{"id":176945,"date":"2025-06-09T14:14:29","date_gmt":"2025-06-09T14:14:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/176945\/"},"modified":"2025-06-09T14:14:29","modified_gmt":"2025-06-09T14:14:29","slug":"40-000-korallen-aus-wolle-wie-ein-museum-den-meeresgrund-nachbaut-ndr-de-kultur-kunst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/176945\/","title":{"rendered":"40.000 Korallen aus Wolle: Wie ein Museum den Meeresgrund nachbaut | NDR.de &#8211; Kultur &#8211; Kunst"},"content":{"rendered":"<p>\nStand: 09.06.2025 09:47 Uhr\n<\/p>\n<p class=\"preface\">Im Internationalen Maritimen Museum Hamburg zeigt die Ausstellung &#8222;Korallen &#8211; Farbenspiel in Kunst und Wissenschaft&#8220;, wie faszinierend das Leben im Meer ist &#8211; und wie verletzlich zugleich.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/storch1620.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Franziska Storch<\/a><\/p>\n<p>40.000 geh\u00e4kelte Korallen in allen Farben bilden sechs k\u00fcnstliche Korallenriffe. Wie ein Fisch f\u00fchlt man sich, wenn man vorbeil\u00e4uft an den schillernd bunten Riffen. Die niedrige Raumdecke in dem ehemaligen Speicher wirkt wie die nahe Wasseroberfl\u00e4che. Gro\u00df und Klein sind begeistert. Ein M\u00e4dchen erz\u00e4hlt: &#8222;Ich hab auch schon mal Korallen gesehen, als ich im Urlaub getaucht habe. Und ich finde, dass die genauso aussehen!&#8220;<\/p>\n<p>Sechs Lkw-Ladungen Woll-Korallen f\u00fcrs Maritime Museum\u00a0\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/korallen142_v-contentgross.jpg\" class=\"zoomimage\" title=\"\u00dcber 40.000 geh\u00e4kelte Korallen bilden im Internationalen Maritimen Museum Hamburg sechs farbenfrohe Riffe - ein Gemeinschaftskunstwerk aus aller Welt. \u00a9 Maritimes Museum Hamburg\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/korallen142_v-contentgross.jpg\" alt=\"Ein langer Ausstellungsraum mit dunklem Holzboden und Backsteinw\u00e4nden zeigt zahlreiche farbenpr\u00e4chtige, geh\u00e4kelte Koralleninstallationen. Die kunstvollen Riffe stehen in Reihen auf schwarzen Sockeln und leuchten in Blau, Rot, Wei\u00df, Pink und Violett. \u00a9 Maritimes Museum Hamburg \" title=\"Ein langer Ausstellungsraum mit dunklem Holzboden und Backsteinw\u00e4nden zeigt zahlreiche farbenpr\u00e4chtige, geh\u00e4kelte Koralleninstallationen. Die kunstvollen Riffe stehen in Reihen auf schwarzen Sockeln und leuchten in Blau, Rot, Wei\u00df, Pink und Violett.\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p><\/a><br \/>\n\u00dcber 40.000 geh\u00e4kelte Korallen bilden im Internationalen Maritimen Museum Hamburg sechs farbenfrohe Riffe &#8211; ein Gemeinschaftskunstwerk aus aller Welt.<\/p>\n<p>Damit alle Tentakel, R\u00f6hren und Puschel gut sitzen, haben drei Frauen aus Baden-Baden einen langen Tag die Korallen liebevoll frisiert und zurecht gezupft, erz\u00e4hlt Kurator Patrick Riviere. Die Anlieferung sei eine echte Herausforderung gewesen: &#8222;Es ging buchst\u00e4blich um Zentimeter, ob wir die riesigen Kisten \u00fcberhaupt ins Geb\u00e4ude bekommen. Letztlich haben wir sie au\u00dfen \u00fcber die Windentore hereingelassen &#8211; durch den normalen Eingang w\u00e4re das unm\u00f6glich gewesen.