{"id":179081,"date":"2025-06-10T10:26:14","date_gmt":"2025-06-10T10:26:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/179081\/"},"modified":"2025-06-10T10:26:14","modified_gmt":"2025-06-10T10:26:14","slug":"die-leipzigerinnen-und-leipziger-sind-immer-oefter-umweltbewusst-unterwegs-%c2%b7-leipziger-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/179081\/","title":{"rendered":"Die Leipzigerinnen und Leipziger sind immer \u00f6fter umweltbewusst unterwegs \u00b7 Leipziger Zeitung"},"content":{"rendered":"<p>Besonderes Augenmerk der Befragung f\u00fcr die B\u00fcrgerumfrage 2024 lag diesmal beim Thema Verkehr. Mit Blick auf die Ausstattung mit Verkehrsmitteln und deren Nutzung l\u00e4sst sich feststellen, dass in 56 Prozent aller Haushalte mindestens ein Auto und in 77 Prozent mindestens ein Fahrrad vorhanden sind. 36 Prozent der Leipzigerinnen und Leipziger fahren mit dem Pkw zur Arbeit, 64 Prozent nutzen Bus und Bahn, Fahrrad oder gehen zu Fu\u00df. So weit die blanken Zahlen. Dahinterf stecken klare Trends.<\/p>\n<p>Trends, die so noch nicht absehbar waren, als die Stadt ihre Mobilit\u00e4tsstrategie entwickelte. Die Kurzauswertung zur B\u00fcrgerumfrage 2024 zeichnet das Bild der vergangenen Jahre, in denen es tats\u00e4chlich zu deutlichen Ver\u00e4nderungen gekommen ist. Denn die Ausstattung der Haushalte mit Pkw hei\u00dft inzwischen l\u00e4ngst nicht mehr, dass auch 56 Prozent aller Wege mit dem Pkw zur\u00fcckgelegt werden, auch wenn die Ver\u00e4nderung oft nur darin besteht, dass Autobesitzer nicht mehr jeden Weg mit dem Auto zur\u00fccklegen, sondern einfach wechseln \u2013 aufs Fahrrad, in den \u00d6PNV, auf Schusters Rappen. Letzteres gerade beim Weg zum Einkauf. Denn gerade die Angebote des t\u00e4glichen Bedarfs findet man mittlerweile in fast allen Leipziger Ortsteilen leicht erreichbar zu Fu\u00df in der N\u00e4he seines Wohnorts.<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/79bcc9c0982e451f8e375ab5af688a31.gif\" width=\"https:\/\/www.l-iz.de\/wirtschaft\/mobilitaet\/2025\/06\/1\" height=\"https:\/\/www.l-iz.de\/wirtschaft\/mobilitaet\/2025\/06\/1\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/einkaeufe.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-626441 size-full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/einkaeufe.jpg\" alt=\"Zur Verkehrsmittelwahl der Leipziger bei den Wegen zum Einkauf. Grafik: Stadt Leipzig, B\u00fcrgerumfrage 2024\" width=\"2250\" height=\"1500\"  \/><\/a>Die Verkehrsmittelwahl der Leipziger bei den Wegen zum Einkauf. Grafik: Stadt Leipzig, B\u00fcrgerumfrage 2024<\/p>\n<p>Das sorgte schon vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie daf\u00fcr, dass die Leipzigerinnen und Leipziger ihre t\u00e4glichen Eink\u00e4ufe immer \u00f6fter zu Fu\u00df oder mit dem Fahrrad erledigten. Dominierte im Jahr 2014 noch das Automobil die Einkaufpraxis der Leipziger mit satten 53 Prozent Anteil, lag der Anteil f\u00fcr Fu\u00df- und Radverkehr beim Einkaufen mit 36 Prozent noch deutlich dahinter.<\/p>\n<p>Den gro\u00dfen Wechsel gab es tats\u00e4chlich in der Corona-Zeit, als Fu\u00df- und Radverkehr bei den Eink\u00e4ufen mit 50 Prozent eindeutig die Spitze \u00fcbernahmen, w\u00e4hrend das Auto nur noch in 41 Prozent der F\u00e4lle zum Einsatz kam.<\/p>\n<p>Das k\u00f6nnte man den Corona-Bedingungen zuschreiben. Aber die Befragung 2024 zeigte, dass sich diese Verteilung inzwischen in Leipzig stabilisiert hat. 48 Prozent der Eink\u00e4ufe erledigen die Leipziger zu Fu\u00df und mit Fahrrad, nur 40 Prozent mit dem Automobil.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/arbeit.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-626442 size-full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/arbeit.jpg\" alt=\"Verkehrsmittelwahl der Leipziger auf dem Weg zur Arbeit. Grafik: Stadt Leipzig, B\u00fcrgerumfrage 2024\" width=\"2250\" height=\"1500\"  \/><\/a>Die Verkehrsmittelwahl der Leipziger auf dem Weg zur Arbeit. Grafik: Stadt Leipzig, B\u00fcrgerumfrage 2024<\/p>\n<p>Und \u00e4hnliche Entwicklungen gibt es auch in einem anderen Verkehrssegment: bei den Wegen zur Arbeit. Auch hier dominierte 2014 noch der Pkw mit 44 Prozent Anteil, die Arbeitswege zu Fu\u00df oder mit Fahrrad lagen mit 31 Prozent deutlich dahinter. Mit 24 Prozent spielte freilich der \u00d6PNV auch noch eine wichtige Rolle.