{"id":180553,"date":"2025-06-10T23:48:11","date_gmt":"2025-06-10T23:48:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/180553\/"},"modified":"2025-06-10T23:48:11","modified_gmt":"2025-06-10T23:48:11","slug":"dresden-mit-diesem-wissen-sind-sie-fit-fuer-ihre-erste-blutspende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/180553\/","title":{"rendered":"Dresden | Mit diesem Wissen sind Sie fit f\u00fcr Ihre erste Blutspende"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext\">Dresden (dpa\/tmn) &#8211; Bei Unf\u00e4llen mit schweren Verletzungen ist oft Blut gefragt, das andere gespendet haben &#8211; das ist klar. Doch l\u00e4ngst nicht nur dann: \u00abMan kann sagen: Die moderne Medizin w\u00e4re ohne Blutspende in ganz wesentlichen Teilen nicht machbar\u00bb, sagt Kristina H\u00f6lig. Sie ist Pr\u00e4sidentin der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Transfusionsmedizin und Immunh\u00e4matologie (DGTI).\u00a0<\/p>\n<p>Denn Blutkonserven sind zum Beispiel auch unverzichtbar bei Tumor- oder Gef\u00e4\u00dfoperationen, die oft einen hohen Blutverlust f\u00fcr die Patientinnen und Patienten bedeuten. Und auch bei Chemotherapien sind sie gefragt.\u00a0<\/p>\n<p>Der Bedarf ist also gro\u00df. Doch nur drei Prozent der deutschen Bev\u00f6lkerung spenden regelm\u00e4\u00dfig Blut, hei\u00dft es vom Deutschen Roten Kreuz (DRK). Sie haben es noch nie getan, k\u00f6nnen es sich aber vorstellen? Wir kl\u00e4ren die wichtigsten Fragen f\u00fcr das erste Mal.\u00a0<\/p>\n<p>1. Wie kann ich mich zum Blutspenden motivieren?\u00a0<\/p>\n<p>Es liegt auf der Hand: Nach einer Blutspende geht man mit dem guten Gef\u00fchl, anderen zu helfen, nach Hause. \u00abIm Alltag gibt es relativ selten die Gelegenheit, jemandem das Leben zu retten\u00bb, sagt Kristina H\u00f6lig. \u00abWenn ich aber Blut spende, kann ich sicher sein, dass ich mit dieser Viertelstunde zumindest Leben erhalte &#8211; und oft auch an einer Lebensrettung beteiligt bin.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Netter Nebeneffekt, Teil 1: So ein Blutspende-Termin ist ein kleiner, kostenloser Gesundheitscheck. Das Blut wird n\u00e4mlich im Anschluss unter anderem auf HIV sowie auf verschiedene Hepatitis-Viren untersucht, die Leberentz\u00fcndungen ausl\u00f6sen k\u00f6nnen. Gibt es Auff\u00e4lligkeiten, meldet sich der Blutspendedienst.\u00a0<\/p>\n<p>Netter Nebeneffekt, Teil 2: Meist gibt es eine Aufwandsentsch\u00e4digung, die in aller Regel 20 bis 40 Euro betr\u00e4gt. Und: Im Anschluss an den Termin gibt es \u00fcblicherweise einen Happen zu essen und etwas zu trinken.\u00a0<\/p>\n<p>2. Darf ich \u00fcberhaupt Blut spenden?\u00a0<\/p>\n<p>Wenn Sie mindestens 18 Jahre alt, gesund und mindestens 50 Kilogramm schwer sind, stehen die Chancen gut, dass Sie als Spender oder Spenderin infrage kommen. \u00abEine obere Altersgrenze gibt es \u00fcbrigens nicht mehr. Man kann auch mit 60 Jahren noch anfangen, Blut zu spenden\u00bb, sagt Kristina H\u00f6lig.\u00a0<\/p>\n<p>In bestimmten F\u00e4llen ist man allerdings von der Spende ausgeschlossen. Dazu z\u00e4hlen etwa eine Schwangerschaft oder die Einnahme bestimmter Medikamente. Und: Wurde einem j\u00fcngst ein Zahn gezogen, muss man eine Woche abwarten, ehe es wieder gr\u00fcnes Licht f\u00fcr die Blutspende gibt.\u00a0<\/p>\n<p>Der Blutspendedienst West des DRK bietet online einen <a href=\"https:\/\/www.blutspendedienst-west.de\/blutspende\/checken\" target=\"_blank\" class=\"externalLink\" rel=\"nofollow noopener\">Check <\/a>an, mit dem man herausfinden kann, ob man (derzeit) Blut spenden darf.\u00a0<\/p>\n<p>3. Wo kann ich Blut spenden?\u00a0<\/p>\n<p>Auf dem Portal \u00ab<a href=\"https:\/\/www.blutspenden.de\/blutspendedienste\/\" target=\"_blank\" class=\"externalLink\" rel=\"nofollow noopener\">blutspenden.de<\/a>\u00bb des Bundesinstituts f\u00fcr \u00d6ffentliche Gesundheit (BI\u00d6G) kann man sich Blut- und Plasmaspendedienste in der N\u00e4he anzeigen lassen. Bei einigen kann man vorab einen Termin vereinbaren, bei anderen einfach vorbeischauen.\u00a0<\/p>\n<p>4. Wie bereitet man sich gut auf den (ersten) Blutspendetermin vor?\u00a0<\/p>\n<p>Zur Blutabnahme in der Hausarztpraxis soll man mit n\u00fcchternem Magen kommen, bei der Blutspende gilt das Gegenteil. \u00abMorgens nicht fr\u00fchst\u00fccken und vormittags dann zur Blutspende gehen &#8211; das ist keine gute Idee\u00bb, sagt Kristina H\u00f6lig. Dann muss man damit rechnen, dass der Kreislauf schw\u00e4chelt. Das kann man vermeiden, indem man vor dem Termin ausreichend isst und trinkt.