{"id":17556,"date":"2025-04-09T06:19:08","date_gmt":"2025-04-09T06:19:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/17556\/"},"modified":"2025-04-09T06:19:08","modified_gmt":"2025-04-09T06:19:08","slug":"welthandel-china-und-trump-unversoehnlich-eu-liste-fuer-gegenzoelle-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/17556\/","title":{"rendered":"Welthandel &#8211; China und Trump unvers\u00f6hnlich &#8211; EU-Liste f\u00fcr Gegenz\u00f6lle &#8211; Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Washington\/Br\u00fcssel\/Peking (dpa) &#8211; In dem von US-Pr\u00e4sident Donald Trump ausgel\u00f6sten weltweiten Handelskonflikt zeichnet sich keine Entspannung ab. Kurz vor Inkrafttreten eines gewaltigen US-Zollpakets gegen nahezu alle L\u00e4nder hat das Wei\u00dfe Haus ein Aussetzen der h\u00f6heren Abgaben ausgeschlossen. Auch <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/China\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">China<\/a> hatte signalisiert, nicht nachgeben zu wollen. Die EU-Kommission ber\u00e4t \u00fcber Gegenma\u00dfnahmen auf die neuen US-<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Z%C3%B6lle\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Z\u00f6lle<\/a>.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">US-Pr\u00e4sident Trump denke nicht an eine Verl\u00e4ngerung oder Verz\u00f6gerung bei den Z\u00f6llen, sagte die Sprecherin Wei\u00dfen Hauses, Karoline Leavitt. Sie habe mit Trump dar\u00fcber gesprochen. Die Z\u00f6lle w\u00fcrden in der Nacht zum Mittwoch um 0:01 Uhr Ortszeit (6.01 MESZ) in Kraft treten. Das gelte auch f\u00fcr Sonderz\u00f6lle gegen China, die dann insgesamt 104 Prozent betragen w\u00fcrden.\u00a0<\/p>\n<p>Trump wartet auf Anruf aus Peking\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Pr\u00e4sident Trump glaube, dass China ein Abkommen mit den Vereinigten Staaten schlie\u00dfen wolle. Es sei ein Fehler gewesen, dass China Vergeltungsma\u00dfnahmen ergriffen habe, sagte Leavitt, \u201edenn wenn Amerika geschlagen wird, schl\u00e4gt es h\u00e4rter zur\u00fcck\u201c. Aber der Pr\u00e4sident glaube, dass China eine Einigung anstrebe. Peking wisse nur nicht, wie es das anstellen solle, sagte Leavitt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">\u201eUnd der Pr\u00e4sident wollte auch, dass ich Ihnen allen sage, dass er unglaublich gn\u00e4dig sein wird, wenn China seine Hand ausstreckt, um eine Vereinbarung zu treffen, aber er wird tun, was das Beste f\u00fcr das amerikanische Volk ist\u201c, sagte Leavitt. Trump hatte zuvor erkl\u00e4rt, er warte auf einen Anruf aus China.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Der US-Pr\u00e4sident hatte am Vortag weitere Sonderz\u00f6lle von noch einmal 50 Prozent f\u00fcr China angek\u00fcndigt. Er reagierte damit auf Pekings angek\u00fcndigte Gegenz\u00f6lle in H\u00f6he von 34 Prozent.<\/p>\n<p>Zeichen stehen auf Eskalation zwischen Peking und Washington<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Das chinesische Handelsministerium teilte lediglich mit, China werde entschlossen Gegenma\u00dfnahmen ergreifen, um seine eigenen Rechte und Interessen zu sch\u00fctzen, sollten die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/USA\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">USA<\/a> ihre Zollma\u00dfnahmen weiter eskalieren.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Best\u00fcnden die USA auf ihre neuen Z\u00f6lle, werde \u201eChina sie definitiv bis zum Ende begleiten\u201c, so das Ministerium. Das Statement l\u00e4sst sich auch mit \u201ebis zu Ende k\u00e4mpfen\u201c \u00fcbersetzen. F\u00fcr die beiden gr\u00f6\u00dften Volkswirtschaften zeichnen sich damit immer h\u00f6here Zollaufschl\u00e4ge und Belastungen im Handel ab.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Trump will mit Z\u00f6llen angebliche Handelsungleichgewichte korrigieren und Produktion in die USA verlagern. Zugleich sollen die Zolleinnahmen dazu dienen, im Wahlkampf versprochene Steuersenkungen zumindest teilweise gegenzufinanzieren.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">An diesem Mittwoch treten die neuen US-Sonderz\u00f6lle gegen zahlreiche Handelspartner in Kraft. F\u00fcr die EU gelten 20 Prozent, f\u00fcr Importe aus anderen L\u00e4ndern werden teils noch h\u00f6here Abgaben f\u00e4llig. An den B\u00f6rsen ging es nach den dramatischen Kursverlusten wieder etwas aufw\u00e4rts. Die aggressive Zollpolitik Trumps sorgt an den M\u00e4rkten aber weltweit weiter f\u00fcr Unsicherheit.\u00a0<\/p>\n<p>Br\u00fcssel stimmt \u00fcber Gegenma\u00dfnahmen ab<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Die EU wird voraussichtlich keine Zusatzz\u00f6lle auf amerikanischen Whiskey erheben. Eine Liste der zust\u00e4ndigen EU-Kommission mit Produkten f\u00fcr erste Gegenma\u00dfnahmen im Zollstreit mit den USA enth\u00e4lt entgegen urspr\u00fcnglichen Planungen keinen Bourbon-Whiskey mehr, wie aus EU-Kreisen verlautet.