenker","12":"tag-entertainment","13":"tag-germany","14":"tag-installationskunst","15":"tag-kolumne","16":"tag-kommentar","17":"tag-kunst-und-design","18":"tag-leuchtturm","19":"tag-nachgedacht","20":"tag-ndr","21":"tag-norddeutscher-rundfunk","22":"tag-norddeutschland","23":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114634532072556600","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/168862","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=168862"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/168862\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/168863"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=168862"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=168862"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=168862"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}