{"id":18189,"date":"2025-04-09T12:05:08","date_gmt":"2025-04-09T12:05:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/18189\/"},"modified":"2025-04-09T12:05:08","modified_gmt":"2025-04-09T12:05:08","slug":"hat-sich-vincent-kompany-mit-thomas-mueller-verzockt-der-nicht-zu-fassende-fluch-greift-nach-dem-fc-bayern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/18189\/","title":{"rendered":"Hat sich Vincent Kompany mit Thomas M\u00fcller verzockt? Der nicht zu fassende Fluch greift nach dem FC Bayern"},"content":{"rendered":"<p>                    Hat sich Kompany verzockt?<br \/>\n                Der nicht zu fassende Fluch greift nach dem FC Bayern<\/p>\n<p>\t\t\t\t              09.04.2025, 06:15 Uhr<\/p>\n<p><strong>Der FC Bayern reist mit einer schweren Hypothek zum Viertelfinal-R\u00fcckspiel der Champions League. Bei Inter Mailand m\u00fcssen die M\u00fcnchner nach der bitteren Heim-Niederlage unbedingt gewinnen. Daf\u00fcr muss etwa ein Harry Kane alles anders machen.<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt diese Geschichte \u00fcber Harry Kane, die niemand mehr h\u00f6ren m\u00f6chte. Der St\u00fcrmer, der so wahnsinnig viele Tore schie\u00dft und so wahnsinnig wichtig f\u00fcr seine Mannschaften ist, hat in seiner Karriere noch keinen Titel gewonnen. Au\u00dfer nat\u00fcrlich den Torneio Internacional Algarve-Cup, mit der englischen U17, vor 15 Jahren. Aber das z\u00e4hlt nicht. Der Superst\u00fcrmer aus England ist noch v\u00f6llig blank, was Teamerfolge angeht. Kaum zu fassen. Mit dem FC Bayern will er das \u00e4ndern. Anders als sein Ex-Team Tottenham Hotspur sind die M\u00fcnchner jederzeit in der Lage, Titel zu gewinnen. Oder doch nicht? An diesem Dienstagabend wurde eine n\u00e4chste Chance nach der titellosen Vorsaison auf bittere Weise verzwergt. Auch weil Harry Kane Dinge tat, die ein Harry Kane sonst nicht tut. Das Viertelfinal-Hinspiel gegen Inter Mailand verlor der FC Bayern in der heimischen Arena mit 1:2 (0:1).<\/p>\n<p>  <strong class=\"article__aside__title\">Schema: Bayern M\u00fcnchen &#8211; Inter Mailand 1:2 (0:1)<\/strong> <\/p>\n<p><b>Tore<\/b>: 0:1 La. Martinez (38.), 1:1 M\u00fcller (85.), 1:2 Frattesi (88.)<br \/><b>M\u00fcnchen<\/b>: Urbig &#8211; Laimer, Dier, Kim (74. Boey), Stanisic &#8211; Kimmich, Goretzka &#8211; Olise, Guerreiro (74. Gnabry), San\u00e9 (74. M\u00fcller) &#8211; Kane. &#8211; Trainer: Kompany<br \/><b>Inter Mailand<\/b>: Sommer &#8211; Pavard, Acerbi, Bastoni &#8211; Darmian (79. Bisseck), Barella, \u00c7alhano\u011flu, Mkhitaryan (74. Frattesi), Augusto &#8211; La. Martinez (89. Zalewski), Thuram. &#8211; Trainer: Inzaghi<br \/><b>Schiedsrichter<\/b>: Sandro Sch\u00e4rer (Schweiz)<br \/><b>Gelbe Karten<\/b>: Kim &#8211; La. Martinez (2), Mkhitaryan (2), Frattesi, Zalwski<br \/><b>Zuschauer<\/b>: 75.000 (ausverkauft)<\/p>\n<p>Nach 26 Minuten hatte der M\u00fcnchner Fl\u00fcgelst\u00fcrmer Michael Olise alles so vorbereitet, dass es ein gro\u00dfer Abend f\u00fcr seine Mannschaft werden k\u00f6nnte. Trotz des sich zuletzt immer h\u00f6her aufget\u00fcrmten Berges an Verletzten. Der junge Franzose, der von Sportvorstand Max Eberl zur Benchmark f\u00fcr neue Transfers beim Rekordmeister erhoben wurde, hatte die gesamte Abwehr von Inter ausgefummelt. Die Abwehrmonster