{"id":176805,"date":"2025-06-09T13:01:09","date_gmt":"2025-06-09T13:01:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/176805\/"},"modified":"2025-06-09T13:01:09","modified_gmt":"2025-06-09T13:01:09","slug":"fuechse-berlin-erster-meistertitel-dank-welthandballer-mathias-gidsel-sport","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/176805\/","title":{"rendered":"F\u00fcchse Berlin: Erster Meistertitel dank Welthandballer Mathias Gidsel &#8211; Sport"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Kurz vor dem Ende des Spiels der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/F%C3%BCchse_Berlin\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">F\u00fcchse Berlin<\/a> gegen die Rhein-Neckar L\u00f6wen wurde es unheimlich. War dieser Berliner Spieler mit der Nummer 19 vielleicht doch kein Mensch? Mathias Gidsel hatte eine kleine Wunde am linken Knie, normalerweise m\u00fcssen derlei Verletzungen umgehend behandelt werden, damit kein anderer Spieler mit dem Blut des Blessierten in Ber\u00fchrung kommt. Doch bevor der D\u00e4ne das Feld verlassen musste, konnte er den Schiedsrichtern glaubhaft versichern, dass gar kein Blut floss.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Kann Gidsel nicht bluten, weil irgendein Hochleistungskraftstoff durch seine Adern flie\u00dft? Die Leistungen des 26-J\u00e4hrigen werden regelm\u00e4\u00dfig mit Attributen wie \u201e\u00fcberirdisch\u201c oder \u201eroboterhaft\u201c geadelt, der Linksh\u00e4nder scheint die Grenzen seiner Leistungsf\u00e4higkeit immer weiter nach oben zu verschieben und sammelt einen Rekord nach dem anderen. Er hat die D\u00e4nen mit der olympischen Bestmarke von 62 Toren zur Goldmedaille gef\u00fchrt, wie auch zum Weltmeistertitel im Februar, er sticht sogar aus diesem Weltklasse-Ensemble regelm\u00e4\u00dfig heraus.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Zur Beruhigung aller Verschw\u00f6rungstheoretiker: Mathias Gidsel ist weder ein Au\u00dferirdischer noch eine Maschine, er ist einfach nur der beste Handballer des Erdballs. \u201eEr ist alles f\u00fcr uns. Mathias treibt alle an, er macht alle besser. Er ist nicht nur der beste Spieler der Welt, ich glaube sogar, es hat nie einen besseren gegeben\u201c, erkl\u00e4rte Berlins Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Bob Hanning.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Am Sonntagabend verdiente sich der Welthandballer den n\u00e4chsten Eintrag in die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Handball\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Handball<\/a>-Geschichtsb\u00fccher, indem er die F\u00fcchse Berlin mit zehn Treffern zu einem 38:33-Sieg gegen die Mannheimer f\u00fchrte und damit zu ihrem ersten deutschen Meistertitel.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Einfach nicht zu stoppen: Mathias Gidsel setzt sich gegen Steven Plucnar Jacobsen und Olle Forsell Schefvert (v.l.) durch, der d\u00e4nische Olympiasieger war einmal mehr bester Akteur auf dem Parkett.\" data-manual=\"overline, headerImageCaption, headerImageSrc, headerImageSrcSet\" data-testid=\"responsive-image\" loading=\"lazy\"  src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/9cc4b85c-1768-4689-b5ae-0cb042c2e4ef.jpeg\"  role=\"button\" tabindex=\"0\" class=\"css-y4bre2\"\/>Einfach nicht zu stoppen: Mathias Gidsel setzt sich gegen Steven Plucnar Jacobsen und Olle Forsell Schefvert (v.l.) durch, der d\u00e4nische Olympiasieger war einmal mehr bester Akteur auf dem Parkett. (Foto: Oliver Zimmermann\/Foto2press\/Imago)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Es war das w\u00fcrdige Finale einer packenden Saison, die zwischenzeitlich ein Sechskampf um den Titel in der weltbesten Liga gewesen war. Dann verabschiedeten sich Flensburg, Kiel und Hannover aus dem Titelrennen, ehe auch Melsungen nach einer Niederlage in Berlin entscheidend zur\u00fcckfiel. So kam es zum Showdown im Fernduell der F\u00fcchse mit Magdeburg, das zwar sicher in Bietigheim gewann, aber mit einem Punkt R\u00fcckstand ins Ziel kam. F\u00fcr Berlin war es die Kr\u00f6nung einer nahezu perfekten Saison \u2013 und die Vollendung einer langen Reise, wie sich Hanning erinnerte.