{"id":170012,"date":"2025-06-06T15:03:10","date_gmt":"2025-06-06T15:03:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/170012\/"},"modified":"2025-06-06T15:03:10","modified_gmt":"2025-06-06T15:03:10","slug":"muenchen-misshandelte-huendin-bella-darf-vorerst-im-tierheim-bleiben-landkreis-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/170012\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchen: Misshandelte H\u00fcndin \u201eBella\u201c darf vorerst im Tierheim bleiben &#8211; Landkreis M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Es sind Bilder, die unter die Haut gehen \u2013 auch jenen, die sonst nur wenig f\u00fcr Tiere \u00fcbrighaben. Doch \u201eBella\u201c, eine sechs Monate alte Magyar-Vizsla-H\u00fcndin, befand sich im vergangenen Februar ganz offensichtlich in einem miserablen Zustand. Das Tier war kaum mehr als Haut und Knochen, an seinen Flanken zeichneten sich deutlich die Rippen ab. \u201eDie Fotos erinnern an Stra\u00dfenhunde aus dem Ausland\u201c, schrieb der Tierschutzverein <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnchen<\/a> und konstatierte: \u201eExtreme Abmagerung, gekr\u00fcmmte Haltung \u2013 vermutlich durch Schmerzen.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Verantwortlich hierf\u00fcr soll \u201eBellas\u201c Besitzerin sein, eine Frau aus <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Unterhaching\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Unterhaching<\/a>. Da sie sich damals laut dem Landratsamt M\u00fcnchen \u201euneinsichtig\u201c zeigte und \u201enicht bereit ist, Schritte zur Verbesserung des Zustands ihres Tieres zu ergreifen\u201c, ordnete das Veterin\u00e4ramt die Fortnahme der H\u00fcndin an. Hiergegen klagte die Besitzerin und reichte \u00fcberdies einen Eilantrag ein, um \u201eBella\u201c bis zu einem Urteil zur\u00fcckzuerhalten. Ende Mai gab das Verwaltungsgericht M\u00fcnchen ihrem Ansinnen statt, weshalb die H\u00fcndin diese Woche zu der Frau aus Unterhaching zur\u00fcckkehren sollte \u2013 eigentlich. Doch dazu kommt es nun doch nicht. Der Grund: \u201eAuf Bestreben des Veterin\u00e4ramts\u201c, berichtet das Landratsamt, habe die Landesanwaltschaft Bayern Beschwerde gegen den Eilbeschluss des Verwaltungsgerichts eingelegt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Vorerst bleibt \u201eBella\u201c somit in Obhut des Tierschutzvereins M\u00fcnchen, der dies in einem Post bei Instagram als \u201egro\u00dfen Zwischenerfolg\u201c wertet. Zugleich ver\u00f6ffentlichte die Organisation dort ein aktuelles Video von \u201eBella\u201c, auf dem die H\u00fcndin kaum wiederzuerkennen ist. Nachdem man sie im Februar in einem \u201elebensbedrohlichen Zustand\u201c aufgenommen habe, sei sie im Tierheim aufgep\u00e4ppelt worden und habe sich schnell erholt. \u201eBald war die gekr\u00fcmmte Haltung verschwunden, sie nahm kontinuierlich zu und entwickelte sich zu einer fr\u00f6hlichen, gesunden Jungh\u00fcndin.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Umso gr\u00f6\u00dfer war der Schock beim Tierschutzverein, als dort bekannt wurde, dass \u201eBella\u201c infolge der Gerichtsentscheidung zu ihrer Besitzerin zur\u00fcckkehren soll. \u201eWir sind entsetzt\u201c, teilte die Organisation mit, \u201edass ein schwer misshandeltes Tier nach monatelanger Pflege an seine Peinigerin zur\u00fcckgegeben werden muss.\u201c In der Folge wurde eine Online-Petition gestartet, die eine dauerhafte Inobhutnahme von \u201eBella\u201c fordert. Binnen zwei Wochen unterzeichnen fast 40 000 Menschen dieses Anliegen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Dass \u201eBella\u201c \u00fcberhaupt ins Tierheim gekommen ist, sei einer \u201eaufmerksamen B\u00fcrgerin\u201c zu verdanken gewesen, teilte das Landratsamt mit. Sie habe das Veterin\u00e4ramt seinerzeit auf die stark unterern\u00e4hrte H\u00fcndin in Unterhaching aufmerksam gemacht, was letztlich zur Inobhutnahme f\u00fchrte. Dagegen ging die Besitzerin auf juristischem Wege vor \u2013 mit Erfolg. So nehme das Verwaltungsgericht an, hei\u00dft es in seinem Beschluss zum Eilantrag der Frau, dass diese \u201eauch unter dem Eindruck des Verfahrens ihre aktenkundige uneinsichtige Haltung aufgegeben hat und in Zukunft die Versorgung der H\u00fcndin sicherstellen wird\u201c.