{"id":174261,"date":"2025-06-08T12:42:09","date_gmt":"2025-06-08T12:42:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/174261\/"},"modified":"2025-06-08T12:42:09","modified_gmt":"2025-06-08T12:42:09","slug":"trump-schickt-nationalgarde-wie-kam-es-zur-eskalation-in-los-angeles","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/174261\/","title":{"rendered":"Trump schickt Nationalgarde: Wie kam es zur Eskalation in Los Angeles?"},"content":{"rendered":"<p>                    <strong>faq<\/strong><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 08.06.2025 13:49 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Gegen den Willen des Gouverneurs von Kalifornien schickt US-Pr\u00e4sident Trump die Nationalgarde nach Los Angeles. Ausl\u00f6ser sind Proteste gegen Abschiebungen durch Bundesbeh\u00f6rden. Was bedeutet die Eskalation?<\/strong>\n    <\/p>\n<p>    Was geschah in Los Angeles?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn Los Angeles protestieren bereits seit Freitag Menschen gegen das Vorgehen der Einwanderungsbeh\u00f6rde ICE: Bei den Razzien waren in mehreren Stadtvierteln Dutzende Migrantinnen und Migranten ohne g\u00fcltige Papiere festgenommen worden &#8211; sie sollen demn\u00e4chst abgeschoben werden. Daraufhin verfolgten aufgebrachte Menschen einen ICE-Fahrzeugkonvoi, das US-Heimatschutzministerium sprach au\u00dferdem von direkten Angriffen auf ICE-Beamte. Etwa 1.000 Demonstrierende sollen demnach an den Angriffen beteiligt gewesen sein. Sp\u00e4ter versammelten sich Menschen auf den Stra\u00dfen, um die Freilassung der Festgenommenen zu fordern. Die Kundgebung wurde von der Polizei aufgel\u00f6st, wobei es teils gewaltsame Auseinandersetzungen gab.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBei den weiteren Protesten kam es ebenfalls zu Gewalt zwischen Polizei und Demonstranten: W\u00e4hrend einige Demonstrierende Gegenst\u00e4nde anz\u00fcndeten oder Polizistinnen und Polizisten mit Eiern und Steinen bewarfen, setzten Beamte Tr\u00e4nengas, Blendgranaten und Gummigeschosse ein. Zahlreiche Menschen wurden festgenommen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nW\u00e4hrend das Heimatschutzministerium von &#8222;normalen Abschiebeeins\u00e4tzen&#8220; sprach, distanzierten sich die B\u00fcrgermeisterin von Los Angeles, Karen Bass, und die \u00f6rtliche Polizei von dem teils drastischen Vorgehen der Einwanderungsbeh\u00f6rde. Bass verurteilte daher die Razzien. &#8222;Ich bin zutiefst emp\u00f6rt \u00fcber das, was geschehen ist&#8220;, erkl\u00e4rte sie. &#8222;Diese Taktiken verbreiten Schrecken in unseren Gemeinden und st\u00f6ren grundlegende Sicherheitsprinzipien in unserer Stadt. Wir werden das nicht hinnehmen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBass und die Polizei erkl\u00e4rten, wie gehabt in ihrem Zust\u00e4ndigkeitsbereich nicht mit der Bundesbeh\u00f6rde zusammenzuarbeiten, sondern &#8222;normale Abschiebungen&#8220; zu erm\u00f6glichen. So verhalten sich viele von den Demokraten kontrollierte Stadtverwaltungen in den USA &#8211; wohingegen die Republikaner die von Trump angek\u00fcndigten Massenabschiebungen umsetzen wollen.\u00a0<\/p>\n<p>    Wie reagiert die US-Regierung?