{"id":172884,"date":"2025-06-07T23:40:28","date_gmt":"2025-06-07T23:40:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/172884\/"},"modified":"2025-06-07T23:40:28","modified_gmt":"2025-06-07T23:40:28","slug":"die-ueberpruefungszyklen-ministere-de-leurope-et-des-affaires-etrangeres-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/172884\/","title":{"rendered":"Die \u00dcberpr\u00fcfungszyklen &#8211; Minist\u00e8re de l\u2019Europe et des Affaires \u00e9trang\u00e8res"},"content":{"rendered":"<p>\t\tDer \u00dcberpr\u00fcfungszyklus 2022-2026<\/p>\n<p><strong>Der Vertrag \u00fcber die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NVV) ist und bleibt der Eckpfeiler unserer kollektiven Sicherheitsarchitektur. Er kann nur durch realistische und konkrete Ma\u00dfnahmen im Rahmen eines ausgewogenen Ansatzes f\u00fcr die drei S\u00e4ulen des Vertrags gest\u00e4rkt werden.<\/strong><\/p>\n<p>Unser Fahrplan f\u00fcr die n\u00e4chste \u00dcberpr\u00fcfungskonferenz umfasst folgende Punkte\u00a0:<\/p>\n<ul class=\"spip\">\n<li><strong>Eine klare und entschiedene Reaktion auf alle Proliferationskrisen<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Verbreitung von Kernwaffen und ihrer Tr\u00e4gersysteme stellt nach wie vor eine Bedrohung des internationalen Friedens und der internationalen Sicherheit dar.<\/p>\n<p>Eine L\u00f6sung der Nordkorea-Krise steht im Mittelpunkt unserer Priorit\u00e4ten. Die nukleare und ballistische Bedrohung durch Nordkorea ist inakzeptabel. Nordkorea muss eine vollst\u00e4ndige, \u00fcberpr\u00fcfbare und irreversible Einstellung seiner Nuklear- und Raketenprogramme entsprechend den Resolutionen des VN-Sicherheitsrats vornehmen.<\/p>\n<p>In Zusammenarbeit mit seinen Partnern setzt sich Frankreich auch f\u00fcr eine diplomatische L\u00f6sung der iranischen Proliferationskrise ein. Der Iran muss die seit 2019 ohne glaubw\u00fcrdige zivile Begr\u00fcndung vorangetriebene nukleare Eskalation beenden, zur vollst\u00e4ndigen Einhaltung seiner nuklearen Verpflichtungen und Zusagen zur\u00fcckkehren und uneingeschr\u00e4nkt mit der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) zusammenarbeiten.<\/p>\n<ul class=\"spip\">\n<li><strong>Vorantreiben einer realistischen, schrittweise erfolgenden nuklearen Abr\u00fcstung<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Nukleare Abr\u00fcstung braucht Geduld, Ausdauer und Realismus. Sie erfordert einen kooperativen Ansatz und die Ber\u00fccksichtigung der Sicherheitsinteressen aller Beteiligten. Frankreich hat im Bereich der nuklearen Abr\u00fcstung eine beispiellose Bilanz vorzuweisen. Wie der franz\u00f6sische Staatspr\u00e4sident am 7. Februar 2020 erneut deutlich gemacht hat, verfolgt Frankreich mehrere Priorit\u00e4ten\u00a0:<\/p>\n<ul class=\"spip\">\n<li>\n<ul class=\"spip\">\n<li><strong>Verhandlungen \u00fcber einen Vertrag \u00fcber das Verbot der Herstellung von spaltbarem Material f\u00fcr Kernwaffen oder andere Kernsprengk\u00f6rper (FMCT)<\/strong> im Rahmen der Abr\u00fcstungskonferenz auf Grundlage des Shannon-Mandats sind ein unverzichtbarer und unersetzlicher Schritt f\u00fcr konkreten Fortschritt in Richtung einer kernwaffenfreien Welt.<\/li>\n<li><strong>Das Inkrafttreten des Vertrags \u00fcber ein umfassendes Verbot von Nuklearversuchen (CTBT)<\/strong> ist nach wie vor von essenzieller Bedeutung\u00a0: ein unerl\u00e4sslicher Hebel, um die Entwicklung neuer Waffen zu verhindern. Frankreich ruft alle Staaten, die dies noch nicht getan haben, insbesondere die sogenannten Anhang-II-Staaten, dazu auf, den CTBT zu unterzeichnen und zu ratifizieren.