{"id":176397,"date":"2025-06-09T09:11:10","date_gmt":"2025-06-09T09:11:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/176397\/"},"modified":"2025-06-09T09:11:10","modified_gmt":"2025-06-09T09:11:10","slug":"hoechst-chaotische-zugstrategie-bahn-bekommt-endlich-die-ersten-neuen-ice-l","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/176397\/","title":{"rendered":"&#8222;H\u00f6chst chaotische Zugstrategie&#8220;: Bahn bekommt endlich die ersten neuen ICE L"},"content":{"rendered":"<p>                    &#8222;H\u00f6chst chaotische Zugstrategie&#8220;<br \/>\n                Bahn bekommt endlich die ersten neuen ICE L<\/p>\n<p>\t\t\t\t              09.06.2025, 09:29 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Zu alt, zu st\u00f6ranf\u00e4llig, zu wenige Sitzpl\u00e4tze: Die Fernverkehrsflotte der Deutschen Bahn soll j\u00fcnger werden. Doch der Fahrgastverband Pro Bahn f\u00fcrchtet, dass zu schnell zu viele Z\u00fcge ausgemustert werden &#8211; und die Qualit\u00e4t des Bahnangebots dadurch weiter sinkt.<\/strong><\/p>\n<p>Die Deutsche Bahn geht davon aus, dass sie die ersten vier Z\u00fcge des neuen ICE L nach Lieferschwierigkeiten in der zweiten Jahresh\u00e4lfte entgegennehmen kann. 2026 sollen neun weitere Z\u00fcge hinzukommen, wie der Konzern mitteilt. Die Auslieferung sei aber noch von der Zulassung des Zuges durch das Eisenbahnbundesamt abh\u00e4ngig. Diese l\u00e4uft noch.<\/p>\n<p>Die Bahn hat insgesamt 79 ICE L beim spanischen Hersteller Talgo bestellt. Eigentlich sollten die ersten Z\u00fcge bereits im vergangenen Herbst durch Deutschland fahren. Lieferschwierigkeiten bei Talgo f\u00fchrten zu Verz\u00f6gerungen. Das &#8222;L&#8220; im Namen steht der Bahn zufolge f\u00fcr &#8222;Low Floor&#8220; und verweist auf den Niederflureinstieg.<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/315380534-1-.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Der ICE L stammt vom spanischen Hersteller Talgo.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/315380534-1-.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Der ICE L stammt vom spanischen Hersteller Talgo.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: picture alliance\/dpa)<\/p>\n<p>Die Bahn will mit zahlreichen neuen Z\u00fcgen ihre Fernverkehrsflotte verj\u00fcngen. Das Durchschnittsalter der ICE- und IC-Z\u00fcge soll bis 2030 von zuletzt 18 Jahren auf 12 Jahre sinken &#8211; laut Konzern ein Baustein f\u00fcr mehr Zuverl\u00e4ssigkeit auf der Schiene.<\/p>\n<p>Doch der Fahrgastverband Pro Bahn f\u00fcrchtet, dass zu viele alte Z\u00fcge ausgemustert und zu langsam durch neue ersetzt werden. Bundesvorstand Lukas Iffl\u00e4nder warnt vor weniger Zugangebot auf manchen Strecken.<\/p>\n<p>Neues Flotten-R\u00fcckgrat<\/p>\n<p>Bereits im M\u00e4rz vergangenen Jahres wurde der letzte von insgesamt 137 neuen ICE 4 von Siemens Mobility an die Bahn ausgeliefert. Die Fahrzeuge verf\u00fcgen \u00fcber mindestens 444 Sitze pro Zug und kommen auf eine Geschwindigkeit von bis zu 265 Kilometern pro Stunde: Sie bilden das R\u00fcckgrat der ICE-Flotte. Mit ihnen hat sich die Zahl der ICE-Z\u00fcge von rund 270 im Jahr 2017 auf inzwischen rund 400 erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Seit einigen Jahren l\u00e4uft zudem die Auslieferung des ICE 3 Neo, einer Neuauflage der bisherigen ICE-3-Baureihen. 