{"id":171185,"date":"2025-06-07T01:45:18","date_gmt":"2025-06-07T01:45:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/171185\/"},"modified":"2025-06-07T01:45:18","modified_gmt":"2025-06-07T01:45:18","slug":"guns-nroses-und-cat-power-spannende-rock-konzerte-im-juni-2025-in-muenchen-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/171185\/","title":{"rendered":"Guns N&#8217;Roses und Cat Power: spannende Rock-Konzerte im Juni 2025 in M\u00fcnchen &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Im Juni und Juli haben Rockfans mannigfach die M\u00f6glichkeit zur Heldenverehrung. Und einmal verneigt sich auch eine Heldin vor ihrem Helden. Charlyn Marie Marshall alias <strong>Cat Power<\/strong> kam als Tochter amerikanischer Hippie-Eltern quasi zwangsweise in Ber\u00fchrung mit Bob Dylan. In ihren Zwanzigern habe sie ihn nahezu verg\u00f6ttert, er sei wie eine \u201emythische Kreatur\u201c f\u00fcr sie gewesen, \u201eteils Genie, teils Jesus, teils Freund\u201c, sagt sie in einem Interview mit dem Programm-Magazin des Gasteigs, in dessen Isarphilharmonie sie am Sonntag, 15. Juni, auftritt. Dylan hat die wandelbare Singer-Songwriterin, die gelegentlich auch als Schauspielerin und Model Furore machte, gewiss in ihrem Sound gepr\u00e4gt. Und in ihrer Haltung.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">So hat die 52-J\u00e4hrige ihr aktuelles Programm radikal auf den amerikanischen Folkrock-Giganten ausgerichtet: Sie spielt exakt die Liederliste von Dylans legend\u00e4rem London-Konzert von 1966 nach. Es war jene magische Nacht, in der der Held der Folk-Bewegung allen Buh-Rufen und Pfiffen zum Trotz mittendrin von der Lagerfeuerklampfe zur Stromgitarre wechselte. Dieser Bruch ver\u00e4nderte die Welt, findet Cat Power: \u201eBobs Umstieg auf die E-Gitarre beeinflusste den Rock\u2019n\u2019Roll, was wiederum das Bewusstsein der jungen Leute ver\u00e4nderte und eine Revolution ausl\u00f6ste.\u201c Und dass ein solcher Aufstand gegen die M\u00e4chtigen in ihrer Heimat USA wieder n\u00f6tig sei, ist ihr gewiss ein Antrieb f\u00fcr das Projekt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Die unbeugsame \u201eGodmother of Punk\u201c Patti Smith gastiert auf dem Tollwood-Festival.\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/b2999611-f55e-45c7-983b-f4657f2095a2.jpeg\"  role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"css-y4bre2\"\/>Die unbeugsame \u201eGodmother of Punk\u201c Patti Smith gastiert auf dem Tollwood-Festival. (Foto: Ricardo Rubio)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Zu den Superhelden des amerikanischen Rock z\u00e4hlen auch zwei, die in diesem Jahr die H\u00f6hepunkte des <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Tollwood\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tollwood<\/a>-Programms sind: <strong>Patti Smith<\/strong>, die \u201eGodmother des <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Punk\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Punk<\/a>\u201c, Ikone der Frauenbewegung, Lyrikerin, Bildende K\u00fcnstlerin und mit 78 immer noch fesselnde Musikerin (\u201eBecause The Night\u201c) wird ihrem treuen Gefolge im gro\u00dfen Festival-Zelt ebenso den richtigen Weg zeigen (14. Juli) wie der nur ein paar Monate j\u00fcngere <strong>Iggy <\/strong><strong><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Pop\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pop<\/a><\/strong>. Der\u00a0\u201eGodfather des Punk\u201c, \u201eLeguan des Rock\u201c und Gelegenheitsschauspieler (ein Zombie 2019 in Jim Jarmuschs \u201eDead Don\u2019t Die\u201c) macht als charmanter B\u00fchnenberserker stets \u201eLust For Life\u201c (24. Juni). Einen Tag sp\u00e4ter spielen mit <strong>Black Flag<\/strong>\u00a0die einflussreichsten Vertreter der US-Hardcore-Punk-Szene im Backstage \u2013\u00a0seit 1976 unter der Flagge der Anarchos, wenn auch l\u00e4ngst nicht mehr mit ihrem ber\u00fchmtesten Frontmann Henry Rollins (25. Juni).