{"id":17450,"date":"2025-04-09T05:18:14","date_gmt":"2025-04-09T05:18:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/17450\/"},"modified":"2025-04-09T05:18:14","modified_gmt":"2025-04-09T05:18:14","slug":"openais-eu-blueprint-wirtschaftsplan-oder-wunschzettel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/17450\/","title":{"rendered":"OpenAIs EU-Blueprint: Wirtschaftsplan oder Wunschzettel?"},"content":{"rendered":"<p>                                    <a class=\"article-menu__content__link\" href=\"#summary\"><br \/>\n                        <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/summary.svg.svg+xml\" alt=\"summary\" width=\"27\" height=\"24\" data-no-lazy=\"1\"\/><br \/>\n                        Zusammenfassung<br \/>\n                    <\/a><\/p>\n<p><strong>OpenAI hat nach einem \u00e4hnlichen Beitrag f\u00fcr die USA einen Wirtschaftsplan f\u00fcr die EU ver\u00f6ffentlicht, der vier Prinzipien f\u00fcr eine erfolgreiche KI-Strategie skizziert. Das Unternehmen fordert massiven Infrastrukturausbau, regulatorische Vereinfachung und fl\u00e4chendeckende KI-Adoption, um im globalen Wettbewerb nicht zur\u00fcckzufallen.<\/strong><\/p>\n<p>In einem umfassenden &#8222;Economic Blueprint&#8220; f\u00fcr die Europ\u00e4ische Union fordert OpenAI die EU-Mitgliedstaaten zu entschlossenerem Handeln bei der KI-Entwicklung auf. Die Botschaft ist klar: Europa soll mutiger und schneller agieren, um das wirtschaftliche Potenzial von KI auszusch\u00f6pfen und im globalen Wettbewerb nicht zur\u00fcckzufallen.<\/p>\n<p>&#8222;Die Chance, die KI bietet, um die Produktivit\u00e4t anzukurbeln und die wirtschaftliche Wettbewerbsf\u00e4higkeit der EU wiederzubeleben, ist zu \u00fcberzeugend, um sie zu verspielen&#8220;, hei\u00dft es in dem Dokument. Gleichzeitig warnt OpenAI vor der Gefahr, dass KI von autorit\u00e4ren Regimen gestaltet werden k\u00f6nnte, &#8222;die unsere gemeinsamen Werte nicht teilen&#8220;.<\/p>\n<p>Der Blueprint fokussiert sich auf vier Punkte: den Aufbau technologischer Grundlagen, die Vereinfachung von Regulierungen, die fl\u00e4chendeckende KI-Adoption und die verantwortungsvolle KI-Entwicklung im Einklang mit europ\u00e4ischen Werten.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>THE DECODER Newsletter<\/p>\n<p>Die wichtigen KI-News direkt ins E-Mail-Postfach.<\/p>\n<p>\u2713 1x w\u00f6chentlich<\/p>\n<p>\u2713 kostenlos<\/p>\n<p>\u2713 jederzeit k\u00fcndbar<\/p>\n<p>300 Prozent mehr EU-Rechenkapazit\u00e4t<\/p>\n<p>F\u00fcr den Aufbau ben\u00f6tige es vier kritischen Ressourcen: Rechenleistung, Daten, Energie und Talente. Die EU m\u00fcsse in all diesen Bereichen massiv investieren, um konkurrenzf\u00e4hig zu bleiben. Konkret fordert das Unternehmen einen &#8222;AI Compute Scaling Plan&#8220;, der die EU-Rechenkapazit\u00e4t bis 2030 um mindestens 300 % steigern soll. Zus\u00e4tzlich schl\u00e4gt das Unternehmen einen &#8222;Green AI Grid&#8220; vor, der die Genehmigungsverfahren f\u00fcr erneuerbare Energieprojekte beschleunigt und bis 2030 eine EU-weite CO2-neutrale KI-Infrastruktur liefern soll.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Datenzugang empfiehlt OpenAI die Implementierung sektorspezifischer &#8222;EU AI Data Spaces&#8220; f\u00fcr Gesundheit, Industrie, Umwelt und \u00f6ffentliche Daten bis 2027, um vertrauensw\u00fcrdigen Datenaustausch zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Die bestehenden Initiativen wie EuroHPC und AI Factory seien lobenswerte Schritte, m\u00fcssten aber beschleunigt und ausgebaut werden. Auch die k\u00fcrzlich angek\u00fcndigten Pl\u00e4ne zur Mobilisierung von <a href=\"https:\/\/the-decoder.de\/ai-action-summit-europa-startet-durch-und-hinkt-hinterher\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">200 Milliarden Euro f\u00fcr Infrastruktur in der EU<\/a> und 109 Milliarden Euro f\u00fcr Investitionen in Frankreich gingen in die richtige Richtung.<\/p>\n<p>Die Forderung nach massiven Infrastrukturinvestitionen findet sich auch im US-Blueprint, wo OpenAI &#8222;AI Economic Zones&#8220; mit beschleunigten Genehmigungsverfahren und eine &#8222;National AI Infrastructure Highway&#8220; zur Vernetzung regionaler Netze fordert.