\u00a0<\/p>\n<p>Sehr fettige Mahlzeiten verkneift man sich lieber, auch schon am Vortag. Sie k\u00f6nnen n\u00e4mlich die Qualit\u00e4t bestimmter Blutprodukte mindern, die aus der Blutkonserve hergestellt werden. \u00abDas Plasma &#8211; also die Blutfl\u00fcssigkeit &#8211; sieht dann ganz milchig aus\u00bb, beschreibt Kristina H\u00f6lig.\u00a0<\/p>\n<p>Ebenfalls wichtig vorab: pr\u00fcfen, ob der Personalausweis im Portemonnaie oder der Tasche steckt &#8211; ohne geht es nicht. \u00abNichts ist \u00e4rgerlicher als wenn man aus diesem banalen Grund wieder weggeschickt wird.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>5. Wie l\u00e4uft eine Blutspende ab?\u00a0<\/p>\n<p>F\u00fcr so einen Termin plant man am besten rund eine Stunde ein. Erst einmal wird gekl\u00e4rt, ob man \u00fcberhaupt zur Spende zugelassen ist. Man f\u00fcllt also B\u00f6gen aus, in denen unter anderem vorliegende Erkrankungen abgefragt werden. \u00abSo will man Krankheiten ausschlie\u00dfen, die \u00fcbertragen werden k\u00f6nnen\u00bb, erkl\u00e4rt Kristina H\u00f6lig, die das Institut f\u00fcr Transfusionsmedizin des Uniklinikums Carl Gustav Carus Dresden leitet.\u00a0<\/p>\n<p>Mit einem kleinen Piks in den Finger wird dann etwas Blut entnommen, um den H\u00e4moglobinwert zu bestimmen. Unterschreitet er einen gewissen Wert, kann das auf einen Eisenmangel hinweisen. Eine Blutspende ist dann nicht m\u00f6glich.\u00a0<\/p>\n<p>Alles im gr\u00fcnen Bereich? Dann kann die Spende beginnen. Dabei werden etwa 500 Milliliter Blut \u00fcber die Armvene entnommen. \u00abNach 10 bis 15 Minuten ist der Blutbeutel gef\u00fcllt\u00bb, sagt Kristina H\u00f6lig.\u00a0<\/p>\n<p>Letzter Programmpunkt: ein Snack und etwas zu trinken. Dieser Imbiss soll den Kreislauf wieder in Schwung bringen und den K\u00f6rper mit Energie und Fl\u00fcssigkeit versorgen.\u00a0<\/p>\n<p>6. Was ist danach wichtig?\u00a0<\/p>\n<p>Trinken, trinken, trinken. Beim Blutspenden verliert der K\u00f6rper n\u00e4mlich rund einen halben Liter Fl\u00fcssigkeit &#8211; die sollte man nachlegen.\u00a0<\/p>\n<p>Abgesehen davon sollte man den K\u00f6rper nach der Spende schonen, also das schwei\u00dftreibende Training im Fitnessstudio oder die Joggingrunde lieber ausfallen lassen. \u00abNach 24 Stunden sollte das kein Problem mehr sein\u00bb, sagt H\u00f6lig.\u00a0<\/p>\n<p>7. Ist der Blutverlust durch die Spende f\u00fcr meinen K\u00f6rper ein Problem?\u00a0<\/p>\n<p>Durch die Spende geht dem K\u00f6rper nicht nur Fl\u00fcssigkeit verloren, sondern auch Zellen wie die roten Blutk\u00f6rperchen, die den Sauerstoff im K\u00f6rper transportieren.\u00a0<\/p>\n<p>Bis sie sich regenerieren, dauert es zwar etwas, wie Kristina H\u00f6lig sagt. \u00abWenn man messen w\u00fcrde, w\u00fcrde man feststellen, dass man noch einige Wochen lang weniger von ihnen im Blut hat.\u00bb Der Expertin zufolge ist das aber nicht zu sp\u00fcren und auch kein Problem, \u00absofern man nicht gerade bei Olympia antritt und es auf eine High-End-Spitzenleistung ankommt\u00bb.\u00a0<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Damit der K\u00f6rper den Blutverlust gut ausgleichen kann, ist vorgeschrieben, dass zwischen zwei Blutspenden mindestens 56 Tage liegen m\u00fcssen. Geregelt ist auch, wie oft man innerhalb von zw\u00f6lf Monaten Vollblut spenden darf: M\u00e4nner sechsmal, Frauen viermal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Dresden (dpa\/tmn) &#8211; Bei Unf\u00e4llen mit schweren Verletzungen ist oft Blut gefragt, das andere gespendet haben &#8211; das&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":180554,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1835],"tags":[6704,12189,2632,3364,29,2386,30,141,4338,624,859,26155],"class_list":{"0":"post-180553","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-dresden","8":"tag-blut","9":"tag-blutspende","10":"tag-brcmj","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-dresden","14":"tag-germany","15":"tag-gesundheit","16":"tag-notfall","17":"tag-ratgeber","18":"tag-sachsen","19":"tag-tmn8210"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114661746760110669","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/180553","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=180553"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/180553\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/180554"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=180553"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=180553"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=180553"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}