{"id":17633,"date":"2025-04-09T07:02:16","date_gmt":"2025-04-09T07:02:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/17633\/"},"modified":"2025-04-09T07:02:16","modified_gmt":"2025-04-09T07:02:16","slug":"album-der-woche-07-04-13-04-2025-septets-beethoven-kreutzer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/17633\/","title":{"rendered":"Album der Woche | 07.04. &#8211; 13.04.2025 &#8211; Septets \u2013 Beethoven &#038; Kreutzer"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/size=966x543.png\" alt=\"BEETHOVEN &amp; KREUTZER Septets \u00a9 CAvi-music\" title=\"BEETHOVEN &amp; KREUTZER Septets \u00a9 CAvi-music\" id=\"2139296974\"\/>Bild: CAvi-music<br \/>\n\tAlbum der Woche | 07.04. &#8211; 13.04.2025<br \/>\n\t &#8211; <\/p>\n<p>\t\tSeptets \u2013 Beethoven &amp; Kreutzer<\/p>\n<p>In Coronazeiten bekam die Geigerin Franziska H\u00f6lscher den Auftrag, ein kammermusikalisches Meisterwerk f\u00fcr eine nicht zu gro\u00dfe Gruppe zu erarbeiten. Mit dem Klarinettisten Sebastian Manz entschied sie sich f\u00fcr eine seltene Besetzung. Sie formte ein Septett und f\u00fchrte es nicht nur auf eine bejubelte Tournee, sondern in tiefe Forschungsarbeit. Jetzt, drei Jahre sp\u00e4ter, hat die Gruppe aus vier Streichern und drei Bl\u00e4sern ihr erstes Album aufgenommen. Darauf das ber\u00fchmte Beethoven-Septett und eine fr\u00fchromantische Entdeckung: das Septett von Conradin Kreutzer.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1237051448\"\/><\/p>\n<p>Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass, dazu Klarinette, Horn und Fagott \u2013 das war die Besetzung, die Ludwig van Beethoven in seinem umfangreichsten Kammermusikwerk zusammengef\u00fchrt hat. Die Komposition erklingt h\u00e4ufig als H\u00f6hepunkt von Kammermusikfestivals, mit Solisten, die ihre besondere Farbe einbringen \u2013 aber selten wie ein wirklich eingespieltes Ensemble wirken.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1453072413\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tMission Impossible<\/p>\n<p>Eigentlich sei es unm\u00f6glich, sieben hochklassige Solistinnen und Solisten dauerhaft in einem Ensemble zusammenzubringen, sagt die Geigerin Franziska H\u00f6lscher. Denn es gibt eigentlich kaum Literatur f\u00fcr vier Streicher und Klarinette, Horn und Fagott. Im Grunde nur Ludwig van Beethovens ber\u00fchmtes Septett.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/teaserbox\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\tWer | wie | was<\/p>\n<ul>\n<li class=\"manualteaser first last count1 odd layoutlinkboxteaser layoutstandard doctypeteaser\">\n<p><b>Titel<\/b> Septets \u2013 Beethoven &amp; Kreutzer<\/p>\n<p><b>Mit<\/b> Sebastian Manz, Theo Plath, Felix Klieser, Franziska H\u00f6lscher, Haesue Lee, Andrei Ionit\u0103 und Dominik Wagner<\/p>\n<p><b>Werke<\/b> Ludwig van Beethoven: Septett op. 20, Conradin Kreutzer: Septett op. 62<\/p>\n<p><b>Label<\/b> CAvi<\/p>\n<p><b>Bestellnummer<\/b> 4867306, EAN 0028948673063<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/franziskahoelscher.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Zur Website<\/a><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_490233039\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tSpitzen-Septett<\/p>\n<p>Mit dem Klarinettisten Sebastian Manz, dem Hornisten Felix Klieser und dem Fagottisten Theo Plath fand die in Berlin lebende Geigerin ein Bl\u00e4sertrio der Spitzenklasse. Mit Andrei Ionit\u0103 am Cello und Dominik Wagner am Kontrabass kamen experimentierfreudige tiefe Streicher dazu und mit Haesue Lee eine Bratschistin, die das perfekte Septett komplett machte. Schon bald wussten die Sieben: Sie wollten mehr als nur schnellen Konzerterfolg. Sie wollten tiefer hineingraben in Beethovens Septett. Der war damals erst 29 und nannte es &#8222;seine Sch\u00f6pfung&#8220;, eine Anspielung ans Werk seines Lehrers Joseph Haydn.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1436438789\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tExtrem<\/p>\n<p>Auf jegliche Weise wollten die Sieben das Septett erforschen und sich Fragen stellen, die Spontan-Ensembles etwa in der K\u00fcrze einer Festivalbegegnung nie l\u00f6sen k\u00f6nnen. &#8222;Uns ging es auch um eine Art von kompromissloser Herangehensweise. Wir sind gro\u00dfe spielerische Risiken eingegangen. Zum Beispiel bei Beethovens viel diskutierten Tempi. Wir wollten wirklich in die Substanz gehen und \u00fcberlegen: Was wollte Beethoven wirklich damit aussagen?