{"id":17969,"date":"2025-04-09T10:08:23","date_gmt":"2025-04-09T10:08:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/17969\/"},"modified":"2025-04-09T10:08:23","modified_gmt":"2025-04-09T10:08:23","slug":"tsmc-droht-us-milliardenstrafe-wegen-vermeintlicher-chip-lieferungen-an-huawei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/17969\/","title":{"rendered":"TSMC droht US-Milliardenstrafe wegen vermeintlicher Chip-Lieferungen an Huawei"},"content":{"rendered":"<p>Der weltgr\u00f6\u00dfte Chipauftragsfertiger TSMC k\u00f6nnte von den USA mit einer in dieser H\u00f6he rekordverd\u00e4chtigen Milliardenstrafe wegen Verst\u00f6\u00dfen gegen Exportverbote von Halbleitern belegt werden. Denn jetzt wird berichtet, dass das US-Handelsministerium die vermeintlich von dem taiwanischen Chipfertiger produzierten Chiplets innerhalb von KI-Beschleunigern Huaweis untersucht. Das ist aufgrund der von den USA ausgehenden und von Taiwan unterst\u00fctzten Handelsrestriktionen seit September 2020 verboten.<\/p>\n<p>Schon im letzten Herbst wurde <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Ueberraschung-TSMC-Technik-in-Huaweis-KI-Beschleuniger-gefunden-9992203.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">TSMC-Technik \u00fcberraschenderweise in Huaweis KI-Beschleuniger gefunden<\/a>. Nach eingehender Untersuchung des Prozessors von Huaweis KI-Beschleunigerkarte Atlas 300T A2 hatte sich herausgestellt, dass der von Huawei-Tochter Hisilicon hergestellte Ascend 910B zum Teil aus taiwanischer Fertigung kommt. Doch TSMC ist die Kooperation mit Huawei und anderen chinesischen Firmen komplett untersagt. W\u00e4hrend Huawei sogar verneinte, den Ascend 910B jemals auf den Markt gebracht zu haben, dementierte TSMC jegliche Lieferungen an Huawei nach September 2020.<\/p>\n<p>Trotzdem ging das <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Raetselraten-um-TSMC-Chips-in-Huawei-Beschleuniger-9996370.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">R\u00e4tselraten um TSMC-Chips in Huawei-Beschleunigern<\/a> weiter, denn die chinesische Firma Sophgo soll Mittelsmann gewesen sein, um TSMC-Chips zu Huawei zu schleusen. Dieses auf KI-Chips f\u00fcr anwendungsspezifische Aufgaben spezialisierte Unternehmen soll die Chips bei TSMC in Auftrag gegeben und dann an Huawei weitergereicht haben. Allerdings habe TSMC inzwischen s\u00e4mtliche Lieferungen an Sophgo eingestellt und Sophgo selbst dementierte umgehend. Die Firma hat nach eigenen Angaben TSMC Beweise vorgelegt, die zeigen, dass &#8222;Sophgo nichts mit der Huawei-Untersuchung zu tun hat&#8220;.<\/p>\n<p>Untersuchung wegen 3 Millionen Chips<\/p>\n<p>Zwar hatte TSMC letzten Oktober noch erkl\u00e4rt, dass mit dem US-Handelsministerium bez\u00fcglich dieser Angelegenheit kommuniziert wird und es keine Hinweise gibt, dass TSMC aktuell Gegenstand einer Untersuchung ist. Doch jetzt <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/technology\/tsmc-could-face-1-billion-or-more-fine-us-probe-sources-say-2025-04-08\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">berichtet Reuters<\/a> das Gegenteil. Demnach hat das Handelsministerium die Zusammenarbeit des Chipauftragsfertigers mit Sophgo tats\u00e4chlich untersucht, nachdem ein von TSMC gefertigtes Halbleiterbauelement in Huaweis Ascend 910B KI-Prozessor gefunden wurde.<\/p>\n<p>Nach Angaben von Lennart Heim, Forscher des Technologie- und Sicherheitszentrums der RAND Corporation, hat TSMC in den letzten Jahren fast drei Millionen Chips produziert, die dem von Sophgo beauftragtem Design entsprechen und die letztendlich offenbar bei Huawei gelandet sind. RAND ist einer der bekanntesten Thinktanks der Welt und beobachtet die Entwicklungen Chinas bei k\u00fcnstlicher Intelligenz (KI).<\/p>\n<p>Milliardenstrafe w\u00e4re wohl neuer Rekord<\/p>\n<p>Eine Strafe in zehnstelliger H\u00f6he ist f\u00fcr Verst\u00f6\u00dfe gegen Exportverbote selten, denn diese wird auf Basis der gelieferten Produkte berechnet. 2023 <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Seagate-Rekordstrafe-fuer-Festplatten-Lieferungen-an-Huawei-8973757.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">zahlte Seagate eine Rekordstrafe wegen Festplatten-Lieferungen an Huawei<\/a>. Das waren 300 Millionen US-Dollar. Darauf hatten sich der Festplattenhersteller und das US-Handelsministerium per Vergleich geeinigt, wobei sich der Wert der verbotenerweise gelieferten Festplatten auf \u00fcber 1,1 Milliarden Dollar beziffert hatte.<\/p>\n<p>        Lesen Sie auchMehr anzeigenWeniger anzeigen<\/p>\n<p>Auf Nachfrage wollte sich das Handelsministerium nicht zu der TSMC-Untersuchung \u00e4u\u00dfern. Eine TSMC-Sprecherin erkl\u00e4rte erneut, dass der Chipauftragsfertiger Huawei seit September 2020 nicht mehr beliefert und mit dem Handelsministerium kooperiert. Letzteres hat bislang keine Ma\u00dfnahmen gegen TSMC eingeleitet. Typischerweise werden Firmen, denen Verst\u00f6\u00dfe gegen Exportverbote vorgeworfen werden, im Vorfeld \u00fcber die Untersuchung und m\u00f6gliche Strafen informiert, sodass diese entsprechend reagieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:fds@heise.de\" title=\"Frank Schr\u00e4er\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">fds<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der weltgr\u00f6\u00dfte Chipauftragsfertiger TSMC k\u00f6nnte von den USA mit einer in dieser H\u00f6he rekordverd\u00e4chtigen Milliardenstrafe wegen Verst\u00f6\u00dfen gegen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":17970,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[175,11600,170,169,29,6803,30,838,945,10827,11601,171,174,11602,11603,173,172,55],"class_list":{"0":"post-17969","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-business","9":"tag-chips","10":"tag-companies","11":"tag-companies-markets","12":"tag-deutschland","13":"tag-export","14":"tag-germany","15":"tag-halbleiterindustrie","16":"tag-handelskrieg","17":"tag-huawei","18":"tag-ki-beschleuniger","19":"tag-markets","20":"tag-maerkte","21":"tag-sophgo","22":"tag-tsmc","23":"tag-unternehmen","24":"tag-unternehmen-maerkte","25":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114307458932955363","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17969","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17969"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17969\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17970"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17969"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17969"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17969"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}