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">\u00dcber die Gegenma\u00dfnahmen der EU soll an diesem Mittwoch von der EU abgestimmt werden.\u00a0Trump lehnte zuletzt einen Vorschlag aus Br\u00fcssel ab, \u00fcber den Wegfall aller Z\u00f6lle auf Industrieg\u00fcter zu verhandeln.<\/p>\n<p>EU reagiert auf neue US-Z\u00f6lle auf Stahl- und Aluminiumimporte<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Bei den geplanten EU-Sonderz\u00f6llen handelt es sich zun\u00e4chst um die Reaktion auf die bereits vor rund einem Monat verh\u00e4ngten neuen US-Z\u00f6lle auf Stahl- und Aluminiumimporte. Die US-Ma\u00dfnahmen treffen nach EU-Angaben Exporte im Wert von 26 Milliarden Euro und k\u00f6nnten den USA damit theoretisch zus\u00e4tzliche Zolleinnahmen von rund 6,5 Milliarden Euro bescheren.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Als Grund, dass Bourbon nicht mehr von Gegenz\u00f6llen getroffen werden soll, gilt vor allem die Lobbyarbeit von L\u00e4ndern wie Frankreich und Italien. Trump hatte mit Gegenz\u00f6llen von 200 Prozent auf Wein, Champagner und andere alkoholische Getr\u00e4nke aus EU-Staaten gedroht, sollte die EU das Vorhaben umsetzen.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Die Gegenma\u00dfnahmen werden voraussichtlich einen etwas geringeren Umfang haben als die US-Z\u00f6lle auf Stahl- und Aluminiumimporte. Hintergrund ist auch, dass man f\u00fcrchtet, durch Gegenma\u00dfnahmen die eigenen Unternehmen zu schaden.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">EU-Vertreter betonen, dass der Staatenbund weiterhin bereit sei, eine L\u00f6sung am Verhandlungstisch zu finden. Eine Erleichterung bei den US-Z\u00f6llen k\u00f6nnte die Europ\u00e4ische Union m\u00f6glicherweise erhalten, wenn sie im Gegenzug amerikanische Energie abnimmt.\u00a0<\/p>\n<p>Trump: \u201eSie m\u00fcssen unsere Energie kaufen\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">\u201eWir haben ein Handelsdefizit mit der Europ\u00e4ischen Union in H\u00f6he von 350 Milliarden Dollar \u2013 und das wird schnell verschwinden\u201c, sagte Trump am Rande eines Treffens mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu. \u201eSie m\u00fcssen unsere Energie kaufen \u2013 weil sie sie brauchen.\u201c\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Allein durch diesen Schritt k\u00f6nnten die 350 Milliarden \u201ebinnen einer Woche\u201c ausgeglichen werden. \u201eSie m\u00fcssen eine vergleichbare Menge an Energie kaufen \u2013 und sich verbindlich dazu verpflichten\u201c, forderte Trump. Auf die Frage eines Journalisten, ob das Angebot der EU, alle gegenseitigen Z\u00f6lle auf Autos und Industrieg\u00fcter aufzuheben, nicht genug sei, antwortete er: \u201eNein, das ist es nicht.\u201c<\/p>\n<p>Energieexpertin: Trumps Vorschlag \u201ekein gro\u00dfartig guter Deal\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Eine Sprecherin der EU-Kommission sagte, die H\u00e4lfte des Fl\u00fcssigerdgases LNG f\u00fcr die EU komme bereits aus den Vereinigten Staaten. Zudem betonte sie: \u201eWir sind bereit, zu diskutieren. Wir sind bereit, zu verhandeln.\u201c Das Wichtigste sei aber, dass Energie aus mehreren Quellen komme. Eine \u00fcberm\u00e4\u00dfige Abh\u00e4ngigkeit von einem einzelnen Lieferanten solle vermieden werden.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">Die Energieexpertin Claudia Kemfert h\u00e4lt Trumps Vorschlag, die EU k\u00f6nne sich mit Fl\u00fcssiggas im Wert von 350 Milliarden Euro von Z\u00f6llen befreien, f\u00fcr kein gutes Abkommen. \u201eEs ist kein gro\u00dfartig guter Deal\u201c, sagte Kemfert RTL\/ntv.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">\u201eWir w\u00fcrden sehr umweltsch\u00e4dliches Frackinggas importieren, was auch noch recht teuer ist\u201c. Das mache Deutschland ohnehin schon. \u201eAber wir m\u00fcssen ja wegkommen vom fossilen Erdgas auch im Zuge der Energiewende\u201c. Statt teure und umweltsch\u00e4dliche Deals einzugehen, sei es eher angebracht, Gas zu sparen. Zudem k\u00f6nne Europa auch aus anderen L\u00e4ndern Gas beziehen. \u201eEs ist immer noch ein Markt und nicht eine Staatenentscheidung.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vtjhd\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:250408-930-426681\/10<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Washington\/Br\u00fcssel\/Peking (dpa) &#8211; In dem von US-Pr\u00e4sident Donald Trump ausgel\u00f6sten weltweiten Handelskonflikt zeichnet sich keine Entspannung ab. 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