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUS-Pr\u00e4sident Donald Trump k\u00fcndigte an, zur Eind\u00e4mmung der Proteste 2.000 Soldatinnen und Soldaten der Nationalgarde nach Los Angeles zu schicken. Diese sollten der &#8222;Gesetzlosigkeit&#8220; im Raum Los Angeles ein Ende bereiten, erkl\u00e4rte die Sprecherin des Wei\u00dfen Hauses, Karoline Leavitt. Trump werde als Oberbefehlshaber daf\u00fcr sorgen, dass die Gesetze der Vereinigten Staaten durchgesetzt w\u00fcrden. In der offiziellen Bekanntmachung hie\u00df es, die Nationalgarde werde 60 Tage im Einsatz sein oder so lange, wie es der Verteidigungsminister f\u00fcr n\u00f6tig halte. Medienberichten zufolge soll der Einsatz der Nationalgarde z\u00fcgig geschehen &#8211; binnen 24 Stunden sollen die Soldaten in Los Angeles durchgreifen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVerteidigungsminister Pete Hegseth k\u00fcndigte au\u00dferdem an, bei Bedarf k\u00f6nnten auch in Kalifornien stationierte Marineinfanteristen der Streitkr\u00e4fte mobilisiert werden. &#8222;Sie sind in hoher Alarmbereitschaft&#8220;, schrieb er auf der Plattform X.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nJustizministerin Pam Bondi warnte auf X, wer Sicherheitskr\u00e4fte behindere oder angreife, m\u00fcsse mit Strafverfolgung rechnen. Auch FBI-Direktor Kash Patel drohte mit einem Einsatz seiner Agenten. Trumps stellvertretender Stabschef, der Hardliner Stephen Miller, sprach gar von einem &#8222;gewaltsamen Aufstand&#8220; gegen die Staatsgewalt. Er begr\u00fc\u00dfte den Einsatz der Nationalgarde und schrieb auf X: &#8222;Wir werden uns Amerika zur\u00fcckholen&#8220;.<\/p>\n<p>    Was ist die Nationalgarde und wer kann sie mobilisieren?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Nationalgarde ist eine milit\u00e4rische Reserveeinheit und Teil der US-Streitkr\u00e4fte. In den USA haben im Normalfall die Bundesstaaten die Kontrolle \u00fcber die Nationalgarde. Diese kann etwa bei Waldbr\u00e4nden, Wirbelst\u00fcrmen, \u00dcberflutungen oder Unruhen im Inneren eingesetzt werden. Sie steht dann dem Befehl des jeweiligen Gouverneurs. Der Pr\u00e4sident kann theoretisch ebenfalls das Kommando \u00fcber die Nationalgarden \u00fcbernehmen, allerdings nur im \u00e4u\u00dfersten Notfall von nationalem Ausma\u00df &#8211; etwa bei Krieg oder im Falle einer nationalen Katastrophe. Dabei ist laut US-Medien nicht ganz klar, ob es in diesen F\u00e4llen in letzter Instanz nicht dennoch des Befehls des jeweiligen Gouverneurs bedarf.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZuletzt hatte Trump die Nationalgarde w\u00e4hrend seiner ersten Amtszeit im Jahr 2020 mobilisiert: Damals haben Menschen nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd in Minneapolis bei Massendemonstrationen USA-weit gegen Polizeigewalt protestiert. Allerdings gaben damals letztendlich die Gouverneure den letzten Befehl f\u00fcr den Einsatz &#8211; und nicht alle setzten Trumps Bitte um.<\/p>\n<p>    Was sagen Kaliforniens Politiker dazu?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer Gouverneur von Kalifornien, der Demokrat Gavin Newsom, kritisierte die Ank\u00fcndigungen von Trump, die Nationalgarde nach Los Angeles zu entsenden, scharf. Er erkl\u00e4rte, mit diesem Schritt heize die Regierung des Republikaners die Lage absichtlich an und nehme eine weitere Eskalation billigend in Kauf. Ein solcher Einsatz sei nicht Aufgabe der Nationalgarde des Bundesstaats &#8222;und wird das Vertrauen der \u00d6ffentlichkeit ersch\u00fcttern&#8220;, warnte er. Es gebe keinen Mangel an Sicherheitskr\u00e4ften, die Bundesregierung wolle schlicht &#8222;ein Spektakel&#8220; inszenieren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuf die Aussagen von Minister Hegseth, bei Bedarf die US-Armee mobilisieren zu wollen, reagierte Newsom entsetzt. Der Verteidigungsminister drohe damit, Soldaten &#8222;auf amerikanischem Boden gegen die eigenen B\u00fcrger einzusetzen&#8220;, schrieb er auf X. &#8222;Das ist geistesgest\u00f6rtes Verhalten.