<\/p>\n<p>Bis 2024 aber nahm auch hier der Anteil des motorisierten Individualverkehrs sp\u00fcrbar ab, sank auf nur noch 36 Prozent, also deutlich weniger als selbst bei den Wegen zum Einkauf. Dass Fu\u00df- und Radverkehr mit 34 Prozent knapp dahinter lagen, hat einen Grund, der nat\u00fcrlich die Stadtv\u00e4ter genauso freut wie die LVB, denn gleich dahinter folgt der \u00d6PNV jetzt mit 31 Prozent. Etwas, was 2020 noch nicht absehbar war.<\/p>\n<p>Im Gegenteil: W\u00e4hrend Corona schienen auch die Fahrg\u00e4ste aus Bus und Stra\u00dfenbahn zu fliehen. Doch schon 2021 begann hier ein Aufw\u00e4rtstrend, <a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/wirtschaft\/mobilitaet\/2025\/01\/lvb-bestatigen-neuen-spitzenwert-167-millionen-fahrgast-jahr-2024-614347\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">der die LVB im Jahr 2024 zu einem neuen Spitzenwert bei den Fahrg\u00e4sten f\u00fchrte<\/a>. Gut m\u00f6glich, dass hier das Deutschlandticket eine wichtige Rolle spielte. Aber gleichzeitig erz\u00e4hlt es davon, wie wichtig ein funktionierendes \u00d6PNV-System f\u00fcr Leipzigs Wirtschaft ist, wenn mittlerweile fast jeder Dritte mit Bus und Stra\u00dfenbahn, vielleicht auch S-Bahn zur Arbeit f\u00e4hrt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/innenstadt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-626443 size-full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/innenstadt.jpg\" alt=\"Die Verkehrsmittelwahl bei den Wegen in die Innenstadt. Grafik: Stadt Leipzig, B\u00fcrgerumfrage 2024\" width=\"2250\" height=\"1500\"  \/><\/a>Verkehrsmittelwahl bei den Wegen in die Innenstadt. Grafik: Stadt Leipzig, B\u00fcrgerumfrage 2024<\/p>\n<p>Und noch deutlicher sind die Zahlen f\u00fcr die Wege in die Innenstadt, wo das Automobil schon seit Jahren nur die dritte Geige spielt. Hielt es 2014 noch 20 Prozent aller Wege in die Innenstadt, bevorzugten auch damals schon 43 Prozent der Leipziger Bus und Bahn, um in die City zu kommen, 38 Prozent gingen zu Fu\u00df oder fuhren mit dem Rad. Eine Ausnahme blieb lediglich die erste Corona-Zeit, als auch in der Innenstadt viele Einrichtungen \u00fcber Monate geschlossen blieben.<\/p>\n<p>Da sank der \u00d6PNV-Anteil kurzzeitig von 48 auf 39 Prozent, Fu\u00dfg\u00e4nger und Radfahrer dominierten im Jahr 2020 kurzzeitig das Geschehen mit 45 Prozent. Aber mit dem \u00d6ffnen von L\u00e4den und Gastst\u00e4tten stellte sich das alte Verh\u00e4ltnis wieder her. 49 Prozent der Innenstadtbesucher kommen mit dem \u00d6PNV, 38 Prozent zu Fu\u00df oder mit dem Fahrrad. Daf\u00fcr ist der Anteil der Pkw-Nutzer auf 14 Prozent gefallen.<\/p>\n<p>Die ganz besondere Logistik mit Kindern<\/p>\n<p>Was eben auch hei\u00dft: Wo die Verkehrsangebote da sind und jederzeit genutzt werden k\u00f6nnen, steigen die Leipzigerinnen und Leipziger gern auf den Umweltverbund um. Das Auto vorm Haus bedeutet schon lange nicht mehr, dass damit \u00fcberall hin gefahren wird. Dass es oft einfach angeschafft wird, weil sonst die vielen Wege einer Familie mit Kindern nicht zu bew\u00e4ltigen sind, zeigt die Grafik mit den vorhandenen Verkehrsmitteln im Haushalt.<\/p>\n<p>Haben die Haushalte junger Erwachsener in der Regel nur zu 44 Prozent einen Pkw, schnellt dieser Anteil bei Familien mit Kindern auf 72 Prozent hoch. Was \u00fcbrigens nicht der einzig auffallende Wert ist, der zeigt, dass gerade Familien mit Kindern mehr Wege und mehr Fracht zu bew\u00e4ltigen haben. In 7 Prozent der Haushalte mit Kindern gibt es ein Lastenrad \u2013 der Leipziger Durchschnitt liegt mit 2 Prozent deutlich darunter.<\/p>\n<p>Bei Senioren ab 65 sinkt der Pkw-Besitz dann \u00fcbrigens wieder auf 59 Prozent. Nur bei einem \u00e4hneln sich Seniorenhaushalte und die von Familien mit Kindern: Beide haben zu 13 \/ 14 Prozent ein E-Bike im Hof oder im Keller stehen. Was nat\u00fcrlich den Druck auf die Radwege-Infrastruktur verst\u00e4rkt.<\/p>\n<p>Denn da sind eben nicht \u2013 wie so oft kritisiert \u2013 nur \u201eKampfradler\u201c unterwegs, sondern eben auch viele junge V\u00e4ter und M\u00fctter mit ihren Kindern und immer mehr Senioren, elektrisch beschleunigt, sodass es dort auch deutlich flotter zur Sache geht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Besonderes Augenmerk der Befragung f\u00fcr die B\u00fcrgerumfrage 2024 lag diesmal beim Thema Verkehr. 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