{"id":175226,"date":"2025-06-08T21:53:09","date_gmt":"2025-06-08T21:53:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/175226\/"},"modified":"2025-06-08T21:53:09","modified_gmt":"2025-06-08T21:53:09","slug":"dortmund-jachad-koeln-kavanah-aachen-gewinnt-die-jewro-2025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/175226\/","title":{"rendered":"Dortmund: Jachad K\u00f6ln &#038; Kavanah Aachen gewinnt die Jewro 2025"},"content":{"rendered":"<p>Jachad K\u00f6ln &amp; Kavanah Aachen haben die 22. Jewrovision in Dortmund gewonnen. Mit ihrem Song beeindruckten die Jugendlichen die Jury und erhielten insgesamt 143 Punkte. Die JuJuBa (Juedische Jugend Baden) kam mit 139 Punkten auf Platz zwei, vor dem mit 128 Punkten drittplatzierten JuZe Amichai aus Frankfurt .\u00a0<\/p>\n<p>Der Videopreis ging an das JuZe Chesed aus Gelsenkirchen. Die Jugendlichen brachten mit der Zeile \u00bbZeit, dass wir aufstehen\u00ab die Halle zum Singen. Die Gelsenkirchener hatten bereits 2023 den Preis f\u00fcr das beste Video bekommen. <\/p>\n<p>In diesem Jahr wurden auch die \u00bbSpecial Preise\u00ab vergeben. F\u00fcr besten Gesang (JuZe Jachad K\u00f6ln), beste Performance Tanz und Choreografie (JuZe Olam aus Berlin), bester Text (JuZe Emet N\u00fcrnberg feat. Am Echad Bayern), bestes B\u00fchnenbild (JuZe HaLev aus Stuttgart).<\/p>\n<p>Es war ein Abend der Herzen, der Einheit und der St\u00e4rke. Unter dem Motto \u00bbUnited in Hearts\u00ab standen 14 Jugendzentren auf der B\u00fchne der Messe Dortmund und lieferten eine Show, die ihresgleichen sucht.\u00a0<\/p>\n<p>Mega \u2013 so beschrieben die Moderatoren den Abend<\/p>\n<p>Angefangen beim Opening Act \u00bbHurricane\u00ab, der von der israelischen S\u00e4ngerin Lior Peretz gesungen wurde, \u00fcber die einzelnen Auftritte der vielen gro\u00dfen aber auch kleinen Jugendzentren, bis hin zum Special Act Static \u2013 und der Halbzeit-Show, in der DJ Lev und Joel Schneider das Publikum mit Songs wie \u00bbTel Aviv\u00ab oder \u00bbUptown Funk\u00ab unterhielten. Der Abend war, wie es Moderator Gregor Peskin und Moderatorin Mascha JamFM in ihrem Lieblingswort beschreiben w\u00fcrden: mega.<\/p>\n<p>Dabei waren die Themen, die die Jugendlichen in ihren Songs und ihren Performances zum Ausdruck brachten, alles andere als leicht. Kriege, Antisemitismus, Ausgeschlossensein, Einsamkeit. Diese Stichw\u00f6rter waren Teil vieler Auftritte. <\/p>\n<p>Aber: Die Jewro w\u00e4re nicht die Jewro, wenn sie nur ernste Dinge verhandeln w\u00fcrde. Im Zentrum aller Auftritte standen auch immer St\u00e4rke, Zusammenhalt und das \u00bbJetzt erst recht\u00ab.\u00a0<\/p>\n<p>Und so hatte es die Jury, die unter anderem aus Jewro-Erfahrenen wie Susan Sideropoulos, Daniel Botmann oder Diana Goldberg, die sogar selbst schon bei der Jewrovision auf der B\u00fchne stand, und relativen Jewro-Neulingen wie dem Reality Star Sam Dylan oder der Schauspielerin Lina Larissa Strahl bestand, die Qual der Wahl, das Gewinner-JuZe zu bestimmen.<\/p>\n<p>Eingebettet in ein Mini-Machane<\/p>\n<p>Zwar wird der Abend \u2013 und damit das unbestrittene Highlight des mehrt\u00e4gigen Mini-Machanes \u2013 den \u00fcber 1200 Jugendlichen mit Sicherheit noch lange in Erinnerung bleiben, aber die pr\u00e4genden Tage mit j\u00fcdischen Jugendlichen, mit anderen Freunden aus j\u00fcdischen Gemeinden sind insgesamt eine tief emotionale Erfahrung.  <\/p>\n<p>Die gemeinsame Schabbatfeier, Workshops und ein intensives Begleitprogramm zum Alltag nach dem 7. Oktober 2023, darunter auch ein Gespr\u00e4ch mit einer \u00dcberlebenden des Anschlags der Terrororganisation Hamas. Wie geht man mit dem Alltag um, wie bleibt man resilient, welche Erfahrungen machen die anderen? Dar\u00fcber wurde in verschiedenen Workshops diskutiert.\u00a0<\/p>\n<p>Nach der gemeinsamen Gedenkzeremonie \u00bbBring Them Home\u00ab lie\u00dfen die Jugendlichen gemeinsam wei\u00dfe Schaumherzen steigen. Zentralratsgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Daniel Botmann sagte anschlie\u00dfend: \u00bbWir lassen uns nicht sagen, wo wir unser Judentum leben. Wir werden immer stolz sein.\u00ab<\/p>\n<p>Um den \u00fcber 1200 Kindern und Jugendlichen zu zeigen, dass sie nicht allein sich, gab Marat Schlafstein den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bereits schon zum Start in die neue Woche S\u00e4tze mit auf dem Weg, die sie so schnell sicher nicht vergessen werden. Der Jugendreferent sagte: \u00bbWir geh\u00f6ren hier her. Wir geh\u00f6ren in dieses Stadion. Wir geh\u00f6ren in andere Stadien. Wir geh\u00f6ren in unsere Schulen. Wir geh\u00f6ren in unsere Innenst\u00e4dte. Wir geh\u00f6ren in unsere Gemeinden. Wir geh\u00f6ren hier her.\u00ab<\/p>\n<p>Und die Jewro geh\u00f6rt zum jungen j\u00fcdischen Leben fest dazu. Das werden die vielen Kinder und Jugendlichen nun feiern. Bis sie sich 2026 vom 14. bis zum 17. Mai in Stuttgart wiedersehen \u2013 zur 23. Jewrovision.<\/p>\n<p>Lesen Sie einen ausf\u00fchrlichen Artikel in der kommenden Ausgabe der J\u00fcdischen Allgemeinen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Jachad K\u00f6ln &amp; Kavanah Aachen haben die 22. Jewrovision in Dortmund gewonnen. 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