{"id":182503,"date":"2025-06-11T17:36:18","date_gmt":"2025-06-11T17:36:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/182503\/"},"modified":"2025-06-11T17:36:18","modified_gmt":"2025-06-11T17:36:18","slug":"berlin-brandenburg-betrug-bei-auslandszuschlaegen-archaeologin-verurteilt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/182503\/","title":{"rendered":"Berlin &#038; Brandenburg: Betrug bei Auslandszuschl\u00e4gen: Arch\u00e4ologin verurteilt"},"content":{"rendered":"<p>                    Berlin &amp; Brandenburg<br \/>\n                Betrug bei Auslandszuschl\u00e4gen: Arch\u00e4ologin verurteilt<\/p>\n<p>\t\t\t\t              11.06.2025, 18:23 Uhr<\/p>\n<p><strong>Obwohl sie wieder in Berlin lebte, erhielt eine Mitarbeiterin des Deutschen Arch\u00e4ologischen Instituts jahrelang Auslandszuschl\u00e4ge f\u00fcr sich und ihre Familie. Zu Unrecht, urteilte nun ein Gericht.<\/strong><\/p>\n<p>Berlin (dpa\/bb) &#8211; Eine Beamtin des Deutschen Arch\u00e4ologischen Instituts ist wegen Betrugs zu zehn Monaten Haft auf Bew\u00e4hrung verurteilt worden. Die 57-J\u00e4hrige habe \u00fcber Jahre hinweg zu Unrecht Auslandszuschl\u00e4ge f\u00fcr sich, ihren Ehemann und ihre beiden Kinder erhalten, stand f\u00fcr das Amtsgericht Tiergarten fest. Die Angeklagte habe die Besoldungsstelle nicht dar\u00fcber informiert, dass sie wieder dauerhaft in Berlin lebten, sagte die Vorsitzende Richterin. Inzwischen habe die Frau nach einem geschlossenen Vergleich rund 512.000 Euro zur\u00fcckgezahlt.<\/p>\n<p>Die Arch\u00e4ologin wurde des Betrugs in einem besonders schweren Fall durch Unterlassen schuldig gesprochen. Mit dem Urteil folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanw\u00e4ltin. Der Verteidiger hatte auf Freispruch pl\u00e4diert. Seine Mandantin habe nicht get\u00e4uscht, sagte er. Ihr Aufenthaltsort sei im Institut bekannt gewesen. Er k\u00fcndigte bereits Berufung gegen die Entscheidung an.<\/p>\n<p>Richterin: Monatlich rund 6.900 Euro zu Unrecht<\/p>\n<p>Die Frau war vor mehr als zwanzig Jahren f\u00fcr das Bundesinstitut in den Jemen gegangen. Wegen der Sicherheitslage seien zun\u00e4chst im M\u00e4rz 2011 ihre Kinder und der Mann nach Deutschland zur\u00fcckgekehrt, hie\u00df es weiter im Urteil. Ab Ende 2013 sei auch die Oberamtsr\u00e4tin nicht mehr in das arabische Land gereist. Dies habe sie jedoch der f\u00fcr die Gehaltszahlungen zust\u00e4ndigen Besoldungsstelle nicht mitgeteilt. Etwa 6.900 Euro Auslandszuschl\u00e4ge seien auf ihr Konto geflossen.\u00a0<\/p>\n<p>Im Prozess ging es um einen Zeitraum von 2017 bis Ende 2020. Die Frau in Leitungsposition habe gewusst, dass sie Ver\u00e4nderungen mitteilen muss, so das Gericht. &#8222;Sie h\u00e4tte jederzeit mit einem Dreizeiler auf den Irrtum bei der Besoldungsstelle hinweisen k\u00f6nnen&#8220;, sagte die Richterin weiter. &#8222;Die Angeklagte ist ihrer Mitteilungspflicht nicht nachgekommen.&#8220; Das Gericht gehe von Vorsatz aus.<\/p>\n<p>\u00dcberzahlung von rund 670.000 Euro<\/p>\n<p>Die Arch\u00e4ologin hatte im Prozess erkl\u00e4rt, sie habe die Au\u00dfenstelle Sanaa seit 2014 von Berlin aus geleitet. Nach ihrer R\u00fcckkehr habe sie Gespr\u00e4che \u00fcber ihren Status gef\u00fchrt. Ihr Dienstort Sanaa sei beibehalten worden. Dort sei auch ihr Hausrat geblieben. Sie sei &#8222;jederzeit bereit gewesen, zur\u00fcckzugehen&#8220;.<\/p>\n<p>Ende Dezember 2020 f\u00fchrten Pr\u00fcfungen zu Ermittlungen. Eine Zeugin sagte, seit 2011 habe sich eine \u00dcberzahlung in H\u00f6he von rund 670.000 Euro ergeben. Bereits vor Anklageerhebung war es nach Angaben des Verteidigers vor dem Verwaltungsgericht Berlin zu einem Vergleich gekommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin &amp; Brandenburg Betrug bei Auslandszuschl\u00e4gen: Arch\u00e4ologin verurteilt 11.06.2025, 18:23 Uhr Obwohl sie wieder in Berlin lebte, erhielt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":182504,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1816],"tags":[1960,1958,1959,1957,61116,61258,296,1956,1483,1890,29,30],"class_list":{"0":"post-182503","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-brandenburg","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin-und-brandenburg","9":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-brandenburg","10":"tag-aktuelle-news-aus-berlin-und-brandenburg","11":"tag-aktuelle-news-aus-brandenburg","12":"tag-archaeologin","13":"tag-auslandszuschlaegen","14":"tag-berlin","15":"tag-berlin-und-brandenburg","16":"tag-betrug","17":"tag-brandenburg","18":"tag-deutschland","19":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114665946260234560","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/182503","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=182503"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/182503\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/182504"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=182503"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=182503"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=182503"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}