<\/p>\n<p>Regulatorische Vereinfachung und Investitionsanreize<\/p>\n<p>Besonders kritisch sieht OpenAI die komplexe Regulierungslandschaft in der EU mit rund 100 technologiebezogenen Gesetzen und \u00fcber 270 Regulierungsbeh\u00f6rden. &#8222;Wir fordern die EU-Entscheidungstr\u00e4ger auf, ihren derzeitigen Ansatz zur KI-Regulierung zu \u00fcberdenken&#8220;, hei\u00dft es im Blueprint.<\/p>\n<p>Empfehlung<\/p>\n<p>                                            <a class=\"link-overlay\" href=\"https:\/\/the-decoder.de\/deepseek-ein-haufen-unergruendlicher-genies-laesst-das-silicon-valley-alt-aussehen\/\" aria-label=\"Deepseek: Ein Haufen \" unergr=\"\" genies=\"\" l=\"\" das=\"\" silicon=\"\" valley=\"\" alt=\"\" aussehen=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>                                                        \t\t\t<a class=\"post-thumbnail\" href=\"https:\/\/the-decoder.de\/deepseek-ein-haufen-unergruendlicher-genies-laesst-das-silicon-valley-alt-aussehen\/\" aria-hidden=\"true\" tabindex=\"-1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" data-lazyloaded=\"1\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/deepseek_whale_logo-375x210.png\" loading=\"lazy\" alt=\"Deepseek: Ein Haufen \" unergr=\"\" genies=\"\" l=\"\" das=\"\" silicon=\"\" valley=\"\" aussehen=\"\" width=\"375\" height=\"210\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/a><\/p>\n<p>                \t\t\t<a class=\"post-thumbnail\" href=\"https:\/\/the-decoder.de\/deepseek-ein-haufen-unergruendlicher-genies-laesst-das-silicon-valley-alt-aussehen\/\" aria-hidden=\"true\" tabindex=\"-1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" data-lazyloaded=\"1\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/deepseek_whale_logo-375x210.png\" loading=\"lazy\" alt=\"Deepseek: Ein Haufen \" unergr=\"\" genies=\"\" l=\"\" das=\"\" silicon=\"\" valley=\"\" aussehen=\"\" width=\"375\" height=\"210\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\t\t\t<\/a><\/p>\n<p>OpenAIs Kritik an der EU-Regulierung hat Vorgeschichte: Sam Altman bezeichnete den <a href=\"https:\/\/the-decoder.de\/ki-ueberregulierung-openai-ceo-sam-altman-sieht-eu-rueckzug-als-option\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">EU AI Act 2023 als &#8222;\u00dcberregulierung&#8220;<\/a> und erwog sogar einen R\u00fcckzug aus Europa &#8211; ruderte jedoch kurz danach wieder zur\u00fcck. Auch wenn Tech-Unternehmen wie Meta oder OpenAI immer wieder auf die Ver\u00f6ffentlichung einzelner KI-Produkte in der EU verzichten, haben sie sich zusammen mit mehr als <a href=\"https:\/\/the-decoder.de\/openai-amazon-microsoft-und-google-unterstuetzen-den-eu-ai-act\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">100 Technologieunternehmen freiwillig zur Einhaltung des EU-AI-Acts verpflichtet<\/a>.<\/p>\n<p>Zum AI Act positioniert sich OpenAI daher auch in dem neuen Dokument grunds\u00e4tzlich unterst\u00fctzend. Das Unternehmen betont, dass es das zentrale Ziel des Gesetzes, die Sicherheit von KI-Systemen zu gew\u00e4hrleisten, unterst\u00fctzt und sich konstruktiv an der Ausarbeitung beteiligt hat. Problematisch sei vielmehr die regulatorische Fragmentierung, die EU m\u00fcsse als einheitlicher Markt auftreten. Das Unternehmen habe immer wieder mit den Datenschutzbeh\u00f6rden verschiedener Mitgliedsstaaten zu k\u00e4mpfen, so zum Beispiel kurz nach der Ver\u00f6ffentlichung von ChatGPT mit der <a href=\"https:\/\/the-decoder.de\/italien-verhaengt-millionenstrafe-gegen-openai-wegen-datenschutzverletzungen-bei-chatgpt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">italienischen, die dann 2024 eine Millionenstrafe verh\u00e4ngte<\/a>.<\/p>\n<p>AI Accelerator Fund und &#8222;AI Readiness Officers&#8220;<\/p>\n<p>Als konkrete Ma\u00dfnahmen schl\u00e4gt OpenAI einen &#8222;AI Accelerator Fund&#8220; mit einem Volumen von 1 Milliarde Euro vor, um schnell Pilotprojekte zu finanzieren, die einen klaren gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Nutzen von KI demonstrieren.<\/p>\n<p>Zur besseren Koordination empfiehlt das Unternehmen einen j\u00e4hrlichen &#8222;European AI Readiness Index&#8220;, der die EU-L\u00e4nder anhand ihrer KI-Bereitschaft bewertet, sowie die Ernennung nationaler &#8222;AI Readiness Officers&#8220; in jedem Mitgliedstaat bis 2027. Zudem fordert OpenAI eine paneurop\u00e4ische Start-up-Rechtsform, die bis 2026 Gesellschaftsrecht, Besteuerung und Compliance EU-weit harmonisiert.