&#8220; Sechs Lkw-Ladungen voller Korallen waren es insgesamt. &#8222;Die Kisten sind so gro\u00df, dass man glatt hindurchlaufen k\u00f6nnte.&#8220;<\/p>\n<p>Die Riffe sind eine riesige Gemeinschaftsarbeit. Die australischen K\u00fcnstlerinnen Christine und Margaret Wertheim hatten zum Mitmachen aufgerufen. 2021 konnte weltweit jede und jeder geh\u00e4kelte Korallen ans Museum Frieder Burda in Baden-Baden senden. Dazu gab es auch H\u00e4kelanleitungen und H\u00e4kelempfehlungen.<\/p>\n<p>Einsendungen mit H\u00e4kelarbeiten aus alles Welt\u00a0<\/p>\n<p>Insgesamt gingen rund 40.000 geh\u00e4kelte Korallen beim Museum Frieder Burda ein &#8211; ein regelrechter Ansturm. &#8222;Ich m\u00f6chte mir gar nicht vorstellen, wie es damals in der Poststelle ausgesehen hat&#8220;, sagt Kurator Riviere. Gemeinsam mit der Kunstwerkstatt des Museums \u00fcberlegten die K\u00fcnstlerinnen Christine und Margaret Wertheim dann: Wie lassen sich aus all diesen Einsendungen sechs eigenst\u00e4ndige Riffe gestalten?<\/p>\n<p>Jedes dieser Riffe hat andere Farben: eines ist eher schwarz und blau, das n\u00e4chste mehr pink und rot. Und alle glitzern auf ihre Weise. Das kommt vor allem bei Kindern gut an. &#8222;Ich finde die Korallen richtig h\u00fcbsch &#8211; und total cool, dass sie aus Wolle gemacht sind&#8220;, sagt ein M\u00e4dchen. &#8222;Ich mag das Glitzernde und die ganzen bunten Farben.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Plastikm\u00fcll ist ein riesiges Problem f\u00fcr die Korallen&#8220;\u00a0<\/p>\n<p>Auch die Verschmutzung der Meere durch Plastikm\u00fcll wird thematisiert. &#8222;Das ist ein riesiges Problem&#8220;, sagt Riviere. &#8222;Wir stehen hier gerade vor einer Koralle, in die ein Plastikring aus einem Bier-Sixpack eingearbeitet wurde \u2013 genau so ein Teil, wie es auch im Ozean treibt. Viele Strukturen wurden zudem mit Kabelbindern geformt, um die spitzen Formen der Korallen realistisch nachzubilden.&#8220;<\/p>\n<p>Weitere Informationen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/korallenriffe102_v-contentgross.jpg\" alt=\"Die Korallenbleiche vor Fakarava, Tuamotu-Archipel. \u00a9 picture alliance Foto: Reinhard Dirscherl\" title=\"Die Korallenbleiche vor Fakarava, Tuamotu-Archipel.\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>22 Min<\/p>\n<p>\nAustralien meldet die gr\u00f6\u00dfte Korallenbleiche, die jemals gemessen wurde. 11KM taucht ab \u2013 mit Forschern und Forscherinnen, die weltweit etwas gegen die Bleiche unternehmen wollen.<br \/>\n<a title=\"Zum Audiobeitrag: Die gro\u00dfe Bleiche: Sind die Korallen noch zu retten?\" href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/info\/Die-grosse-Bleiche-Sind-die-Korallen-noch-zu-retten,audio1617396.html\" class=\"cta \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">22 Min<\/a>\n<\/p>\n<p>Wenn man dicht rangeht, erkennt man all das Plastik. Im hinteren Teil von Deck 1 kann man dann sogar echte Korallen sehen. Kuratorin Sonja Sch\u00e4fer hat den naturwissenschaftlichen Teil betreut. Die Korallen stammen aus dem Museum der Natur in Hamburg. Versteinerte Korallen, eingelegte Korallen, gebleichte Korallen. Korallenbleiche, davon hat dieser Junge schon geh\u00f6rt: &#8222;Wenn Korallen in eine schlechte Umgebung oder verschmutztes Wasser kommen, sterben sie schneller ab und werden dann grau.