90 dieser Z\u00fcge sollen bis 2028 im Betrieb sein. In diesem Jahr kommen 15 ICE 3 Neo hinzu, im n\u00e4chsten 16, wie die Bahn auf Anfrage mitteilte. Sie zeichnen sich unter anderem durch frequenzdurchl\u00e4ssige Fenster f\u00fcr besseren Handyempfang aus.<\/p>\n<p>Der Neo wird bislang auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken zwischen Nordrhein-Westfalen und M\u00fcnchen \u00fcber Frankfurt und Stuttgart eingesetzt sowie auf internationalen Verbindungen von Frankfurt nach Amsterdam und Br\u00fcssel.<\/p>\n<p>Ersatz f\u00fcr Intercity 1<\/p>\n<p>Dazu kommen die neuen ICE L, die optisch eher an Intercity-Z\u00fcge erinnern als an die bekannten ICE. &#8222;Unsere Fahrg\u00e4ste k\u00f6nnen sich beim ICE L neben dem stufenlosen Einstieg auf h\u00f6chsten Komfort freuen&#8220;, teilt die Bahn mit. &#8222;Daf\u00fcr sorgen unter anderem das neue ICE-Innendesign mit neu entwickelten Sitzen, ein tageszeitabh\u00e4ngig wechselndes Lichtambiente sowie Steckdosen und Tablethalter an jedem Platz.&#8220;<\/p>\n<p>Der ICE L soll die alten Intercity-1-Z\u00fcge abl\u00f6sen und wird nach Auslieferung zun\u00e4chst innerdeutsch eingesetzt. Er ist gleichwohl wichtiger Bestandteil der Verj\u00fcngung der Fernverkehrsflotte bei der Bahn. Die Z\u00fcge sind bis zu 230 Kilometer pro Stunde unterwegs und verf\u00fcgen \u00fcber 562 Sitzpl\u00e4tze.<\/p>\n<p> &#8222;Die Flottenstrategie von DB Fernverkehr hat das klare Ziel, die Flotte zu verj\u00fcngen und zu modernisieren, um den Betrieb zu stabilisieren&#8220;, betonte der Konzern. Das funktioniere. Die Verf\u00fcgbarkeit der ICE-4- und ICE-3-Neo-Z\u00fcge sei deutlich h\u00f6her als bei \u00e4lteren Baureihen. \u00dcber verbesserte Wartungskonzepte habe der Anteil der Antriebsst\u00f6rungen zwischen 2019 und 2024 um 58 Prozent reduziert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&#8222;Fahrzeugstrategie h\u00f6chst chaotisch&#8220;<\/p>\n<p>Zu mehr P\u00fcnktlichkeit haben die neuen Z\u00fcge bisher allerdings nicht gef\u00fchrt. Nach wie vor ist mehr als ein Drittel aller Fernz\u00fcge versp\u00e4tet unterwegs. <\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/315380378.jpg\">     <img decoding=\"async\" alt=\"Die neuen ICE L verf\u00fcgen \u00fcber fast 600 Sitzpl\u00e4tze.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/315380378.jpg\" class=\"lazyload\"\/>  <\/a>  <\/p>\n<p class=\"article__aside__caption\">Die neuen ICE L verf\u00fcgen \u00fcber fast 600 Sitzpl\u00e4tze.<\/p>\n<p class=\"article__aside__copy\">(Foto: picture alliance\/dpa)<\/p>\n<p>Auch den Fahrgastverband Pro Bahn \u00fcberzeugen die Zahlen der Bahn nicht. &#8222;Insgesamt erscheint uns die Fahrzeugstrategie h\u00f6chst chaotisch&#8220;, sagte Vorstand Iffl\u00e4nder. Er verweist vor allem auf Ausmusterungen \u00e4lterer Z\u00fcge. &#8222;Auf vielen Verbindungen werden wir weniger Sitzpl\u00e4tze bekommen, zumindest vor\u00fcbergehend, bis irgendwann mal die neuen Z\u00fcge da sind.&#8220;<\/p>\n<p>Besonders betroffen seien die Ost-West-Verbindungen Wiesbaden-Frankfurt-Leipzig-Dresden sowie Hamburg-NRW-Bonn-Frankfurt-N\u00fcrnberg-Wien, auf denen k\u00fcnftig \u00f6fter der zweite Zugteil fehlen werde. &#8222;F\u00fcr uns Fahrg\u00e4ste bedeutet das kurz und knapp: Es wird eng und voll. Verkehrswende &#8211; nein, danke.