{"id":174403,"date":"2025-06-08T14:03:10","date_gmt":"2025-06-08T14:03:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/174403\/"},"modified":"2025-06-08T14:03:10","modified_gmt":"2025-06-08T14:03:10","slug":"justizministerin-will-klare-altersgrenze-fuer-social-media","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/174403\/","title":{"rendered":"Justizministerin will klare Altersgrenze f\u00fcr Social Media"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 08.06.2025 14:27 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Sollten Instagram oder TikTok erst ab einem bestimmten Alter nutzbar sein? Ja, meint Bundesjustizministerin Hubig. Es gehe um Schutz statt Selbstdarstellungsdruck. Auch ein Handyverbot an Schulen wird weiter diskutiert.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBundesjustizministerin Stefanie Hubig hat sich f\u00fcr eine Altersgrenze bei sozialen Medien ausgesprochen. Eine klare und vor allem wirksame Altersgrenze f\u00fcr die Nutzung sozialer Medien sch\u00fctze Kinder in ihrer Privatsph\u00e4re und f\u00f6rdere zudem eine gesunde Entwicklung, sagte die SPD-Politikerin der Nachrichtenagentur dpa. &#8222;Kinder und Jugendliche brauchen Schutz statt Selbstdarstellungsdruck.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEine Erleichterung w\u00e4re das nach Einsch\u00e4tzung der Ministerin auch f\u00fcr Eltern, die dann nicht mehr Tag f\u00fcr Tag mit ihren Kindern \u00fcber deren Aktivit\u00e4ten auf Social Media diskutieren m\u00fcssten. Erste Erfahrungen auch in anderen L\u00e4ndern deuteten darauf hin, dass sich eine solche Einschr\u00e4nkung positiv auf Kinder und Jugendliche in Schulen auswirke. Dort gebe es dann &#8222;weniger Mobbing, mehr Konzentration, sozialeres Miteinander&#8220;, so Hubig.<\/p>\n<p>    Australien hat Social Media erst ab 16<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAustralien hatte vergangenes Jahr als erstes Land <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/ozeanien\/australien-social-media-102.html\" title=\"Australien verbietet Social Media f\u00fcr Jugendliche unter 16\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">eine Altersbeschr\u00e4nkung f\u00fcr soziale Medien eingef\u00fchrt<\/a>. Dort gibt es TikTok, Instagram, Facebook und Co. nur noch ab 16 Jahren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch auf EU-Ebene wird das Thema diskutiert. So fordern Frankreich, Griechenland, Spanien und Belgien die EU-Kommission auf, L\u00f6sungen zu finden f\u00fcr ein Mindestalter f\u00fcr sozialen Medien.<\/p>\n<p>    &#8222;Als Staat haben wir unsere Schutzfunktion wirklich vernachl\u00e4ssigt&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSchleswig-Holsteins Ministerpr\u00e4sident Daniel G\u00fcnther bef\u00fcrwortet Social Media ab 16 Jahren. &#8222;Als Staat haben wir unsere Schutzfunktion in den vergangenen Jahren wirklich vernachl\u00e4ssigt&#8220;, sagte der CDU-Politiker der Bild am Sonntag. Es sei h\u00f6chste Zeit, dass alles getan werde, damit Unter-16-J\u00e4hrige &#8222;frei von Social Media in unserer Gesellschaft aufwachsen k\u00f6nnen&#8220;.<\/p>\n<p>    Handyverbot an Schulen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNeben einer Altersgrenze f\u00fcr soziale Medien ist auch die Handynutzung an Schulen immer wieder Thema. Einheitliche Regeln zur Handynutzung an Schulen gibt es in Deutschland nicht, da Schulen und Bildung in der Kompetenz der L\u00e4nder liegen. Sie m\u00fcssten sich auf ein einheitliches Vorgehen verst\u00e4ndigen, was aktuell nicht in Sicht ist, wie im M\u00e4rz bei Beratungen der Bildungsminister der L\u00e4nder deutlich wurde.\u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEinige L\u00e4nder haben bereits Verbote oder planen Einschr\u00e4nkungen. Im Fokus stehen dabei vor allem die Grundschulen. So d\u00fcrfen in Bayern Grundsch\u00fcler Mobiltelefone auf dem Schulgel\u00e4nde nicht benutzen, bei den \u00e4lteren Jahrg\u00e4ngen bleibt die Entscheidung den Schulen \u00fcberlassen. In Brandenburg, Hessen, dem Saarland oder Th\u00fcringen sind ebenfalls Verbote f\u00fcr die unteren Klassenstufen geplant.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBremen f\u00fchrt Mitte August ein Handyverbot f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler bis zur 10. Klasse ein. Sie d\u00fcrfen das Handy dann nur noch ausgeschaltet in der Tasche haben. Wie eine Sprecherin des Bildungsressorts sagte, st\u00fctzt sich die Entscheidung auf wissenschaftliche Erkenntnisse. Die h\u00e4tten die negativen Auswirkungen der Handynutzung auf die Lernf\u00e4higkeit, die soziale Entwicklung und die Gesundheit von Kindern belegt.<\/p>\n<p>    Bundesfamilienministerin will Handys an Grundschulen verbieten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch Bundesfamilienministerin Karen Prien wies j\u00fcngst auf die negativen Folgen von Handynutzung hin. Konzentrationsf\u00e4higkeit und Kommunikationsf\u00e4higkeiten litten unter zu hohen Bildschirmzeiten, sagte die CDU-Politikerin der Welt am Sonntag. 2023 hatte sie als erste Landesministerin ein Handyverbot an Grundschulen eingef\u00fchrt. Auch als Bundesministerin hatte sie sich bereits <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/prien-vorhaben-bildung-100.html\" title=\"Bildungsministerin Prien pl\u00e4diert f\u00fcr Handyverbot und Sprachtests\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">f\u00fcr ein Handyverbot an Grundschulen ausgesprochen<\/a>.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nNiedersachsens Ministerpr\u00e4sident Olaf Lies sprach sich j\u00fcngst gegen ein pauschales Handyverbot aus. Die Schulen sollten selbst entscheiden, sagte der SPD-Politiker der Nachrichtenagentur dpa. Wichtig sei auch die Frage der Medienkompetenz.<\/p>\n<p>    Experten sehen generelles Verbot kritisch<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch Experten sind uneins. Der Bildungsforscher Klaus Zierer sprach sich f\u00fcr ein Handyverbot aus. Es m\u00fcsse &#8222;absolut weggesperrt werden&#8220;; f\u00fcr einen guten Unterricht&#8220; brauche man es nicht, sagte Zierer k\u00fcrzlich dem Bayerischen Rundfunk.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas Institut f\u00fcr Medienp\u00e4dagogik in Forschung und Praxis (JFF) ist dagegen. Heranwachsende sollten nicht davon ausgeschlossen werden, digitale Netzwerke und Plattformen zu nutzen, teilte das JFF im April mit. Ein solches &#8222;realit\u00e4tsfernes Verbot&#8220; konterkariere medienp\u00e4dagogische Bem\u00fchungen, junge Menschen gr\u00f6\u00dftm\u00f6glich zu bef\u00e4higen, Medien kritisch zu nutzen und sich an gesellschaftlichen Diskursen zu beteiligen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 08.06.2025 14:27 Uhr Sollten Instagram oder TikTok erst ab einem bestimmten Alter nutzbar sein? 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