{"id":169842,"date":"2025-06-06T13:32:09","date_gmt":"2025-06-06T13:32:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/169842\/"},"modified":"2025-06-06T13:32:09","modified_gmt":"2025-06-06T13:32:09","slug":"naturkundemuseum-leipzig-letzte-ausstellungen-vor-dem-umzug-2029","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/169842\/","title":{"rendered":"Naturkundemuseum Leipzig: Letzte Ausstellungen vor dem Umzug 2029"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li>&#8222;Das Haus mit der Spinne&#8220; hei\u00dft eine Ausstellungsreihe im Leipziger Naturkundemuseum, die Abschied nimmt vom alten Standort.<\/li>\n<li>Dem geplanten Umzug in den ehemaligen Bowlingtreff im Jahr 2029 ging ein langj\u00e4hres<a href=\"#Kampf\"> Ringen um den Erhalt <\/a>des Hauses voraus. <\/li>\n<li>Unter den neuen Pr\u00e4paraten des ersten von acht Ausstellungsteilen befinden sich auch Arten, die <a href=\"#Arten\">in Leipzig heimisch<\/a> geworden sind.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"text\">\nIm Naturkundemuseum Leipzig \u00f6ffnet am Freitag der erste Teil einer auf vier Jahre angelegten Wechselausstellung mit dem Titel &#8222;Das Haus mit der Spinne&#8220;. Teil eins widmet sich dem Thema <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/wissen\/medizin-gesundheit\/kunst-der-praeperation-meckelsche-sammlungen-halle-100.html\" title=\"Blutgef\u00e4\u00dfe wie Kunstwerke: Meckelsche Sammlungen Halle zeigen Kunst der Pr\u00e4paration\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pr\u00e4paration<\/a> und damit einer Technik, die zu jedem Naturkundemuseum geh\u00f6rt.\n<\/p>\n<p><a name=\"Countdown\">Countdown zum<\/a> Umzug in den Leipziger Bowlingtreff<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie Ausstellungsreihe begleitet den f\u00fcr 2029 geplanten <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/geschichte\/mitteldeutschland\/orte\/leipzig\/bowlingtreff-schwarzbau-100.html\" title=\"Bowlingtreff Leipzig \u2013 der geheime Prachtbau\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Umzug in den ehemaligen Bowlingtreff<\/a> auf dem Leipziger Leuschner-Platz. Bis dahin sollen halbj\u00e4hrlich acht kleine Ausstellungen wechseln. Museums-Direktor Ronny Leder bezeichnete die Reihe als eine Abschiedstournee: &#8222;Wir sind seit \u00fcber 100 Jahren in diesem Geb\u00e4ude&#8220;, sagte er MDR KULTUR: &#8222;Und mit der Aussicht auf das neue Museum wollen wir diesem Geb\u00e4ude geb\u00fchrlich lebewohl sagen und die Bev\u00f6lkerung teilhaben lassen. Wir wollen die Geschichten erz\u00e4hlen, die das Haus zu erz\u00e4hlen hat.&#8220;\n<\/p>\n<p>Neue Ausstellungsst\u00fccke beleuchten die Arbeit der Pr\u00e4paration<\/p>\n<p class=\"text\">\nPr\u00e4sentiert werden in der neuen Schau ausschlie\u00dfliche neue Pr\u00e4parate. Dazu geh\u00f6rt ein im dramatischen Lebenskampf vereintes Trio: Ein rund f\u00fcnf Meter langes Nilkrokodil packt ein Gnu im Nacken. Ein Zebra stellt sich auf die Hinterbeine, um dem Krokodil zu entkommen. Mit dem Trio im Eingangsbereich der Ausstellung stimmt das Museum sein Publikum auch auf den zuk\u00fcnftigen Standort im Leipziger Bowlingtreff ein, wo Zebra, Gnu und Krokodil ebenfalls zu sehen sein werden.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nBearbeitet werden solche Ausstellungsst\u00fccke in der hauseigenen Abteilung f\u00fcr Taxidermie \u2013 Pr\u00e4paration an Wirbeltieren. Einer von drei dort t\u00e4tigen Mitarbeitern ist Markus Ranft. Zu dritt habe man das Nilkrokodil haltbar gemacht, sagte Ranft dem MDR. Darunter befinde sich ein Polyurethan-Schaumk\u00f6rper, der sich gut s\u00e4gen und raspeln lasse. Einige der Schuppen seien einzeln aufgeklebt und aufwendig koloriert worden: &#8222;Wir kolorieren das so naturnah wie m\u00f6glich. Eine Woche ist da nix! Da gehen gut und gerne auch mal vier Wochen ins Land, bis das Objekt so dasteht, wie es jetzt ist.&#8220;\n<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"text\">Wir wollen die Geschichten erz\u00e4hlen, die das Haus zu erz\u00e4hlen hat.