{"id":181957,"date":"2025-06-11T12:56:09","date_gmt":"2025-06-11T12:56:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/181957\/"},"modified":"2025-06-11T12:56:09","modified_gmt":"2025-06-11T12:56:09","slug":"ukraine-krieg-jugendliche-als-harakiri-saboteure-die-skrupellose-neue-spionagetaktik-der-russen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/181957\/","title":{"rendered":"Ukraine-Krieg: Jugendliche als Harakiri-Saboteure \u2013 Die skrupellose neue Spionagetaktik der Russen"},"content":{"rendered":"<p>Russlands Geheimdienste nutzen offenbar eine neue Methode: Als ukrainische Spione getarnt, werben sie vulnerable Personen an \u2013 die dann teils unwissend als Kundschafter, Saboteure oder Attent\u00e4ter f\u00fcr Moskau arbeiten. Die Folgen sind brutal.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Raketen, Drohnen, Marschflugk\u00f6rper, Artillerie \u2013 das sind die gut sichtbaren Waffen, mit denen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/ukraine-krise\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/ukraine-krise\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Russland die Ukraine Tag f\u00fcr Tag angreift<\/a>. Nun aber warnt der ukrainische Geheimdienst SBU vor einem neuen Vorgehen russischer Agenten: Sie geben sich offenbar als Angeh\u00f6rige des ukrainischen Geheimdienstes aus, um Ukrainer f\u00fcr Straftaten im Sinne Russlands zu rekrutieren. <\/p>\n<p>In letzter Zeit habe die Zahl der F\u00e4lle zugenommen, \u201ein denen sich der Feind als SBU-Offizier ausgibt und kriminelle Aufgaben stellt, die angeblich im Interesse des ukrainischen Staates ausgef\u00fchrt werden sollen\u201c, so der SBU in einer Stellungnahme. Es handele sich um eine \u201eFalse Flag Taktik\u201c, die in dieser Form von Russland bisher nicht angewandt worden sei, hie\u00df es. Dabei geht es um Observationen, die Weitergabe von Informationen, aber auch die Ver\u00fcbung von Straftaten.<\/p>\n<p>Eine Rekrutierungsmethode ist demnach, dass Nachrichten mit der Aufforderung versandt werden, sich wegen eines angeblichen \u201eStrafverfahrens\u201c zu einer Befragung zu begeben. Schlie\u00dflich werde dann angeboten, dieses \u201eStrafverfahren\u201c zu schlie\u00dfen \u2013 als Gegenleistung f\u00fcr Observationen, den Transport von Material, die Beschaffung von Chemikalien oder Sabotageaktionen wie Brandanschl\u00e4ge auf Fahrzeuge oder Geb\u00e4ude. Zudem sollen die Angeworbenen eine Software auf ihren Mobiltelefonen installieren, die eine st\u00e4ndige \u00dcberwachung erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>So gelang es russischen Netzwerken in den vergangenen Monaten in dutzenden F\u00e4llen, Ukrainer f\u00fcr Anschl\u00e4ge anzuwerben \u2013 zum Teil \u00fcber Propaganda, Geld, Erpressung, aber wom\u00f6glich auch T\u00e4uschung. Denn zumindest in einigen F\u00e4llen ist nicht restlos gekl\u00e4rt, ob die Angeworbenen auch wussten, f\u00fcr wen sie t\u00e4tig wurden. Konkret geht es um eine ganze Serie an Sprengstoffanschl\u00e4gen, f\u00fcr die auch Jugendliche rekrutiert wurden.<\/p>\n<p>Eine Bombe in der Tasche<\/p>\n<p>Einer der spektakul\u00e4rsten F\u00e4lle ist der zweier Teenager, 15 und 17 Jahre alt, in Iwano-Frankiwsk in der Westukraine. Sie sollten im M\u00e4rz dieses Jahres eine Tasche voller Sprengstoff abstellen, die dann aber ferngez\u00fcndet wurde, w\u00e4hrend sie sie noch zum Ziel trugen. Beide starben. Ein anderer Fall ist der eines 21-j\u00e4hrigen Mannes, der in der Gro\u00dfstadt Riwne mit einer Bombe in der Tasche in ein Rekrutierungsb\u00fcro marschierte, w\u00e4hrend er die Tat live mit seiner Kontaktperson streamte. <\/p>\n<p>In einem weiteren Fall wurde ein 14-j\u00e4hriges M\u00e4dchen angeheuert. Die Jugendliche weigerte sich zun\u00e4chst, wurde dann aber mittels kompromittierender Fotos aus ihrem gehackten Mobiltelefon erpresst. Sie sollte eine Polizeistation in Ternopil in die Luft sprengen, wurde aber festgenommen.<\/p>\n<p>Das Vorgehen der Russen ist immer dasselbe: Der Kontakt wird \u00fcber den Messenger-Dienst Telegram hergestellt und aufgebaut. Ukrainische Stellen gehen mittlerweile auch in Schulen, um \u00fcber die Gefahren solcher Aktionen aufzukl\u00e4ren. Auff\u00e4llig ist auch, dass \u00fcberwiegend vulnerable Personen ausgew\u00e4hlt werden, darunter nicht nur Jugendliche.<\/p>\n<p>Im Februar 2025 geriet eine 42-j\u00e4hrige Frau aus der Region Poltawa in der Zentralukraine in eine solche Falle. Ihr wurde gesagt, sie solle gegen Bezahlung eine gro\u00dfe Geldsumme transportieren. Die Tasche, die ihr \u00fcbergeben wurde, beinhaltete allerdings keine Banknoten, sondern eine Bombe. <\/p>\n<p>Wieder wurde die Bombe ferngez\u00fcndet und die Frau get\u00f6tet. Ihre noch sehr kleine Tochter hatte sie zuvor in einem Hotel zur\u00fcckgelassen \u2013 anscheinend in der Erwartung, sehr bald zur\u00fcckzukommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Russlands Geheimdienste nutzen offenbar eine neue Methode: Als ukrainische Spione getarnt, werben sie vulnerable Personen an \u2013 die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":181958,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,13,14,15,111,115,12,116,317,112,117],"class_list":{"0":"post-181957","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-putin","14":"tag-russland-ukraine-krieg-24-2-2022","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-selenskyj","17":"tag-ukraine","18":"tag-wladimir","19":"tag-wolodymyr"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114664845065454737","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/181957","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=181957"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/181957\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/181958"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=181957"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=181957"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=181957"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}