{"id":17758,"date":"2025-04-09T08:09:10","date_gmt":"2025-04-09T08:09:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/17758\/"},"modified":"2025-04-09T08:09:10","modified_gmt":"2025-04-09T08:09:10","slug":"bericht-von-amnesty-wm-gastgeber-saudi-arabien-zahl-der-hinrichtungen-verdoppelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/17758\/","title":{"rendered":"Bericht von &#8222;Amnesty&#8220;: WM-Gastgeber Saudi-Arabien &#8211; Zahl der Hinrichtungen verdoppelt"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 08.04.2025 10:29 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Die Zahl der Hinrichtungen im Gastgeberland der Fu\u00dfball-WM 2034 Saudi-Arabien erreichte im vergangenen Jahr einen neuen H\u00f6chststand.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.sportschau.de\/sendung\/reporter\/marcus-bark,autor-marcus-bark-100.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Marcus Bark\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/marcus-bark-102.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMindestens 345 Menschen seien im vergangenen Jahr in Saudi-Arabien exekutiert worden, schreibt Amnesty International in dem am Dienstag (08.04.2025) ver\u00f6ffentlichten &#8222;Todesstrafenbericht&#8220;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEntgegen der Versprechungen des faktischen Herrschers Mohammed bin Salman, die Zahl der Exekutionen zu senken, habe sich die Zahl 2024 in Saudi-Arabien damit verdoppelt. Im Jahr zuvor waren 172 Menschen hingerichtet worden. Unter den Hingerichteten seien auch Frauen gewesen.<\/p>\n<p>    Verfahren h\u00e4ufig &#8222;nicht fair&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAmnesty bem\u00e4ngelt, dass die Todesstrafe in Saudi-Arabien h\u00e4ufig nach Verfahren ausgesprochen worden sei, die unter rechtsstaatlichen Gesichtspunkten als &#8222;nicht fair&#8220; eingestuft werden m\u00fcssten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Insbesondere im Iran und in Saudi-Arabien wird die Todesstrafe eingesetzt, um all jene mundtot zu machen, die mutig genug sind, ihre Meinung zu sagen&#8220;, sagte Julia Duchrow, Generalsekret\u00e4rin von Amnesty International in Deutschland. Explizit wurde der Gastgeber der Fu\u00dfball-WM 2034 noch an anderer Stelle erw\u00e4hnt: &#8222;Auch die saudischen Beh\u00f6rden setzten die Todesstrafe ein, um politisch Andersdenkende zum Schweigen zu bringen und Angeh\u00f6rige der schiitischen Minderheit des Landes zu bestrafen, weil sie zwischen 2011 und 2013 regierungskritische Proteste unterst\u00fctzt hatten.&#8220;<\/p>\n<p>    Amnesty bem\u00e4ngelt generelle Menschenrechtslage in Saudi-Arabien<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAmnesty International bewertet die Menschenrechtslage in Saudi-Arabien seit Jahren kritisch. Die Rechte von Frauen seien sehr eingeschr\u00e4nkt, es gebe weder eine Meinungs- noch Pressefreiheit. Der Weltfu\u00dfballverband FIFA h\u00e4tte die Weltmeisterschaft daher auch aufgrund der eigenen Vorgaben nicht an das K\u00f6nigreich am Persischen Golf vergeben d\u00fcrfen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIm Dezember 2024 ver\u00f6ffentlichte Amnesty zudem einen Bericht, in der die Bef\u00fcrchtung ge\u00e4u\u00dfert wurde, dass wie in Katar viele Menschen auf den WM-Baustellen ausgebeutet und sogar ums Leben kommen w\u00fcrden. &#8222;Die FIFA wei\u00df, dass Arbeitsmigrant*innen ausgebeutet werden und sogar sterben, wenn es in Saudi-Arabien keine grundlegenden Reformen gibt. Und trotzdem hat sie sich dazu entschlossen, weiterzumachen. Damit geht die Organisation das Risiko ein, f\u00fcr die vielen zu erwartenden Menschenrechtsverletzungen die Verantwortung tragen zu m\u00fcssen&#8220;, sagte Steve Cockburn, Experte f\u00fcr Sport und Menschenrechte bei Amnesty International.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><a href=\"https:\/\/www.sportschau.de\/fussball\/vor-wm-vergabe-2034-vorwuerfe-gegen-saudi-arabien,wm-saudi-arabien-fifa-102.html\" title=\"Bericht Human Rights Watch: Vor WM-Vergabe 2034: Vorw\u00fcrfe gegen Saudi-Arabien\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Auch die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW)\u00a0 hatte im Dezember 2024 Zwangsarbeit, Lohndiebstahl, Arbeit bei extremer Hitze oder fehlenden Rechtsschutz bem\u00e4ngelt. Das Vers\u00e4umnis, die Arbeitskr\u00e4fte entsprechend zu sch\u00fctzen, f\u00fchre h\u00f6chstwahrscheinlich dazu, dass auch die WM 2034 &#8222;mit weitreichenden Rechtsverletzungen behaftet sein wird&#8220;, so HRW.