{"id":173502,"date":"2025-06-08T05:37:13","date_gmt":"2025-06-08T05:37:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/173502\/"},"modified":"2025-06-08T05:37:13","modified_gmt":"2025-06-08T05:37:13","slug":"hamburg-schleswig-holstein-erste-staedte-wollen-nachtfahrverbot-fuer-maehroboter-einfuehren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/173502\/","title":{"rendered":"Hamburg &#038; Schleswig-Holstein: Erste St\u00e4dte wollen Nachtfahrverbot f\u00fcr M\u00e4hroboter einf\u00fchren"},"content":{"rendered":"<p>                    Hamburg &amp; Schleswig-Holstein<br \/>\n                Erste St\u00e4dte wollen Nachtfahrverbot f\u00fcr M\u00e4hroboter einf\u00fchren<\/p>\n<p>\t\t\t\t              08.06.2025, 06:03 Uhr<\/p>\n<p><strong>M\u00e4hroboter gef\u00e4hrden Igel und viele andere Kleintiere. Natursch\u00fctzer fordern daher ein Nachtfahrverbot f\u00fcr die Maschinen. Erste St\u00e4dte im Norden arbeiten an einer Regelung.<\/strong><\/p>\n<p>Kiel (dpa\/lno) &#8211; Um Igel und andere Kleintiere besser zu sch\u00fctzen, planen mehrere St\u00e4dte in Schleswig-Holstein ein Nachtfahrverbot f\u00fcr M\u00e4hroboter. Die Stadt Bad Oldesloe (Kreis Stormarn) hat im Mai einen entsprechenden Beschluss gefasst. Auch die Hansestadt L\u00fcbeck beabsichtigt ein Verbot. Damit folgen sie dem Beispiel anderer St\u00e4dte wie etwa K\u00f6ln und Leipzig.<\/p>\n<p>&#8222;Es gibt wenig vern\u00fcnftige Gr\u00fcnde, M\u00e4hroboter nachts laufen zu lassen&#8220;, sagt der B\u00fcrgermeister von Bad Oldesloe, J\u00f6rg Lembke, auf dpa-Anfrage. Der Umweltausschuss der Stadt habe den Erlass einer Richtlinie beschlossen. Im Sommer solle dar\u00fcber in den Gremien beraten werden. &#8222;Das werden wir abwarten und sie dann zur Entscheidung vorlegen&#8220;, k\u00fcndigte Lembke an. Mit einem Flugblatt an alle Haushalte wolle die Stadt zudem alle B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger \u00fcber die Ma\u00dfnahme aufkl\u00e4ren.\u00a0<\/p>\n<p>L\u00fcbecks Umweltsenator richtet Appell an B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger<\/p>\n<p>Die Umweltbeh\u00f6rde der Hansestadt L\u00fcbeck pr\u00fcft zurzeit ebenfalls eine \u00f6rtliche Verbotsregel gegen den n\u00e4chtlichen Einsatz der M\u00e4hroboter, erkl\u00e4rt Ludger Hinsen, Senator f\u00fcr Umwelt, Sicherheit und Ordnung der Hansestadt. Schon jetzt appelliert er an die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, M\u00e4hroboter nur tags\u00fcber in Betrieb zu nehmen. &#8222;So k\u00f6nnen wir gemeinsam dazu beitragen, unsere kleinen Nachtschw\u00e4rmer zu sch\u00fctzen&#8220;, erkl\u00e4rt Hinsen, das sei auch aus artenschutzrechtlicher Sicht sinnvoll.\u00a0<\/p>\n<p>Die Landeshauptstadt Kiel erkl\u00e4rte auf dpa-Anfrage, sie plane aktuell keine solche Regelung. In Schwarzenbek (Kreis Herzogtum Lauenburg) hat die Politik ebenfalls \u00fcber ein Verbot diskutiert. Die Stadt plant nun, die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger dar\u00fcber zu informieren, wie man Igel und andere Kleintiere besser sch\u00fctzen kann.<\/p>\n<p>F\u00fcr nachtaktive Tiere stelle der Einsatz von M\u00e4hrobotern eine gro\u00dfe Gefahr dar, erl\u00e4utert L\u00fcbecks Umweltsenator Hinsen. Viele Amphibien, Eidechsen und kleine nachtaktive Tiere zeigten kein Fluchtverhalten \u2013 Igel beispielsweise rollten sich im Vertrauen auf ihre Stacheln zu einer Kugel zusammen. Die meisten M\u00e4hroboter w\u00fcrden diese kleineren, im Gras liegenden Tiere nicht als Hindernis erkennen. Dadurch komme es zu Verletzungen unterschiedlicher Schwere, darunter Schnittwunden oder abgetrennte Gliedma\u00dfen.\u00a0<\/p>\n<p>Umweltverb\u00e4nde lehnen M\u00e4hroboter generell ab<\/p>\n<p>Umweltsch\u00fctzer fordern deshalb seit l\u00e4ngerer Zeit ein Nachtfahrverbot f\u00fcr M\u00e4hroboter. Damit lasse sich ganz viel erreichen, sagt die Sprecherin des Bundes f\u00fcr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Schleswig-Holstein, Sina Clorius. Ihre Organisation lehne M\u00e4hroboter generell ab.\u00a0<\/p>\n<p>Auch der Naturschutzbund (Nabu) Schleswig-Holstein r\u00e4t dazu, den Einsatz von M\u00e4hrobotern in Hausg\u00e4rten kritisch zu hinterfragen und m\u00f6glichst ganz darauf zu verzichten, sagt Sprecherin Eva Krautter. Denn selbst mit hoch eingestelltem M\u00e4hwerk m\u00e4hten die M\u00e4hroboter das Gras viel zu kurz, so dass die Fl\u00e4chen bei vermehrter Trockenheit schnell austrockneten.<\/p>\n<p>&#8222;Regelungen zu M\u00e4hrobotern liegen in der Zust\u00e4ndigkeit der Kommunen&#8220;, sagt Carolin Wahnbaeck, die Sprecherin des Umweltministeriums in Schleswig-Holstein. &#8222;Hier ist vor allem Aufkl\u00e4rung gefragt: Denn nachts fahrende M\u00e4hroboter st\u00f6ren Arten wie den Igel, dessen Best\u00e4nde in Schleswig-Holstein leider abnehmen. Daher sollten die Ger\u00e4te nachts im Schuppen bleiben&#8220;, sagt sie.\u00a0<\/p>\n<p>Nicht nur Igel, sondern auch Amphibien, Insekten und s\u00e4mtliche Kleintiere am Boden werden von den scharfen Messern der M\u00e4hroboter verletzt oder get\u00f6tet. Zudem w\u00fcrden reine Rasenfl\u00e4chen das Verschwinden der Artenvielfalt bef\u00f6rdern, sagen Umweltverb\u00e4nde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hamburg &amp; Schleswig-Holstein Erste St\u00e4dte wollen Nachtfahrverbot f\u00fcr M\u00e4hroboter einf\u00fchren 08.06.2025, 06:03 Uhr M\u00e4hroboter gef\u00e4hrden Igel und viele&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":173503,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[29,12393,30,692,5311,5318,1971,9182],"class_list":{"0":"post-173502","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-deutschland","9":"tag-erste","10":"tag-germany","11":"tag-hamburg","12":"tag-maehroboter","13":"tag-nachtfahrverbot","14":"tag-schleswig-holstein","15":"tag-staedte"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114646131973064350","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/173502","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=173502"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/173502\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/173503"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=173502"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=173502"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=173502"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}