{"id":175301,"date":"2025-06-08T22:37:10","date_gmt":"2025-06-08T22:37:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/175301\/"},"modified":"2025-06-08T22:37:10","modified_gmt":"2025-06-08T22:37:10","slug":"episches-finale-alcaraz-ringt-sinner-in-paris-nieder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/175301\/","title":{"rendered":"Episches Finale: Alcaraz ringt Sinner in Paris nieder"},"content":{"rendered":"<p>Paris (dpa) &#8211; Nach seiner Titelverteidigung im bislang l\u00e4ngsten Finale der French-Open-Geschichte lie\u00df sich Carlos Alcaraz v\u00f6llig entkr\u00e4ftet auf die rote Asche fallen. Danach umarmte er den geschlagenen Jannik Sinner und lief zu seinem Team auf der Trib\u00fcne.\u00a0<\/p>\n<p>Spaniens Tennisstar rang in einem hochklassigen und dramatischen Endspiel den Weltranglisten-Ersten Jannik Sinner aus Italien mit 4:6, 6:7 (4:7), 6:4, 7:6 (7:3), 7:6 (10:2) nieder und feierte den bereits f\u00fcnften Grand-Slam-Titel seiner Karriere. Im vergangenen Jahr hatte sich Alcaraz in Paris im Finale in f\u00fcnf S\u00e4tzen gegen Alexander Zverev durchgesetzt. In diesem Jahr war Zverev bereits im Viertelfinale ausgeschieden.<\/p>\n<p>Sinner musste sich nach seinen Triumphen bei den US Open in New York und den Australian Open in Melbourne erstmals in einem Grand-Slam-Finale geschlagen geben. Alcaraz verwandelte im Stade Roland Garros nach 5:29 Stunden seinen ersten Matchball. Im vierten Satz hatte er bereits drei Matchb\u00e4lle von Sinner abgewehrt.<\/p>\n<p>Tennis-Welt begeistert<\/p>\n<p>\u00abEs ist eine Ehre, mich mit dir messen zu d\u00fcrfen\u00bb, sagte Alcaraz an Sinner gerichtet, nachdem er den Coupe des Mousquetaires aus den H\u00e4nden von Tennis-Legende Andre Agassi in Empfang genommen hatte. \u00abEs war ein unglaubliches Finale. Danke an alle\u00bb, sagte Alcaraz. \u00abIch werde heute Nacht nicht besonders gut schlafen, aber es ist ok\u00bb, sagte Sinner entt\u00e4uscht. \u00abDu hast diesen Titel verdient, Carlos.\u00bb<\/p>\n<p>Auch die Tennis-Welt war begeistert von dem unglaublichen Finale. \u00abWas f\u00fcr ein unglaubliches Finale bei @rolandgarros!\u00bb, schrieb der 14-malige Paris-Champion Rafael Nadal, der zu Beginn des Turniers mit einer emotionalen Ehrung gew\u00fcrdigt worden war, bei X. \u00abWas f\u00fcr ein Match, was f\u00fcr ein Drama, was f\u00fcr ein Niveau! Es ist nicht mit Worten zu erkl\u00e4ren und zu begreifen\u00bb, sagte Boris Becker als Experte bei Eurosport.<\/p>\n<p>Alcaraz ist erst der sechste Spieler, der in Paris nach einem 0:2-Satzr\u00fcckstand im Finale noch den Titel gewinnt. Sinner, f\u00fcr den es nach seiner dreimonatigen Doping-Sperre erst das zweite Turnier war, hatte bis zum Finale in Paris keinen einzigen Satz verloren. Er hat weiterhin noch kein Spiel gewonnen, das mehr als vier Stunden dauerte.<\/p>\n<p>Spektakul\u00e4res Finale<\/p>\n<p>Sinner und Alcaraz zeigten in einem spektakul\u00e4ren Finale vom ersten Ballwechsel an, warum sie aktuell die beiden besten Tennisspieler der Welt sind. \u00abTennis braucht wie jeder Sport besondere Rivalit\u00e4ten. Ich denke, die zwischen Carlos und mir k\u00f6nnte so eine sein\u00bb, hatte der Italiener vor dem Endspiel gesagt.<\/p>\n<p>In der Tat sind Sinner und Alcaraz dem Rest gerade etwas enteilt. Alexander Zverev als Nummer drei der Welt wirkt derzeit ein ganzes St\u00fcck weit hinter dem neuen Spitzenduo der Tennisszene. Die beiden schicken sich an, die Nachfolge der gro\u00dfen Drei um die inzwischen zur\u00fcckgetretenen Roger Federer und Rafael Nadal sowie den noch spielenden Novak Djokovic anzutreten.<\/p>\n<p>Auf dem mit 15.000 Zuschauern ausverkauften Court Philippe-Chatrier schenkten sich Sinner und Alcaraz von Anfang an nichts, zeigten Weltklasse-Schl\u00e4ge im Minutentakt. Schon das erste Aufschlagspiel des S\u00fcdtirolers dauerte zw\u00f6lf Minuten, dann ging Sinner nach Abwehr von drei Breakb\u00e4llen 1:0 in F\u00fchrung.