{"id":181011,"date":"2025-06-11T04:13:23","date_gmt":"2025-06-11T04:13:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/181011\/"},"modified":"2025-06-11T04:13:23","modified_gmt":"2025-06-11T04:13:23","slug":"berlin-stellt-abriss-ultimatum-fuer-goebbels-bogenseevilla","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/181011\/","title":{"rendered":"Berlin stellt Abriss-Ultimatum f\u00fcr Goebbels\u2018 Bogenseevilla"},"content":{"rendered":"<p class=\"font-sans font-medium\">Berlin\/Brandenburg. Die Villa liegt rund 40 Kilometer n\u00f6rdlich der Hauptstadt. Sie befindet sich im Besitz des Landes Berlin. Doch seit Jahren steht sie leer.<\/p>\n<p>Seit mehr als 20 Jahren stehen auf einem riesigen Areal am Bogensee, rund 40 Kilometer n\u00f6rdlich von Berlin, die Villa von Hitlers Reichspropagandaleiter<a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/kultur\/article406799715\/joseph-goebbels-hat-die-verfuehrung-perfektioniert.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/kultur\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1721030112\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> Joseph Goebbels<\/a> und die zu DDR-Zeiten errichtete Talentschmiede der FDJ leer. Nach der\u00a0<strong>deutschen Wiedervereinigung<\/strong> f\u00e4llt das gesamte Areal in den Besitz des Landes Berlin. Seitdem hat die Immobilien\u00fcbertragung vor allem eines verursacht: hohe Kosten f\u00fcr Unterhalt und Sicherung der Geb\u00e4ude. Zust\u00e4ndig daf\u00fcr ist die landeseigene Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), die auf eine schnelle L\u00f6sung dr\u00e4ngt &#8211; und sich f\u00fcr den Abriss ausspricht. <\/p>\n<p>   Morgenpost Sp\u00e4ti<\/p>\n<p class=\"text-body2 mt-2\">Hier steckt alles drin: Ihr Berlin-Update zum Feierabend \u2013 montags bis freitags um 18 Uhr.<\/p>\n<p class=\"text-caption text-copy-secondary\">\n          Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der<br \/>\n          <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/service\/newsletter-adconsent\" class=\"text-overline text-copy-accent-negative dark:underline\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Werbevereinbarung<\/a><br \/>\n          zu.\n        <\/p>\n<p>\u201eUns ist bewusst, dass die Geb\u00e4ude unter <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/bezirke\/treptow-koepenick\/article408372956\/dieser-lost-place-wird-unter-denkmalschutz-gestellt-mit-folgen.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/bezirke\/treptow-koepenick\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1740896400\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Denkmalschutz<\/a> stehen\u201c, sagt Birgit\u00a0M\u00f6hring, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der BIM. Aber wir haben hier einen Investitionsstau deutlich im dreistelligen Millionenbereich. Dazu k\u00e4men die laufenden Kosten f\u00fcr die Sicherung, die sich auf 120.000 Euro im Jahr beliefen. Zugleich sei es in all den Jahren nicht gelungen, einen seri\u00f6sen Interessenten zu finden. \u201eWir haben schon einmal den Verkauf gestoppt, weil wir gesagt haben, das Grundst\u00fcck einfach so zu verkaufen w\u00fcrde im schlimmsten Fall bedeuten, dass dort die falschen Leute einen Erinnerungsort schaffen, was wir alle nicht wollen\u201c, so die BIM-Chefin.  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/409075977_1747833712_v16_9_1200.jpeg\" class=\"block w-full aspect-[16\/9] \" alt=\"W\u00e4hrend der NS-Zeit nutzte NS Propagandaminister Joseph Goebbels das damals \" waldhof=\"\" genannt=\"\" geb=\"\" als=\"\" landsitz.