{"id":176016,"date":"2025-06-09T05:33:10","date_gmt":"2025-06-09T05:33:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/176016\/"},"modified":"2025-06-09T05:33:10","modified_gmt":"2025-06-09T05:33:10","slug":"welthandel-zollstreit-chinas-handel-mit-usa-bricht-deutlich-ein-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/176016\/","title":{"rendered":"Welthandel &#8211; Zollstreit: Chinas Handel mit USA bricht deutlich ein &#8211; Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Peking (dpa) &#8211; Chinas Handel mit den <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/USA\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">USA<\/a> ist angesichts der Streitigkeiten der beiden weltgr\u00f6\u00dften Volkswirtschaften massiv eingebrochen. Wie aus Daten der Zollbeh\u00f6rde in Peking hervorging, sanken Aus- und Einfuhren wie schon im April deutlich. Im Mai gingen die Exporte in US-Dollar berechnet demnach um 34,5 Prozent zur\u00fcck, w\u00e4hrend die Importe um 18,1 Prozent verglichen mit Mai 2024 verloren.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Mitte Mai hatten sich beide Seiten im zuvor eskalierten Zollstreit auf eine Pause und deutliche Senkung der Aufschl\u00e4ge auf Waren aus dem jeweils anderen Land geeinigt. Heute wollen ranghohe Vertreter beider Staaten in London weiter \u00fcber Handelsfragen sprechen.\u00a0<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"China und die USA liefern sich seit Monaten einen Handelsstreit um Z\u00f6lle und die Ausfuhr wichtiger Produkte. (Symbolbild)\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/be70f141-32b3-40ea-84a2-38d253a2af93.jpeg\"  role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"css-y4bre2\"\/>China und die USA liefern sich seit Monaten einen Handelsstreit um Z\u00f6lle und die Ausfuhr wichtiger Produkte. (Symbolbild) (Foto: Jeff Chiu\/AP\/dpa)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Einige Probleme stehen jedoch noch im Raum, wie Pekings Exportkontrollen auf die Ausfuhr von f\u00fcr die Industrie wichtigen seltenen Erden und Magneten, f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/China\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">China<\/a> weltweit der Hauptverarbeiter ist. Die USA schr\u00e4nkten den Verkauf von Spitzentechnologie wie Designsoftware f\u00fcr Computerchips oder wichtige Bauteile f\u00fcr die Luftfahrt ein, bei denen China vom <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Ausland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ausland<\/a> abh\u00e4ngig ist.<\/p>\n<p>Wie sich Chinas Wirtschaft insgesamt schlug\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Noch im April hatte Chinas Au\u00dfenhandel die Erwartungen vieler Beobachter deutlich \u00fcbertroffen. Die Annahme war, dass die Volksrepublik vor allem die Ausfuhr ihrer Waren in andere L\u00e4nder erh\u00f6hen konnte.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Insgesamt konnte Chinas Au\u00dfenhandel im Mai wieder wachsen. Die Ausfuhren legten um 4,8 Prozent verglichen mit demselben Vorjahresmonat zu. Die Importe sanken dagegen um 3,4 Prozent. Der Handels\u00fcberschuss betrug etwa 103 Milliarden US-Dollar (rund 90 Milliarden Euro).<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Damit verfehlten die j\u00fcngsten Zahlen die Erwartungen von Analysten knapp. Diese hatten vorab im Durchschnitt mit einem Anstieg der Exporte um etwa f\u00fcnf Prozent und einem leichten R\u00fcckgang der Importe gerechnet.<\/p>\n<p>Was die Zahlen f\u00fcr deutsche Firmen bedeuten\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Wegen des Handelskonflikts konnten chinesische Exporteure nicht mehr auf die USA z\u00e4hlen. Doch daf\u00fcr fanden Waren aus Fernost andere Wege und Abnehmer. Wie schon im April schossen Chinas Exporte in die Bundesrepublik im Mai um 21,5 Prozent nach oben, w\u00e4hrend die Importe aus <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Deutschland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutschland<\/a> um 1,3 Prozent zur\u00fcckgingen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Laut der deutschen Au\u00dfenhandelskammer sind deutsche Firmen in China weiter verunsichert. (Archivbild)\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/1f3258cf-0b5f-4fe5-b37d-6c5ea8814ee6.jpeg\"  role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"css-y4bre2\"\/>Laut der deutschen Au\u00dfenhandelskammer sind deutsche Firmen in China weiter verunsichert. (Archivbild) (Foto: Johannes Neudecker\/dpa)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Der Importr\u00fcckgang verdeutliche die schwache Binnennachfrage und versch\u00e4rfe die bereits schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen f\u00fcr deutsche Unternehmen in China, sagte Maximilian Butek, gesch\u00e4ftsf\u00fchrendes Vorstandsmitglied\u00a0der Deutschen Handelskammer (AHK) in China f\u00fcr Ostchina.