<\/a><\/p>\n<p>    &#8222;Immer ein Versto\u00df gegen Menschenrechte&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch wenn die Mehrzahl der weltweiten Todesstrafen wegen Drogendelikten ausgesprochen werde, wie es in Saudi-Arabien meistens der Fall sei, versto\u00dfe die Todesstrafe &#8222;immer gegen die Menschenrechte&#8220;, weil dazu auch das Recht auf Leben geh\u00f6re, so Amnesty International.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nInsofern richtet sich die Kritik von Amnesty auch gegen die USA, die 2026 zusammen mit Mexiko und Kanada die Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft ausrichten wird. Im vergangenen Jahr wurde In den Vereinigten Staaten 25-mal ein Todesurteil vollstreckt.<\/p>\n<p>    Kritik auch an US-Pr\u00e4sident Trump<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUS-Pr\u00e4sident Donald Trump, der seine zweite Amtszeit am 20. Januar 2025 begann, unterzeichnete einen Tag sp\u00e4ter ein Dekret, dass Todesstrafen wieder vollstreckt werden sollen. Unter seinem Vorg\u00e4nger Joe Biden war 2021 ein Moratorium auf Bundesebene in Kraft getreten. W\u00e4hrend Trumps erster Amtszeit von 2016 bis 2020 wurden 13 Menschen in den USA hingerichtet, mehr als je unter jedem anderen US-Pr\u00e4sidenten zuvor.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTrump behauptet, die Todesstrafe schrecke ab und sch\u00fctze so etwa vor M\u00f6rdern und Vergewaltigern. Dazu schreibt Amnesty International: &#8222;Die entmenschlichenden \u00c4u\u00dferungen Trumps stricken weiter an dem M\u00e4rchen, dem zufolge die Todesstrafe Menschen besonders davon abschreckt, Straftaten zu begehen. Das ist falsch. Die Todesstrafe verhindert keine Verbrechen. Das ist wissenschaftlich gut belegt.&#8220;<\/p>\n<p>    Zahl der Hinrichtungen in China wohl deutlich h\u00f6her<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Zahl der weltweit hingerichteten Menschen habe mit mindestens 1.518 einen H\u00f6chststand erreicht, seitdem die Menschenrechtsorganisation 2015 begann, den Report zu erstellen. Die meisten der Todesurteile wurden demnach in China, Iran, Saudi-Arabien, Irak und Jemen vollstreckt. Amnesty verweist dabei auf dokumentierte Hinrichtungen \u2013 die tats\u00e4chliche Zahl d\u00fcrfte deutlich h\u00f6her liegen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nSo sind die mutma\u00dflich Tausende Hinrichtungen in China nicht ber\u00fccksichtigt, weil dazu keine Daten vorl\u00e4gen. F\u00fcr Nordkorea und Vietnam gebe es ebenfalls keine Angaben. Das wahre Ausma\u00df bei der Anwendung der Todesstrafe werde deshalb nur teilweise in dem Bericht erfasst, hei\u00dft es.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 08.04.2025 10:29 Uhr Die Zahl der Hinrichtungen im Gastgeberland der Fu\u00dfball-WM 2034 Saudi-Arabien erreichte im vergangenen Jahr&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":17759,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[347,13,130,14,15,4769,12,10,8,9,11,103,104],"class_list":{"0":"post-17758","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-fussball","9":"tag-headlines","10":"tag-menschenrechte","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-saudi-arabien","14":"tag-schlagzeilen","15":"tag-top-news","16":"tag-top-meldungen","17":"tag-topmeldungen","18":"tag-topnews","19":"tag-welt","20":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114306991044929095","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17758","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17758"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17758\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17759"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17758"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17758"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17758"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}