{"id":171298,"date":"2025-06-07T02:49:10","date_gmt":"2025-06-07T02:49:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/171298\/"},"modified":"2025-06-07T02:49:10","modified_gmt":"2025-06-07T02:49:10","slug":"dresden-kunstschau-ostrale-biennale-startet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/171298\/","title":{"rendered":"Dresden: Kunstschau Ostrale Biennale startet"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li>Ab dem 7. Juni feiert die Ostrale Biennale in Dresden den <a href=\"#Bunt\">Reichtum der Farben<\/a>, mit Kunst aus 32 L\u00e4ndern.<\/li>\n<li>Auch der Ausstellungsort, die ehemalige <a href=\"#Moderne\">Robotron Kantine<\/a>, f\u00fcgt sich in das bunte Konzept.<\/li>\n<li>Die farbenfrohe Kunstschau versteht sich zugleich als politisch und will <a href=\"#Kuratorin\">zum Dialog anregen<\/a>.  <\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"text\">\nDie Ostrale-Chefin <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/dresden\/robotron-kantine-kunst-ausstellung-ostrale-kultur-news-100.html\" title=\"Robotron-Kantine: Ostrale soll 2025 trotz Geldmangel stattfinden\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Andrea Hilger<\/a> sitzt inmitten von Kunstwerken in der <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/dresden\/dresden-radebeul\/olicia-ausstellung-out-of-the-blue-kultur-news-100.html\" title=\"Dresden: Elektro-Duo Olic\u00eda pr\u00e4sentiert neues Album in multimedialer Ausstellung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Robotron Kantine<\/a> \u2013 und tr\u00e4umt sich in die Natur. Genauer: In die Ger\u00e4uschkulisse des Waldes. &#8222;Diese Stille, die wirklich Musik ist&#8220;, schw\u00e4rmt sie. Selbst Regen k\u00f6nne wundersch\u00f6ne Kl\u00e4nge erzeugen. &#8222;Jedes Blatt klingt anders. Es gibt eine Symphonie von T\u00f6nen, die in sich stimmig ist. Und dann gehe ich in die Stadt und \u00fcberall: Knall! Puff! B\u00e4ng! Die Stra\u00dfenbahn f\u00e4hrt und die Tat\u00fctata \u2026&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nAnlass f\u00fcr die Schw\u00e4rmerei gibt die Videoarbeit &#8222;Down Under&#8220; des finnischen K\u00fcnstlers Marcus Lerviks, die diesen Kontrast zum Thema hat. F\u00fcr Andrea Hilger l\u00e4dt die Arbeit beim Anschauen dazu ein, mal wieder Pause zu machen und innezuhalten. Damit passe sie ideal zum diesj\u00e4hrigen Ostrale-Motto &#8222;Never Grey&#8220;, das die Vielfalt der Farben in den Mittelpunkt stellt.\n<\/p>\n<p><a name=\"Bunt\">Bunt gestrichene<\/a> W\u00e4nde in der Robotron Kantine<\/p>\n<p class=\"text\">\nFarben k\u00f6nnten bestimmte Aspekte des Lebens beschreiben, erkl\u00e4rt sie. &#8222;Im Tierreich wei\u00df jeder, dass die bunten Federn und die blauen F\u00fc\u00dfe von bestimmten Tieren f\u00fcr Gesundheit stehen. Und wir haben vergessen, wie wichtig die Farben um uns sind, wie wichtig das Gr\u00fcn der W\u00e4lder f\u00fcr uns ist, das Blau des Himmels und was das eigentlich bedeutet.&#8220;\n<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"text\">Wir haben vergessen, wie wichtig die Farben um uns sind, wie wichtig das Gr\u00fcn der W\u00e4lder f\u00fcr uns ist, das Blau des Himmels.<\/p>\n<p>Andrea Hilger<br \/>\nLeiterin Ostrale<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"text\">\nDeshalb sind die Ausstellungsw\u00e4nde in verschiedenen Farben gestrichen worden und leuchten mit den Kunstwerken um die Wette. So behauptet sich etwa das gro\u00dfformatige Stillleben des Malers Leo\u0161 Suchan vor einer gelben Wand. Auf dem Acrygem\u00e4lde stapeln sich T\u00fcten, Kartons und Folien zu einem gro\u00dfen, dynamisch bewegten Gef\u00fcge, bevor sich alles in einem Schwall purer Farbe aufl\u00f6st.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nSuchan orientiert sich an Stillleben aus der Barockzeit, erkl\u00e4rt Kuratorin Veronika Kr\u00fclle Kotoucova: &#8222;Aber er bricht sie mit einem sehr zeitgen\u00f6ssischen Malstil, und indem er wirklich abstrakte Formen verwendet.