{"id":180157,"date":"2025-06-10T20:08:16","date_gmt":"2025-06-10T20:08:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/180157\/"},"modified":"2025-06-10T20:08:16","modified_gmt":"2025-06-10T20:08:16","slug":"berlin-brandenburg-mordauftrag-mutmasslicher-banden-chef-schweigt-vor-gericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/180157\/","title":{"rendered":"Berlin &#038; Brandenburg: Mordauftrag? Mutma\u00dflicher Banden-Chef schweigt vor Gericht"},"content":{"rendered":"<p>                    Berlin &amp; Brandenburg<br \/>\n                Mordauftrag? Mutma\u00dflicher Banden-Chef schweigt vor Gericht<\/p>\n<p>\t\t\t\t              10.06.2025, 17:20 Uhr<\/p>\n<p><strong>Ein Auftragsmord schl\u00e4gt fehl. Die Ermittlungen f\u00fchren in die Organisierte Kriminalit\u00e4t. Bei dem mutma\u00dflichen Drahtzieher soll es sich um eine F\u00fchrungsfigur des sogenannten Balkan-Kartells handeln.<\/strong><\/p>\n<p>Berlin (dpa\/bb) &#8211; Nach einem fehlgeschlagenen Auftragsmord vor mehr als f\u00fcnf Jahren schweigt der mutma\u00dfliche Drahtzieher im Prozess vor dem Berliner Landgericht. Bei dem 34-J\u00e4hrigen soll es sich um eine F\u00fchrungsfigur des sogenannten Balkan-Kartells handeln. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten versuchten heimt\u00fcckischen Mord vor. Die beiden Anw\u00e4lte wiesen die Vorw\u00fcrfe zu Prozessbeginn in einer Verteidiger-Erkl\u00e4rung zur\u00fcck. Ihr Mandant sei &#8222;keinesfalls an der beabsichtigten T\u00f6tung eines Menschen beteiligt gewesen&#8220;, erkl\u00e4rten die Anw\u00e4lte.\u00a0<\/p>\n<p>Der serbische Staatsangeh\u00f6rige soll im Februar 2020 einen Anschlag auf ein F\u00fchrungsmitglied einer gegnerischen Gruppierung in Berlin geplant und organisiert haben. Ein Mitt\u00e4ter habe in Charlottenburg zwei Sch\u00fcsse abgefeuert. Dem Attackierten sei es gelungen, sich unverletzt in einen Hauseingang zu retten.\u00a0<\/p>\n<p>Zwei Wochen sp\u00e4ter soll der in Berlin entkommene Mann allerdings in Montenegro bei der Explosion einer Autobombe ums Leben gekommen sein. Die Auseinandersetzungen zwischen den beiden rivalisierenden Gruppen sollen nach Erkenntnissen des Bundeskriminalamtes (BKA) wechselseitig zu \u00fcber 80 Morden und Mordversuchen gef\u00fchrt haben.<\/p>\n<p>Kritik der Verteidiger<\/p>\n<p>In einer Verteidiger-Erkl\u00e4rung kritisierten die Anw\u00e4lte das Verfahren. Ihr Mandant sei nicht der &#8222;Mafia-Boss&#8220;, als der er von der Staatsanwaltschaft dargestellt werde. Er sei in seiner Heimat &#8222;Zielscheibe einer Rufmordkampagne&#8220; und zu einem &#8222;Bauernopfer in einem gr\u00f6\u00dferen politischen Spiel&#8220; geworden. Die deutschen Beh\u00f6rden h\u00e4tten &#8222;ohne kritische Nachfragen&#8220; gegen ihren Mandanten ermittelt.\u00a0<\/p>\n<p>Die Sch\u00fcsse in Berlin l\u00f6sten zun\u00e4chst keine Ermittlungen aus. Der Verdacht eines versuchten Auftragsmordes habe sich erst nach der Auswertung von Nachrichten beim verschl\u00fcsselten Messengerdienst Sky ECC ergeben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Im November 2021 h\u00e4tten Beamte des BKA Daten aus den Chats des kanadischen Anbieters erhalten, hie\u00df es.\u00a0<\/p>\n<p>Verdacht auf Beteiligung an acht Morden<\/p>\n<p>Bei dem Angeklagten handelt es sich aus Sicht von Europol um einen Verd\u00e4chtigen der Organisierten Kriminalit\u00e4t, der eine F\u00fchrungsposition innerhalb krimineller Gruppierungen hat. Laut Staatsanwaltschaft hatten gemeinsame Ermittlungen mit dem Bundeskriminalamt in Wiesbaden zur Festnahme des Mannes am 18. Oktober 2024 in Barcelona gef\u00fchrt. Mitte M\u00e4rz war er nach Deutschland ausgeliefert worden. Laut Beh\u00f6rden ist er unter anderem wegen der mutma\u00dflichen Beteiligung an acht Morden auch von \u00d6sterreich, Kroatien, Montenegro und Serbien zur Fahndung\u00a0ausgeschrieben.<\/p>\n<p>Die Verteidiger erkl\u00e4rten weiter, im Prozess werde die Frage nach der Herkunft und Authentizit\u00e4t der Chats ein zentraler Punkt sein. Es sei zu kl\u00e4ren, wer die Daten entdeckt, bearbeitet, analysiert und weitergeleitet habe. Die Anw\u00e4lte k\u00fcndigten zudem an, sie w\u00fcrden sich um den Status internationalen Schutzes f\u00fcr ihren Mandanten bem\u00fchen. Er k\u00f6nne nicht zur\u00fcckkehren nach Serbien &#8211; &#8222;denn er w\u00fcrde dort, unabh\u00e4ngig davon, ob er sich in Haft oder auf freiem Fu\u00df befindet, keinen einzigen Tag \u00fcberleben&#8220;, so die Verteidiger. Der Prozess wird am 17. Juni mit ersten Zeugen fortgesetzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin &amp; Brandenburg Mordauftrag? 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