&#8220; Newsom appellierte an die Demonstranten, friedlich zu bleiben und der Regierung keinen Vorwand zu bieten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEiner der beiden kalifornischen US-Senatoren, Adam Schiff, nannte den Einsatz der Nationalgarde gegen den Willen des Gouverneurs &#8222;beispiellos&#8220;. Damit solle Chaos gestiftet und eine Eskalation herbeigef\u00fchrt werden. Er forderte ein Ende der Gewalt &#8211; es gebe nichts, &#8222;was Pr\u00e4sident Trump sich mehr w\u00fcnschen w\u00fcrde, als gewaltsame Zusammenst\u00f6\u00dfe mit Demonstranten&#8220;, um den Einsatz des Milit\u00e4rs oder eine Form des Kriegsrechts zu rechtfertigen, warnte Schiff auf X.<\/p>\n<p>    Warum Los Angeles und warum will Trump so hart durchgreifen?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEin erheblicher Anteil der Einwohnerinnen und Einwohner von Los Angeles hat hispanische Wurzeln oder ist im Ausland geboren. Die Stadt ist au\u00dferdem eine Hochburg der Demokraten, ebenso wie der Bundesstaat Kalifornien insgesamt. Gouverneur Newsom ist einer der prominentesten Vertreter der Partei. Er ist ein Rivale Trumps und wird regelm\u00e4\u00dfig als potenzieller Pr\u00e4sidentschaftskandidat gehandelt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBislang hat Newsom einen offenen Konflikt mit Trump vermieden, wobei der US-Pr\u00e4sident immer wieder pers\u00f6nliche Angriffe gegen ihn startet. So hatte Trump Newsom etwa Anfang des Jahres vorgeworfen, die verheerenden Waldbr\u00e4nde um und in Los Angeles katastrophal zu managen. Im j\u00fcngsten Post auf der Plattform Truth Social nannte er den Demokraten nun ver\u00e4chtlich &#8222;Newscum&#8220; &#8211; eine Abwandlung von Newsoms Namen, die das englische Wort &#8222;scum&#8220; &#8211; &#8222;Abschaum&#8220; &#8211; beinhaltet. &#8222;Wenn Gouverneur Gavin Newscum aus Kalifornien und B\u00fcrgermeisterin Karen Bass aus Los Angeles ihre Arbeit nicht tun k\u00f6nnen &#8211; und jeder wei\u00df, dass sie dazu nicht in der Lage sind -, dann wird die Bundesregierung eingreifen und das Problem &#8211; Unruhen und Pl\u00fcnderungen &#8211; so l\u00f6sen, wie es gel\u00f6st werden sollte!!!&#8220;, schrieb der US-Pr\u00e4sident.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"faq Stand: 08.06.2025 13:49 Uhr Gegen den Willen des Gouverneurs von Kalifornien schickt US-Pr\u00e4sident Trump die Nationalgarde nach&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":174262,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[13,2847,7893,14,47757,15,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-174261","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-headlines","9":"tag-kalifornien","10":"tag-los-angeles","11":"tag-nachrichten","12":"tag-nationalgarde","13":"tag-news","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-top-news","16":"tag-top-meldungen","17":"tag-topmeldungen","18":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114647803084608905","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/174261","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=174261"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/174261\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/174262"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=174261"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=174261"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=174261"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}