{"id":17119,"date":"2025-04-09T02:05:26","date_gmt":"2025-04-09T02:05:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/17119\/"},"modified":"2025-04-09T02:05:26","modified_gmt":"2025-04-09T02:05:26","slug":"israel-korrigiert-darstellung-des-angriffs-auf-sanitaetsfahrzeuge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/17119\/","title":{"rendered":"Israel korrigiert Darstellung des Angriffs auf Sanit\u00e4tsfahrzeuge"},"content":{"rendered":"<p>Der israelische Angriff auf einen Hilfskonvoi bei Rafah im Gazastreifen am fr\u00fchen Morgen des 23. M\u00e4rz, bei dem 15 Personen get\u00f6tet wurden, sorgt f\u00fcr Diskussionen.<\/p>\n<p>Nachdem <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2025\/04\/04\/world\/middleeast\/gaza-israel-aid-workers-deaths-video.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die \u00bbNew York Times\u00ab am Freitag Unstimmigkeiten <\/a>in der urspr\u00fcnglichen israelischen Darstellung der Vorkommnisse aufgedeckt und ein Handy-Video von dem Vorfall ver\u00f6ffentlicht hatte, r\u00e4umte das israelische Milit\u00e4r am Samstag \u00bbFehleinsch\u00e4tzungen\u00ab ein. Zun\u00e4chst hatte die IDF erkl\u00e4rt, der Konvoi habe sich im Dunkeln fortbewegt, \u00bbohne Scheinwerfer und Notsignale\u00ab, und so verd\u00e4chtig gewirkt, dass man das Feuer er\u00f6ffnet habe.<\/p>\n<p>Auf dem Video, das laut \u00bbNew York Times\u00ab von einem Sanit\u00e4ter gefilmt wurde und der Zeitung von einem hochrangigen UN-Mitarbeiter zugespielt wurde, ist jedoch ein Krankenwagen und ein Feuerwehrauto zu erkennen, die Blaulicht eingeschaltet haben. Au\u00dferdem ist auf dem Film eine Person zu erkennen, die eine orangene Sanit\u00e4teruniform tr\u00e4gt. Offenbar war es im Augenblick des Beschusses durch die IDF auch schon nicht mehr v\u00f6llig dunkel. Das israelische Milit\u00e4r gab nun an, dass die urspr\u00fcngliche Schilderung der beteiligten Soldaten der Golani-Brigade nicht richtig gewesen sei.<\/p>\n<p>Auch die Identit\u00e4t der Get\u00f6teten ist weiterhin unklar. Israel hatte urspr\u00fcnglich behauptet, neun von ihnen seien K\u00e4mpfer der Hamas oder des Islamischen Dschihad gewesen, allerdings nur eine Person namentlich identifiziert. Medienberichten zufolge korrigierte die IDF nun die Zahl der m\u00f6glicherweise involvierten Terroristen auf sechs, ohne aber Namen zu nennen. Entschieden wies das Milit\u00e4r Berichte von einer \u00bbHinrichtung\u00ab eines der Sanit\u00e4ter zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Nur wenige Stunden vor dem Vorfall h\u00e4tten Soldaten zwei Hamas-Mitglieder get\u00f6tet und einen dritten festgenommen. Als sich der Konvoi der Stelle n\u00e4herte und die Sanit\u00e4ter ausstiegen, seien die israelischen Streitkr\u00e4fte davon ausgegangen, dass es sich ebenfalls um Hamas-Terroristen handele, und diese auf sie zukommen w\u00fcrden. Sie h\u00e4tten deshalb das Feuer er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Get\u00f6tete zun\u00e4chst von IDF-Soldaten begraben<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend seien, so die Darstellung des israelischen Milit\u00e4rs, die Leichen der Get\u00f6teten vergraben worden, um sie vor wilden Tieren zu sch\u00fctzen. Die Vereinten Nationen seien \u00fcber den Ort des Massengrabs umgehend informiert worden, so die IDF. Die beschossenen Fahrzeuge habe man sp\u00e4ter mit schwerem Ger\u00e4t von der Stra\u00dfe entfernt und zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Laut der Hilfsorganisation Pal\u00e4stinensischer Roter Halbmond waren die Krankenwagen unterwegs, um Verwundete zu versorgen. Die Organisation sprach von einer gezielten T\u00f6tung von Sanit\u00e4tern und einem \u00bbKriegsverbrechen\u00ab und forderte eine Untersuchung. Man habe \u00bbforensische Beweise\u00ab daf\u00fcr, dass die Rettungskr\u00e4fte gezielt \u00bbaus n\u00e4chster N\u00e4he ins Visier genommen\u00ab worden seien.<\/p>\n<p>Auch das Ausw\u00e4rtige Amt in Berlin forderte von Israel Aufkl\u00e4rung. Das Video des Vorfalls sei \u00bbwirklich furchtbar\u00ab, erkl\u00e4rte eine Sprecherin des Au\u00dfenministeriums am Montag. Die Vorw\u00fcrfe m\u00fcssten nun untersucht und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.<\/p>\n<p>Die israelische Armee betonte, dass die Untersuchung des Vorfalls noch nicht abgeschlossen sei. Nach der Ver\u00f6ffentlichung des Videos erkl\u00e4rte das Milit\u00e4r, Generalmajor Yaniv Asor werden den Vorfall erneut untersuchen. Die vollst\u00e4ndigen Ergebnisse w\u00fcrden umgehend dem Stabschef der israelischen Streitkr\u00e4fte, Eyal Zamir, vorgelegt. mth<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der israelische Angriff auf einen Hilfskonvoi bei Rafah im Gazastreifen am fr\u00fchen Morgen des 23. 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