<\/li>\n<li>Die Fortsetzung der Arbeiten zur <strong>Verifizierung der nuklearen Abr\u00fcstung<\/strong> zwischen Kernwaffenstaaten und Nichtkernwaffenstaaten dient der Vertrauensst\u00e4rkung zwischen den Vertragsstaaten des NVV. Frankreich ist aktives Mitglied der Internationale Partnerschaft f\u00fcr Verifikation nuklearer Abr\u00fcstung (International Partnership for Nuclear Disarmament Verification, IPNDV) und hat gemeinsam mit Deutschland die NuDiVe-\u00dcbung organisiert.<\/li>\n<li>Ebenfalls fortzusetzen sind die Bem\u00fchungen zur <strong>Verringerung der strategischen Risiken<\/strong> hinsichtlich des Einsatzes von Atomwaffen, basierend auf Transparenz der Nukleardoktrinen, Dialog zwischen politischen und milit\u00e4rischen Verantwortungstr\u00e4gern, den Instrumenten der Krisenkommunikation und den Ma\u00dfnahmen zur gegenseitigen R\u00fcckversicherung.<\/li>\n<li><strong>Frankreich gew\u00e4hrt allen Nichtkernwaffenstaaten, die Vertragsparteien des NVV sind und ihre Nichtverbreitungsverpflichtungen einhalten, negative Sicherheitsgarantien<\/strong>. Frankreich hat die Einrichtung kernwaffenfreier Zonen in Lateinamerika, der Pazifikregion, Afrika und Zentralasien unterst\u00fctzt und ist den diesbez\u00fcglichen Vertr\u00e4gen beigetreten. Es unterst\u00fctzt schon seit langem die Schaffung einer von Massenvernichtungswaffen und deren Tr\u00e4gersystemen freien Zone im Nahen Osten. Frankreich ist auch entschlossen, den Dialog mit ASEAN und den ASEAN-Mitgliedstaaten fortzusetzen, um die vollst\u00e4ndige Verwirklichung einer kernwaffenfreien Zone in S\u00fcdostasien zu erm\u00f6glichen.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul class=\"spip\">\n<li><strong>F\u00f6rderung einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Entwicklung der zivilen Kernenergie<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Die St\u00e4rkung der Zusammenarbeit im Bereich der zivilen Kernenergie ist eines der grundlegenden Ziele des NVV. Jeder Staat, der in redlicher Absicht nukleare Aktivit\u00e4ten f\u00fcr friedliche Zwecke verfolgt, muss die M\u00f6glichkeit haben, die Bestimmungen von Artikel IV des Vertrags in Anspruch zu nehmen, wobei strengste Standards in Bezug auf Nichtverbreitung, Sicherheit und Umweltschutz einzuhalten sind.<\/p>\n<p>Frankreich entwickelt strategische Partnerschaften mit einer Vielzahl von Staaten, die an der Entwicklung der Kernenergie interessiert sind. Die Bedingungen hierf\u00fcr sind durch zwischenstaatliche Abkommen (IGAs) genauestens geregelt. Bisher wurden 25 Partnerschaften dieser Art abgeschlossen.<\/p>\n<p><strong>Die Vorteile der Kernenergie<\/strong> decken ein \u00fcberaus breites Spektrum potenzieller Anwendungen in Bereichen wie Gesundheit, Umwelt, Landwirtschaft, Industrie oder Schutz des kulturellen Erbes ab. Frankreich unterst\u00fctzt die Bem\u00fchungen der IAEO in diesen Bereichen und wirbt anl\u00e4sslich der \u00dcberpr\u00fcfungskonferenz f\u00fcr konkrete Ma\u00dfnahmen, die zur Verwirklichung der Ziele f\u00fcr nachhaltige Entwicklung (SDGs) beitragen.<\/p>\n<p>Die <strong>St\u00e4rkung der nuklearen Sicherheit und Sicherung<\/strong> ist unabdingbare Voraussetzung f\u00fcr eine verantwortungsvolle und nachhaltige Entwicklung friedlicher Nutzungen von Kernenergie in der Welt. Frankreich unterst\u00fctzt die IAEO und verschiedene einschl\u00e4gige internationale Organisationen und Initiativen durch Bereitstellung seiner Expertise, die Organisation von Schulungen und Unterst\u00fctzungsma\u00dfnahmen sowie finanzielle Beitr\u00e4ge.