<\/p>\n<p>OpenAI fordert auch steuerliche Anreize f\u00fcr KI-Investitionen, insbesondere f\u00fcr KMUs, sowie \u00f6ffentlich-private Partnerschaften.<\/p>\n<p>Das ambitionierteste Ziel: 100 Millionen Europ\u00e4er sollen bis 2030 in grundlegenden KI-F\u00e4higkeiten geschult werden, unterst\u00fctzt durch 10.000 europ\u00e4ische &#8222;KI-Kompetenz-Botschafter&#8220; \u2013 P\u00e4dagogen, Influencer und Unternehmer, die lokal KI-Bewusstsein f\u00f6rdern und vermitteln sollen.<\/p>\n<p>Jugendschutz und verantwortungsvolle Entwicklung<\/p>\n<p>Der vierte Pfeiler des Blueprints betont die verantwortungsvolle KI-Entwicklung. OpenAI schl\u00e4gt einen j\u00e4hrlichen &#8222;AI Awareness Day&#8220; vor, einen &#8222;Responsible AI Innovation Prize&#8220; nach dem Vorbild des <a target=\"_blank\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sacharow-Preis\">Sacharow-Preises<\/a> und die Ausweitung des &#8222;Safer Internet Day&#8220; auf KI.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Jugendschutz empfiehlt das Unternehmen eine &#8222;Youth Digital Agency in AI Initiative&#8220;, die KI-Anwendungen gemeinsam mit jungen Menschen im Alter von 13-17 Jahren entwickelt, sowie einen freiwilligen &#8222;EU-Kodex f\u00fcr kindgerechtes KI-Design&#8220;, der gemeinsame Standards f\u00fcr den Schutz von Kindern im KI-\u00d6kosystem festlegt.<\/p>\n<p>EU: Ambitionierte Zukunft oder Absatzmarkt?<\/p>\n<p>Im &#8222;EU Economic Blueprint&#8220; von OpenAI wird zu Recht anerkannt, dass massive Investitionen in die grundlegende KI-Infrastruktur &#8211; Rechenleistung, Energie, Daten und Talentf\u00f6rderung &#8211; unerl\u00e4sslich sind, um im globalen KI-Wettbewerb nicht ins Hintertreffen zu geraten. Die vorgeschlagene Steigerung der Rechenkapazit\u00e4t um 300 % bis 2030 und die F\u00f6rderung von KI-F\u00e4higkeiten w\u00fcrden in der Tat die Grundlage f\u00fcr eine breite Nutzung von KI in vielen Sektoren schaffen.<\/p>\n<p>Allerdings zeigt der Vergleich mit der US-Strategie von OpenAI auch eine deutliche Asymmetrie: W\u00e4hrend das Unternehmen in Amerika <a href=\"https:\/\/the-decoder.de\/usa-ueber-alles-openai-bereitet-sich-auf-trump-regierung-vor\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">protektionistische Ma\u00dfnahmen wie strikte Exportkontrollen f\u00fcr fortgeschrittene KI-Modelle bef\u00fcrwortet<\/a>, dr\u00e4ngt es in Europa auf Markt\u00f6ffnung und Deregulierung.<\/p>\n<p>OpenAI hat bereits B\u00fcros in Paris, Dublin, Br\u00fcssel und demn\u00e4chst in M\u00fcnchen er\u00f6ffnet &#8211; will also die EU als Markt erschlie\u00dfen. Das Papier enth\u00e4lt zwar viele Forderungen, aber nur wenige konkrete Zusagen von OpenAI,<\/p>\n<p>Das k\u00f6nnte dazu f\u00fchren, dass Europa weiterhin als reiner Absatzmarkt und zus\u00e4tzlich als Infrastrukturanbieter f\u00fcr amerikanische KI-Technologien fungiert, ohne eine eigene technologische Souver\u00e4nit\u00e4t zu entwickeln.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-worthy-pixel-img skip-lazy \" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/b84952fc09564c4f9c4a9e3bebaf6ddf.gif\" loading=\"eager\" data-no-lazy=\"1\" data-skip-lazy=\"1\" height=\"1\" width=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zusammenfassung OpenAI hat nach einem \u00e4hnlichen Beitrag f\u00fcr die USA einen Wirtschaftsplan f\u00fcr die EU ver\u00f6ffentlicht, der vier&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":17451,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,11398,663,158,3934,3935,13,14,15,1230,12],"class_list":{"0":"post-17450","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-eu-ai-act","12":"tag-europa","13":"tag-europaeische-union","14":"tag-europe","15":"tag-european-union","16":"tag-headlines","17":"tag-nachrichten","18":"tag-news","19":"tag-openai","20":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114306318713264246","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17450","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17450"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17450\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17451"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17450"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17450"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17450"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}