{"id":178214,"date":"2025-06-10T02:16:13","date_gmt":"2025-06-10T02:16:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/178214\/"},"modified":"2025-06-10T02:16:13","modified_gmt":"2025-06-10T02:16:13","slug":"streichholz-kuenstler-maxim-wakultschik-im-portraet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/178214\/","title":{"rendered":"Streichholz-K\u00fcnstler Maxim Wakultschik im Portr\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Der Weg in Maxim Wakultschiks Reich f\u00fchrt eine Rampe hinunter. Auf rund 400 Quadratmetern in einem Unterbilker Hinterhof haben der K\u00fcnstler und sein Team viel Platz, um sich kreativ auszuleben. Zum Atelier geh\u00f6ren Lagerfl\u00e4chen, ein B\u00fcro, eine gem\u00fctliche K\u00fcche und ein kleines Fotostudio. Bei einem Rundgang erz\u00e4hlt Wakultschik, wie die zu seinem Markenzeichen gewordenen Bilder aus Streichh\u00f6lzern entstehen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eIch kaufe immer alles auf, was es an Streichh\u00f6lzern gibt\u201c, sagt er und zeigt auf Regalreihen mit K\u00e4stchen voller bunter H\u00f6lzchen, fein s\u00e4uberlich nach Farbt\u00f6nen sortiert. Die Motive, meist Frauenportr\u00e4ts oder Ausschnitte von Gesichtern, wie ein Auge oder die Mundpartie, werden auf Papier vorgezeichnet. Danach beginnt die fast schon meditative Feinarbeit, die tausenden H\u00f6lzchen zu positionieren, bis ein dreidimensionales Bild daraus entsteht.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dabei ist der geb\u00fcrtige Wei\u00dfrusse l\u00e4ngst nicht nur auf die H\u00f6lzchen festgelegt. Sein Stil spielt mit den visuellen Effekten, l\u00e4sst die Betrachtenden Dreidimensionalit\u00e4t neu erfahren. Durch eine besondere Relieftechnik, die mit Falten und unterschiedlichen Ebenen arbeitet, bekommen seine Bilder Tiefe und er\u00f6ffnen je nach Blickwinkel ganz neue Perspektiven. Mit seinen Arbeiten sprengt er die Grenzen zwischen der flachen realistischen Malerei und Objektkunst, macht sie vielmehr flie\u00dfend, verarbeitet nat\u00fcrliche Materialen wie Holz und Papier, mit Metall und Plexiglas. Damit hat er sich international einen Namen gemacht, mit Ausstellungen in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/houston\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Houston<\/a> (Texas\/USA), Seoul, Istanbul, Wien, Luzern, Peking, Athen, Taipeh, den Niederlanden, <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/belgien\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Belgien<\/a> und Spanien.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wakultschik spr\u00fcht vor Ideen. Kunst ist f\u00fcr ihn Vision. Er sehe sich selbst als eine Art Impulsgeber, der andere dazu bringt, Teil eines Kunstwerks zu werden, erz\u00e4hlt der 52-j\u00e4hrige bei einer Tasse Tee in der Wohnk\u00fcche seines Ateliers. So wie k\u00fcrzlich bei einem Happening, das er in den Rudas Studios inszeniert hat. <br \/>\u201eDas Spannende dabei ist, dass ich nicht wei\u00df, was passieren wird, und die Leute, die dabei sind, ebensowenig\u201c, bilanziert er. Genau darin liege der Reiz. Dieses Flie\u00dfende und Unerwartete sind der Kontrast zu seinen minuti\u00f6s geplanten Streichholz-Bildern.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Aber auch da tritt Wakultschiknicht auf der Stelle, wagt das Experiment und entwickelt die Ideen weiter. \u201eDerzeit arbeite ich mit fluoreszierenden Farben\u201c, sagt er und zeigt auf ein erst k\u00fcrzlich fertig gestelltes Frauenportr\u00e4t, das durch die leuchtende Farbgebung einen ganz besonderen Reiz bekommen hat. \u201eDer Effekt verst\u00e4rkt sich noch, wenn es in einem dunklen Raum h\u00e4ngt, wie in einem Club zum Beispiel\u201c, erkl\u00e4rt der in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/minsk\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Minsk<\/a> geborene Maler und Objekt-K\u00fcnstler.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Sein Wissen m\u00f6chte Wakultschikgern weitergeben. Der Wahl-D\u00fcsseldorfer kann sich vorstellen, mit Kindern zu arbeiten, sie an die Kunst heranzuf\u00fchren, um \u201eihre Kreativit\u00e4t zu f\u00f6rdern\u201c, wie er betont. Dabei hat Wakultschik seine eigene Ausbildung im Hinterkopf, denn \u201eauf dem Lyzeum der bildenden K\u00fcnste Minsk, dass ich besucht habe, war der Unterricht breit aufgestellt. Wir haben verschiedenste Disziplinen kennen gelernt und das zahlt sich heute f\u00fcr mich als K\u00fcnstler aus\u201c. Bereits als Elfj\u00e4hriger wurde seine Liebe zur Kreativit\u00e4t erkannt und gef\u00f6rdert. \u201eVon Kunstangeboten f\u00fcr Kinder gibt es immer noch zu wenig\u201c, findet Wakultschik, der sich eine Art Kids-Akademie in seiner Wahlheimatstadt D\u00fcsseldorf vorstellen kann. \u201eDamit w\u00fcrde ich auch sehr gern etwas von der Gastfreundlichkeit zur\u00fcckgeben, die mir hier immer entgegengebracht wurde\u201c, sagt er.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Schon w\u00e4hrend seines Studiums zog es Wakultschik nach D\u00fcsseldorf. F\u00fcr ein Jahr war er in der Stadt und nutzte die Zeit als Gasth\u00f6rer an der Kunstakademie. 1992 beschloss er, aus dem Besuch einen Daueraufenthalt zu machen und schrieb sich an der Kunstakademie ein, studierte bei Beate <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/schiff\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Schiff<\/a> und Jannis Kounnellis das Fach Freie Kunst. Waren es am Anfang noch Kreide-, Tusche- und Aquarellzeichnungen, kamen 1994 schon erste Reliefs, Skulpturen und Objekte dazu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Weg in Maxim Wakultschiks Reich f\u00fchrt eine Rampe hinunter. 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