{"id":175432,"date":"2025-06-08T23:47:09","date_gmt":"2025-06-08T23:47:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/175432\/"},"modified":"2025-06-08T23:47:09","modified_gmt":"2025-06-08T23:47:09","slug":"wiesbaden-berufliche-videocalls-was-wenn-andere-mithoeren-koennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/175432\/","title":{"rendered":"Wiesbaden | Berufliche Videocalls: Was, wenn andere mith\u00f6ren k\u00f6nnen?"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext\">Wiesbaden (dpa\/tmn) &#8211; In der Bahn, im Caf\u00e9 oder gar auf dem Spielplatz: Wer in der \u00d6ffentlichkeit an einem beruflichen Videocall teilnimmt, kann es oft kaum vermeiden, dass andere zuschauen oder zumindest teilweise mith\u00f6ren k\u00f6nnen. Selbst mit Kopfh\u00f6rern. Was ist in solchen Situationen zu beachten?<\/p>\n<p>\u00abGenerell ist das schwierig und es kommt entscheidend auf den Inhalt der Kommunikation an\u00bb, erkl\u00e4rt Jakob T. Lange, Fachanwalt f\u00fcr das Arbeitsrecht in Wiesbaden.\u00a0<\/p>\n<p>K\u00f6nnen die Teilnehmenden eines beruflichen Gespr\u00e4chs von Dritten gesehen werden, kommt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ins Spiel. Der Verordnung zufolge br\u00e4uchte man in einem solchen Fall von allen Beteiligten eine Einwilligung. Die anderen Teilnehmenden m\u00fcssten insbesondere darauf hingewiesen werden, dass sie in dieser Situation von Dritten wahrgenommen werden k\u00f6nnen.\u00a0<\/p>\n<p>Problematisch ist zudem immer, wenn pers\u00f6nliche Daten besprochen werden. So kann bereits die Nennung eines Namens mit Blick auf den Datenschutz relevant sein, da es sich um pers\u00f6nliche Informationen handelt.\u00a0<\/p>\n<p>Es ist laut Lange deshalb nicht zu empfehlen, dass zum Beispiel Vorgesetzte w\u00e4hrend einer Zugfahrt mit Mitarbeitenden deren Urlaubsplanung, Elternzeit oder Gehaltserh\u00f6hungen h\u00f6r- und sogar sichtbar f\u00fcr andere besprechen. Vor allem, wenn dabei entsprechende personenbezogene Daten bekanntwerden, ohne dass die Mitarbeitenden in eine entsprechende \u00f6ffentliche Nennung eingewilligt haben.<\/p>\n<p>Verst\u00f6\u00dfe k\u00f6nnen Folgen haben<\/p>\n<p>Es sind aber nicht nur pers\u00f6nliche Daten, die zum Problem werden k\u00f6nnen. Genauso sensibel k\u00f6nnen auch Unternehmensdaten sein. Meistens gebe es dazu im Arbeitsvertrag eine Verschwiegenheitsklausel, so der Fachanwalt. Die untersagt es, nicht allgemein bekannte gesch\u00e4ftliche Angelegenheiten nach au\u00dfen hin preiszugeben.<\/p>\n<p>Um solches Verhalten zu unterbinden, haben Arbeitgeber oftmals Bestimmungen zum Datenschutz oder Richtlinien zur Informationssicherheit, die Besch\u00e4ftigte besonders beim mobilen Arbeiten beachten m\u00fcssen. So k\u00f6nnen zum Beispiel Blickschutzfolien oder Software-L\u00f6sungen vorgeschrieben werden, die Bildschirminhalte vor den Blicken Dritter sch\u00fctzen.\u00a0<\/p>\n<p>Wer gegen datenschutzrechtliche Vorgaben des Arbeitgebers verst\u00f6\u00dft, muss unter Umst\u00e4nden &#8211; immer abh\u00e4ngig von den Umst\u00e4nden des Einzelfalls &#8211; arbeitsrechtliche Konsequenzen in Kauf nehmen. Die k\u00f6nnen von einer Abmahnung bis hin zur (fristlosen) K\u00fcndigung reichen.\u00a0<\/p>\n<p>Werden Verschwiegenheitsklauseln aus dem Arbeitsvertrag nicht beachtet, kann auch das eine ordentliche oder auch eine au\u00dferordentliche K\u00fcndigung des Arbeitsverh\u00e4ltnisses rechtfertigen. Unter Umst\u00e4nden kann sogar eine Schadenersatzpflicht bestehen.<\/p>\n<p>Zur Person: Jakob T. Lange ist Fachanwalt f\u00fcr Arbeitsrecht und Mitglied im Gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Ausschuss der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wiesbaden (dpa\/tmn) &#8211; In der Bahn, im Caf\u00e9 oder gar auf dem Spielplatz: Wer in der \u00d6ffentlichkeit an&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":175433,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1847],"tags":[1140,630,4941,1743,3364,29,548,663,3934,30,13,2052,24031,14,15,624,1009,12,194,1464,9449,4544],"class_list":{"0":"post-175432","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wiesbaden","8":"tag-arbeit","9":"tag-beruf","10":"tag-cjab","11":"tag-datenschutz","12":"tag-de","13":"tag-deutschland","14":"tag-eu","15":"tag-europa","16":"tag-europe","17":"tag-germany","18":"tag-headlines","19":"tag-hessen","20":"tag-meeting","21":"tag-nachrichten","22":"tag-news","23":"tag-ratgeber","24":"tag-recht","25":"tag-schlagzeilen","26":"tag-technik","27":"tag-telefon","28":"tag-tmn9500","29":"tag-wiesbaden"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114650425840965366","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/175432","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=175432"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/175432\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/175433"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=175432"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=175432"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=175432"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}