{"id":180009,"date":"2025-06-10T18:47:09","date_gmt":"2025-06-10T18:47:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/180009\/"},"modified":"2025-06-10T18:47:09","modified_gmt":"2025-06-10T18:47:09","slug":"berlin-brandenburg-senat-will-weiterhin-keine-vornamen-von-verdaechtigen-nennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/180009\/","title":{"rendered":"Berlin &#038; Brandenburg: Senat will weiterhin keine Vornamen von Verd\u00e4chtigen nennen"},"content":{"rendered":"<p>                    Berlin &amp; Brandenburg<br \/>\n                Senat will weiterhin keine Vornamen von Verd\u00e4chtigen nennen<\/p>\n<p>\t\t\t\t              10.06.2025, 19:48 Uhr<\/p>\n<p><strong>Die AfD will vom Senat h\u00e4ufige Vornamen von Straft\u00e4tern mit Messern wissen. J\u00fcngst entschied dazu der Berliner Verfassungsgerichtshof. Doch die Geschichte ist damit noch nicht zu Ende.<\/strong><\/p>\n<p>Berlin (dpa\/bb) &#8211; Der Berliner Senat will weiterhin keine Vornamen von Messerstraft\u00e4tern mit deutscher Staatsb\u00fcrgerschaft herausgeben &#8211; trotz einer juristischen Niederlage in dem Fall vor dem Verfassungsgerichtshof. Das teilte die Senatsinnenverwaltung auf Anfrage mit, nachdem mehrere Medien berichtet hatten.\u00a0<\/p>\n<p>Eine Sprecherin sagte, derzeit werde eine neue Begr\u00fcndung erarbeitet, warum die Vornamen auf eine parlamentarische Anfrage der AfD nicht genannt werden. Nach Fertigstellung werde diese dem AfD-Abgeordneten Marc Vallendar zugestellt.\u00a0<\/p>\n<p>Dieser hatte den Senat 2024 nach den 20 h\u00e4ufigsten Vornamen von Verd\u00e4chtigen mit deutscher Staatsangeh\u00f6rigkeit bei Delikten gefragt, bei denen im Jahr 2023 ein Messer eine Rolle spielte. Der Senat hatte das abgelehnt und argumentiert, einzelne Menschen k\u00f6nnten so identifiziert werden.<\/p>\n<p>Verfassungsgericht entschied gegen Senat\u00a0<\/p>\n<p>Der Berliner Verfassungsgerichtshof hatte Mitte Mai nach einer Klage Vallendars entschieden, dass der Senat die Anfrage zu Unrecht abgelehnt hatte. Die Begr\u00fcndung des Senats sei nicht tragf\u00e4hig. Damit habe er das parlamentarische Fragerecht verletzt.\u00a0<\/p>\n<p>Ein relevantes Identifizierungsrisiko f\u00fcr Einzelpersonen erscheine als nicht plausibel, so das Gericht. Die 20 h\u00e4ufigsten Vornamen seien nur ein kleiner Ausschnitt aus der gro\u00dfen Anzahl von fast 1.200 Verd\u00e4chtigen. Richter f\u00fcgten hinzu, nun m\u00fcsse die Beh\u00f6rde erneut \u00fcber die Beantwortung entscheiden.<\/p>\n<p>Knappe Entscheidung<\/p>\n<p>Die Entscheidung des Gerichts, die am 4. Juni ver\u00f6ffentlicht wurde, fiel sehr knapp mit f\u00fcnf zu vier Stimmen der Richter aus. Vier Richter hatten in einem Sondervotum geschrieben, die Erstellung und Herausgabe einer Liste mit den h\u00e4ufigsten Vornamen von Verd\u00e4chtigen sei dem Senat wegen Diskriminierung und Verletzung der Menschenw\u00fcrde verfassungsrechtlich verboten.<\/p>\n<p>AfD-Frage zielt auf Migrationshintergrund in Polizeistatistik ab<\/p>\n<p>Die AfD hatte die Frage zu den Vornamen gestellt, weil bei den Verd\u00e4chtigen in der Polizeistatistik zwar zwischen deutscher und ausl\u00e4ndischer Nationalit\u00e4t unterschieden, aber nicht auf einen m\u00f6glichen Migrationshintergrund bei den deutschen Verd\u00e4chtigen eingegangen wird. Den wollte die AfD \u00fcber die Vornamen herausfinden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin &amp; Brandenburg Senat will weiterhin keine Vornamen von Verd\u00e4chtigen nennen 10.06.2025, 19:48 Uhr Die AfD will vom&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":180010,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1816],"tags":[1960,1958,1959,1957,296,1956,1890,29,30,2382,60646,38969],"class_list":{"0":"post-180009","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-brandenburg","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin-und-brandenburg","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-brandenburg","10":"tag-aktuelle-news-aus-berlin-und-brandenburg","11":"tag-aktuelle-news-aus-brandenburg","12":"tag-berlin","13":"tag-berlin-und-brandenburg","14":"tag-brandenburg","15":"tag-deutschland","16":"tag-germany","17":"tag-senat","18":"tag-verdaechtigen","19":"tag-vornamen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114660563097229585","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/180009","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=180009"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/180009\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/180010"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=180009"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=180009"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=180009"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}