{"id":182225,"date":"2025-06-11T15:11:14","date_gmt":"2025-06-11T15:11:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/182225\/"},"modified":"2025-06-11T15:11:14","modified_gmt":"2025-06-11T15:11:14","slug":"rueckholung-gefordert-sorgen-um-deutsches-gold-in-den-usa-wachsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/182225\/","title":{"rendered":"R\u00fcckholung gefordert: Sorgen um deutsches Gold in den USA wachsen"},"content":{"rendered":"<p>                    R\u00fcckholung gefordert<br \/>\n                Sorgen um deutsches Gold in den USA wachsen<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t              \tVon Kilian Schroeder<br \/>\n\t\t\t\t              11.06.2025, 16:08 Uhr<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t       Artikel anh\u00f6ren<\/p>\n<p>\t\t\t\t\t\t\tDiese Audioversion wurde k\u00fcnstlich generiert. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/23249898\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehr Infos<\/a><\/p>\n<p><strong>Deutschland hat den zweitgr\u00f6\u00dften Goldschatz der Welt. Ein gro\u00dfer Teil der Reserven lagert in den USA. Wie sicher sind sie dort unter Pr\u00e4sident Donald Trump? Der Bundesbankchef kann noch ruhig schlafen, andere weniger.<\/strong><\/p>\n<p>An der S\u00fcdspitze Manhattans, 25 Meter unter der Erde, lagern sie. Hinter den Tresorraumt\u00fcren liegen in langen Reihen die gl\u00e4nzenden Barren, auch jene der Deutschen Bundesbank. Hier verwahrt die Federal Reserve Bank in New York die gro\u00dfen Goldreserven der Welt. Doch die Frage ist, wie lange noch.<\/p>\n<p>Denn seit Donald Trump regiert, w\u00e4chst die Sorge um die Sicherheit der deutschen Goldbarren im New Yorker Keller. Verb\u00e4nde wie auch Unionspolitiker fordern, deutsche Goldreserven zur\u00fcck nach Deutschland zu holen. Investoren wiederum schieben das Edelmetall schon l\u00e4nger \u00fcber den ganzen Globus &#8211; allerdings teilweise in umgekehrter Richtung.<\/p>\n<p>&#8222;Trump ist unberechenbar, und man kann nicht ausschlie\u00dfen, dass er kreative Ideen entwickelt f\u00fcr den Umgang mit ausl\u00e4ndischen Goldreserven&#8220;, sagte der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber der Nachrichtenagentur Reuters. Die US-Regierung sei nicht mehr der verl\u00e4ssliche Partner, der sie einmal war, die Bundesbank m\u00fcsse auf die neuen geopolitischen Realit\u00e4ten reagieren. &#8222;Bei den Goldreserven ist Diversifikation entscheidend&#8220;, sagte Ferber. &#8222;Es ist nie ratsam, alle Eier in zu wenigen K\u00f6rben zu haben.&#8220;<\/p>\n<p>Steuerzahlerbund: Holt unser Gold nach Hause<\/p>\n<p>Bereits Ende M\u00e4rz machte sich Michael J\u00e4ger, Pr\u00e4sident des Europ\u00e4ischen Steuerzahlerbundes, f\u00fcr eine R\u00fcckholaktion stark. &#8222;Unsere Forderung: Holt unser Gold nach Hause&#8220;, sagte J\u00e4ger damals dem ZDF. Der Verband verschickte laut Reuters entsprechende Briefe an die Bundesbank und das Finanzministerium.<\/p>\n<p>Nach den USA hat Deutschland den zweitgr\u00f6\u00dften Goldschatz der Welt. Laut Gesch\u00e4ftsbericht hat die Bundesbank 3352 Tonnen an Goldbest\u00e4nden vorr\u00e4tig. Rund die H\u00e4lfte davon liegt im Tresor der Deutschen Zentralbank in Frankfurt, weitere 37 Prozent im Keller der Fed in New York. Die restlichen 405 Tonnen lagern bei der Bank of England in London. Vor einigen Jahren war das noch anders: Im Jahr 2013 \u00fcberarbeitete die Bundesbank ihr Lagerstellenkonzept und holte einen Teil der Reserven aus den USA und alle aus Frankreich zur\u00fcck.<\/p>\n<p>  <a title=\"Gold Spot USD\" href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/boersenkurse\/devisen\/gold usd-2323869\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">  <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/1749654674_516_chartNG.gfn\" alt=\"Gold, Feinunze\" class=\"space__strech lazyload\"\/>    <strong>Gold, Feinunze<\/strong>  3.338,89  <\/a>  <\/p>\n<p>Dass deutsches Gold \u00fcberhaupt im Ausland lagert, hat historische Gr\u00fcnde. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte Deutschland zun\u00e4chst \u00fcberhaupt keine Goldreserven mehr. Erst als der Leistungs\u00fcberschuss der jungen Bundesrepublik wuchs, wurde das Gold teilweise als Bezahlung genutzt. Diese Goldbarren wurden aber nicht nach Deutschland geliefert, sondern einfach vom Fach der amerikanischen Notenbank in das der Bundesbank gelegt.