<\/p>\n<p>Frankreich fordert alle Vertragsstaaten des NVV auf, ihre nationalen Ma\u00dfnahmen f\u00fcr nukleare Sicherheit und Sicherung mithilfe des wertvollen Instruments der Peer-Review-Missionen der IAEO einer externen Begutachtung zu unterziehen.<\/p>\n<ul class=\"spip\">\n<li><strong>F\u00f6rderung der Transparenz<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Frankreich misst den Bem\u00fchungen um Transparenz entsprechend den Anforderungen in Bezug auf Sicherheit und Nichtverbreitung gro\u00dfe Bedeutung bei. Diese Transparenzbem\u00fchungen gelten f\u00fcr alle drei S\u00e4ulen des NVV und dienen der Vertrauensbildung und -st\u00e4rkung zwischen den Vertragsstaaten, um die Umsetzung der Verpflichtungen aus dem Vertrag zu erleichtern und zu begleiten.<\/p>\n<p>Das Ziel Frankreichs f\u00fcr die n\u00e4chste NVV-\u00dcberpr\u00fcfungskonferenz ist klar\u00a0: <strong>die Autorit\u00e4t des NVV wahren und st\u00e4rken und dessen Bedeutung f\u00fcr die Zukunft unterstreichen.<\/strong><\/p>\n<p>\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/comite_preparatoire_cle81a1c1-a5209.jpg\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>Die erste Vorbereitungskommission (PrepCom) im Rahmen des \u00dcberpr\u00fcfungszyklus 2022\u20132026 des Vertrags \u00fcber die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NVV) fand unter Vorsitz von Botschafter Jarmo Viinanen (Finnland) vom 31. Juli bis 11. August 2023 in Wien statt. Wie am Ende der \u00dcberpr\u00fcfungskonferenz (RevCon) 2022 beschlossen, hatte zuvor bereits eine Arbeitsgruppe zur St\u00e4rkung des \u00dcberpr\u00fcfungsprozesses getagt.<\/p>\n<p>Im Vorfeld der PrepCom 2023 hatte Frankreich mehrere in Genf vertretene NVV-Vertragsstaaten zu einer Besichtigung der im R\u00fcckbau befindlichen fr\u00fcheren milit\u00e4risch genutzten Herstellungsanlage f\u00fcr spaltbares Material in Marcoule eingeladen. Der irreversible R\u00fcckbau dieser Anlagen ist ein Beleg f\u00fcr die nuklearen Abr\u00fcstungsbem\u00fchungen Frankreichs.<\/p>\n<p>Frankreich nahm aktiv an den Diskussionen teil und engagierte sich besonders beim Thema Transparenz. Es brachte ein Non-Paper ein, in dem der unrealistische Charakter des quantitativen Ansatzes unterstrichen und stattdessen ein qualitativer Ansatz mit einem speziellen Forum innerhalb des NVV und interaktiven Diskussionen im Vorfeld der dritten PrepCom empfohlen wird. In diesem Papier wird vorgeschlagen, dass i) bei den \u00dcberpr\u00fcfungskonferenzen systematisch gesonderte Sitzungen zur Pr\u00fcfung der nationalen Berichte der Kernwaffenstaaten und der Nichtkernwaffenstaaten vorgesehen werden und ii) im Rahmen der dritten PrepCom eine gesonderte Sitzung zur Konsultation der Nichtkernwaffenstaaten durch die Kernwaffenstaaten im Hinblick auf die Vorlage ihrer Berichte abgehalten wird.<\/p>\n<p>Trotz eines fast einhelligen Konsenses bei diesem Thema, das zudem integraler Bestandteil des Aktionsplans von 2010 ist, scheiterte die Verabschiedung substanzieller Empfehlungen zu Transparenz- und Rechenschaftsma\u00dfnahmen wegen des Widerstands von zwei Staaten.<\/p>\n<p>Die zweite Vorbereitungskommission (PrepCom) im Rahmen des \u00dcberpr\u00fcfungszyklus 2022\u20132026 des Vertrags \u00fcber die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NVV) fand unter Vorsitz von Botschafter Akhan Rakhmetullin (Kasachstan) vom 22. Juli bis 2. August 2024 in Genf statt.