aus Italien bekamen Olise mit ihren Z\u00e4hnen nicht zu greifen, er tanzte einfach an ihnen vorbei und legte dann quer zu Kane. Der stand frei. So frei, wie man es bei einem Superst\u00fcrmer gegen Mailand niemals erwarten w\u00fcrde. Das Stadion erhob sich, jeder wusste, was kommen w\u00fcrde. Doch dann machte es &#8222;pong&#8220; und der Ball knallte an den Pfosten. Es stand NICHT 1:0 f\u00fcr den FC Bayern. Kane war fassungslos, seine Teamkollegen waren fassungslos, das Stadion ebenfalls. Zum zweiten, aber nicht zum letzten Mal an diesem Abend.<\/p>\n<p>Kompany pfeift auf Fu\u00dfball-Romantik<\/p>\n<p>Rund eine Stunde vor Anpfiff, als die Aufstellung \u00f6ffentlich wurde, rieben sich die M\u00fcnchner Anh\u00e4nger die Augen. In der sich nahezu selbst aufstellenden Startelf fehlte ein Spieler. Es fehlte DER Spieler. Thomas M\u00fcller, die Vereinsikone, die am Samstag einigerma\u00dfen angefressen mitgeteilt hatte, dass sein Klub ihn nicht mehr weiterbesch\u00e4ftigen m\u00f6chte, sa\u00df nur auf der Bank. Jeder Experte hatte den sich stets neu erfindenden Freigeist von Beginn an erwartet. Weil mit Jamal Musiala der wichtigste Mann im Mittelfeld ausfiel und weil sie die Kraft des w\u00fctenden M\u00fcllers beschworen, der es auf seinen letzten Metern in Rot noch einmal allen zeigen wollte. Doch der Trainer pfiff auf die kitschige Romantik. Er hatte das Beste f\u00fcr seine Mannschaft im Sinn und das sah M\u00fcller von Anfang an nicht vor. Raphael Guerreiro spielte auf der Zehn. &#8222;Mein Fokus ist nur darauf, was wir machen, um dieses Spiel zu gewinnen. Rapha hat das letzte Mal in dieser Position gespielt und zwei Tore erzielt. Das ist eine Position, die er kennt. Er gibt uns auch hoffentlich defensiv etwas extra&#8220;, rechtfertigte sich Kompany.<\/p>\n<p>M\u00fcller reagierte professionell auf die Entscheidung des Trainers. Er wollte auf keinen Fall seine Person und seine nach dem verk\u00fcndeten Bayern-Abschied zum Saisonende besondere Situation zu sehr in den Fokus r\u00fccken. &#8222;Wichtig ist, dass ich das ausstrahle, dass es um das gro\u00dfe Ganze geht&#8220;, sagte er. <\/p>\n<p>Eine im Nachhinein klassische Fehlentscheidung war die Aufstellung von Guerreiro nicht. Der Portugiese machte ein gutes Spiel, sorgte immer wieder f\u00fcr Impulse. In der 20. Minute lie\u00df er eine gro\u00dfe Chance mit seinem schw\u00e4cheren rechten Fu\u00df liegen. In der 65. Minute rauschte ein Schuss von ihm knapp \u00fcber das Tor. Er h\u00e4tte im Schatten des bis dato verhinderten Helden M\u00fcller seine eigene Heldengeschichte schreiben k\u00f6nnen. Doch an diesem Abend wollte so viel nicht klappen, gegen diese starken Italiener. Die so gut verteidigen und so brutal effektiv sind. Nach 38 Minuten waren sie in F\u00fchrung gegangen. Sie hatten einen Konter auf Zuckerwatteweise ausgespielt. Der herausragend gute Carlos Augusto legte den Ball auf der linken Seite in die Mitte vors Tor, wo Marcus Thuram perfekt mit der Hacke nach hinten weiterleitete. Kapit\u00e4n Lautaro Mart\u00ednez stach in die L\u00fccke und schoss den Ball fantastisch mit dem Au\u00dfenrist oben rechts unter die Latte ins Tor.