<\/p>\n<p> \u00dcbernimmt Trump die Kontrolle der Fed?<\/p>\n<p>Dass nun einige eine R\u00fcckholaktion der Goldbarren fordern, liegt an der Unsicherheit, die Trump und seine US-Regierung verbreiten. Trumps Attacken auf den Chef der US-Notenbank Jerome Powell n\u00e4hren die Zweifel, ob die Fed ihre Unabh\u00e4ngigkeit bewahren kann. W\u00fcrde Trump die Kontrolle \u00fcber die Fed erlangen, h\u00e4tte er letztlich wohl auch die Kontrolle \u00fcber die deutschen Goldreserven, so die Bef\u00fcrchtung.<\/p>\n<p>Die Bundesbank schreibt auf &#8222;Capital&#8220;-Anfrage, an ihrem Lagerstellenkonzept habe sich nichts ge\u00e4ndert. Entscheidend f\u00fcr die Gewichtung der Goldreserven seien die Ziele Sicherheit und Handelbarkeit, um Gold bei Bedarf verkaufen oder in Fremdw\u00e4hrungen tauschen zu k\u00f6nnen &#8211; anhand dieser Kriterien w\u00fcrden die Lagerstellen regelm\u00e4\u00dfig gepr\u00fcft. &#8222;Die New York Fed ist und bleibt in diesem Rahmen eine wichtige Lagerstelle f\u00fcr unser Gold&#8220;, so ein Sprecher.<\/p>\n<p>Auch bei der Jahrespressekonferenz im Februar wiegelte Bundesbankpr\u00e4sident Joachim Nagel ab: &#8222;Ich habe nat\u00fcrlich diese Diskussion verfolgt: Es bereitet mir keine schlaflosen N\u00e4chte&#8220;, sagte Nagel. &#8222;Ich habe da vollstes Vertrauen zu unseren Kollegen bei der amerikanischen Notenbank.&#8220;<\/p>\n<p>Superreiche bringen Barren au\u00dfer Landes<\/p>\n<p>Nicht nur bei den Notenbanken sorgt Trumps Politik f\u00fcr zunehmendes Gr\u00fcbeln \u00fcber Gold. Da das Edelmetall den Ruf als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten hat, kauften private Investoren zunehmend Gold ein &#8211; und sorgten so f\u00fcr Rekordwerte beim Goldkurs.<\/p>\n<p>Normalerweise wird physisches Gold in London gehandelt. Doch nach der Pr\u00e4sidentschaftswahl im November begannen Investoren, tonnenweise Gold in die Lager der New Yorker B\u00f6rse Comex zu transportieren &#8211; wohl, um Importz\u00f6llen zuvorzukommen. Die Best\u00e4nde in New York sollen sich im Vergleich zum Oktober verdoppelt haben. Das sorgte f\u00fcr steigende Preise und Druck auf die Banken, ebenfalls Gold in die USA zu schaffen, um es dort teurer zu verkaufen. Seit Anfang April sind die Best\u00e4nde zwar wieder gesunken, befinden sich aber weiter auf einem hohen Niveau.<\/p>\n<p>Inzwischen allerdings scheint sich auch dieser Trend langsam wieder umzukehren. Laut einem Bericht des US-Fernsehsenders CNBC schaffen Superreiche der USA ihre Goldbarren zunehmend au\u00dfer Landes, um es vor den unsicheren politischen Umst\u00e4nden zu sch\u00fctzen. Das Zielland ist demnach vor allem Singapur, das Investoren f\u00fcr politisch stabil halten und als wichtigen Transitknotenpunkt ansehen.<\/p>\n<p>Dieser Text erschien zuerst bei <a href=\"https:\/\/www.capital.de\/\" rel=\"Follow nofollow noopener\" target=\"_blank\">Capital.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"R\u00fcckholung gefordert Sorgen um deutsches Gold in den USA wachsen Von Kilian Schroeder 11.06.2025, 16:08 Uhr Artikel anh\u00f6ren&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":182226,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[175,170,169,29,106,11397,30,668,171,174,173,172,55],"class_list":{"0":"post-182225","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-business","9":"tag-companies","10":"tag-companies-markets","11":"tag-deutschland","12":"tag-donald-trump","13":"tag-fed","14":"tag-germany","15":"tag-gold","16":"tag-markets","17":"tag-maerkte","18":"tag-unternehmen","19":"tag-unternehmen-maerkte","20":"tag-wirtschaft"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114665375913969923","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/182225","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=182225"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/182225\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/182226"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=182225"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=182225"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=182225"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}