<\/p>\n<p>Frankreich bekr\u00e4ftigte erneut, dass <strong>sich nur durch einen in Schritte gegliederten Ansatz konkrete Abr\u00fcstungsergebnisse erzielen lassen, wobei die Priorit\u00e4t dem Inkrafttreten des Vertrags \u00fcber ein umfassendes Verbot von Nuklearversuchen (Comprehensive Nuclear Test-Ban Treaty, CTBT) und den Verhandlungen \u00fcber einen Vertrag \u00fcber das Verbot der Herstellung von spaltbarem Material f\u00fcr Kernwaffen oder andere Kernsprengk\u00f6rper (Fissile Material Cut-off Treaty, FMCT) im Rahmen der Abr\u00fcstungskonferenz<\/strong> gelten m\u00fcsse. Frankreich verwies nachdr\u00fccklich auf die <strong>Verschlechterung des strategischen Umfelds und die Erfordernisse im Zusammenhang mit den Proliferationskrisen<\/strong>, die weiterhin eine zentrale Sorge der internationalen Gemeinschaft darstellen. Es unterstrich erneut, wie wichtig es ist, den <strong>Sicherheitskontext und den \u201eGrundsatz der unverminderten Sicherheit f\u00fcr alle\u201c im Zuge der Abr\u00fcstung<\/strong> zu ber\u00fccksichtigen\u00a0; dar\u00fcber hinaus ist es von entscheidender Bedeutung, weiterhin auf <strong>eine verantwortungsvolle Entwicklung der zivilen Kernenergie<\/strong> hinzuarbeiten.<\/p>\n<p>Frankreich brachte sich besonders beim Thema Transparenz ein und organisierte u.a. gemeinsam mit der Delegation der Europ\u00e4ischen Union, Irland und Schweden ein Side-Event \u00fcber Transparenz. Diese Initiative hatte zum Ziel, Konsenspunkte aufzuzeigen, \u00fcber die Fortschritte erzielt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/conference_examen_2022_cle09c5e2-02a01.jpg\" alt=\"Office des Nations Unies \u00e0 Gen\u00e8ve\"\/><\/p>\n<p>Die 10. \u00dcberpr\u00fcfungskonferenz (RevCon) zum NVV fand unter Vorsitz des argentinischen Botschafters Gustavo Zlauvinen vom 1. bis 26. August 2022 in New York statt. Sie war gepr\u00e4gt von der Covid-19-Krise, die zur Verschiebung der Konferenz auf 2022 gef\u00fchrt hatte, und von der Verschlechterung des strategischen Umfelds durch den Angriffskriege Russlands gegen die Ukraine. Russland tr\u00e4gt die alleinige Verantwortung f\u00fcr das Nichtzustandekommen eines Abschlussdokuments bei dieser RevCon, alle anderen Parteien waren bereit, dem vorgelegten Entwurf zuzustimmen.<\/p>\n<p><strong>Frankreich blieb hinsichtlich der drei S\u00e4ulen des NVV in vollem Umfang mobilisiert\u00a0: <\/strong><\/p>\n<ul class=\"spip\">\n<li>Im Bereich der nuklearen Abr\u00fcstung setzte sich Frankreich weiterhin f\u00fcr eine realistische Agenda unter Ber\u00fccksichtigung des verschlechterten strategischen Umfelds ein, um schrittweise vorzugehen und erreichbare Elemente wie den CTBT und den FMCT in den Vordergrund zu stellen.<\/li>\n<li>Frankreich engagiert sich f\u00fcr die Bew\u00e4ltigung der Proliferationskrisen. Im Rahmen der Konferenz brachte es sich aktiv ein, indem es eine Ministererkl\u00e4rung der P3 zu Beginn der Konferenz, eine von 55 Staaten und der Europ\u00e4ischen Union unterst\u00fctzte Ukraine-Erkl\u00e4rung und eine von 79 Staaten unterst\u00fctzten Nordkorea-Erkl\u00e4rung koordinierte. Das aktive Engagement Frankreichs bei den Dossiers Nordkorea und Iran bezeugt sein Bem\u00fchen um die Auseinandersetzung mit den gro\u00dfen Proliferationskrisen und unterstreicht sein Bekenntnis zur zentralen Bedeutung und zum Primat des NVV.<\/li>\n<li>Frankreich setzte sich auch aktiv f\u00fcr die friedliche Nutzung der Kernenergie ein und unterst\u00fctzte insbesondere die Initiativen der IAEO, beispielsweise f\u00fcr energetische Anwendungen oder auch f\u00fcr den Einsatz nuklearer Technologien in den Bereichen Gesundheit, Agrar- und Ern\u00e4hrungswirtschaft, Umweltschutz und Erhaltung des Kulturerbes.