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Mit dem Meistertitel ist es ihm gelungen, nach dem Sieg im Pokal, der European League und der Vereins-Weltmeisterschaft seinem Werk die Krone aufzusetzen. Vor zwei Jahrzehnten entwickelte er die Idee, in der st\u00e4rksten Liga der Welt mit vorwiegend eigenen Talenten zu bestehen. Vor sechs Jahren installierte er in Jaron Siewert den j\u00fcngsten Bundesliga-Trainer aller Zeiten, der mittlerweile 31-J\u00e4hrige wurde gerade zum Trainer der Saison gew\u00e4hlt. Dieses eingeschworene Team verst\u00e4rkte Hanning sukzessive mit Topspielern wie dem D\u00e4nen Lasse Andersson oder dem Schweden Max Darj. Der entscheidende Schritt gelang mit der Verpflichtung des Welthandballers Gidsel, der seinen Vertrag trotz zahlreicher Offerten im Februar bis 2029 verl\u00e4ngerte.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste H\u00f6hepunkt wartet schon: Am Wochenende spielt Berlin in K\u00f6ln im Final Four der Champions League<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Am Saisonfinale in der mit 13 200 Zuschauern ausverkauften Mannheimer Arena hatte Hanning allerdings keine Freude, wie er hernach zugab. Die L\u00f6wen verlangten dem neuen Meister alles ab, dominierten das Spiel in der ersten Halbzeit (20:17) und lagen bis zur 40. Minute in F\u00fchrung. Mit einem einfachen Rezept: Sie kopierten das Spiel der G\u00e4ste, mit dem diese in den vergangenen 19 Spielen ungeschlagen blieben, lediglich zweimal hatten die F\u00fcchse auf fremden Terrain einen Z\u00e4hler abgeben m\u00fcssen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">So wie normalerweise die Berliner aus einer starken Abwehr heraus die Gegner mit ihrem Tempospiel \u00fcberrollen, setzten nun die L\u00f6wen den G\u00e4sten zu. Zupass kam dieser Strategie, dass die F\u00fcchse-Abwehr \u00fcberraschend schwach agierte und Torh\u00fcter Dejan Milosavljev kaum einen Ball zu fassen bekam. Folglich hatten die G\u00e4ste gar keine Gelegenheit, ihre schnellen Konter zur Auff\u00fchrung zu bringen; auch, weil die L\u00f6wen 40 Minuten lang in der Offensive nahezu fehlerlos agierten. Orchestriert von einem famosen Juri Knorr, der sich w\u00fcrdig in Richtung des d\u00e4nischen Spitzenteams Aalborg verabschiedete und seine Leistung mit elf Treffern kr\u00f6nte. Diese Phase mitansehen zu m\u00fcssen, verglich Hanning mit einer Wurzelbehandlung beim Zahnarzt \u2013 ohne Narkose.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Dass die F\u00fcchse die Ruhe bewahrten, lag schlicht an ihrer individuellen Klasse. Nationalspieler Nils Lichtlein und Andersson sind stets zu erfolgreichen Durchbr\u00fcchen in der Lage \u2013 und wenn nichts mehr geht im Angriff, dann geht der Ball eben zu Gidsel. Der 1,90 Meter gro\u00dfe Linksh\u00e4nder ist die personifizierte Torgefahr: Blitzschnelle Antritte und Finten, ein unb\u00e4ndiger Zug zum Tor und ein nahezu unersch\u00f6pfliches Wurfrepertoire zeichnen ihn aus, Gidsel ist im Eins-gegen-eins-Spiel nie zu halten und trifft aus allen Lagen.\u00a0 \u201eWir haben uns in der Pause gesagt, wir sind die beste Mannschaft der Welt, also spielen wir auch so\u201c, erkl\u00e4rte der D\u00e4ne die Wende.<\/p>\n<p>Nach dem Triumph g\u00f6nnten sich die Berliner einen Charterflug zur Feier ins Berliner Strandbad Badeschiff mit 2000 Fans<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Demnach war es blo\u00df eine Frage der Zeit, wann die F\u00fcchse ins Spiel kommen w\u00fcrden. Sp\u00e4testens als sich Milosavljev im Tor steigerte, nahm der Berliner Triumphzug seinen Lauf. Bester Werfer war Neu-Nationalspieler Tim Freih\u00f6fer, auch einer aus dem Nachwuchspool der Berliner, mit elf Toren. Der 22-J\u00e4hrige profitierte als \u00e4u\u00dferst sicherer Siebenmetersch\u00fctze ebenfalls von Gidsels rasantem Spiel, das meist nur regelwidrig zu unterbinden ist.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Nach der Ehrung in Mannheim bestiegen die F\u00fcchse, ebenfalls ein Novum, einen Charterflieger, um m\u00f6glichst schnell zu den Feierlichkeiten im Berliner Strandbad Badeschiff mit 2000 Fans zu kommen. Allzu viel Sause l\u00e4sst Trainer Siewert nicht zu, schon am kommenden Wochenende steht der ultimative Saisonh\u00f6hepunkt auf dem Programm: Die F\u00fcchse spielen im Halbfinale der Champions League beim Final Four in K\u00f6ln gegen Nantes, das zweite Halbfinale bestreiten Magdeburg und Barcelona. Dann k\u00f6nnten sich die beiden deutschen Klubs wiedetreffen, im Finale.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1ylqqlw\">Mathias Gidsel wollte daran noch keinen Gedanken verschwenden, Bob Hanning schon: Er bef\u00fcrchtet eine weitere Wurzelbehandlung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kurz vor dem Ende des Spiels der F\u00fcchse Berlin gegen die Rhein-Neckar L\u00f6wen wurde es unheimlich. 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