{"id":170413,"date":"2025-06-06T18:39:10","date_gmt":"2025-06-06T18:39:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/170413\/"},"modified":"2025-06-06T18:39:10","modified_gmt":"2025-06-06T18:39:10","slug":"terror-hinweise-auf-14-jaehrigen-weihnachtsmarkt-als-ziel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/170413\/","title":{"rendered":"Terror-Hinweise auf 14-J\u00e4hrigen &#8211; Weihnachtsmarkt als Ziel?"},"content":{"rendered":"<p>K\u00f6ln (dpa) &#8211; Zu einem 14-j\u00e4hrigen Jugendlichen aus K\u00f6ln gibt es nach Informationen aus Sicherheitskreisen Terror-Hinweise. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur. Er soll Propaganda des sogenannten Islamischen Staates (IS) geteilt und die Absicht ge\u00e4u\u00dfert haben, im Dezember 2025 einen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in K\u00f6ln zu ver\u00fcben. Die \u00abBild\u00bb-Zeitung hatte zuvor berichtet.\u00a0<\/p>\n<p>Die Wohnung des 14-J\u00e4hrigen wurde am Freitag durchsucht, wie die K\u00f6lner Staatsanwaltschaft mitteilte. Die Beh\u00f6rde f\u00fchrt demnach ein Ermittlungsverfahren gegen den Teenager. Vorgeworfen werde ihm, Videos und Symbole mit IS-Bezug geteilt zu haben. Offiziell gehe es um \u00abZuwiderhandlung gegen das Verbot des &#8222;Islamischen Staates&#8220; (IS) in der Bundesrepublik Deutschland\u00bb und die \u00f6ffentliche Verwendung von verbotenen Kennzeichen, sagte ein Sprecher.\u00a0<\/p>\n<p>Staatsanwaltschaft: 14-J\u00e4hriger kam freiwillig mit zur Polizei<\/p>\n<p>Die Staatsanwaltschaft K\u00f6ln betonte, dass das von ihr gef\u00fchrte Verfahren keine Ermittlungen zu Anschlagspl\u00e4nen des Beschuldigten auf einen Weihnachtsmarkt beinhalte. Der 14-J\u00e4hrige sei auch freiwillig mit zur Polizei gekommen, um seine Identit\u00e4t feststellen zu lassen. Er sei offiziell nicht in Gewahrsam genommen worden.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abWeiteres kann zum Schutz des Ermittlungsverfahrens und zur Wahrung der Pers\u00f6nlichkeitsrechte Verfahrensbeteiligter nicht \u00f6ffentlich gemacht werden\u00bb, sagte ein Sprecher. Die Ermittlungen in dem Fall dauerten an.<\/p>\n<p>\u00abAnschlagsphantasien geteilt\u00bb<\/p>\n<p>NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) nannte es \u00abungeheuerlich\u00bb, dass ein 14-J\u00e4hriger bereits \u00abso drauf\u00bb sei. \u00abEin junger Mann hat nicht nur auf seinen Social-Media-Kan\u00e4len IS-Propaganda verherrlicht und verbreitet, sondern auch Anschlagsphantasien geteilt\u00bb, erkl\u00e4rte er.\u00a0<\/p>\n<p>Nach Informationen aus Sicherheitskreisen soll der 14-J\u00e4hrige auf seinem Tiktok-Profil zwei Videos und einen Beitrag mit Bez\u00fcgen zu der Terrororganisation ver\u00f6ffentlicht haben. Zudem soll er ein Standbild mit dem Treueschwur auf den aktuellen IS-Kalifen verbreitet haben.<\/p>\n<p>Und nicht nur das: Im Zuge der Ermittlungen stie\u00df das Landeskriminalamt NRW demnach auf weitere Social-Media-Profile des Verd\u00e4chtigen, auf denen er islamistische Inhalte ver\u00f6ffentlicht haben soll.<\/p>\n<p>Bei einem \u00aboperativen Informationsaustausch\u00bb der Sicherheitsbeh\u00f6rden seien dann Hinweise auf Anschlags\u00fcberlegungen durch den Jugendlichen bekanntgeworden. Dabei sei es um einen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in K\u00f6ln im kommenden Dezember gegangen. Er soll auch \u00fcber eine Ausreise nachgedacht haben. Die Polizei habe ihn in Gewahrsam genommen und erkennungsdienstlich behandelt, hie\u00df es zun\u00e4chst.<\/p>\n<p>\u00abBrutkasten f\u00fcr Extremismus\u00bb<\/p>\n<p>\u00abSoziale Medien sind Brandbeschleuniger f\u00fcr Extremismus. Tiktok ist l\u00e4ngst nicht mehr nur B\u00fchne f\u00fcr T\u00e4nze, sondern Brutkasten f\u00fcr Extremismus geworden\u00bb, so Reul. Dort geschehe Radikalisierung in Echtzeit \u2013 auf dem Smartphone, in der Hosentasche. \u00abWir m\u00fcssen auch diese Kan\u00e4le besser im Blick haben. Hei\u00dft auch: Die Plattformanbieter st\u00e4rker in die Pflicht nehmen. Ich bin froh, dass unsere Sicherheitsbeh\u00f6rden fr\u00fchzeitig eingegriffen haben.\u00bb<\/p>\n<p>Erinnerung an Anschlagspl\u00e4ne auf Weihnachtsmarkt in Leverkusen<\/p>\n<p>Erst im vergangenen Jahr war in K\u00f6ln ein 15-J\u00e4hriger zu einer Jugendstrafe von vier Jahren verurteilt worden, der sich nach Ansicht des Landgerichts mit einem Bekannten zu einem islamistisch motivierten Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Leverkusen verabredet hatte. Die beiden Jugendlichen hatten demnach geplant, sich einen Lkw zu beschaffen, um in die Besuchermenge zu fahren. Auch der etwas \u00e4ltere Komplize erhielt eine Jugendstrafe von vier Jahren Gef\u00e4ngnis wegen der Verabredung zum Mord.<\/p>\n<p>Die Selbstradikalisierung von jungen Menschen durch soziale Medien ist seit geraumer Zeit ein Ph\u00e4nomen, das Sicherheitsbeh\u00f6rden Sorgen bereitet. \u00abWir hatten jetzt vermehrt F\u00e4lle, in denen Minderj\u00e4hrige \u00fcber Tiktok radikalisiert wurden\u00bb, hatte etwa im Januar der Pr\u00e4sident des Landeskriminalamts (LKA) in Rheinland-Pfalz, Mario Germano, gesagt. Dies gelte insbesondere f\u00fcr islamistische T\u00e4ter oder geplante islamistische Anschl\u00e4ge. Viele dieser Beschuldigten h\u00e4tten \u00fcber Tiktok \u00fcberhaupt erst den Zugang zum Thema Islamismus gefunden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"K\u00f6ln (dpa) &#8211; Zu einem 14-j\u00e4hrigen Jugendlichen aus K\u00f6ln gibt es nach Informationen aus Sicherheitskreisen Terror-Hinweise. 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