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In dem Bem\u00fchen um Transparenz und im Einklang mit den bei der \u00dcberpr\u00fcfungskonferenz 2010 eingegangenen Verpflichtungen organisierte Frankreich auch ein \u00f6ffentliches Event zur Vorstellung seines nationalen Berichts.<\/p>\n<p>Vor der \u00dcberpr\u00fcfungskonferenz hatte Frankreich 40 bei der Abr\u00fcstungskonferenz akkreditierte Delegationen zu einer Besichtigung der fr\u00fcheren milit\u00e4risch genutzten Herstellungsanlagen f\u00fcr spaltbares Material in Pierrelatte und Marcoule eingeladen. Der irreversible R\u00fcckbau dieser Anlagen ist ein Beleg f\u00fcr die nuklearen Abr\u00fcstungsbem\u00fchungen Frankreichs.<\/p>\n<p>Die 9. \u00dcberpr\u00fcfungskonferenz (RevCon) zum NVV fand unter Vorsitz der algerischen Botschafterin Taous Feroukhi vom 27. April bis 22. Mai 2015 in New York statt.<\/p>\n<p>Trotz intensiver Beratungen ging die Konferenz <strong>mangels Konsens \u00fcber ein Abschlussdokument<\/strong> ergebnislos zu Ende. Die Polarisierung der Diskussionen, teilweise deutlich abgehoben vom strategischen Kontext, und die Uneinigkeit in der Frage einer kernwaffenfreien Zone im Nahen Osten verhinderten die Verabschiedung eines Abschlussdokuments.<\/p>\n<p>\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/conference_examen_2022-bis_cle46dd11-222b4.jpg\" alt=\"Jean-Hugues SIMON-MICHEL (Repr\u00e9sentant permanent aupr\u00e8s de la Conf\u00e9rence du D\u00e9sarmement, 2012-2015) ; H\u00e9l\u00e8ne DUCHENE (Directrice des affaires strat\u00e9giques, 2013-2016) ; David BERTOLOTTI (Sous-directeur du d\u00e9sarmement et de la non-prolif\u00e9ration nucl\u00e9aires, 2012-2015)\"\/><\/p>\n<p>In dem Bem\u00fchen um Transparenz organisierte Frankreich 2015 zwei Besichtigungen f\u00fcr die Vertreter der 45 Mitgliedstaaten der Abr\u00fcstungskonferenz\u00a0: am 16. April 2015 auf dem Luftwaffenst\u00fctzpunkt Luxeuil, dessen Nuklearstaffel im Einklang mit den von Frankreich eingegangenen Verpflichtungen zum Abbau der Nuklearstreitkr\u00e4fte aufgel\u00f6st wurde\u00a0; und am 18. April 2015 auf dem Plateau d\u2019Albion, einem seit 1996 stillgelegten ehemaligen Standort von Boden-Boden-Raketen.<\/p>\n<p>\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/conference_examen_2010_cle09d6ca-9b2ad.jpg\" alt=\"Eric DANON (Repr\u00e9sentant Permanent \u00e0 la Conf\u00e9rence du D\u00e9sarmement, 2008-2012)\"\/><\/p>\n<p>Die 8.  \u00dcberpr\u00fcfungskonferenz (RevCon) zum NVV fand vom 3. bis 28. Mai 2010 in New York statt. Sie erfolgte zu einem entscheidenden Zeitpunkt f\u00fcr das nukleare Nichtverbreitungsregime, der von zahlreichen Herausforderungen, allen voran durch die Proliferationskrisen in Nordkorea und Iran, gepr\u00e4gt war.<\/p>\n<p>Die Vertragsstaaten des NVV verabschiedeten zum ersten Mal per Konsens einen Aktionsplan mit 64 konkreten Ma\u00dfnahmen zu den drei S\u00e4ulen des Vertrags (nukleare Nichtverbreitung, Abr\u00fcstung und friedliche Nutzung der Kernenergie) und zur Nahostproblematik.<\/p>\n<p><strong>Frankreich engagierte sich mit ganzer Kraft f\u00fcr den Erfolg der \u00dcberpr\u00fcfungskonferenz im Mai 2010<\/strong>. Diese Konferenz war ein wichtiger Schritt in den Bem\u00fchungen der internationalen Gemeinschaft zur St\u00e4rkung des internationalen nuklearen Nichtverbreitungsregimes und unseres kollektiven Sicherheitssystems. Angesichts zahlreicher Herausforderungen f\u00fcr den NVV <strong>erm\u00f6glichte die Konferenz eine gest\u00e4rkte Unterst\u00fctzung des Vertrags durch die internationale Gemeinschaft<\/strong>.