<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Darf man hingegen <strong>Billy Idol<\/strong> noch einen Punk nennen? Tats\u00e4chlich trieb sich der gescheiterte Philosophiestudent in den Siebzigern in Londons Punk-L\u00f6chern herum. Seine Solo-Hits wie \u201eDancing With Myself\u201c, \u201eRebell Yell\u201c oder \u201eWhite Wedding\u201c in den Achtzigern bedienten allerdings eher ein restaufm\u00fcpfiges Wave-Pop-Publikum und machten ihn f\u00fcr den New Musical Express zum\u00a0\u201ewasserstoffgebleichten Alptraum eines Rockers\u201c. Allerdings machen gerade diese leicht angerotzten Hits des inzwischen nach Hollywood Umgesiedelten immer noch Spa\u00df, wie er vor ein paar Jahren bei Tollwood bewies, und wie der 69-J\u00e4hrige auch am 27. Juni gro\u00df beim Open-Air auf dem K\u00f6nigsplatz zeigen will.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Mehr eine Hit-Parade unter freiem Himmel als eine scharfe Analyse der politischen Weltlage erwarten auch die Besucher von <strong>Guns N\u2019Roses<\/strong>. \u201eWelcome To the Jungle\u201c, \u201eSweet Child O\u2019 Mine\u201c, \u201eParadise City\u201c und \u201eNovember Rain\u201c sind gesetzt, wenn sie als erste Band \u00fcberhaupt ein ganzes Konzert in der Allianz-Arena spielen d\u00fcrfen (20. Juni). Politisch kann man Axl Rose immerhin gutschreiben, dass er Donald Trump schon im Wahlkampf 2018 verbot, seine <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Musik\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Musik<\/a> zu spielen (\u201ea truly bastard\u201c), und dass ihr Album \u201eAppetite for Destruction\u201c\u00a0 den Twitter-Hashtag #AfD auf Ewigkeit vor der AfD-Partei besetzt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Working-Class-Hero Mike Skinner alias The Streets rappt in der Tonhalle.\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/0e3f2438-7d83-4bce-9087-febfdd1bec77.jpeg\"  role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"css-y4bre2\"\/>Working-Class-Hero Mike Skinner alias The Streets rappt in der Tonhalle. (Foto: Ben Cannon)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Was man politisch von <strong>Morrissey<\/strong> im Zenith zu h\u00f6ren bekommen wird (30. Juni), kann man schwer absch\u00e4tzen. Einst wurde der ehemalige The Smiths-S\u00e4nger als kratzb\u00fcrstiger Anti-Held mit hohem Stilbewusstsein und heiligem Zorn gegen Maggie Thatcher verehrt, inzwischen st\u00e4nkert der kauzige Brite gegen alles und jeden, bisweilen leider auch rechtspopulistisch \u2013 wobei er sich danach sogleich von jeglichem Rassismus distanziert. Unbenommen ist sein Einfluss auf die britische Rockszene. Die pr\u00e4sentiert sich dieser Tage mit ihrerseits pr\u00e4genden Figuren wie Working-Class-Rapper Mike Skinner alias <strong>The Streets<\/strong> (18. Juni, Tonhalle), den wieder auferstandenen Postrock-Feingeistern <strong>Stereolab<\/strong> (mit neuem Album \u201eInstant Holograms on Metal Film\u201c am 12. Juni im Feierwerk) oder der multimedialen Konzeptband <strong>The The<\/strong>, deren Sch\u00f6pfer Matt Johnson von 1981 an daf\u00fcr mit 300 Musikern von Sin\u00e9ad O\u2019Connor bis Johnny Marr zusammenarbeitete (2. Juni in der Muffathalle, verlegt vom Circus Krone).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Juni und Juli haben Rockfans mannigfach die M\u00f6glichkeit zur Heldenverehrung. 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