{"id":181671,"date":"2025-06-11T10:23:08","date_gmt":"2025-06-11T10:23:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/181671\/"},"modified":"2025-06-11T10:23:08","modified_gmt":"2025-06-11T10:23:08","slug":"migration-viele-zugewanderte-denken-ueber-wegzug-aus-deutschland-nach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/181671\/","title":{"rendered":"Migration: Viele Zugewanderte denken \u00fcber Wegzug aus Deutschland nach"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Rund ein Viertel der eingewanderten Menschen in Deutschland zieht in Erw\u00e4gung, das Land wieder zu verlassen \u2013 hochgerechnet entspricht dies etwa 2,6 Millionen Personen. Das zeigt eine neue Studie des Instituts f\u00fcr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)\u00a0auf Basis des International Mobility Panel of Migrants in Germany (IMPa).\u00a0Etwa drei Prozent der Befragten haben demnach bereits konkrete Auswanderungspl\u00e4ne.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Jene Migrantinnen und Migranten, die eine R\u00fcckkehr in ihr Herkunftsland erw\u00e4gen, nennen vor allem europ\u00e4ische Staaten innerhalb der EU als Ziel \u2013 allen voran Polen, gefolgt von Rum\u00e4nien. Zu den h\u00e4ufig genannten R\u00fcckkehrl\u00e4ndern z\u00e4hlen aber auch europ\u00e4ische Nicht-EU-Staaten wie die T\u00fcrkei und die Ukraine. Wer hingegen eine Weiterwanderung in ein anderes Land plant, denkt besonders h\u00e4ufig an die Schweiz, die USA oder Spanien. Die knappe Mehrheit der Eingewanderten (57\u202f<br \/>\nProzent, rund 5,7 Millionen Personen) plant laut der Umfrage, dauerhaft in Deutschland<br \/>\nzu bleiben.\n<\/p>\n<p>        Gefl\u00fcchtete berichten von Diskriminierungserfahrungen        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Zu den h\u00e4ufigsten Gr\u00fcnden f\u00fcr Auswanderungspl\u00e4ne z\u00e4hlen der Befragung zufolge politische Unzufriedenheit, pers\u00f6nliche Umst\u00e4nde, hohe Steuerlast und \u00fcberm\u00e4\u00dfige B\u00fcrokratie. Diese Faktoren spielen bei Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten, ebenso eine Rolle wie bei Menschen, die zum Studium oder aus famili\u00e4ren Gr\u00fcnden nach Deutschland kamen.\u00a0Gefl\u00fcchtete<br \/>\nnennen zus\u00e4tzlich Diskriminierungserfahrungen als wichtigen<br \/>\nGrund f\u00fcr den Wegzug.\u00a0\n<\/p>\n<p>                            \u00a9\u00a0Lea Dohle<\/p>\n<p>\n                    Newsletter<\/p>\n<p>                    Was jetzt? \u2013 Der t\u00e4gliche Morgen\u00fcberblick<\/p>\n<p class=\"newsletter-signup__text\">Starten Sie mit unserem kurzen Nachrichten-Newsletter in den Tag. 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Aber auch in Sektoren wie dem Gesundheits- und Sozialwesen, dem verarbeitenden Gewerbe,\u00a0sowie in Handel, Verkehr und Lagerei liegt der Anteil mit 24 bis 28 Prozent deutlich \u00fcber dem Durchschnitt.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">&#8222;Gerade die f\u00fcr Erwerbs- oder Bildungszwecke zugezogenen, besser gebildeten, wirtschaftlich erfolgreicheren sowie sprachlich besser integrierten Migrantinnen und Migranten denken \u00fcberdurchschnittlich h\u00e4ufig \u00fcber eine Ausreise nach oder \u00e4u\u00dfern konkrete Abwanderungspl\u00e4ne&#8220;, sagte IAB-Forscher Lukas Olbrich. &#8222;Also genau jene, die Deutschland dringend f\u00fcr die Fachkr\u00e4ftesicherung ben\u00f6tigt.&#8220;\n<\/p>\n<p>        Stabile Bleibeperspektiven sind entscheidend        <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Etwa jede f\u00fcnfte Person mit Auswanderungspl\u00e4nen kann sich jedoch eine langfristige R\u00fcckkehr nach Deutschland vorstellen. Ein Drittel der Befragten schlie\u00dft dies aus, rund die H\u00e4lfte ist unentschlossen. Diese Zahlen zeigen: Das R\u00fcckkehrpotenzial ist hoch \u2013 viele halten sich eine R\u00fcckkehr offen.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">&#8222;F\u00fcr eine zukunftsf\u00e4hige Migrationspolitik reicht es nicht aus, den<br \/>\nZuzug zu f\u00f6rdern&#8220;, sagte Yuliya Kosyakova, Leiterin des<br \/>\nIAB-Forschungsbereichs Migration, Integration und internationale<br \/>\nArbeitsmarktforschung. Ebenso entscheidend sei es, dauerhaft<br \/>\nBleibeperspektiven zu schaffen. Dazu geh\u00f6ren\u00a0Kosyakova zufolge der Abbau struktureller H\u00fcrden,<br \/>\nschnellere und transparentere Verwaltungsprozesse sowie eine gezielte<br \/>\nF\u00f6rderung sozialer Integration und gesellschaftlicher Offenheit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Rund ein Viertel der eingewanderten Menschen in Deutschland zieht in Erw\u00e4gung, das Land wieder zu verlassen \u2013 hochgerechnet&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":181672,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,9170,3364,29,548,30,61053,13,61050,382,14,15,16,12,61051,61052],"class_list":{"0":"post-181671","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-ausreise","11":"tag-de","12":"tag-deutschland","13":"tag-eu","14":"tag-germany","15":"tag-hauptgrund","16":"tag-headlines","17":"tag-iab","18":"tag-migration","19":"tag-nachrichten","20":"tag-news","21":"tag-politik","22":"tag-schlagzeilen","23":"tag-unzufriedenheit","24":"tag-wegzug"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114664243483477535","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/181671","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=181671"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/181671\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/181672"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=181671"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=181671"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=181671"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}