{"id":176207,"date":"2025-06-09T07:23:10","date_gmt":"2025-06-09T07:23:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/176207\/"},"modified":"2025-06-09T07:23:10","modified_gmt":"2025-06-09T07:23:10","slug":"durch-insekt-uebertragen-bakterium-bringt-kartoffelernte-im-land-in-gefahr-auch-stuttgart-betroffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/176207\/","title":{"rendered":"Durch Insekt \u00fcbertragen: Bakterium bringt Kartoffelernte im Land in Gefahr \u2013 auch Stuttgart betroffen"},"content":{"rendered":"<p>Eine Pflanzenkrankheit sorgt bei Landwirten in Baden-W\u00fcrttemberg f\u00fcr massive Einbu\u00dfen bis hin zum Totalausfall. Vor allem die Ernten von Zuckkerr\u00fcben und Kartoffeln sind betroffen, aber auch die von Roter Bete, Sellerie, Kohl, Zwiebel und M\u00f6hren. Ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums in Stuttgart teilt mit, dass es sich um eine \u201eernste Bedrohung\u201c f\u00fcr die Versorgung mit heimischen Kartoffeln, Gem\u00fcse und Zucker handle.<\/p>\n<p>Schuld ist das Bakterium Candidatus Phytoplasma solani. Es wird durch Stiche der Schilf-Glasfl\u00fcgelzikade auf Pflanzen \u00fcbertragen und verursacht die Krankheit Stolbur. Infizierte Best\u00e4nde welken, Wurzeln und Knollen werden gummiartig. Der Ertrag sinkt, Geschmack und Qualit\u00e4t leiden. Bei starkem Befall k\u00f6nnen Zuckerr\u00fcben, Kartoffeln und Gem\u00fcse nicht verarbeitet und gelagert werden. <\/p>\n<p>Welke Kartoffeln auch in Stuttgart gefunden <\/p>\n<p>Der Pr\u00e4sident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied aus Heilbronn, macht sich \u201esehr gro\u00dfe Sorgen\u201c wegen der rasanten Verbreitung der Schilf-Glasfl\u00fcgelzikade. Welke Kartoffeln werden seit 2024 vermehrt gefunden \u2013 etwa von Karlsruhe bis zur Hohenloher Ebene sowie von Heilbronn \u00fcber Ludwigsburg bis Stuttgart.<\/p>\n<p>  <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/media.media.f858cd58-282f-4ed3-be2f-8a16fadfcb87.original1024.media.jpeg\"\/>     Joachim Rukwied aus Heilbronn ist der Chef des Deutschen Bauernverbands.    Foto: dpa\/Kay Nietfeld    <\/p>\n<p>Das Insekt habe sich zudem von Baden-W\u00fcrttemberg \u00fcber Rheinland-Pfalz, Bayern und Hessen weiter in den Norden verbreitet und sei inzwischen auch in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt entdeckt worden, sagt Rukwied. Er fordert effektive Mittel zur Bek\u00e4mpfung der Zikaden.<\/p>\n<p>Nach Angaben der Umwelt-Referentin des Landesbauernverbandes Baden-W\u00fcrttemberg, Isabell Pergner, gab es im vergangenen Jahr allein in Baden-W\u00fcrttemberg in allen relevanten R\u00fcbenanbaugebieten Ertragsverluste von bis zu 25 Prozent und stark reduzierte Zuckergehalte. Im Kartoffelanbau wurden demnach Verluste von bis zu 70 Prozent dokumentiert.<\/p>\n<p>Sch\u00e4den f\u00fcr Bauern durch Stolbur im Millionen-Bereich   <\/p>\n<p>Die Sch\u00e4den gehen nach Sch\u00e4tzung des Landesbauernverbandes \u201ein die Millionen\u201c. \u201eIn einigen Betrieben steht der Fortbestand des Anbaus infrage\u201c, so die Verbandssprecherin. Die Krankheit entwickle sich zu einem ernsthaften wirtschaftlichen Risiko f\u00fcr ganze Regionen. Es brauche deshalb dringend eine regul\u00e4re Zulassung wirksamer Pflanzenschutzmittel sowie die gezielte F\u00f6rderung praxisnaher Forschung zu Resistenzz\u00fcchtung und nachhaltigen Bek\u00e4mpfungsstrategien. <\/p>\n<p>Nach Angaben der Verb\u00e4nde und Beh\u00f6rden gibt es keine Hinweise, dass Stolbur f\u00fcr den Menschen gesundheitssch\u00e4dlich sein k\u00f6nnte. Auch kommen Kartoffeln und Gem\u00fcse mit gummiartiger Konsistenz oder bei Anzeichen von F\u00e4ulnis erst gar nicht in den Handel. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine Pflanzenkrankheit sorgt bei Landwirten in Baden-W\u00fcrttemberg f\u00fcr massive Einbu\u00dfen bis hin zum Totalausfall. 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