<\/p>\n<p>Im Bereich der <strong>Abr\u00fcstung <\/strong> entsprachen die getroffenen Beschl\u00fcsse unserem Wunsch, vor allem konkrete und realistische Schritte voranzutreiben. Sie ber\u00fccksichtigten die drei Priorit\u00e4ten des im M\u00e4rz 2008 vom franz\u00f6sischen Staatspr\u00e4sidenten vorgeschlagenen Aktionsplans von Cherbourg wie auch des europ\u00e4ischen Aktionsplans zur Abr\u00fcstung\u00a0: Fortsetzung des amerikanisch-russischen Abr\u00fcstungsprozesses, Inkrafttreten des CTBT und Verhandlungen zum FMCT. Sie betonten auch, wie von uns gew\u00fcnscht, die Bedeutung von Vertrauen und Transparenz. Frankreich bedauerte jedoch, dass der von den Vertragsstaaten gebilligte Plan nicht ambitionierter ausgefallen war hinsichtlich des Moratoriums f\u00fcr die Herstellung von waffenf\u00e4higem spaltbarem Material (das von vier Kernwaffenstaaten bereits umgesetzt wurde) und der Anmahnung der erforderlichen Anstrengungen aller Staaten in s\u00e4mtlichen Abr\u00fcstungsbereichen.<\/p>\n<p>Im Bereich der <strong>nuklearen Nichtverbreitung<\/strong> h\u00e4tte Frankreich sich ambitioniertere Formulierungen gew\u00fcnscht. Frankreich bedauerte auch die Nichtbehandlung der wichtigen Frage des R\u00fcckzugs aus dem NVV. Positiv bewertet wurde hingegen, dass der Text zur Nichtverbreitung alle Staaten, die dies noch nicht getan hatten, zum Abschluss eines Zusatzprotokolls aufforderte. Dar\u00fcber hinaus wurde in diesem Text auch die gebotene Einhaltung der Nichtverbreitungsverpflichtungen unterstrichen und dazu aufgerufen, auf Verst\u00f6\u00dfe gegen die IAEO-Sicherungsabkommen zu reagieren und mit der IAEO zusammenzuarbeiten.<\/p>\n<p>Das Abschlussdokument enthielt au\u00dferdem mehrere Ma\u00dfnahmen zur F\u00f6rderung einer <strong>verantwortungsvollen Entwicklung der zivilen Kernenergie<\/strong>, die an die im M\u00e4rz 2010 von Frankreich organisierte Konferenz in Paris zu diesem Thema ankn\u00fcpften.<\/p>\n<p>Die Annahme eines spezifischen Textes \u00fcber den Nahen Osten, der konkrete Schritte anvisierte, darunter insbesondere eine urspr\u00fcnglich f\u00fcr 2012 geplante Konferenz zur Umsetzung der Resolution von 1995, er\u00f6ffnete eine positive Perspektive.<\/p>\n<p>Stand\u00a0: April 2025<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der \u00dcberpr\u00fcfungszyklus 2022-2026 Der Vertrag \u00fcber die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NVV) ist und bleibt der Eckpfeiler unserer kollektiven&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":172885,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,54050,54051,508,548,663,158,3934,3935,3980,13,14,15,54052,12],"class_list":{"0":"post-172884","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-diplomate","11":"tag-diplomates","12":"tag-diplomatie","13":"tag-eu","14":"tag-europa","15":"tag-europaeische-union","16":"tag-europe","17":"tag-european-union","18":"tag-france","19":"tag-headlines","20":"tag-nachrichten","21":"tag-news","22":"tag-quai-d","23":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114644728168218922","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/172884","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=172884"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/172884\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/172885"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=172884"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=172884"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=172884"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}