&#8220;<\/p>\n<p>Die Sieben kamen immer wieder zu dem Schluss, dass Beethoven, selbst in diesem Fr\u00fchwerk, schon extrem sein wollte.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_1819864959\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tLeicht und gleichzeitig wuchtig<\/p>\n<p>Auf dieser Aufnahme will sich das Septett eindeutig positionieren, einen schmalen Grat zeigen, sagt H\u00f6lscher: &#8222;Zum einen haben wir in diesem Fr\u00fchwerk irgendwie noch dieses Serenadenhafte, diese Leichtigkeit. Aber trotzdem schimmert da schon dieser wuchtige Beethoven mit durch. Diese Kraft zu entwickeln, diese Kompromisslosigkeit und trotzdem noch eine gewisse Leichtigkeit mit ins Spiel zu bringen, das war uns, glaube ich allen, ganz besonders wichtig.&#8220;<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_946967872\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tScherzo<\/p>\n<p>Leichtigkeit ist auch der Schl\u00fcssel zu Beethovens Humor. Selbst versteckte Pointen versteht das Ensemble zutage zu f\u00f6rdern. &#8222;Zum Beispiel der Variationssatz ist ja mit wahnsinnigem Schalk geschrieben und hintergr\u00fcndigem Witz und Keckheit und Frechheit. Stellen Sie sich vor, man sitzt sieben Stunden im Studio und das f\u00fcnf Tage hintereinander. Und trotzdem muss man aber dieses L\u00e4cheln und diese Spielfreude und diese Unbek\u00fcmmertheit aufs Band bringen. Das war schon eine Herausforderung.&#8220; Man sp\u00fcrt in der Aufnahme, wie sehr das Werk und damit auch die sieben Musiker zu einer Kammermusikgruppe zusammenwachsen durften.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tFr\u00fchromantische Entdeckung Conradin Kreutzer<\/p>\n<p>Neben dem vollkommenen musikalischen Aufeinander-Einlassen wird der Forscherdrang des Septetts im zweiten Werk auf der CD sichtbar. Conradin Kreutzer schreib sein &#8222;Grand Septet&#8220; gut 30 Jahre nach Beethoven, 1832 wurde es verlegt. Kreutzer, der heute allenfalls Spezialisten als Opernkomponist bekannt ist, schrieb f\u00fcr dieselbe Besetzung wie sein Vorbild, in derselben Tonart \u2013 und emanzipierte sich. &#8222;Er traut sich immer mehr, auch seine eigene Pers\u00f6nlichkeit mit reinzubringen. Das ist eigentlich das Faszinierende, einfach zu sehen: Da ist jemand, der einem gro\u00dfen Vorbild nacheifert, aber der sich dann l\u00f6st und eben die eigene Note mit reinbringt. Und insofern kann ich nur eine Lanze f\u00fcr diesen Komponisten und das St\u00fcck brechen.&#8220;<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_937857739\"\/><br \/>\n\t\t\t\t\tGrand Septet zum Beethoven-Jahr<\/p>\n<p>Drei verlegte Fassungen von Kreutzers Septett durchforsteten Franziska H\u00f6lscher und ihre Mitmusiker, fanden zu einer schl\u00fcssigen vierten, die sie bald auch als Partitur herausgeben wollen. Eine wirkliche Entdeckung, die hoffentlich bald als kr\u00f6nendes Werk f\u00fcr Kammermusikfestivals auch von anderen entdeckt wird. 2027 ist Beethovens 200. Todesjahr. Franziska H\u00f6lscher und ihr Septett sind vorbereitet.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t<a name=\"articlesContList\/text_0\"\/><\/p>\n<p>\t\t\t\t\tVerlosung Album der Woche: Septets \u2013 Beethoven &amp; Kreutzer<\/p>\n<p>Stand vom 07.04.2025<\/p>\n<p><a class=\"ico ico_arrow_wide_up\" title=\"An den Anfang\" href=\"#top\">  <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bild: CAvi-music Album der Woche | 07.04. &#8211; 13.04.2025 &#8211; Septets \u2013 Beethoven &amp; Kreutzer In Coronazeiten bekam&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":17634,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1772],"tags":[29,214,30,1779,810,215],"class_list":{"0":"post-17633","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-musik","8":"tag-deutschland","9":"tag-entertainment","10":"tag-germany","11":"tag-music","12":"tag-musik","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114306727750367169","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17633","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17633"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17633\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17634"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17633"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17633"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17633"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}