&#8220; Die in Prag geborene Kunsthistorikerin bereichert die Schau mit mehreren interessanten K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern aus dem Nachbarland. So auch Leo\u0161 Suchan. Wer genau hinschaut, erkennt, dass die Gegenst\u00e4nde, die er altmeisterlich ins Bild gesetzt hat, lauter Abf\u00e4lle sind.\n<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"text\">Welche Symbolik fr\u00fcher in den niederl\u00e4ndischen Stillleben lag! Und im Kontrast dazu diese M\u00fcllhalde.<\/p>\n<p>Veronika Kr\u00fclle Kotoucova<br \/>\nKuratorin<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"text\">\nF\u00fcr Kr\u00fclle Kotoucova schl\u00e4gt der Maler damit eine Br\u00fccke von der Vergangenheit ins Heute: &#8222;Welche Symbolik fr\u00fcher in den niederl\u00e4ndischen Stillleben lag! Und im Kontrast dazu dieses Motiv, diese M\u00fcllhalde. Dass die Dinge heutzutage gar keinen Wert f\u00fcr uns haben. Das ist das, womit er spielt.&#8220;\n<\/p>\n<p><a name=\"Moderne\">DDR-Mo<strong>derne<\/strong><\/a><strong> ins Ausstellungskonzept integriert  <\/strong><\/p>\n<p class=\"text\">\nAuch mit ihrem Ausstellungsort schl\u00e4gt die Ostrale eine Br\u00fccke aus der Vergangenheit in die Gegenwart. Die fr\u00fchere <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/sachsen\/dresden\/stadtrat-robotron-kantine-sanierung-entscheidung-kultur-news-108.html\" title=\"Dresden: Robotron-Kantine bekommt doch F\u00f6rderung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kantine des DDR High Tech Kombinates Robotron<\/a> ist ein interessanter Bau der sogenannten Ostmoderne. F\u00fcr die Dauer der Ausstellung kann man das sanierungsbed\u00fcrftige Geb\u00e4ude ausnahmsweise durchstreifen. Architektonische Details, wie der schalld\u00e4mpfende Wandbehang aus futuristischen Formsteinen, alte Heizungen und Holzverkleidungen funken dezent zwischen das Ensemble aus Ausstellungsbauten und Kunstwerken.\n<\/p>\n<p><a name=\"Kuratorin\">Kuratorin aus<\/a> Israel ruft zum Dialog auf<\/p>\n<p class=\"text\">\n\u00dcber 100 Kunstschaffende aus 32 Nationen stellen anl\u00e4sslich der 15. Ausgabe der Ostrale Biennale O25 ihre Werke aus. An deren Auswahl beteiligt war auch die israelische Kunstwissenschaftlerin und Kuratorin Drorit Gur Arie. Ihr war es wichtig, vielf\u00e4ltige Stimmen aus dem Mittleren Osten nach Dresden zu bringen. Es war ihr wichtig, diverse Stimmen in die Biennale einzubringen.\n<\/p>\n<blockquote>\n<p class=\"text\">Menschen sind Menschen. Sie haben ihre Erinnerungen, sie haben ihre Identit\u00e4t. Deshalb geht es in ihren Themen immer auch um Politik.<\/p>\n<p>Kuratorin Drorit Gur Arie<br \/>\nKuratorin<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"text\">\nBeteiligt sind unter anderem K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler mit pal\u00e4stinensischem, deutsch-t\u00fcrkischem und zypriotischem Hintergrund. Auch wenn ausschlie\u00dflich k\u00fcnstlerische Kriterien f\u00fcr die Teilnahme an der Ausstellung entscheidend waren, so lasse sich die Politik doch nicht g\u00e4nzlich ausklammern, meint Gur Arie.\n<\/p>\n<p class=\"text\">\n&#8222;Menschen sind Menschen&#8220;, sagt sie: &#8222;Sie haben ihre Erinnerungen, sie haben ihre Identit\u00e4t. Deshalb geht es in ihren Themen immer auch irgendwie um Politik. Aber f\u00fcr mich ist es mehr als das. Seit ich Kuratorin bin, glaube ich daran, dass wir es nur durch Kunst schaffen k\u00f6nnen.&#8220;\n<\/p>\n<p class=\"text\">\nDas Motto der 15. Ostrale &#8222;Never Grey&#8220; sieht die Kuratorin als einen Aufruf zum Dialog. Mit der Gedenkst\u00e4tte Bautzner Stra\u00dfe bespielt die Ostrale auch eine Au\u00dfenstelle. Genug Stoff f\u00fcr Dialoge gibt es an beiden Orten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ab dem 7. 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