=\"\" title=\"W\u00e4hrend der NS-Zeit nutzte NS Propagandaminister Joseph Goebbels das damals \" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>\n      W\u00e4hrend der NS-Zeit nutzte NS Propagandaminister Joseph Goebbels das damals &#8222;Waldhof&#8220; genannt Geb\u00e4ude als Landsitz.<br \/>\n      \u00a9 picture alliance\/ ZB\n    <\/p>\n<p>Deshalb stehe \u201e sehr deutlich im Raum \u2013 dass wir abrei\u00dfen m\u00fcssen\u201c, sagt M\u00f6hring. Wenn es keine wirtschaftliche Perspektive f\u00fcr den Erhalt der Geb\u00e4ude gebe, sei dies die einzig verbliebene Option.  Tatsache sei, dass es derzeit niemanden gebe, der sich konkret f\u00fcr die gesamte Liegenschaft interessiere. Zwar gebe es Pl\u00e4ne der Gemeinde Wandlitz und des Bundesbauministeriums, die aktuell eine Machbarkeitsstudie planen, die sich \u00fcber zwei bis drei Jahre erstrecken soll.  Auch \u00dcberlegungen des Innenministerium, dort vielleicht \u00dcbungsfl\u00e4chen f\u00fcr die Bundespolizei oder \u00c4hnliches einzurichten, seien bekannt. \u201eBisher hat sich aber weder eine Institution noch eine kommunale Einrichtung gefunden, die dieses Areal \u00fcbernehmen m\u00f6chte. Niemand\u201c, bekr\u00e4ftigt M\u00f6hring.<\/p>\n<p>   Bogensee-Abriss kostet zweistelligen Millionenbetrag  <\/p>\n<p>Die BIM will noch in diesem Jahr eine finale Entscheidung herbeif\u00fchren.  \u201eF\u00fcr das n\u00e4chste Jahr m\u00f6chte ich in der Haushaltsplanung Mittel f\u00fcr Abrisskosten im Treuhandverm\u00f6gen einplanen\u201c, so M\u00f6hring weiter. Auch der Abriss wird teuer: Die BIM rechnet mit einem zweistelligen Millionenbetrag. \u201eWir denken daran, erste Betr\u00e4ge ins Budget zu stellen, um zumindest mittelfristig die M\u00f6glichkeit eines Abrisses zu haben\u201c, sagt die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin &#8211; und warnt: \u201eJe l\u00e4nger die Geb\u00e4ude ungenutzt stehen, desto schlechter wird ihr Zustand. Das bedeutet, dass wir kurzfristig wieder investieren m\u00fcssten, allein um Sch\u00e4den zu vermeiden.\u201c<\/p>\n<p><strong>Lesen Sie auch:<\/strong> <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/panorama\/article405539995\/villa-goebbels-das-liebesnest-der-nazi-groesse.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/panorama\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1711639916\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Dem \u201eLiebesnest\u201c von Joseph Goebbels droht der Abriss<\/a><\/p>\n<p>\u201eWir haben in Berlin andere Priorit\u00e4ten als diese ehemalige SED Hochschule und die Goebbels-Villa zu unterhalten, f\u00e4hrt die Immobilienmanagerin fort. Denn in Berlin br\u00f6ckeln nicht nur <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/article408758224\/marode-bruecken-wo-es-in-berlin-schon-frueher-chaos-und-stau-gab.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1744352430\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Br\u00fcckenbauwerke<\/a>, sondern auch Geb\u00e4ude, erg\u00e4nzt Co-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Matthias Hardinghaus. Anders als bei den <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/article408703666\/a100-abriss-in-nur-drei-wochen-wie-das-funktionieren-soll.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1743704372\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">A100-Autobahnbr\u00fccken <\/a>und der <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/bezirke\/treptow-koepenick\/article409055253\/einsturzgefahr-strasse-unter-bruecke-an-der-wuhlheide-gesperrt.