{"id":173285,"date":"2025-06-08T03:31:20","date_gmt":"2025-06-08T03:31:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/173285\/"},"modified":"2025-06-08T03:31:20","modified_gmt":"2025-06-08T03:31:20","slug":"ermittlungen-nach-betrugsvorwurf-gegen-tiervermarkter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/173285\/","title":{"rendered":"Ermittlungen nach Betrugsvorwurf gegen Tiervermarkter"},"content":{"rendered":"<p>Nach Vorw\u00fcrfen gegen einen Viehvermarkter, bei dem die Papiere von mehr als 1.100 Rindern vor der Einlieferung in Schlachth\u00f6fe manipuliert worden sein sollen, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Bielefeld. Bereits Mitte M\u00e4rz sei ein Verfahren wegen des Verdachts des Versto\u00dfes gegen das Lebensmittel-, Bedarfsgegenst\u00e4nde- und Futtermittelgesetzbuch eingeleitet worden, teilte eine Sprecherin auf Anfrage mit. Zur Anzahl der Beschuldigten oder zum genauen Stand der Ermittlungen wurden keine Angaben gemacht. Die Raiffeisen Viehzentrale (RVZ) hatte die Staatsanwaltschaft selbst eingeschaltet.\u00a0 <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n              Falsche Haltungsstufe angegeben <\/p>\n<p>Nach fr\u00fcheren Angaben der RVZ sind die Rinder zwischen November 2023 und Januar 2024 \u201ef\u00e4lschlich als Tiere der Haltungsform 3 (HF 3) deklariert\u201c worden. In der Folge kamen so nach einem Bericht der \u201eS\u00fcddeutschen Zeitung\u201c von Mitte April mutma\u00dflich mehrere Hundert Tonnen falsch deklariertes Fleisch und falsch deklarierte Wurst in den Handel.\u00a0 <\/p>\n<p>Die Haltungsform ist ein freiwilliges Kennzeichnungssystem f\u00fcr Fleisch und verarbeitete Produkte von Schwein, Rind und Gefl\u00fcgel. Es gibt vier Stufen mit wachsenden Anforderungen an die Haltung der Tiere.\u00a0 <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n              Betrieb im M\u00fcnsterland betroffen <\/p>\n<p>Der Vorfall betreffe die Gesellschaft RVG mit Sitz im M\u00fcnsterland, die nach der Fusion mit der Viehzentrale S\u00fcdwest in der RVZ mit Sitz im baden-w\u00fcrttembergischen Wolpertshausen aufgegangen sei. Kontrolleure der bundesweit f\u00fcr Qualit\u00e4tssicherung in der Fleischwirtschaft zust\u00e4ndigen QS Qualit\u00e4t und Sicherheit GmbH hatten die Manipulationen aufgedeckt.\u00a0 <\/p>\n<p>Die RVZ hatte die Wirtschaftspr\u00fcfungsgesellschaft KPMG eingeschaltet und deren Gutachten an die Staatsanwaltschaft \u00fcbermittelt. Laut der Expertise gab es offensichtliche wiederkehrende T\u00e4uschungsmuster in insgesamt 43 F\u00e4llen, die ma\u00dfgeblich mit zwei RVZ-Mitarbeitern zusammenhingen. Diese hatten demnach Zugriff auf Lieferpapiere und Standarderkl\u00e4rungen zu Lebensmittelketten-Informationen und waren in der Lage, diese zu manipulieren. Gegen den mutma\u00dflich verantwortlichen Mitarbeiter hat die RVZ arbeitsrechtliche Ma\u00dfnahmen eingeleitet, hatte der Viehvermarkter erkl\u00e4rt.\u00a0 <\/p>\n<p>          &#13;<br \/>\n              Nur Rinder betroffen <\/p>\n<p>Es seien keine anderen Tiergattungen (L\u00e4mmer, Schafe, Schweine) betroffen gewesen, teilte die RVZ weiter mit. Au\u00dferdem sei weder ihr ein Schaden noch ein finanzieller Vorteil durch die T\u00e4uschungen der mutma\u00dflich beteiligten Mitarbeiter entstanden. \u201eDie Tochterunternehmen und Beteiligungen der RVZ waren zu keinem Zeitpunkt in die Vorg\u00e4nge involviert.\u201c\u00a0 <\/p>\n<p>Die RVZ zog eigenen Angaben zufolge Konsequenzen. Das Qualit\u00e4tsmanagement wurde demnach \u00fcberarbeitet, Abl\u00e4ufe in der Lieferkette neu strukturiert, und die Haltungsformen wurden durchgehend digital erfasst, kontrolliert und dokumentiert, hatte das Unternehmen mitgeteilt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach Vorw\u00fcrfen gegen einen Viehvermarkter, bei dem die Papiere von mehr als 1.100 Rindern vor der Einlieferung in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":173286,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1841],"tags":[36814,6925,1605,3364,29,30,56944,177,702,1209,25151,2631,9326,625],"class_list":{"0":"post-173285","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bielefeld","8":"tag-agrar","9":"tag-baden-wrttemberg","10":"tag-bielefeld","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-haltungsform","15":"tag-kriminalitt","16":"tag-lebensmittel","17":"tag-nordrhein-westfalen","18":"tag-rinder","19":"tag-tier","20":"tag-updateme","21":"tag-verbraucher"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114645636394081751","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/173285","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=173285"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/173285\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/173286"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=173285"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=173285"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=173285"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}