{"id":181009,"date":"2025-06-11T04:12:08","date_gmt":"2025-06-11T04:12:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/181009\/"},"modified":"2025-06-11T04:12:08","modified_gmt":"2025-06-11T04:12:08","slug":"berlin-brandenburg-beauftragter-will-juedisches-leben-wieder-sichtbar-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/181009\/","title":{"rendered":"Berlin &#038; Brandenburg: Beauftragter will &#8222;j\u00fcdisches Leben wieder sichtbar machen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>                    Berlin &amp; Brandenburg<br \/>\n                Beauftragter will &#8222;j\u00fcdisches Leben wieder sichtbar machen&#8220;<\/p>\n<p>\t\t\t\t              11.06.2025, 06:02 Uhr<\/p>\n<p><strong>Der Brandenburger Antisemitismusbeauftragte m\u00f6chte sich klar gegen Judenhass positionieren &#8211; auch, wenn er dadurch angefeindet wird. Nach einem Jahr plant er mit zus\u00e4tzlichem Personal neue Projekte.<\/strong><\/p>\n<p>Potsdam (dpa\/bb) &#8211; Der Beauftragte gegen Antisemitismus in Brandenburg, Andreas B\u00fcttner, will mit personeller Verst\u00e4rkung neue Projekte gegen Judenhass starten. &#8222;Ich sehe, wie sich Hass Bahn bricht, wenn man ihn gew\u00e4hren l\u00e4sst&#8220;, sagte der 51-J\u00e4hrige der Deutschen Presse-Agentur. B\u00fcttner ist rund ein Jahr im Amt. Er wurde am 20. Juni 2024 in den Landtag gew\u00e4hlt und nahm als erster Beauftragter gegen Antisemitismus in Brandenburg die Arbeit auf.<\/p>\n<p>Ab 1. Juli erh\u00e4lt er Verst\u00e4rkung von zwei Antisemitismus-Forschern, die sich eine Stelle teilen. Dann soll es nach der Sommerpause mit Projekten losgehen, die er bislang alleine nicht stemmen konnte, wie er sagte. &#8222;Wir wollen j\u00fcdisches Leben wieder sichtbar machen.&#8220;<\/p>\n<p>Projekte f\u00fcr j\u00fcdische Friedh\u00f6fe geplant<\/p>\n<p>So ist eine Auftaktveranstaltung f\u00fcr das von ihm initiierte kommunale B\u00fcndnis gegen Antisemitismus geplant. &#8222;Wir haben in Kommunen unterschiedliche Erinnerungsorte, die unterschiedlich gut gepflegt sind&#8220;, so B\u00fcttner. Es k\u00f6nne konkret darum gehen, etwa j\u00fcdische Friedh\u00f6fe wieder herzurichten, Erinnerungsschilder anzubringen und auch in Schulen zu gehen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem soll es eine Foto-Kampagne unter dem Motto &#8222;Gesicht zeigen gegen Judenhass&#8220; geben. Geplant ist auch eine digitale Erinnerungsplattform, f\u00fcr die Sch\u00fcler zum Beispiel Lebensgeschichten von J\u00fcdinnen und Juden recherchieren.<\/p>\n<p>2026 will B\u00fcttner mit einer Delegation von Landtagsabgeordneten nach Israel reisen &#8211; vorausgesetzt, die Sicherheitslage l\u00e4sst es zu. Er war Abgeordneter der Linken, hatte sein Landtagsmandat nach der Wahl zum Beauftragten 2024 aber niedergelegt.<\/p>\n<p>2024 mehr antisemitische Vorf\u00e4lle in Deutschland<\/p>\n<p>J\u00fcdinnen und Juden sehen sich Anfeindungen und Bedrohungen ausgesetzt, auf der Stra\u00dfe und oft im Internet. Es kommt zu Angriffen, etwa wenn Menschen j\u00fcdischen Glaubens eine Davidsternkette oder eine Kippa &#8211; die traditionelle j\u00fcdische Kopfbedeckung &#8211; tragen.<\/p>\n<p>Laut dem Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (Rias) wurden im vergangenen Jahr 8.627 antisemitische Vorf\u00e4lle in Deutschland erfasst &#8211; 77 Prozent mehr als 2023. Nach Angaben der Fachstelle Antisemitismus in Brandenburg stammen die meisten Taten aus dem rechten Spektrum. Doch auch der Gaza-Krieg f\u00fchrte in Deutschland vermehrt zu propal\u00e4stinensischen Demonstrationen und Israel-Protesten, bei denen es zu Ausrufen verbotener Parolen wie auch teilweise zu Gewalt kam.<\/p>\n<p>B\u00fcttner sagte: &#8222;Man darf eine israelische Regierung kritisieren, ich finde, man muss sie auch kritisieren f\u00fcr Aussagen, die von Teilen der Regierung kommen.&#8220; Aber niemals d\u00fcrfe dem Staat Israel die Legitimation abgesprochen werden.<\/p>\n<p> Beauftragter l\u00e4sst sich nicht einsch\u00fcchtern\u00a0<\/p>\n<p>Sorge bereite ihm derzeit zudem, dass Rechtsextremisten gegen die queere Szene und Christopher Street Days (CSD) mobilisieren, die im Sommer in zahlreichen St\u00e4dten stattfinden, sagte B\u00fcttner. &#8222;Wir d\u00fcrfen nicht aus Angst R\u00e4ume freigeben, und umso wichtiger ist es, Flagge zu zeigen.&#8220;<\/p>\n<p>Er selbst werde in sozialen Medien immer wieder bedroht und beleidigt, etwa angesichts der Nahost-Debatte. Er habe f\u00fcnf oder sechs Anzeigen gestellt, sagte B\u00fcttner. Doch einsch\u00fcchtern lasse er sich davon nicht. 2024 war das Privatauto B\u00fcttners in Templin in der Uckermark mit rechtsextremen Symbolen zerkratzt worden.<\/p>\n<p>Hamburgs Antisemitismusbeauftragter Stefan Hensel wurde im Mai Opfer eines mutma\u00dflich antisemitischen Vorfalls. Er hatte im Auto hebr\u00e4ische Musik geh\u00f6rt und wurde beleidigt. Ein Mann in einem Lieferwagen soll auch versucht haben, sein Auto von der Stra\u00dfe abzudr\u00e4ngen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin &amp; Brandenburg Beauftragter will &#8222;j\u00fcdisches Leben wieder sichtbar machen&#8220; 11.06.2025, 06:02 Uhr Der Brandenburger Antisemitismusbeauftragte m\u00f6chte sich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":181010,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1816],"tags":[1960,1958,1959,1957,60874,296,1956,1890,29,30,5998],"class_list":{"0":"post-181009","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-brandenburg","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin-und-brandenburg","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-brandenburg","10":"tag-aktuelle-news-aus-berlin-und-brandenburg","11":"tag-aktuelle-news-aus-brandenburg","12":"tag-beauftragter","13":"tag-berlin","14":"tag-berlin-und-brandenburg","15":"tag-brandenburg","16":"tag-deutschland","17":"tag-germany","18":"tag-leben"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/181009","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=181009"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/181009\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/181010"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=181009"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=181009"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=181009"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}