<\/p>\n<p>Ronny Leder<br \/>\nDirektor des Leipziger Naturkundemuseums<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"text\">\nTrotz des Aufwandes ist laut dem Direktor Ronny Leder derzeit nur eine kleine Sonderausstellung realisierbar, da das meiste Geld in den geplanten Umzug sowie in den Umbau des neuen Naturkundemuseums flie\u00dfe: &#8222;Selbst die Vitrinen in unserer kleinen Schau sind zum Teil \u00fcber 40 Jahre alt, wurden erneuert und umgebaut. Die Aufsteller sehen aus wie Spanplatten aus dem Baumarkt \u2013 und sind es auch.&#8220;\n<\/p>\n<p><a name=\"Kampf\">Kampf um <\/a>den Erhalt des Naturkundemuseums<\/p>\n<p class=\"text\">\nVorausgegangen war eine l\u00e4ngere Debatte um den <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/leipzig\/leipzig-leipzig-land\/kultur-haushalt-stadtrat-kultur-news-100.html\" title=\"Leipzig: Wie viel Kultur kann sich die Stadt 2025 leisten?\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Erhalt des Museums<\/a>. Seit 2010 gab in der Stadt Leipzig Bestrebungen, das Naturkundemuseum zu schlie\u00dfen, zuletzt im Fr\u00fchjahr 2025, als der Stadtrat unter dem Vorzeichen von Kultur-K\u00fcrzungen den neuen Doppelhaushalt 2025\/26 beschloss. Nun bekennt sich Leipzig zum Gro\u00dfprojekt des neuen Naturkundemuseums. Etwa 100 Millionen Euro soll es kosten.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDen schweren Weg dahin thematisiert die Abschiedsschau auch und rei\u00dft etwa die seit der Wende gef\u00fchrte Debatte um neue Standorte sowie einen Erweiterungsbau an. Vom Leipziger Stadtbad \u00fcber das Gasometer \u2013 eine Brache des Zoo-Gel\u00e4ndes \u2013 bis hin zur Kongresshalle waren viele unterschiedliche Standorte gepr\u00fcft worden. Am Ende wurde es der seit 1997 geschlossene Bowlingtreff.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nAuch Architekturentw\u00fcrfe von 1996 und 2007 will die Schau deshalb pr\u00e4sentieren. So auch den des Architekten Adalbert Haberbeck, der eine Erweiterung auf dem Vorplatz des Museums in Form einer gewundenen, \u00fcberdimensionalen Glasschnecke vorsah.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nEine W\u00fcrdigung findet auch Rudolf Schlatter, der von 1993 bis 2014 Direktor des Museums war. Dem Schweizer Geologen war es trotz seines guten Rufes nicht gelungen, sein Haus f\u00fcr die Zukunft aufzustellen. Aus Sicht des amtierenden Direktors Ronny Leder hat er aber Gro\u00dfes geleistet: &#8222;Er war von Anfang an bestrebt, dieses Haus nach vorne zu bringen wie die anderen st\u00e4dtischen Museen auch.\u00a0Wom\u00f6glich hat er nicht die gleichen Chancen bekommen. Er hat viele tolle Konzepte vorgelegt. Mit denen haben wir uns nochmal im Zuge der Ausstellung auseinandergesetzt und festgestellt: Das hatte Qualit\u00e4t.&#8220;\n<\/p>\n<p><a name=\"Arten\">Heimische Arten<\/a> in Leipzig thematisiert<\/p>\n<p class=\"text\">\nDie aktuelle Sonderschau greift unterdessen auch eine neue Entwicklung auf: die Welt der heimischen Arten, die sich in einem st\u00e4ndigen Wandel befindet. Ideale Lebensbedingungen finden seit einiger Zeit etwa Wildkatzen im Leipziger Auwald sowie Waschb\u00e4ren. Zu sehen ist unter anderem ein auf Pflastersteinen spielendes Waschb\u00e4ren-Kinderpaar. Damit begegnet dem Publikum im <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/kultur\/wgt\/leipzig-wgt-kunst-ausstellungen-museum-fuehrungen-tipps-100.html\" title=\"Wave-Gotik-Treffen 2022: 8 Tipps f\u00fcr Kunst, Ausstellungen und Museumsf\u00fchrungen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Naturkundemuseum<\/a> nun auch die eigene, ihm vertraute Umwelt.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nQuelle: MDR KULTUR, Naturkundemuseum Leipzig, redaktionelle Bearbeitung: lm<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;Das Haus mit der Spinne&#8220; hei\u00dft eine Ausstellungsreihe im Leipziger Naturkundemuseum, die Abschied nimmt vom alten Standort. 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