{"id":169,"date":"2025-03-31T03:58:18","date_gmt":"2025-03-31T03:58:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/169\/"},"modified":"2025-03-31T03:58:18","modified_gmt":"2025-03-31T03:58:18","slug":"iran-lehnt-direkte-gespraeche-mit-usa-ueber-atomprogramm-erneut-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/169\/","title":{"rendered":"Iran lehnt direkte Gespr\u00e4che mit USA \u00fcber Atomprogramm erneut ab"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 30.03.2025 15:30 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die US-Regierung pocht auf einen neuen Atomdeal mit dem Iran &#8211; doch der lehnt direkte Verhandlungen mit den USA konsequent ab. US-Pr\u00e4sident Trump hatte dem Land bei ausbleibenden Gespr\u00e4chen mit milit\u00e4rischen Schl\u00e4gen gedroht.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSeit Wochen dr\u00e4ngen die USA auf Gespr\u00e4che mit dem Iran. Das Ziel: der Stopp des umstrittenen Atomprogramms des Golfstaates. Zwar sperrt sich die iranische F\u00fchrung nicht komplett. Direkte Gespr\u00e4che mit den USA lehnt das Land aber weiterhin klar ab.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas machte nun auch nochmal der iranische Pr\u00e4sident Massud Peseschkian deutlich. Der Iran habe &#8222;die Option direkter Gespr\u00e4che abgelehnt&#8220;, sei &#8222;aber offen f\u00fcr indirekte Verhandlungen&#8220;. Und er betonte, vor m\u00f6glichen Verhandlungen m\u00fcssten die USA ihr &#8222;Fehlverhalten&#8220; der Vergangenheit korrigieren und eine neue Vertrauensbasis schaffen.<\/p>\n<p>    Ein klares Nein von Chamenei<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZuletzt hatte der US-Sondergesandte Steve Witkoff versucht, nochmals mit vers\u00f6hnlicheren T\u00f6nen an den Iran zu appellieren. Das Signal seiner Regierung sei, mittels &#8222;Dialog und Diplomatie&#8220; eine Einigung zu erzielen. Nicht alles m\u00fcsse milit\u00e4risch gel\u00f6st werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZuvor hatte die US-Regierung wesentlich deutlichere und bedrohlichere T\u00f6ne angeschlagen &#8211; auch Pr\u00e4sident Donald Trump. Der hatte bereits Anfang des Monats einen Brief geschrieben und zwar direkt an Ajatollah Ali Chamenei gerichtet, der iranischen Staatsf\u00fchrer und Religionsoberhaupt ist. Darin habe Trump eigenen Angaben zufolge seine Hoffnung auf direkte Verhandlungen ausgedr\u00fcckt, gepaart mit der Warnung, dass es bei einem milit\u00e4rischen Eingreifen der USA &#8222;schrecklich&#8220; f\u00fcr den Iran ausgehen werde.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVon Chamenei kassierte Trump jedoch ein klares Nein zu direkten Gespr\u00e4chen, h\u00f6chstens Verhandlungen \u00fcber Drittstaaten seien vorstellbar. In seiner Replik auf Trumps Brief bezeichnete das iranische Staatsoberhaupt den US-Pr\u00e4sidenten als &#8222;r\u00fcpelhafte Pers\u00f6nlichkeit&#8220; und warf den USA vor, nur &#8222;ihren eigenen Willen durchzusetzen&#8220; und dem Iran &#8222;ihre Forderungen aufzwingen&#8220; zu wollen.<\/p>\n<p>    Die gro\u00dfe Angst vor einer iranischen Atombombe<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nHintergrund des massiven Dr\u00e4ngens der USA ist die seit L\u00e4ngerem international wachsende Sorge vor einem m\u00f6glichen atomaren Aufr\u00fcsten des Iran. Im vergangenen Dezember hatte <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/iaea-iran-hochangereichteres-uran-100.html\" title=\"Iran will weitere Zentrifugen f\u00fcr Uran-Anreicherung in Betrieb nehmen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">die Internationale Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEA) gewarnt<\/a>, der Iran habe damit begonnen, die Herstellung von fast atomwaffentauglichem Uran zu steigern.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie gr\u00f6\u00dfte Angst: dass der Iran \u00fcber eine eigene Atombombe verf\u00fcgt. Einen Vorwurf, den auch Erzfeind Israel in j\u00fcngster Zeit immer wieder vorgebracht hat. Der Iran allerdings behauptet, das eigene Atomprogramm diene ausschlie\u00dflich friedlichen Zwecken.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUm eine potenzielle Bedrohung durch den Iran einzuschr\u00e4nken, war 2015 das Atomabkommen &#8211; die sogenannte Wiener Nuklearvereinbarung &#8211; von Deutschland, Frankreich, Gro\u00dfbritannien,\u00a0USA, Russland, China und dem Iran unterzeichnet worden. Der Iran sollte sein Atomprogramm einschr\u00e4nken, im Gegenzug w\u00fcrden gegen das Land verh\u00e4ngte Sanktionen reduziert. W\u00e4hrend Trumps erster Amtszeit waren die USA aus dem Deal einseitig wieder ausgestiegen. Danach hielt sich auch Teheran nicht mehr an die Auflagen des Abkommens.\u00a0Doch selbst ohne diesen Bruch w\u00fcrde das Abkommen im Oktober dieses Jahres formell auslaufen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSollten die Bem\u00fchungen auf diplomatischem Wege scheitern, hatte Trump w\u00e4hrend des Wahlkampfes im vergangenen Oktober <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amerika\/usa-trump-iran-atomanlagen-100.html\" title=\"Trump f\u00fcr israelischen Angriff auf Irans Atomanlagen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">auch mit Angriffen auf iranische Atomanlagen gedroht<\/a>. Auch Israel hatte wiederholt mit der Bombardierung iranischer Nuklearanlagen gedroht, sollte keine diplomatische L\u00f6sung gefunden werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 30.03.2025 15:30 Uhr Die US-Regierung pocht auf einen neuen Atomdeal mit dem Iran &#8211; doch der lehnt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":170,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[346,13,345,14,15,12,10,8,9,11,64],"class_list":{"0":"post-169","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-atomprogramm","9":"tag-headlines","10":"tag-iran","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-top-news","15":"tag-top-meldungen","16":"tag-topmeldungen","17":"tag-topnews","18":"tag-usa"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/169","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=169"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/169\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/170"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=169"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=169"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=169"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}