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Wegen Pekings Exportkontrollen auf seltene Erden ist auch die deutsche Industrie besorgt. \u201eDie Lage ist ernst:\u00a0Betroffene deutsche Unternehmen warten auf dringend ben\u00f6tigte Exportlizenzen f\u00fcr seltene Erden\u00a0und Magnete\u201c, sagte Butek.\u00a0Ihm zufolge berichten AHK-Mitglieder vereinzelt von erteilten Genehmigungen. Aber es brauche jetzt ein Schnellverfahren, um Produktionsstillst\u00e4nde zu verhindern, forderte Butek.<\/p>\n<p>Was Chinas Wirtschaft Sorgen bereitet\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Die Volksrepublik erlebt weiter eine schwache Nachfrage im Inland. Das zeigen auch die stetig sinkenden Importe. Pekings Industriepolitik f\u00fchrte bislang dazu, dass in bestimmten Branchen deutlich mehr produziert wurde, als der Markt aufnehmen konnte. Deshalb gelangen viele Waren zu billigen Preisen in den Export. Ein Beispiel ist die Solarindustrie.\u00a0<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"In China belastet eine schwache Nachfrage die Wirtschaftsleistung. (Symbolbild)\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/ddf8e532-0707-4c50-87fc-7b7c17a842b0.jpeg\"  role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"css-y4bre2\"\/>In China belastet eine schwache Nachfrage die Wirtschaftsleistung. (Symbolbild) (Foto: Ng Han Guan\/AP\/dpa)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Dass die Menschen in China zu wenig konsumieren, liegt auch an den Folgen der schweren Immobilienkrise. Viele Leute investierten in Wohnungen, die wegen der gesunkenen Preise weniger wert sind, was auf die Konsumstimmung dr\u00fcckt. Zudem belastet die Schw\u00e4che in der sonst f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Konjunktur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Konjunktur<\/a> wichtigen Branche Unternehmen und Lokalregierungen.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Ein Problem f\u00fcr Chinas <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Wirtschaft\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wirtschaft<\/a> ist auch der Deflationsdruck. Wie das Statistikamt heute mitteilte, lagen Verbraucherpreise im Mai 0,1 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Die Deflation, also das Gegenteil von Inflation, beschert Verbrauchern zwar stabile Preise an der Kasse, dr\u00fcckt aber langfristig auf die Gewinne von Unternehmen, was in der Folge zu Lohnk\u00fcrzungen oder Jobverlusten f\u00fchren kann.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:250609-930-645855\/2<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Peking (dpa) &#8211; Chinas Handel mit den USA ist angesichts der Streitigkeiten der beiden weltgr\u00f6\u00dften Volkswirtschaften massiv eingebrochen.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":176017,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,147,3957,227,59635,29,7177,13,984,10268,14,15,828,109,4065,12,924,149,4017,4018,4016,64,4019,4020,5225,55,381,211],"class_list":{"0":"post-176016","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-ausland","11":"tag-aussenhandel","12":"tag-china","13":"tag-chinesisches-zollamt","14":"tag-deutschland","15":"tag-handelspolitik","16":"tag-headlines","17":"tag-international","18":"tag-konjunktur","19":"tag-nachrichten","20":"tag-news","21":"tag-preis","22":"tag-rohstoff","23":"tag-rohstoffe","24":"tag-schlagzeilen","25":"tag-statistik","26":"tag-sueddeutsche-zeitung","27":"tag-united-states","28":"tag-united-states-of-america","29":"tag-us","30":"tag-usa","31":"tag-vereinigte-staaten","32":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika","33":"tag-welthandel","34":"tag-wirtschaft","35":"tag-wirtschaftspolitik","36":"tag-zoelle"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114651778527600212","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/176016","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=176016"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/176016\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/176017"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=176016"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=176016"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=176016"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}