{"id":169447,"date":"2025-06-06T09:58:09","date_gmt":"2025-06-06T09:58:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/169447\/"},"modified":"2025-06-06T09:58:09","modified_gmt":"2025-06-06T09:58:09","slug":"neues-ai-system-zur-analyse-von-hauterkrankungen-getestet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/169447\/","title":{"rendered":"Neues AI-System zur Analyse von Hauterkrankungen getestet"},"content":{"rendered":"<p><strong>In einer Studie unter Leitung der Monash University in Melbourne, der University of Queensland in Brisbane und der Medizinischen Universit\u00e4t Wien wurden die Vielseitigkeit und Zuverl\u00e4ssigkeit des neu entwickelten AI-Systems \u201ePanDerm\u201c bei der Diagnose von Hauterkrankungen \u00fcberpr\u00fcft. Die Ergebnisse der Studie, die aktuell im Top-Journal \u201eNature Medicine\u201c publiziert wurde, zeigen, dass das Open Source-Modell bei unterschiedlichen Problemstellungen sehr gute Resultate erbringt und aufgrund seiner diagnostischen Genauigkeit und Effizienz eine wertvolle Unterst\u00fctzung f\u00fcr \u00c4rzt:innen sein kann.<\/strong><\/p>\n<p>Entwickelt wurde \u201ePanDerm\u201c von einer Forschungsgruppe um Zongyuan Ge von der Monash University in Melbourne, der die aktuelle Studie gemeinsam mit H. Peter Soyer von der University of Queensland in Brisbane und Harald Kittler von der MedUni Wien geleitet hat. \u201ePanDerm\u201c gilt als erstes System seiner Art, das auf Basis von \u00fcber zwei Millionen unterschiedlichsten medizinischen Bildquellen \u2013 darunter Nahaufnahmen, dermatoskopische Bilder, histopathologische Pr\u00e4parate und Ganzk\u00f6rperaufnahmen \u2013 die komplexe Realit\u00e4t der dermatologischen Praxis nachahmt. Dieser multimodale Ansatz erm\u00f6glicht es \u201ePanDerm\u201c, nicht nur Hautkrebs, sondern auch zahlreiche weitere Hauterkrankungen mit hoher Genauigkeit zu erkennen.<\/p>\n<p><strong>System \u00fcberzeugte bei Vielzahl von Aufgaben<\/strong><br \/>Die Evaluation der Genauigkeit des Systems wurde anhand von 28 klinischen Testszenarien sowie drei Studien mit \u00c4rzt:innen durchgef\u00fchrt. Dabei \u00fcberzeugte \u201ePanDerm\u201c bei einer Vielzahl von Aufgaben, etwa bei der Differenzialdiagnose von h\u00e4ufigen und seltenen Hauterkrankungen, der Fr\u00fcherkennung von Melanomen, der Risikoeinsch\u00e4tzung in Bezug auf Hautkrebs, der Beurteilung von Ver\u00e4nderungen in dermatoskopischen Bildern, sowie bei Prognoseabsch\u00e4tzungen \u2013 beispielsweise im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit von Metastasen. \u201eDas Modell erzielt exzellente Ergebnisse, selbst wenn es f\u00fcr neue Aufgaben nur mit einem Bruchteil der \u00fcblicherweise ben\u00f6tigten Daten gespeist wird\u201c, berichtet Ko-Studienleiter Harald Kittler von der Universit\u00e4tsklinik f\u00fcr Dermatologie und dem Comprehensive Center of AI in Medicine der MedUni Wien. Wie die Untersuchungen zeigten, erreichten \u00c4rzt:innen in Zusammenarbeit mit dem AI-System eine um elf Prozent h\u00f6here Genauigkeit in der Diagnose von Hautkrebs; nicht-spezialisierte \u00c4rzt:innen erzielten mit dem Tool sogar eine um 17 Prozent h\u00f6here Genauigkeit. Besonders bemerkenswert: \u201ePanDerm\u201c erkannte Melanome im Fr\u00fchstadium um zehn Prozent genauer als Fachkr\u00e4fte und identifizierte verd\u00e4chtige Hautver\u00e4nderungen, bevor sie dem menschlichen Auge auffielen. <\/p>\n<p>\u201ePanDerm\u201c ist keine fertige AI-gesteuerte Entscheidungshilfe, sondern ein flexibles Open Source-Modell, das f\u00fcr Software-Entwickler:innen frei verf\u00fcgbar und f\u00fcr verschiedenste Aufgaben adaptierbar ist. Die Relevanz des umfassenden Systems ergibt sich aus der H\u00e4ufigkeit und Vielzahl von Hauterkrankungen: Rund 70 Prozent der Weltbev\u00f6lkerung sind von einer oder mehreren der \u00fcber 3.000 in der Dermatologie bekannten Hauterkrankungen betroffen. \u201ePanDerm l\u00e4sst sich auf unterschiedlichste dermatologische Probleme anwenden und k\u00f6nnte besonders bei so genannten Nischenproblemen eine wichtige Hilfestellung leisten\u201c, sagt Studien-Mitautor Philipp Tschandl, ebenfalls von der Universit\u00e4tsklinik f\u00fcr Dermatologie und dem Comprehensive Center of AI in Medicine der MedUni Wien. Bevor das System in die klinische Anwendung kommt, sind weitere Studien geplant.<\/p>\n<p><strong>Publikation: Nature Medicine<\/strong><br \/>A Multimodal Vision Foundation Model for Clinical Dermatology.<br \/>Siyuan Yan, Zhen Yu, Clare Primiero, Cristina Vico-Alonso, Zhonghua Wang, Litao Yang, Philipp Tschandl, Ming Hu, Lie Ju, Gin Tan, Vincent Tang, Aik Beng Ng, David Powell, Paul Bonnington, Simon See, Elisabetta Magnaterra, Peter Ferguson, Jennifer Nguyen, Pascale Guitera, Jose Banuls, Monika Janda, Victoria Mar, Harald Kittler, H. Peter Soyer, Zongyuan Ge.<br \/>DOI: 10.1038\/s41591-025-03747-y<br \/><a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" href=\"https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41591-025-03747-y\">https:\/\/www.nature.com\/articles\/s41591-025-03747-y<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In einer Studie unter Leitung der Monash University in Melbourne, der University of Queensland in Brisbane und der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":111940,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137],"tags":[14456,14457,10944,29,597,30,141,232,837,1666,5162],"class_list":{"0":"post-169447","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-apa","9":"tag-apa-ots","10":"tag-artificial-intelligence","11":"tag-deutschland","12":"tag-forschung","13":"tag-germany","14":"tag-gesundheit","15":"tag-health","16":"tag-medizin","17":"tag-ots","18":"tag-universitaet"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114635833527042949","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/169447","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=169447"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/169447\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/111940"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=169447"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=169447"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=169447"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}