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/bezirke\/treptow-koepenick\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1747671600\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wuhlheidebr\u00fccke  <\/a>drohe aktuell zwar noch kein Totalverlust eines Geb\u00e4udes &#8211; \u201eaber der erhebliche <strong>Sanierungsstau <\/strong>ist nicht ohne Risiko f\u00fcr die Zukunft\u201c, sagt Hardinghaus. \u201eEs kann sein, dass wir einige Standorte schlie\u00dfen m\u00fcssen.\u201c Welche das sind, will der BIM-Chef allerdings nicht verraten.<\/p>\n<p>  Sanierungsstau bel\u00e4uft sich auf 8,3 Milliarden Euro  <\/p>\n<p>Nur soviel: <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/article241670472\/Berlin-sucht-Bau-Partner-Muessen-unsere-Strategie-aendern.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1707838020\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Der Sanierungsstau bei den insgesamt rund 5000 Geb\u00e4uden<\/a>, die die BIM f\u00fcr die Verwaltung, f\u00fcr Schulen, Polizei oder Feuerwehr betreut, belaufe sich auf insgesamt 8,3 Milliarden Euro. Davon sind allein 2,7 Milliarden Euro erforderlich, um die energetische Ert\u00fcchtigung anzugehen, damit das Land Berlin seine Klimaziele bis 2045 erreicht. Zur Verf\u00fcgung st\u00e4nden in diesem Jahr allerdings nur 305 Millionen Euro, der Fehlbedarf belaufe sich auf 154 Millionen Euro. <\/p>\n<p>Ein Fehlbetrag, der nur theoretisch durch <strong>h\u00f6here Mieten<\/strong> gedeckt werden k\u00f6nne. \u201eAktuell zahlen die Beh\u00f6rden auf Senats- und Bezirksebene deutlich unter zehn Euro je Quadratmeter\u201c, erg\u00e4nzt M\u00f6hring. Die Mieten seien angesichts der angespannten Haushaltslage seit Jahren nicht mehr erh\u00f6ht worden, die betriebs- und Unterhaltskosten dagegen enorm gestiegen. \u201eIn Summe br\u00e4uchten wir jedes Jahr 100 bis 200 Millionen Euro mehr Mieteinnahmen\u201c, sagt die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin. Realistisch w\u00e4ren Mieten, je nach Immobilie, zwischen zw\u00f6lf und 25 Euro. Da dies aber zur Zeit nicht finanzierbar sei, m\u00fcssten Sparpotenziale gehoben werden. <\/p>\n<p>  Beh\u00f6rden sollen zusammenr\u00fccken  <\/p>\n<p>Und diese, erg\u00e4nzt Hardinghaus, l\u00e4gen vor allem in alternativen Finanzierungsmodellen durch Kreditaufnahme. Und in einem effizienten Fl\u00e4chenmanagement. Dazu laufe aktuell eine <strong>Geb\u00e4udepotenzialanalyse.<\/strong> Dabei werde f\u00fcr jede Beh\u00f6rde errechnet, wie viel Fl\u00e4che durch Homeoffice und Desksharing tats\u00e4chlich noch erforderlich sei. Diese Analyse sei f\u00fcr die Senatsverwaltungen f\u00fcr Bildung und Finanzen bereits abgeschlossen, andere seien aktuell im Prozess. \u201eAktuell gleichen wir ab, wie sich die nicht nicht mehr erforderlichen Fl\u00e4chen nutzen lassen.\u201c Schlie\u00dflich habe die BIM aktuell noch 800.000 Quadratmeter<strong> B\u00fcrofl\u00e4che <\/strong>angemietet. Bis dieses Potenzial tats\u00e4chlich gehoben werden k\u00f6nne \u201e werden wir mit den Verwaltungen noch in die Diskussion gehen m\u00fcssen und kl\u00e4ren, welche  Dinge wirklich notwendig sind\u201c. <\/p>\n<p>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin\/Brandenburg. Die Villa liegt rund 40 Kilometer n\u00f6rdlich der Hauptstadt. 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