<\/p>\n<p>Behandlung bringt Alcaraz aus dem Rhythmus<\/p>\n<p>Eine Weile sp\u00e4ter setzte Alcaraz aber doch das erste Zeichen und nahm Sinner zum 3:2 das Service ab. Doch Sinner blieb cool und schaffte sofort das Re-Break. Wenig sp\u00e4ter musste sich Alcaraz kurz behandeln lassen, weil er etwas ins Auge bekommen hatte. Die Partie war beim Stand von 5:4 f\u00fcr Sinner kurz unterbrochen, der Spanier geriet aus dem Rhythmus &#8211; und pl\u00f6tzlich hatte der Italiener den ersten Satz nach 62 Minuten mit 6:4 gewonnen.<\/p>\n<p>Alcaraz wirkte nach dem pl\u00f6tzlichen Verlust des ersten Satzes etwas ratlos. Der Weltranglisten-Zweite verlor im zweiten Durchgang sofort wieder sein Aufschlagspiel, lief dem R\u00fcckstand fortan verzweifelt hinterher. Die Zuschauer versuchten den Spanier mit \u00abCarlos, Carlos\u00bb-Sprechch\u00f6ren zu unterst\u00fctzen und hatten damit Erfolg. Beim Stand von 5:3 servierte Sinner zum Satzgewinn, doch Alcaraz schlug noch einmal zur\u00fcck und schaffte das Break.<\/p>\n<p>Erster Satzverlust f\u00fcr Sinner<\/p>\n<p>Auf einmal war der Spanier wieder voll da. Alcaraz ballte die Faust, nahm das Publikum mit und erreichte den Tiebreak. Doch Sinner blieb ruhig und holte sich nach 2:11 Stunden auch den zweiten Satz. Als Sinner den dritten Durchgang dann wieder mit einem Break er\u00f6ffnete, schien das mit so gro\u00dfer Spannung erwartete Endspiel fr\u00fchzeitig entschieden.<\/p>\n<p>Mit dem Mute der Verzweiflung stemmte sich Alcaraz jedoch gegen die Niederlage. Dem Spanier gelang prompt das Re-Break, mit der Hand am Ohr forderte er das Publikum zu mehr Unterst\u00fctzung auf. Und die Zuschauer hatten Lust auf mehr Tennis und pushten Alcaraz nach vorn.<\/p>\n<p>Sinner leistete sich nun seine erste Schw\u00e4chephase der Partie, Alcaraz zog auf 5:2 davon und holte sich Satz Nummer drei. Es war sein erster Satzverlust bei einem Grand-Slam-Turnier seit dem Achtelfinale gegen Holger Rune bei den Australian Open. Danach hatte Sinner 31 S\u00e4tze in Serie in Melbourne und Paris gewonnen.<\/p>\n<p>Alcaraz dreht die Partie<\/p>\n<p>Alcaraz witterte nun seine Chance. Doch Sinner ging wieder in F\u00fchrung und hatte beim Stand von 5:3 bei Aufschlag Alcaraz drei Matchb\u00e4lle. Doch der Spanier wehrte alle drei ab, nahm Sinner danach auch noch das Service ab und entschied dann den Tiebreak klar f\u00fcr sich.<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens jetzt waren die Zuschauer nicht mehr zu halten, tanzten v\u00f6llig losgel\u00f6st zum Song \u00abSweet Caroline\u00bb von Neil Diamond auf den Trib\u00fcnen. Satz f\u00fcnf musste in diesem epischen Finale die Entscheidung bringen. Und da hatte Alcaraz die gr\u00f6\u00dferen Kraftreserven.\u00a0<\/p>\n<p>Sinner wirkte nun etwas m\u00fcde, die fehlende Matchpraxis wegen seiner Doping-Sperre machte sich bemerkbar. Doch der Italiener holte alles aus sich raus und kam noch einmal zur\u00fcck. Im Tiebreak spielte Alcaraz dann aber noch besser als zuvor &#8211; eigentlich unm\u00f6glich, aber wahr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Paris (dpa) &#8211; Nach seiner Titelverteidigung im bislang l\u00e4ngsten Finale der French-Open-Geschichte lie\u00df sich Carlos Alcaraz v\u00f6llig entkr\u00e4ftet&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":175302,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1840],"tags":[3364,29,156,20798,30,1209,4206,4418],"class_list":{"0":"post-175301","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wuppertal","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-frankreich","11":"tag-french-open","12":"tag-germany","13":"tag-nordrhein-westfalen","14":"tag-tennis","15":"tag-wuppertal"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114650142757259287","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/175301","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=175301"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/175301\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/175302"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=175301"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=175301"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=175301"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}