<\/p>\n<p>Die M\u00fcnchner verloren danach ihre Kraft, die sie bis dahin ausgestrahlt hatten. Sie hatten ein gutes Spiel gemacht und Chancen gehabt. Aber ausgerechnet ihr Ex-Torwart Yann Sommer war mehrfach zur Stelle. Zwar fehlte vor allem beim letzten Pass die Pr\u00e4zision, aber es wirkte alles irgendwie stabil, mutig, gef\u00e4hrlich. Die Bayern strahlten ein gutes Gef\u00fchl aus. Die Kraft kehrte erst nach 74 Minuten zur\u00fcck. Thomas M\u00fcller stand bereit, es allen zu zeigen. Er kam f\u00fcr Leroy San\u00e9 und m\u00fcllerte sofort rum. Die Zuschauer wurden von der Magie, die dieser Mann immer noch in sich tr\u00e4gt, wachgek\u00fcsst. Bayern dr\u00fcckte vehement auf den Ausgleich. Und der fiel, dank M\u00fcller. Nach 82 Minuten scheiterte er noch mit einem Schuss in die Beine von Alessandro Bastoni, dann stand er nach 85 Minuten richtig. Er hatte sich an den langen Pfosten gestohlen, winkte mehrfach vehement und bekam eine Flanke von Joshua Kimmich. Aus k\u00fcrzester Distanz dr\u00fcckte er den Ball \u00fcber die Linie. Was f\u00fcr eine Geschichte! M\u00fcller hatte es allen gezeigt. Seinem Trainer, den Bossen, der ganzen Welt!<\/p>\n<p>&#8222;Es steht jetzt bl\u00f6derweise durch den letzten Konter 1:2&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Thomas hat das Gef\u00fchl, im engen Raum was zu machen. Ich hoffe, dass es noch oft passiert&#8220;, sagte Kompany sp\u00e4ter \u00fcber seinen Joker. Gegen die Verteidigungs-Gladiatoren aus Italien h\u00e4tte es definitiv mehr M\u00fcller bei den \u00fcberlegenen Bayern gebraucht. &#8222;Inter wirkt nicht super gef\u00e4hrlich, aber sie sind z\u00e4h zu bespielen. Ein bisschen wie Kaugummi. Deswegen war das kein Spaziergang. Am Ende entscheiden die Dinger, die sie gemacht haben. Es steht jetzt bl\u00f6derweise durch den letzten Konter 1:2&#8220;, analysierte M\u00fcller. <\/p>\n<p>Eine solche Geschichte kann man sich ja gar nicht ausdenken. Man sp\u00fcrt sie. Oder eben nicht. Aber diese Geschichte hatte noch eine andere Erz\u00e4hlung parat. Sie wollte M\u00fcller nicht als strahlenden Helden dastehen lassen, sondern als tragischen. Kaum waren die letzten Bilder des 1:1 weggesendet, da stach Inter eiskalt zu. Gegen die aberwitzig weit und wild aufger\u00fcckten M\u00fcnchner vollendete Davide Frattesi erneut einen perfekt ausgef\u00fchrten \u00dcberfallangriff. Der &#8222;D\u00e4mon von Piacenza&#8220;, Trainer Simone Inzaghi, hatte wieder einmal alles richtig gemacht mit der Wahl von Personal und Taktik. Es wurde leise im Stadion. Die Hypothek, die dieses Tor den Bayern aufsattelte, war sofort sp\u00fcrbar. Das &#8222;Finale Dahoam&#8220; pl\u00f6tzlich ganz weit weg.<\/p>\n<p>&#8222;Mailand ausw\u00e4rts ist immer schwierig. Aber wir bekommen wieder die Chance. Es ist noch keine Mannschaft nach einem 1:2 in der Halbzeit in die Kabine gekommen und hat gesagt, dass wir nach Hause fahren k\u00f6nnen. Wir glauben an unsere Chance&#8220;, sagte Trainer Kompany. Dabei hofft er auf M\u00fcller, dann vielleicht von Beginn an? Denn neben der Frage, ob Harry Kane seinen Fluch jemals loswerden wird (kleiner Spoiler: in der Bundesliga sieht es sehr gut aus!), bleibt vor allem die Frage h\u00e4ngen: Was w\u00e4re passiert, wenn M\u00fcller von Anfang an gespielt h\u00e4tte? <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hat sich Kompany verzockt? 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