<\/p>\n<p>Ein Verhandlungstermin vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof steht bisher nicht fest<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Gleichzeitig verf\u00fcgte die 23. Kammer jedoch, dass die Besitzerin bis zu einem Urteil im Hauptsacheverfahren ihre H\u00fcndin monatlich von einem Tierarzt untersuchen lassen muss. Die entsprechenden Berichte habe sie dann unaufgefordert dem Landratsamt vorzulegen. \u201eDie Auflage stellt insoweit eine \u2013 notwendige \u2013 regelm\u00e4\u00dfige fachliche externe Kontrolle sicher\u201c, so das Gericht.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Ganz anders wird das im Landratsamt bewertet. So h\u00e4lt die Beh\u00f6rde die verh\u00e4ngte Auflage f\u00fcr \u201enicht ausreichend, um das Wohl von \u201aBella\u2018 dauerhaft sicherzustellen\u201c, hei\u00dft es in einer Mitteilung. Denn: \u201eDie Amtstier\u00e4rztinnen und -\u00e4rzte haben weiterhin gr\u00f6\u00dfte Zweifel an der Eignung der Halterin f\u00fcr eine verantwortungsvolle und tiergerechte Hundehaltung.\u201c Deswegen hat das Veterin\u00e4ramt darauf gedr\u00e4ngt, dass der Freistaat durch die Landesanwaltschaft Bayern gegen das Urteil vorgeht. \u00dcber die Beschwerde muss jetzt der Bayerische Verwaltungsgerichtshof entscheiden. Wann dies geschehen wird, ist noch ungewiss. Und auch f\u00fcr die Verhandlung im Hauptsacheverfahren stehe bislang noch kein Termin fest, teilt ein Sprecher des Verwaltungsgerichts mit.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">F\u00fcr den Fall, dass die H\u00fcndin zu ihrer Besitzerin zur\u00fcckkehrt, werde das Veterin\u00e4ramt die Haltung \u201esehr engmaschig kontrollieren \u2013 auch \u00fcber die gerichtlichen Auflagen hinaus\u201c, k\u00fcndigt das Landratsamt schon mal an. Derweil setzt man beim Tierschutzverein M\u00fcnchen darauf, dass es dazu gar nicht erst kommt. \u201eWir hoffen weiter\u201c, hei\u00dft es seitens der Organisation, \u201edass \u201eBella\u201c nie wieder zur\u00fcckmuss in die H\u00e4nde von der Frau, die sie fast verhungern lie\u00df.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es sind Bilder, die unter die Haut gehen \u2013 auch jenen, die sonst nur wenig f\u00fcr Tiere \u00fcbrighaben.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":170013,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[772,29,2634,30,58397,2527,1268,2339,149,58396,3367,5534,20505],"class_list":{"0":"post-170012","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-bayern","9":"tag-deutschland","10":"tag-gerichtsprozesse-in-muenchen","11":"tag-germany","12":"tag-hunde-in-muenchen","13":"tag-landkreis-muenchen","14":"tag-muenchen","15":"tag-oberbayern","16":"tag-sueddeutsche-zeitung","17":"tag-tierheim-muenchen","18":"tag-tierschutz","19":"tag-unterhaching","20":"tag-verwaltungsgericht-muenchen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114637033004790150","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/170012","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=170012"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/170012\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/170013"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=170012"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=170012"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=170012"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}