&#8220;<\/p>\n<p>Bahn verkauft KISS-Z\u00fcge<\/p>\n<p>Konkret hat die Bahn im April dieses Jahres 14 \u00e4ltere ICE 3 der Baureihe 406 aus dem Betrieb genommen. Zehn weitere Z\u00fcge der Baureihe 415 &#8211; der sogenannte ICE T &#8211; gelten ebenfalls als st\u00f6ranf\u00e4llig und wartungsintensiv und sollen schrittweise bis zum Jahresende in Ruhestand gehen.<\/p>\n<p>Hinzu kommen rund drei Dutzend ICE-2-Z\u00fcge, die bereits seit 1996 im Einsatz sind. Bis Ende 2027 sollen sie nach und nach aus dem Verkehr genommen werden. Schlie\u00dflich hat die Bahn k\u00fcrzlich 17 Doppelstockz\u00fcge vom Typ &#8222;Intercity 2 KISS&#8220; an die \u00d6sterreichische Bundesbahn verkauft. Die Bahn hatte die Z\u00fcge erst 2019 gebraucht erworben, &#8222;um Lieferprobleme bei anderen Fahrzeugen zu \u00fcberbr\u00fccken&#8220;, wie es hie\u00df. Diese seien inzwischen behoben.<\/p>\n<p>Flottenzahl wird schwanken<\/p>\n<p>Es sei fraglich, ob die wegfallenden Z\u00fcge durch die teils verz\u00f6gerten Neuzug\u00e4nge schnell genug ersetzt werden k\u00f6nnten, betonte Iffl\u00e4nder. Die Folgen seien schon jetzt sichtbar. &#8222;Der Fr\u00fchzug ab Leipzig entf\u00e4llt zum Fahrplanwechsel, weil er bisher mit einem f\u00fcnfteiligen ICE T gefahren wird, die zum Fahrplanwechsel abgestellt werden sollen&#8220;, sagte er.<\/p>\n<p>Die Bahn r\u00e4umt ein, dass die ICE-Flottenzahl in den kommenden Jahren infolge der Ausmusterungen und des Zulaufs neuer Z\u00fcge leichten Schwankungen unterliegen werde. Mittelfristig verbleibe die Zahl aber &#8222;auf vergleichbarem Niveau bei steigenden Sitzplatzzahlen&#8220;.<\/p>\n<p>Iffl\u00e4nder ist skeptisch. &#8222;Auf dem Papier w\u00e4chst zwar theoretisch bis 2029 die Sitzplatzkapazit\u00e4t, praktisch sinkt sie aber wegen schlechter Flottenverf\u00fcgbarkeit, da auch neuwertige Fahrzeuge inzwischen oft defekt vor den Werken stehen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#8222;H\u00f6chst chaotische Zugstrategie&#8220; Bahn bekommt endlich die ersten neuen ICE L 09.06.2025, 09:29 Uhr Artikel anh\u00f6ren Diese Audioversion&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":176398,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[2030,29,30,13,2229,14,15,12,10,8,9,11,55,2869],"class_list":{"0":"post-176397","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-deutsche-bahn","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-headlines","12":"tag-ice","13":"tag-nachrichten","14":"tag-news","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-top-news","17":"tag-top-meldungen","18":"tag-topmeldungen","19":"tag-topnews","20":"tag-wirtschaft","21":"tag-zugverkehr"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114652635747531958","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/176397","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=176397"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/176397\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/176398"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=176397"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=176397"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=176397"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}