&#8220;<\/p>\n<p>Ausstellung zeigt verbotenen Korallen-Schmuck\u00a0<\/p>\n<p>Korallen gibt es zwar schon ewig, aber durch den Menschen sind sie gef\u00e4hrdet. Und damit auch die unz\u00e4hligen Meeresbewohner, denen sie ein Zuhause bieten. Eine Vitrine \u00fcberrascht zun\u00e4chst: Schmuck mit Korallen in Schwarz und Rot. Inzwischen ist das verboten. Der Kurator wei\u00df, was passiert, wenn Touristen nach Deutschland einreisen und der Zoll Korallenschmuck entdeckt: &#8222;Dann wird der Schmuck beschlagnahmt und kommt in die Sammlung des Museums der Natur. Einige Beispiele &#8211; Ohrringe, Ketten und mehr &#8211; zeigen wir hier in der Ausstellung.&#8220;<\/p>\n<p>Der kritische Blick wird im naturwissenschaftlichen Teil eindringlicher. Die Botschaft der geh\u00e4kelten Riffe bleibt jedoch positiv: Auch wenn M\u00fcll die Riffe gef\u00e4hrdet &#8211; gemeinsam k\u00f6nnen wir es schaffen, etwas aufzubauen und zu erhalten.<\/p>\n<p>40.000 Korallen aus Wolle: Wie ein Museum den Meeresgrund nachbaut<\/p>\n<p>Die geh\u00e4kelten Korallenriffe zeigen im Maritimen Museum Hamburg, wie sch\u00f6n und zugleich verletzlich die Unterwasserwelt ist.<\/p>\n<dl>\n<dt>Art:<\/dt>\n<dd>Ausstellung<\/dd>\n<dt>Datum:<\/dt>\n<dd> 25.04.2025, 10:00 Uhr<\/dd>\n<dt>Ende:<\/dt>\n<dd> 10.08.2025<\/dd>\n<dt>Ort:<\/dt>\n<dd>\n<p>Internationales Maritimes Museum Hamburg<br \/>Koreastra\u00dfe 1<br \/>20457\u00a0Hamburg\n<\/dd>\n<\/dl>\n<p><a class=\"button\" title=\"Laden Sie diese Veranstaltung in die Terminkalender Anwendung ihres Computers\" href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/kunst\/hamburg\/korallen148-termin.ics\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">In meinen Kalender eintragen<\/a><\/p>\n<p>Dieses Thema im Programm:<\/p>\n<p>NDR 90,3 |<br \/>\nDas Hamburger Hafenkonzert |<br \/>\n08.06.2025 | 06:00 Uhr<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/ndr_printlogo.gif\" alt=\"NDR Logo\" title=\"NDR Logo\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 09.06.2025 09:47 Uhr Im Internationalen Maritimen Museum Hamburg zeigt die Ausstellung &#8222;Korallen &#8211; Farbenspiel in Kunst und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":176946,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1826],"tags":[5252,2076,2704,29,30,692,59906,16187,2147,438,439,440],"class_list":{"0":"post-176945","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-hamburg","8":"tag-artenschutz","9":"tag-ausstellung","10":"tag-ausstellungen","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-hamburg","14":"tag-korallen-farbenspiel-in-kunst-und-wissenschaft","15":"tag-meer-und-kueste","16":"tag-museen","17":"tag-ndr","18":"tag-norddeutscher-rundfunk","19":"tag-norddeutschland"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114653827277355621","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/176945","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=176945"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/176945\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/176946"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=176945"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=176945"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=176945"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}